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Österreichischer Akademikerbund/Landesgruppe Wien/Plattform "Kindeswohl und Elternrechte"

Alles Nachdenken über die Zukunft der Schule und des Unterrichts muss sich am Wohl des Kindes orientieren. In diesem Sinn appellieren wir an alle Beteiligten der aktuellen Schul- und Schulreformdiskussion,

a) das Recht des Kindes auf Kindheit zu beachten. Dieses verwirklicht sich u.a. durch das Recht auf ausreichende Zeit der Eltern, weiter durch ausreichend Zeit für Spiel, Sport, musische Betätigung, durch Teilnahme an Angeboten der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit. Der zeitliche Rahmen für schulischen Unterricht und für schulische Betreuung muss sich am Kindeswohl orientieren;

b) die elterliche Erziehungsverantwortung zu stärken und zu fördern, weil die Voraussetzungen für jede Bildung in der Familie geschaffen werden;

c) für Eltern tatsächliche Wahlfreiheit zwischen Familienarbeit und Erwerbsarbeit zu schaffen, was umfangreiche wirtschaftliche, gesetzliche und gesellschaftliche Reformanstrengungen erfordert;

d) familiäre und schulische Nachmittagsbetreuung in finanzieller Hinsicht gleichzustellen;

e) Eltern und Kindern auch zukünftig ein leistungsorientiertes und differenziertes Angebot an Schulformen zur Verfügung zu stellen;

f) vor allen organisatorischen Fragen eine gesellschaftliche Verständigung über Ziele und Inhalte von Bildung auf der Grundlage des § 2 des Schulorganisationsgesetzes anzustreben;

   Wir hoffen, dass der fünfte Absatz der Präambel zur UN-Kinderrechtskonvention (von Österreich am 26.1.1990 unterzeichnet) mehr Beachtung findet: "...daß der Familie als Grundeinheit der Gesellschaft und natürlicher Umgebung für das Wachstum und Gedeihen aller ihrer Mitglieder, insbesondere der Kinder, der erforderliche Schutz und Beistand gewährt werden sollte, damit sie ihrer Aufgaben innerhalb der Gemeinschaft voll erfüllen kann".

   Wir fordern darüber hinaus, weitgehende Strukturveränderungen mit hohen Folgekosten (wie etwa eine schulische Nachmittagsbetreuung) nur auf der Grundlage des tatsächlichen Bedarfs vorzunehmen, um verlorene finanzielle Aufwendungen zu vermeiden.

  
 


 

NÖ Familienhotline ist gefragtes Service

Die NÖ Familienhotline (02742/9005-1-9005) ist eine gefragte Service-Einrichtung für niederösterreichische Familien:
Rund 31.500 Anrufe gingen im vergangenen Jahr ein, das ist eine Steigerung um fast 30 Prozent im Vergleich zu 2003.

   "Diese starke Steigerung ist vor allem auf die neuen Förderungen und Aktionen des Landes zurückzuführen, wie etwa die Schulstarthilfe, die im Herbst 2004 eingeführt wurde, und die Kinderbetreuungs-Beratung", erklärt NÖ Familienreferent Dr. Peter Pitzinger. Rund die Hälfte der Anrufe hätte direkt den NÖ Familienpass betroffen, den mittlerweile mehr als 116.000 Familien in Niederösterreich besitzen.

   Das fünfköpfige Team der Familienhotline ist von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar und steht für alle Fragen rund um das Thema Familie zur Verfügung. Dabei geht es nicht nur um Förderungen des Landes, sondern oft auch um persönliche Probleme. Auch in diesen Fällen versucht die Familienhotline durch Weitervermittlung zu einer Familienberatungsstelle zu helfen. Bei vielen Fragen kann auch ein Blick auf die Homepage des Familienreferats www.familienpass.at weiterhelfen; dort steht auch eine online-Version des Familienratgebers mit Hunderten alphabetischen Einträgen von "Adoptivkinder" bis "Wohnen" zur Verfügung.
 


 

FamilienAnalyse 2005 / Alles über Familien, Märkte und Medien

ELTERN & ELTERN for family



   Das Institut für Demoskopie in Allensbach hat im Auftrag der
G+J-Zeitschriften ELTERN und ELTERN for family in der FamilienAnalyse
2005 zum zweiten Mal die wirtschaftliche Situation junger Familien,
das Konsum- und Investitionsverhalten, die Einstellungen und Wünsche
sowie die Mediennutzung von Familien untersucht. Die FamilienAnalyse
ist die einzige Markt-Media-Studie in Deutschland zur Zielgruppe
Familie.

   Familie hat einen außerordentlich hohen Stellenwert in Deutschland
- sie ist und bleibt der Lebensmittelpunkt für die überwältigende
Mehrheit der Deutschen: Die Familie steht für 89 Prozent der Eltern
von Kindern unter 14 Jahren an erster Stelle, nur für 6 Prozent ist
es der Beruf, lediglich für 1 Prozent sind es Freunde oder
Interessen. Der subjektive Stellenwert der Familie ist in den letzten
Jahren nochmals angestiegen. Die angespannte gesamtwirtschaftliche
Lage ändert nichts daran: In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit
wird die Familie zunehmend zu einer Quelle von Sicherheit und
Geborgenheit.

   Familien haben im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ein deutlich
höheres Haushaltsnettoeinkommen. Jedoch macht sich die anhaltend
schwierige konjunkturelle Situation in Deutschland natürlich auch bei
ihnen bemerkbar: Der durchschnittlich frei verfügbare Betrag pro
Monat im Haushalt ist im Trendzeitraum leicht zurückgegangen. Die
Trendanalyse des Ausgabeverhaltens junger Familien lässt aber den
Schluss zu, dass an den Kindern nicht gespart wird. Im Gegenteil:
Eltern räumen bei knapper werdenden finanziellen Mitteln den Ausgaben
für die Kinder (Kinderkleidung, Spielsachen und Hobbies, aber auch
finanzielle Vorsorgemaßnahmen) verstärkt Vorrang ein.

   Ein weiteres zentrales Ergebnis der FamilienAnalyse 2005: Der
Schlüssel zum Verständnis der Verbraucherentscheidungen ist nicht
eindimensional der Preis, sondern in der Regel das
Preis-Leistungsverhältnis. Auch der Erfolg der Discounter beruht
unter anderem darauf, dass viele Verbraucher den Eindruck haben, dort
gute Qualität zu günstigen Preisen zu bekommen. Besonders wenn es um
Produkte geht, die speziell junge Familie benötigen, bestimmt eine
ausgeprägte Ausrichtung auf Qualität die Kaufentscheidung. Das
Preis-Leistungsverhältnis steht bei Produkten für Kinder erst an
zweiter Stelle, der Preis an sich spielt eine nachgeordnete Rolle.

   Die bekanntesten Marken bei Eltern von Kindern unter 14 Jahren
sind mit Abstand Hipp und Lego: 96 Prozent kennen diese Marken,
gefolgt von Alete auf Platz 3 (95 Prozent). In puncto Sympathie liegt
Lego ebenfalls ganz vorn: 82 Prozent finden die Marke Lego
sympathisch, gefolgt von Ravensburger (74 Prozent) und Playmobil (68
Prozent). Was Besitz und Verwendung betrifft, führt Lego, das von 78
Prozent aller Eltern gekauft und verwendet wird, vor Ravensburger (77
Prozent) und Playmobil (63 Prozent). Bei der Einschätzung der
Qualität der Produkte sind 81 Prozent aller Eltern der Ansicht, dass
Lego eine Marke ist, die hochwertig ist und eine sehr gute Qualität
bietet. 70 Prozent der Eltern sagen dies von Ravensburger, 68 Prozent
von Playmobil. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet H&M für 53
Prozent aller Eltern, 50 Prozent finden das Preis-Leistungsverhältnis
von Ravensburger gut, 48 Prozent das der Tchibo-Marke TCM.

   Nach verschiedenen Trendanalysen hat sich die Markenorientierung
der Verbraucher mit der wachsenden Bedeutung von Discountern und
Handelsmarken erheblich verändert. Zum einen wird der Handel heute
zunehmend selbst als Marke wahrgenommen, mit einer anderen Aura und
einem spezifischen Qualitätsversprechen. Zum anderen bedeutet die
schwächere Markenbindung keineswegs eine Schwächung der Attraktivität
von Marken, so ein wesentliches Ergebnis der FamilienAnalyse 2005.
Viele Marken haben in den letzten Jahren nicht nur ihren
Bekanntheitsgrad, sondern auch ihre Attraktivität in den Augen der
Verbraucher erhöht.


 


Familienstammtisch mit LR Mikl-Leitner in St. Andrä-Wördern

Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner hat kürzlich in der Marktgemeinde St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln) zu einem "Familienstammtisch" geladen. Dabei wurden Jungfamilien und Interessierte über die familienspezifischen Angebote des Landes informiert. "Die sinkende Geburtenrate macht in vielen Bereichen Probleme", betonte Mikl-Leitner. Ziel sei es, den Familien das "Ja zum Kind" zu erleichtern. Das Land habe deshalb verschiedene Initiativen gestartet, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.

   In den letzten Monaten ist die Palette der Betreuungseinrichtungen um einen "Oma/Opa-Dienst" erweitert worden, bei dem das Land als Clearingstelle fungiert. Außerdem gibt es die Initiativen "Schulstarthilfe", "Förderung der Nachmittagsbetreuung" und "Förderung von Mehrlingsgeburten".

   Nähere Informationen: Familien-Hotline 02742/9005-1-9005, www.hilfswerk.at, www.familienpass.at.
 


 

Nipplegate bei US-Eltern kein Skandal
Studie untersucht Medienwahrnehmung der Eltern

Der Nipplegate-Ausrutscher von Janet Jackson bei der vergangenen Superbowl hat die Mehrheit der US-amerikanischen Eltern nicht erregt. Dies ergab die Studie "Parents, Media and Public Policy" der Kaiser Family Foundation http://www.kff.org . Nur 17 Prozent der Eltern haben sich laut Erhebung sehr besorgt über den Zwischenfall gezeigt, der einen Feldzug von amerikanischen Behörden gegen "Unanständigkeiten im Live-TV" zur Folge hatte. Einige Radio- und Fernsehstationen mussten in Folge erheblich Strafen bezahlen. Weitere Ergebnisse: Mehr als 60 Prozent zeigten sich jedoch beunruhigt über den Anteil von sexuellen Inhalten im Fernsehen, 53 Prozent über Gewalt und 49 Prozent über die verwendete Sprache.

In der Rangliste der gefährlichen Medien steht TV an erster Stelle. 34 Prozent der Eltern stellen diesem Medium kein gutes Zeugnis aus und erachten es als Besorgnis-erregend. 20 Prozent haben diese Einstellung gegenüber allen Medien. 16 Prozent sehen das Internet als potenzielle Gefahr und zehn Prozent die Kinofilme. Am Ende der Nennungen stehen Musik (sieben Prozent) und Videospiele (fünf Prozent).

Zusätzlich soll TV auch maßgeblich zu verfrühter sexueller Sozialisierung von Kindern beitragen, so die Studie. 53 Prozent der Erziehungsberechtigten sind der Meinung, dass das Zeigen von sexuellen Inhalten in TV-Shows viel dazu beiträgt, um Kinder frühzeitig in sexuelle Situationen zu bringen. 30 Prozent schreiben sexuellen Inhalten in irgendeiner Weise Einfluss zu. Bei Gewalt im Fernsehen sind es 44 Prozent der Eltern, die dem Medium viel Beeinflussung zuschreiben und 37 Prozent in irgendeiner Weise.

Die Studie erhob auch die Bedeutung von Ratings bei der Nutzung von bestehenden Medienangeboten. 50 Prozent der Eltern gaben an, TV-Ratings bis dato benutzt zu haben und 24 Prozent würden sie bereits regelmäßig nutzen, um ihren Kindern ein adäquates Fernsehprogramm zusammenzustellen. Ein ähnlicher Anteil (54 Prozent) gab an, Ratings auch für den Kauf von Musik-CDs heranzuziehen. Bei Video Games sind es laut Studie 52 Prozent. Bei der Beurteilung von Kinofilmen würden es sogar 78 Prozent der Erziehungsberechtigten sein, die sich auf Ratings verlassen.
 


 

Neue Plattform für Familien
www.kinderflohmarkt.at bringt Angebot und Nachfrage zusammen

 

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Stillkissen, Babybücher, Kinder-Jeans, Wintermäntel, Sommersandalen, Teddybär, Hochstuhl, Kinderwagen, Badewanne ... noch bevor Babys das Licht der Welt erblickt haben, hat sich der neue Eltern-Haushalt im Eilzugstempo verwandelt. Dinge, von denen man früher nicht einmal wusste, dass es sie gibt, werden zu wesentlichen Bestandteilen im Alltag mit Babys und Kindern.

Ebenso rasch, wie sich der Nachwuchs entwickelt, haben auch viele Kleidungsstücke, Spielsachen oder Bücher - oft ungebraucht und völlig neuwertig - ihren Dienst getan. Für all jene, die nicht wissen, wohin mit all dem Schwangerschafts-, Baby- und Kinderkram, gibt es jetzt einen neue Web-Plattform: http://www.kinderflohmarkt.at. Mit einfacher und praktischer Online-Vermittlung können hier rund um die Uhr Waren von der Schwangerschaft bis zum Vorschulalter ge- und verkauft werden.

"Übersichtlich, benutzerfreundlich und fröhlich, so lässt sich die Plattform kurz beschreiben", erklärt Lilly Dippold, Vorsitzende von mamas network austria, dem österreichischen Netzwerk selbstständiger Business-Mütter, die für das Design und die technische Umsetzung verantwortlich zeichnet. Die Idee zur Plattform stammt von Kommunikationsberaterin Mag. Renate Haiden, die hier seit längerem einen Bedarf ortet: "Als Mutter weiß ich, dass die Nachfrage nach gebrauchten Kinderartikeln enorm groß ist. Ich selbst habe viele vorhandene Angebote probiert, meist aber mit wenig Erfolg. Im Rahmen des mamas network austria ist die Idee einer eigenen, nur auf Kinder spezialisierten Verkaufsplattform, die noch dazu einfach zu bedienen ist, auf große Response gestoßen und konnte innerhalb weniger Wochen realisiert werden."

Die Angebote sind in übersichtliche Kategorien gegliedert - von der "Zeit der Vorfreude" über "flott unterwegs" bis zu "chic gestylt" findet sich für jedes Angebot die passende Kategorie. Die Nutzung der Plattform ist für Käufer kostenlos und gegen eine geringe Einstellgebühr steht der Service jedem Verkäufer offen. www.kinderflohmarkt.at verrechnet keine Verkaufsprovision, die Abwicklung erfolgt direkt zwischen dem Anbieter und dem Suchenden. Ein E-Mail-Newsletter informiert regelmäßig über neue Artikel.
 
 


 

Mütter mögen E-Mails
Frauen mit Kinder bevorzugen hilfreiche und relevante Nachrichten

US-Mütter können am besten via E-Mail erreicht werden. Dies hat eine Studie der Brand-Consulter Lucis Marketing http://www.lucidmarketing.com und BSM Media http://www.bsmmedia.com ergeben. 67 Prozent der befragten Mütter geben an, täglich drei bis vier Mal ihre E-Mails abzurufen. Bei der Hälfte der Mütter steht das Telefon nach wie vor an erster Stelle, bereits 27 Prozent sagen dies jedoch schon über das E-Mail. An der Erhebung nahmen 139 Mütter mit einem Kinderdurchschnitt von 1,8 teil.

In E-Mail-Kampagnen können sie am besten durch das Ansprechen ihrer Bedürfnisse erreicht werden. Im Rahmen der Studie wurde herausgefunden, dass 66 Prozent der Befragten mehr Geld für Firmen ausgaben, die ihnen hilfreiche und relevante E-Mails zusandten. 90 Prozent machen "manchmal" oder "oft" Anschaffungen basierend auf E-Mail-Informationen. Bei 71 Prozent haben E-Mails einen realen Einfluss auf ihr Kaufverhalten.

Eine andere Studie aus dem April dieses Jahres von AOL über das Online-Verhalten der Mütter zeichnete bei 1.600 Befragten ein ähnliches Bild. Hier gaben 98 Prozent an, E-Mails zu benützen. 75 Prozent recherchieren und planen bereits Urlaube via Internet. Bei der News-Beschaffung verlassen sich mittlerweile 71 Prozent auf Online-Ressourcen. Bank- und Finanzangelegenheiten wickeln 68 Prozent online ab. 63 Prozent der Mütter suchen auch schon Kochrezepte via Internet.
 


 

Lesbische Mütter so gut wie heterosexuelle Paare
Qualität der Beziehung zu den Eltern viel wichtiger

Teenager, die von lesbischen Müttern aufgezogen werden, zeigen keine Entwicklungsunterschiede im Vergleich zu jenen, die von heterosexuellen Paaren erzogen wurden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität von Virginia http://www.virginia.edu/ in Charlottesville. Frühere Forschungsarbeiten hatten sich eher auf jüngere Kinder konzentriert und keine signifikanten Disparitäten zwischen gleichgeschlechtlichen und heterosexuellen Familien gefunden. Aber es gab wenige Studien mit Erwachsenen, von denen die Forscher annehmen, dass sie bewusster oder sensibler auf Diskriminierungen ihrer Familien reagieren. Wieder andere Studien beschäftigten sich damit, ob die Sexualität eines Teens von der seiner Eltern beeinflusst wird.

Der Soziologe Stephen Russell und seine Kollegen Charlotte Patterson und Jennifer Wainright analysierten die Interviews mit 12.000 US-Teenagern und ihren Familien. Sie fanden 44 Jugendliche, die von zwei Frauen in einer "ehe-ähnlichen" Beziehung aufgezogen wurden. Nur sechs der jungen Menschen gaben an, mit zwei schwulen Männern zu leben, daher wurden männliche Familien gleichen Geschlechts von der Studie ausgenommen. Jeder Teenager bekam ein Gegenstück aus einer heterosexuellen Familie mit demselben Geschlecht, Alter, Rassenzugehörigkeit und Familieneinkommen, neben anderen Faktoren.

Die Forscher fanden keine Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich Depressionen, Angst, Selbstwertgefühl und Schulnoten. Genau der gleiche Anteil beider Gruppen gab an, schon Sex gehabt zu haben (34 Prozent). Während eine frühere Studie zu dem Ergebnis gekommen war, dass Kinder homosexueller Eltern ebenfalls geneigter waren, eine gleichgeschlechtliche Beziehung einzugehen, konnte die aktuelle Studie einen derartigen Zusammenhang nicht bestätigen, weil überhaupt nur sehr wenige Teenager sexuellen Erfahrungen mit gleichgeschlechtlichen Partnern gemacht hatten. Der wichtigste Faktor für das Wohlergehen eines Teenagers war sein Verhältnis zu den Eltern, unabhängig vom Familientyp. "Was wirklich wichtig ist, ist die Qualität der Beziehung", so Russell. Mit diesen Ergebnissen wollen die Forscher Begrenzungen des Sorge- und Besuchsrecht für lesbische Mütter entgegenwirken und bestätigen, dass lesbische und schwule Erwachsene genauso gute Adoptiv- oder Pflegeeltern sind.


 

Lange Stillzeiten machen Babys klüger
Entwicklung motorischer Fähigkeiten bleibt unbeeinflusst
 

Zugegeben: Albert Einstein besaß ein besonderes Gehirn http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2960/1.html . Möglicherweise ist er aber auch nur deshalb so klug gewesen, weil er lange gestillt wurde. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich die Dauer der Stillzeit unmittelbar auf die Höhe des Intelligenzquotienten ihres Babys auswirkt.
 

Die Forscher hatten die intellektuellen und motorischen Fähigkeiten von 345 Kindern zwischen 13 Monaten und fünf Jahren untersucht. Knapp zwei Drittel dieser Kinder war sechs Monate oder länger gestillt worden, 17 Prozent weniger als drei Monate. Unabhängig von der Dauer der Stillzeit entwickelten sich die motorischen Fertigkeiten bei allen Babys gleich gut. Im Alter von 13 Monaten war jedoch die geistige Auffassungsgabe der nur kurz gestillten Kinder im Durchschnitt geringer ausgeprägt als bei jenen, die sechs Monate oder länger die Brust bekommen hatten. Die Beobachtungen bestätigten sich, als die Wissenschaftler die Intelligenzquotienten der Fünfjährigen verglichen: Dieser lag bei den lange gestillten Kindern ebenfalls auf einem höheren Niveau.
 

Die Unterschiede blieben auch dann bestehen, wenn die Forscher weitere Entwicklungsfaktoren in ihre Untersuchungen einbezogen, etwa das Alter der Mutter, die mütterliche Intelligenz, ihren Bildungsgrad oder ob sie Raucherin war. Ob die längere Versorgung mit bestimmten, in der Muttermilch enthaltenen Nährstoffen Kinder klüger macht oder ob auch andere Faktoren - etwa der enge Körperkontakt http://www.babyforum.net/lexikon.php3?letter=K&&id=78 - Einfluss auf die Entwicklung der Intelligenz hat, ist den Wissenschaftlern noch unklar.
 


 

Familien-Bindungen im Osten stärker als im Westen
Psychologen untersuchen Eltern-Kind-Beziehungen
 

Die gefühlsmäßige Bindung von Kindern an ihre Eltern ist ebenso wie der Wunsch sich abzugrenzen das ganze Leben hindurch viel stärker ausgeprägt als bislang von der Wissenschaft angenommen. Das haben Psychologen der Universität Jena http://www.uni-jena.de anhand einer Studie mit 200 "erwachsenen Kindern" und deren Eltern festgestellt.
 

Bei jungen Erwachsenen beobachteten die Forscher noch ein viel engeres Verhältnis zu den Eltern als bei älteren. Dazu hatten sie Studierende und Berufstätige zwischen 24 und 45 Jahren befragt. Die berufliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit und die Geburt eigener Kinder markierten demnach ganz entscheidende Einschnitte im Leben und auch in der Beziehung der "Kinder" zu ihren Eltern: Die emotionale Bindung zu den "Altvorderen" verlor an Intensität - umgekehrt akzeptierten die Eltern ihre Sprösslinge aber auch eher als gleichberechtigt.
 

Viele der jungen Erwachsenen bleiben länger von den Eltern abhängig, weil ihnen wegen eines Studiums ein geregeltes eigenes Einkommen fehlt. Überhaupt werden Kinder heute später "flügge" als früher. In dieser Lebensspanne bleibt jedoch auch die Gefühlsbindung an die Eltern stärker - rund 80 Prozent der befragten Studierenden gaben an, dass sie im Bedarfsfall ihre Eltern pflegen würden. Bei Berufstätigen war dieser Prozentsatz, vermutlich auch aus praktischen Überlegungen, deutlich geringer.
 

Ein schon in der Jugend brüchig gewordenes Vertrauensverhältnis lässt sich später hingegen nur schwer kitten. Wer rückblickend auf die Zeit der Pubertät über besonders viele Konflikte mit den Eltern berichtete, hatte zu diesen auch im Erwachsenenalter ein distanziertes Verhältnis. Eine strengere Erziehung in der Jugend belastet auch nachträglich die individuelle Vertrauensbasis. So spiegeln sich die einstigen emotionalen Machtverhältnisse in der Familie noch Jahrzehnte später in der Eltern-Kind-Beziehung wider.
 

Bei den Untersuchungen der Jenaer Wissenschaftler kristallisierte sich außerdem ein Ost-West-Unterschied in den Familien-Bindungen heraus. Nach dem bisherigen Stand der Studie scheinen diese in den neuen Bundesländern intensiver zu sein als im Westen der Republik. Da es darüber bislang aber nur erste Vermutungen gibt und keine gesicherten Erkenntnisse, werden die Befragungen fortgesetzt.
 


 

Rechtschreibung beginnt im Mutterleib
Neue Trainingsmöglichkeiten für sprachliche Kompetenz
 

Bereits im Mutterleib werden bestimmte grundlegende Fähigkeiten für die sprachliche Kompetenz und somit auch für das Lesen- und Schreibenlernen angelegt." Mit diesem Statement stimmen heute namhafte internationale Phoniater und Pädaudiologen überein.
 

Zu diesen früh angelegten Fähigkeiten gehören beispielsweise das Unterscheiden von ähnlichen oder rasch aufeinander folgenden Tönen sowie die Koordination von Augen und Ohren mit den Händen. Als typische Beweisführung für diese These hat etwa der britische Neurowissenschaftler Professor John Talcott eine komplette Schulklasse auf Fähigkeiten dieser Art gründlich durchgemessen und in eine Reihenfolge gebracht. Diese Reihenfolge zeigte eine hohe Übereinstimmung mit der Rangordnung der sprachlichen Kompetenz dieser Schülerinnen und Schüler.
 

Umstritten war jedoch bis in die jüngste Zeit die nachträgliche Trainierbarkeit dieser so unterschiedlich ausgeprägten Fähigkeiten. In einer ersten am Förderzentrum für Hörgeschädigte zu Würzburg durchgeführten Untersuchung erhielten 12 Kinder mit einem Trainingsgerät der Firma Audiva aus Lörrach ein fünfwöchiges Training für die sogenannte "Ordnungsschwelle". Sie bestimmt die Verarbeitungsgeschwindigkeit für Sprachinformationen in unseren Gehirnen. Die Gültigkeit und die Messgenauigkeit der Messmethode des verwendeten Gerätes werden in dieser Studie breit angelegt in Frage gestellt.
 

Die Studie erschien im angesehenen Fachblatt "Stimme - Sprache - Gehör" und wurde danach wiederholt als generalisierter Beweis für die Nichttrainierbarkeit der Ordnungsschwelle zitiert, so unter anderem zum Jahresfortbildungskongress 2001 des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) in Kassel.
 

In einer neuen Studie hat nun eine Gruppe niedersächsischer Grundschullehrkräfte nachgewiesen, dass sich - weit über das Training lediglich der Ordnungsschwelle hinaus - bestimmte grundlegende Fähigkeiten von Kindern bei der Verarbeitung von Sprache doch trainieren lassen. Die niedersächsische Studie verwendete eine patentierte Neuentwicklung der Fachhochschule Hannover für die MediTECH GmbH http://www.meditech.de aus Wedemark, mit der nicht allein die Ordnungsschwelle, sondern weitere fünf grundlegende Funktionen der Sprachverarbeitung trainiert werden.
 

Dieses Training wurde mit einer Gruppe von 51 Grundschülern im Alter zwischen 6 und 12 Jahren sowie einer Kontrollgruppe von 41 Grundschülern im gleichen Alter in den letzten fünf Wochen vor den Sommerferien 2001 an drei Grundschulen im Großraum Hannover unter der Koordination durch die Dipl.-Sozialarbeiterin Sabine Michalski durchgeführt. Die Anfangs- und Endwerte wurden bei allen 91 Kindern unter identischen Bedingungen erhoben. Die Auswertung erfolgte durch Professor Uwe Tewes von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Die beeindruckenden und hoch signifikanten Trainingsergebnisse zeigen erfreulicherweise, dass mit dem neuen Gerät tatsächlich grundlegende Fähigkeiten der Sprachverarbeitung deutlich verbessert werden können. Daraus lassen sich gezielte Trainingsmöglichkeiten für leserechtschreibschwache Kinder, aber auch für gesunde und sprachunauffällige Kinder und Erwachsene ableiten, die ihre basale Kompetenz im Umgang mit Sprache weiter verbessern möchten.
 

Literatur:
 

Talcott-J et al.: "Dynamic Sensory Sensitivity and Children’s Word Decoding Skills", Proceedings of the National Academy of Sciences, Bd. 97, Seiten 2952-57)
    
Kühn-Inacker et al. "Training der Ordnungsschwelle - Ein Ansatz zur Förderung der Sprachwahrnehmung bei Kindern mit einer Zentral Auditiven Verarbeitungsstörung (ZAVS)?" Stimme - Sprache - Gehör, 3/2000, S. 119-125
    
Dr. Kraus de Camargo: "Auditive Wahrnehmungsstörungen", Vortrag zum 30. Jahreskongress dbl am 16.06.2001
    
Deutsches Bundespatent 43 18 336: "Verfahren und Vorrichtung zum Training der menschlichen Ordnungsschwelle"
 


 

Eltern wissen nicht, was ihre Kinder im Web machen
Kanadische Studie entlarvt Ahnungslosigkeit

Mehr als die Hälfte aller Eltern weiß nicht, was ihre Kinder im World Wide Web treiben. 84 Prozent von ihnen sind gar nicht anwesend, wenn ihre Kinder zu Hause im Internet surfen und 70 Prozent fragen ihre Web-Kids auch nur "sehr selten oder gar nicht" danach, auf welche Seiten sie surfen. Dies ergab eine kanadische Studie des Madia Awareness Network, wobei 6.000 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 17 Jahren nach dem Verhalten ihrer Erziehungsberechtigten befragt wurden. http://www.media-awareness.ca/eng/webaware/netsurvey/index.htm

Die Schülerumfrage wurde einer zuvor gemachten Umfrage unter den Eltern gegenüber gestellt, die zum Teil erheblich andere Ergebnisse brachte. So nahmen 65 Prozent der Väter und Mütter an, ihr Nachwuchs suche Infos für Schulaufgaben im Web, während nur 38 Prozent der Kinder dies angaben. Lediglich 16 Prozent der Kids bestätigten, dass ihre Eltern über ihre persönlichen Surf-Vorlieben Bescheid wissen, während 71 Prozent der Eltern dies von sich behaupteten.

Wie die Umfrage weiter ergab, verwischt jeder dritte junge Surfer seine Spuren am PC, indem er die Einträge in der History-Liste löscht. Schließlich fanden die Befrager auch heraus, was denn die kanadische Jugend am liebsten im Web macht. Es siegten die Aktivitäten "E-Mails versenden und abrufen" vor "Instant Messaging", "Plaudern im Chatroom", "Musik-Download" und "Spiele-Download". Die meisten Kinder schauen sich diese Web-Tätigkeiten übrigens von älteren Freunden oder Geschwistern ab (54 Prozent) oder bringen es sich selber bei (47 Prozent). Nur 27 Prozent haben den Internet-Umgang von ihren Eltern gelernt.


 


Baby-Zeitschrift für Väter startet
Büttner Medien launcht "P wie...Papi" am 23. März

Der Verlag Büttner Medien http://www.buemed.de bringt am 23. März mit "P wie...Papi!" eine Spezialzeitschrift für werdende Väter an die Kioske. Auf 64 Seiten will der Verlag aus Frankfurt am Main zu einem Preis von 4,90 Mark dreimal im Jahr Themen rund ums Baby vatergerecht aufbereiten. Die nach eigenen Aussagen erste Zeitschrift dieser Art in Deutschland geht mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren an den Markt.

Parallel zur Markteinführung startet der Online-Auftritt von "P wie...Papi!". Geschäftsführer Sven Büttner erklärte gegenüber pressetext.deutschland: "Gerade Väter nutzen das Online-Medium verstärkt zur Informationsbeschaffung. Mit unseren Erfahrungen aus dem Auftritt von eltern-infotek.de http://www.eltern-infothek.de launchen wir mit pwiepapi.de eine Seite, die weit über die Möglichkeiten der Print-Ausgabe hinausgehen wird." So soll es neben einer umfangreichen Datenbank aus dem Verlag und aufbereiteten Heft-Themen auch die Möglichkeit der virtuellen Kommunikation mit Gleichgesinnten geben. Auch wenn die Zeitschrift derzeit nur in Deutschland erhältlich ist, können zudem durch den Web-Auftritt die Inhalte grenzüberschreitend abgerufen werden.

Im Jahr 1987 wurde die Anzeigenverwaltung Jürgen Büttner zur Büttner Medien GmbH mit dem alleinigen Gesellschafter Jürgen Büttner. 1997, wurde der Grundstein für das heutige Firmenlogo "BBB", gelegt. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen 15 feste und 5 freie Mitarbeiter im Außendienst. Sie betreuen vier Verlage mit ca. 20 Titeln auf dem Fach- und Special-Interest-Zeitschriftensektor. Neben "P wie...Papi!" erscheinen bei Büttner "Mutter und Kind", "Wo bekomme ich mein Baby" oder "Bambino".



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:54
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