"BIOBOX" - Spiele und Aktivitäten zur
Bio-Ernährung
Vizebürgermeisterin Grete Laska und Umweltstadträtin Ulli Sima
präsentierten am Freitag gemeinsam die "BIOBOX" in einem Kindertagesheim der
Stadt Wien. Die "BIOBOX" enthält diverse Spiele, eine Tierstimmen-CD und ein
Handbuch mit Spielen, Kopiervorlagen, Anregungen und Rezepten "und soll somit
bereits die Kindergartenkinder spielerisch mit dem Thema biologische
Lebensmittel vertraut machen", stellte die für die Kindertagesheime zuständige
Vizebürgermeisterin Grete Laska fest. Und Stadträtin Ulli Sima dazu:
"Bio ist nicht nur gesund sondern macht auch Spaß - mit den Spielen der neuen
'BIOBOX´". Die "BIOBOX" ist ein Modul des vor kurzem von Stadträtin Sima
gestarteten Umweltbildungsprogramms "EULE" und wird in den nächsten Wochen allen
städtischen und privaten Kindergärten kostenlos zur Verfügung gestellt."
Produziert wurde die "BIOBOX" von "ÖkoKauf Wien", einem 1999 als Teil des
Klimaschutzprogrammes der Stadt Wien gestarteten Großprojektes zur
Ökologisierung der Beschaffung innerhalb der Stadtverwaltung.****
Im Rahmen des Projektes "ÖkoKauf Wien" wird der Einsatz von biologischen
Lebensmitteln innerhalb der Stadt Wien (Wiener Krankenanstaltenverbund,
Pensionisten-Wohnhäuser, Kindertagesheime und Schulen) laufend gesteigert. So
sind Bio-Lebensmittel u.a. seit Jänner 2003 täglicher Bestandteil der Mahlzeiten
in den Kindertagesheimen der Stadt Wien und auch an 93 Wiener Schulen steht Bio
auf dem Speiseplan. In Wien genießen also wochentags rund 45.000 Kinder gesunde
Bio-Kost. Der derzeitige Bio-Anteil beträgt insgesamt über 30 % und soll bis
2005 auf 50 % angehoben werden. Wobei die städtischen Kindertagesheime für sich
allein genommen bereits einen Bio-Anteil von 43 % erreicht haben.
Auch begleitende Information und Bewusstseinsbildung zum Thema "Bio" wurde
von "ÖkoKauf Wien" durchgeführt, zunächst für Erwachsene. Die Idee der Wiener
Umweltanwaltschaft (WUA), im Rahmen des Projektes "ÖkoKauf Wien" das Thema
biologische Lebensmittel auch ins Bewusstsein der Kinder zu rücken, wurde mit
großer Zustimmung aufgegriffen. Durch die enge Zusammenarbeit mit der für die
Kindertagesheime zuständigen Magistratsabteilung 11 A konnte die Ausarbeitung
eines pädagogischen Spielekoffers in Angriff genommen werden. Nach der
Optimierung eines Prototyps wurde die "BIOBOX" vom "ÖkoKauf
Wien"-Beratungsausschuss Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit der MA 22 -
Umweltschutz, der Wiener Umweltanwaltschaft und "die umweltberatung" Österreich
produziert.
Die Spiele und Anregungen in der "BIOBOX" sollen den
Kindergarten-Pädagoginnen helfen, mit den Kindern spielerisch die Unterschiede
zwischen der biologischen und der konventionellen Landwirtschaft kennen zu
lernen und natürlich auch Lust aufs Essen und Kochen zu machen. Die Spielebox
ist aber nicht nur als Beitrag zur Bewusstseinsbildung von Kindern gedacht. Über
die Kinder können auch Eltern und Großeltern für das Thema biologische und
gesunde Ernährung sensibilisiert werden.
Die "BIOBOX" (Schachtel und Kartenspiele hergestellt von Piatnik) enthält
verschiedene Kartenspiele, z.B. stellt ein Bio-Memo die verschiedenen
Haltungsbedingungen von Tieren in der Landwirtschaft dar, auch lernen die Kinder
spielerisch den Weg eines Lebensmittels "vom Feld bis zu Tisch" kennen und
bekommen Einblick in die Lebensmittelproduktion. Weiters sind in der "BIOBOX"
eine Tierstimmen-CD und ein "Handbuch". Letzteres besteht aus einem
Informationsteil, konkreten Spiel- und Aktionsanleitungen mit den dazugehörigen
Arbeitsmaterialien wie z.B. Kopiervorlagen und einem Jahreszeitenkalender, der
die Kinder für saisonale Lebensmittel sensibilisieren soll. Zahlreiche
Anregungen unterstützen die PädagogInnen dabei, das Thema "Bio" im Wissen der
Kinder zu verankern. Auch für die kulinarische Umsetzung ist gesorgt: Rezepte
für Brotaufstriche, Milchshakes und Saisonmenüs sind im "Handbuch" enthalten.
Der Service-Teil gibt Überblick über Ausflugsziele, wichtige Service-Nummern im
Ernährungsbereich und weiterführende Literatur.
Die "BIOBOX" ist ein Modul des von Umweltstadträtin Ulli Sima gestarteten
Umweltbildungsprogramms "EULE" und wird in den nächsten Wochen allen städtischen
und privaten Kindergärten kostenlos zur Verfügung gestellt. Die "BIOBOX" soll
ein wichtiger Baustein in der Erziehungsarbeit an den Kindergärten der Stadt
Wien werden und Appetit auf "Bio" machen, wünschen sich Vizebürgermeisterin
Laska und Umweltstadträtin Sima.

Folsäure senkt Schlaganfalls-Risiko um 24 Prozent
Kardiologen sprechen sich für Anreicherung von
Grundnahrungsmitteln aus
Ein hoher Spiegel der schwefelhaltigen Aminosäure Homocystein gilt als
Risikofaktor für Herzerkrankungen. Erneut belegt eine britische Studie in diesem
Zusammenhang die Wirkung von Folsäure, das Risiko eines Herzinfarktes sowie
eines Schlaganfalles signifikant zu senken. Um diesen Effekt zu erzielen, reicht
die Einnahme von 0,8 mg Folsäure. Es ist bekannt, dass sich durch einen Mangel
der Folsäure Stoffwechsel bedingt "giftiges" Homocystein im Blut ansammelt.
Forscher um den Kardiologen David Wald vom Wolfson Institute of Preventative
Medicine des St. Bartholomew Hospitals überprüften 72 Studien über den
Zusammenhang zwischen Homocystein-Werten und Herzerkrankungen. Folsäure kann das
Risiko einer Herzerkrankung um 16 Prozent und jenes eines Schlaganfalles um 24
Prozent reduzieren, so das Ergebnis. Auch das Risiko einer tiefen Venenthrombose
reduzierte das Nahrungsergänzungsprodukt um 25 Prozent.
Für die Kardiologen beweist das Ergebnis erneut, Grundnahrungsmitteln wie
Mehl mit Folsäure anzureichern. Die britische Food Standards Agency hat erst
kürzlich eine derartige Maßnahme abgelehnt. Es gebe zu wenige Studien, die auch
mögliche Nebenwirkungen der Folsäure aufzeigen. Die britischen Kardiologen raten
aber Personen mit einem erhöhten Herzerkrankungs- bzw. Schlaganfalls-Risiko zur
Folsäure-Supplementierung, Personen mit bereits bestehender Herzerkrankung und
über 55-Jährige eingeschlossen.
"Personen mit einem hohen Risiko sollen Folsäure als Tablette einnehmen. Die
Allgemeinbevölkerung könnte von einer mit Folsäure angereicherten Ernährung
profitieren", schreiben die Forscher im British Medical Journal
http://bmj.com . In natürlicher Form
kommt Folsäure in grünem Gemüse, Wurzelgemüse, Pilzen, Früchten und Nüssen vor.

Fettarme Kost fördert Schlaganfallrisiko bei Bluthochdruck
85.000 Frauen in 14 Jahren untersucht
Patientinnen, die an Bluthochdruck leiden, dürfen ruhig Butter, Käse und
andere tierische Fette essen. Nach einer britischen Studie erleiden Frauen mit
Bluthochdruck, die nur wenig gesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, häufiger
Hirnblutungen, berichtet die Fachzeitung "Ärztliche Praxis".
http://www.aerztlichepraxis.de
Bei der Studie wurden rund 85.000 Frauen über einen Zeitraum von 14 Jahren
beobachtet und wiederholt nach ihren Lebensgewohnheiten befragt. Dabei stellte
sich heraus, dass die Frauen mit dem niedrigsten Konsum an tierischen Fetten ein
deutlich höheres Schlaganfall-Risiko aufwiesen als jene, die mehr Fleisch und
Speck aßen. Am deutlichsten machte sich der Unterschied bei Frauen mit erhöhtem
Blutdruck bemerkbar. Sie hatten bei geringem Verzehr gesättigter Fette ein um
den Faktor 3,7 höheres Risiko für Hirnblutungen als die übrigen Teilnehmerinnen.
Deshalb halten die Forscher für diese Frauen eine fettarme Diät auf keinen Fall
für empfehlenswert.

Gesund frühstücken - fit in den Tag mit Milchzucker
Traurig aber wahr, der Sommer macht sich auf leisen Sohlen langsam davon. Die
Tage werden kürzer und dunkler und der Biorhythmus stellt sich nach und nach auf
Herbst um. Wer dem großen Gähnen zum Herbstanfang ein Schnippchen schlagen will,
für den empfiehlt sich ein Ernährungs-Check-up. Fastfood, Softdrinks und
Süßigkeiten gehören nicht auf den täglichen Speiseplan, und wenn möglich sollte
man keine Mahlzeit auslassen. Für Uwe Schröder, Ernährungsfachmann vom Institut
für Sporternährung, ist die erste Mahlzeit des Tages von entscheidender
Bedeutung.
Viele von uns frühstücken einfach gar nicht mehr, von daher ist oberste Prämisse
erst einmal überhaupt zu frühstücken. Dann sollte die Palette der Lebensmittel
möglichst weitreichend sein. Das heißt, Milch, frisches Obst, Obstsäfte, Jogurt,
reichlich trinken, Müslis, Vollkornprodukte, auch Vollkornbrot oder
Vollkorntoast. Also die gesamte Palette der Lebensmittel sollte im Frühstück mit
enthalten sein.
Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit hängen ganz entscheidend von unserer
körperlichen Verfassung ab. Ein gesundes, schmackhaftes Frühstück, in Ruhe
genossen, verhindert einen morgendlichen Fehlstart. Zum Süßen ersetzt man am
besten den normalen Zucker durch Milchzucker. Das ist garantiert eine gute Wahl,
denn...
Milchzucker kann - zum Beispiel Edelweiss Milchzucker - mit ein bis zwei
Esslöffel dem Müsli zugegeben werden. Man kann ihn auch in Tees, oder Kaffee,
oder in die Milch hineingeben. Und er unterstützt die natürliche Verdauung -
viele kennen diese Pro- und Präbiotika, diese Jogurts wie sie im Moment überall
angeboten werden - und Milchzucker hat ein ähnliche Wirkung, er unterstützt die
Darmbakterien und sorgt so dafür, dass wir fit in den Tag starten.
Fazit: Das Frühstück auf keinen Fall ausfallen lassen. Frisches Obst, Müsli und
Milchprodukte auf den Tisch. Und ...
Man sollte etwas für die Verdauung tun. Das heißt, Vollkornprodukte auswählen
und als natürliche Unterstützung natürlichen Milchzucker. Denn der unterstützt
unsere Darmbakterien sehr positiv, im Gegensatz zu normalem Zucker. Hat eine
sehr geringe Süßkraft und ermöglicht so den perfekten Start in den Tag.

Cholesterin-Risiko wird nicht ernstgenommen
Studie: Werte sind meistens unbekannt
Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass ausgeglichene
Cholesterin-Werte für ihre Gesundheit wichtig sind. Zu diesem Ergebnis ist die
aktuelle GOAL-Studie (Global Opinions and Awareness of choLesterol) des
Marktforschungsunternehmens Ipsos UK
http://www.ipsos-rsl.com
gekommen. 86 Prozent der 7.000 Teilnehmer in Kanada, Frankreich, Deutschland,
Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien gaben in Interviews
entsprechende Antworten. Rund 58 Prozent war bewusst, dass hohe Cholesterinwerte
zu Herzerkrankungen führen können. 83 Prozent konnten jedoch keine Angaben zu
ihren tatsächlichen oder anzustrebenden Werten machen. Eurekalert
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2001-09/k-nis090401.php
Nur 13 Prozent der Befragten sahen sich einem hohen oder sehr hohen
Herzrisiko ausgesetzt. Mehr als 35 Prozent berichteten jedoch vom Vorhandensein
von zwei oder mehr Risikofaktoren. 70 Prozent der Teilnehmer dieser Gruppe
brachten das Vorhandensein dieser Faktoren nicht mit einem gesteigerten Risiko
in Verbindung und schätzten sich als durchschnittlich oder gering gefährdet ein.
Eine vergleichbare schwedische Studie ergab, dass sieben von zehn Schweden eine
mögliche Gefährdung durch hohe Cholesterinwerte ebenfalls ignorieren. Nur bei 50
Prozent der 1.001 Teilnehmer wurden die Werte überhaupt ermittelt und nur 32
Prozent konnten sich an ihre Werte erinnern.
Der Herzspezialist Leif Erhardt von der schwedischen Lunds Universitet
http://www.lu.se/lu/engindex.html erklärte, dass Cholesterin für die
Menschen nicht wahrnehmbar sei und daher auch nicht als mögliche Bedrohung
angesehen werde. Laut Studie werden 2020 jährlich rund 11,1 Mio. Menschen an
Herzerkrankungen sterben. Auftraggeber der GOAL-Studie war das
Pharma-Unternehmen Pfizer.
http://.www.pfizer.com

Sensor erschnüffelt Nervengase und verdorbenes Fleisch
US-Forscher sehen Einsatzgebiete in der Lebensmittelbranche
und beim Militär
Wissenschaftler der University of Wisconsin
http://www.wisc.edu haben einen
Sensor entwickelt, der durch Farbänderungen auch geringste Mengen gefährlicher
Chemikalien wie Nervengase oder Pestizide anzeigt. Mit einem Pflaster lässt er
sich auf Uniformen von Soldaten oder die Kleidung von Kindern und Erwachsenen
heften. Wie die Forscher im Wissenschaftsmagazin "New Scientist"
http://www.newscientist.com
berichten, stellt der preisgünstige Sensor einen großen Fortschritt gegenüber
herkömmlichen Analyse-Apparaturen dar, die aufwändig und damit teuer seien.
Nicholas Abbot und seine Kollegen entwickelten den Sensor, indem sie einen
gebogenen und ultradünnen Goldfilm mit mobilen Flüssigkeitskristallen
beschichteten. Sobald sich giftige Stoffe an den Kristallen anlagern, drehen
sich diese zur Seite. Weil sich dadurch die Brechung des Lichts ändert,
verändert auch der Messfühler seine Farbe und Strahlungsintensität. Je nach
aufzuspürender Chemikalie verwenden die Forscher unterschiedliche Kristalle. Das
System ist so sensibel, dass es sogar Stoffe mit Konzentrationen von einem
milliardstel Anteil (parts per billion) erkennt.
Laut Dupont Durst, Chemiker an der US-Army-Basis Aberdeen Proving Ground in
Maryland http://www.apg.army.mil
, ist es derzeit nicht möglich, Soldaten mit einfachen Mitteln vor chemischen
Waffen zu warnen. "Wir sind sehr interessiert. Der Sensor könnte sehr nützlich
sein", sagte Durst gegenüber "New Scientist".
Nach Ansicht seiner Entwickler lässt sich der Sensor in verschiedenen
Bereichen einsetzen: Da er auch verdorbene Lebensmittel am Geruch erkennt, wäre
er für die Lebensmittelindustrie oder Supermärkte hilfreich. Angestellte könnten
die Messfühler an ihrer Arbeitskleidung tragen und wären so rasch über
verdorbenes Fleisch oder ungenießbaren Fisch informiert. Bewohner ländlicher
Gegenden könnte der Sensor vor hohen Pestizid-Konzentrationen in der Luft
warnen.

Olivenöl weiter im Aufwind
Verbraucher entdecken verschiedene Geschmacksrichtungen
Die Importe von Olivenöl haben sich von 1999 auf 2000 um 926 t auf 4369 t
gesteigert. Das entspricht einem Zuwachs von 21,2% und einem geschätzten
Pro-Kopf-Verbrauch von 0,5 kg/l. Dies bedeutet zwar eine Verdoppelung innerhalb
der letzten 5 Jahre, ist aber gegenüber Mittelmeerländern wie Griechenland
(20l), Italien, Spanien (11l) noch recht bescheiden.
Quelle: Statistik Österreich
Einen guten Geschmack bewiesen die Verbraucher, denn 58,7% des Olivenöls gehört
zur besten Güteklasse "nativ extra". In dieser Kategorie gibt es eine
große Anzahl verschiedener Geschmacksrichtungen, die das Typische von Olivenöl
bedeuten und je nach Olivensorte oder -mischung erdig oder fruchtig, würzig
oder mild, rassig oder fein schmecken. 40,6% des Verbrauchs kommen auf die sehr
mild-fruchtige Kategorie "Olivenöl". Diese entsteht in der gleichen
Art wie native Olivenöle, aber das Öl musste auf Grund klimabedingter oder
sonstiger biologischer Mängel chemisch-physikalisch gereinigt (raffiniert)
werden. Weil es den typischen Olivengeschmack führen soll, wird würziges
natives Olivenöl hinzugefügt.
Das meiste Olivenöl kommt aus Italien
Mit einem Marktanteil beim Import von nativen Olivenölen im Jahr 2000 ist
Italien mit 69,5% ist Italien die unangefochtene Nr. 1 unter den produzierenden
Ländern, gefolgt von Griechenland mit 18,6% und Spanien mit 9,4%. Aber nur
native Olivenöle, die in Italien produziert wurden, also deren Früchte in
Italien gewachsen und gepresst sind, entsprechen dem Italienischen Ursprung.
Olivenöle, die in Italien lediglich abgefüllt sind, können auch ganz oder
teilweise aus anderen Ländern stammen. Die Statistik macht hier aber noch
keinen Unterschied und außerdem müssen solche Öle auf keinen Fall
minderwertig sein.
Die im Jahr 2000 gestartete Kampagne der Europäischen Kommission zur Förderung
des Olivenölverbrauchs wird auch im Jahr 2001 fortgesetzt. Ausführliches
Informationsmaterial, Beratung und Fachvorträge vermittelt die in Wels eigens
eingerichtete Informationsgemeinschaft Olivenöl, Durisolstr. 7/10, A-4600 Wels,
Tel: 07242/9001260, Fax: 07242/9001261, E-Mail olivenoel@impuls-service.at.
Wertvolle Informationen finden Sie auch unter
www.olivenoel-info.net.

FDA warnt vor pflanzlichen Zusatzstoffen
Angelastetes Sicherheitsrisiko könnte zu Rückzug vom Markt führen
Die FDA http://www.fda.gov ,
die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln, warnt
Unternehmen vor der Zugabe von pflanzlichen Zusatzstoffen in Lebensmitteln. Dies
würde zu illegalen Produkten führen. Im Wesentlichen handelt es sich um so
genannte "neue Inhaltsstoffe", die von der US-Behörde nicht
zugelassen sind. Drei Firmen erhielten nun eine Verwarnung im Umgang mit
Echinacea, Ginko biloba und sibirischen Gingseng, die von der FDA nicht als
"allgemeinen sicher anerkannt" bewertet werden. Diese Sicherheit gilt
aber als Bedingung für Lebensmittelzusatzstoffe, wie CNN http://europe.cnn.com
berichtet.
Können Produzenten die Sicherheit der Inhaltsstoffe nicht wissenschaftlich
beweisen, könnten die Produkte unter Umständen aus den Regalen genommen
werden. Bei den Produkten der verwarnten Firmen handelt es sich um einen mit
Echinacea angereicherten Saft und um Gingseng- und Ginko-angereicherte
Getreideprodukte. Laut FDA sind diese fälschlich als Ernährungsergänzungprodukte
bezeichnet. Um allgemein als sicher zu gelten, müssen Zusatzstoffe entweder dem
allgemeinen Gebrauch dienen, wie Zucker und Salz, oder wissenschaftlich geprüft
sein.
Der Industriegruppe Grocery Manufacturerers (GMA), die mehr als 140 der
Top-Lebensmittelmarken-Artikel repräsentiert, behauptet, dass diese
Pflanzenstoffe beide Kategorien erfüllen. "Die Inhaltsstoffe werden seit
Jahrzehnten in verschiedenen Lebensmitteln, Getränken und auch Nahrungsergänzungsmitteln
zugesetzt. Bisher gab es weder von Konsumenten noch von öffentlichen
Gesundheitsstellen Reklamationen", betonte Lisa Katic von der GMA.
In den USA boomt der Markt für Nahrungsmittel mit pflanzlichen Zusatzstoffen,
so genannten "Nutraceuticals". Im Jahr 2000 betrug der Umsatz 700 Mio.
Dollar. Bereits im Januar warnte die FDA Industrieunternehmen, die richtige
Anwendung der Zusatzstoffe sicherzustellen.

Die Irrlehre von der "Säure-Basen-Ernährung"
Viele Menschen glauben, dass sie durch eine richtige Ernährung den Körper vor
Übersäuerung schützen können. Nach einem Bericht in der Juni- Ausgabe der
Zeitschrift VITAL ist das jedoch ein Irrtum. Wissenschaftlich sei die Theorie,
wonach der Säure-Basen-Haushalt des Körpers durch Lebensmittel beeinflusst
werde, "überhaupt nicht bewiesen", sagt die Internistin und
Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ursula Bonacker in der Zeitschrift. Der weit
verbreitet Irrglaube sei aus der Erfahrungsmedizin abgeleitet und beruhe
ausschließlich auf subjektiven Empfindungen. Tatsächlich könne die Ernährung
jedoch nie zu einer Übersäuerung führen. "Wenn das Blut zu sauer ist, steckt
eine Erkrankung dahinter", betont die Expertin.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung stellt ebenfalls eindeutig fest, dass
ein gesunder Mensch selbst bei einseitiger Ernährung in der Lage ist, eine
Säure-Basen-Dysbalance auszugleichen. Der Organismus besitze "Puffersysteme, die
sich immer dann einschalten, wenn sich der pH-Wert im Blut ändert", heißt es in
VITAL weiter. Lunge, Leber, Nieren und Blut sorgten dafür, dass der Wert
konstant zwischen 7,35 und 7,45 bleibe.
Dr. Ursula Bonacker betont, dass die Einteilung von Lebensmitteln in "sauer",
"basisch" und "neutral" falsch sei. Interessant ist ihrer Ansicht nach jedoch,
dass die angeblich schlechten, "sauren" Lebensmittel häufig wirklich nicht
gesund sind. "Wurst, Käse und Zucker sind im Übermaß genossen schädlich", sagt
die Ernährungs-Expertin. Diese Lebensmittel seien jedoch nicht zu "sauer",
sondern einfach zu fett oder zu süß. Und ganz falsch an der Lebensmittelliste
nach dem Säure-Basen-Prinzip sei die Warnung vor angeblich "sauren"
Getreidekörnern, Nüssen und Quark. Der Mythos "Übersäuerung" geistert übrigens
schon seit knapp hundert Jahren durch die Medizin. Bereits um 1900 wurden
Krankheiten wie Blasenentzündung, Rheuma, Gicht oder Herzinfarkt auf das Konto
eines mutmaßlich falschen pH-Werts im Blut geschrieben. Tatsächlich war aber
auch schon damals nicht eine falsche, sondern eine mangelhafte Ernährung Ursache
der Erkrankungen.

Genverändertes Material in Lebensmitteln finden
Kooperation zwischen TÜV und GeneScan Europe
Gentechnisch veränderte Bestandteile in Lebens- und Futtermitteln ausfindig
zu machen, stellt derzeit ein großes Problem der Verbraucher und damit der
Ernährungswirtschaft dar. Deswegen geht jetzt die neutrale Prüfinstanz TÜV eine
Zusammenarbeit mit der GeneScan Europe AG
http://www.genescan-europe.de ein, um anerkannte Sicherungsprogramme
aufzubauen. Damit will die Servicestelle Biotechnologie und Gentechnik der TÜV
NORD GRUPPE
http://www.tuev-nord.de das Vorkommen von gentechnisch modifizierten
Organismen (GMO) in Zukunft umfassend kontrollieren können.
Die national und international ausgerichtete Zusammenarbeit basiert auf einem
gemeinsamen Kriterienkatalog für derartige Herkunfts- und
Identitätskontrollsysteme. Darin sollen Standards und Maßnahmen definiert
werden. Die Analysen zum Nachweis der gentechnisch veränderten Komponenten
finden in den Labors der GeneScan AG mit molekulargenetischen Methoden statt.
Anfangs liege der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Rückverfolgung und
Kontrolle gentechnisch veränderter Bestandteile, teilte GeneScan mit
http://www.genescan-europe.de/intro/intro_xx_start_fs.php3?nav_lang=de .
Später sei jedoch geplant, die Beratung und die Zertifizierung derartiger
Produktsicherungssysteme auf die Kontrolle aller unerwünschter Inhaltsstoffe
oder Risikomaterialien auszudehnen. Nach erfolgreicher Prüfung sollen die
Produkte ein Zertifikat erhalten oder sogar durch ein spezielles Prüfsiegel
gekennzeichnet werden.

Probiotische Lebensmittel sind häufig Mogel-Packungen
Milchdprodukte in der Regel gesünder als Kapseln und
Tabletten
Probiotische Lebensmittel halten nicht immer das, was sie
versprechen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie belgischer Wissenschaftler,
die 25 in Europa erhältliche probiotische Milcherzeugnisse und 30 probiotische
Nahrungsergänzungsmittel wie Tabletten oder Kapseln auf ihre Qualität getestet
haben. Nur bei 13 Prozent aller untersuchten Produkte entdeckten die
Wissenschaftler sämtliche auf der Verpackung angegebenen Milchsäurebakterien.
24 Testprodukte sollten angeblich Bifidus-Bakterien enthalten, die Forscher
fanden sie jedoch nur in fünf Produkten. Probiotische Trockenprodukte und
Präparate wie Pulver, Kapseln und Tabletten enthielten gegenüber Milchdrinks
und Yoghurts in der Regel weniger lebende Bakterien, was ihre positive Wirkung
auf die menschliche Darmflora deutlich vermindere, so die Wissenschaftler. In
37 Prozent der geprüften Trockenpräparate waren überhaupt keine lebenden
Bakterien enthalten.
Die Forscher bemängeln, dass sich in einem Drittel der getesteten Produkte
sogar Bakterien fanden, die laut Verpackungsaufschrift überhaupt nicht
enthalten sein dürften. Es bestünde zwar keine Gesundheitsgefahr für die
Verbraucher, die Herstellung dieser Produkte lasse aber eine gewisse
"Schludrigkeit" erkennen, kritisieren Robin Temmermann und Geert Huys von der
Universität Ghent
http://www.rug.ac.be. Oftmals nicht korrekt fanden die Wissenschaftler
auch die Bakterienbezeichnungen auf den Packungen der probiotischen Produkte:
Hersteller schrieben unrichtige Bakterienbezeichnungen oder Fantasienamen auf
die Verpackungen, um sie für Verbraucher besser klingen zu lassen.
Generell stellten die Forscher fest, dass Milchprodukte eine größere Anzahl
an lebenden Bakterien aufwiesen als Trockenpräperate. Da probiotische Produkte
sehr große Bakterienmengen benötigen, um den Dickdarm positiv zu beeinflussen
- viele Bakterien sterben bereits auf dem Weg durch den Magen und den Dünndarm
ab - sind Milchdrinks und Yoghurts gegenüber Kapseln und Tabletten nach ihrer
Ansicht gesundheitlich wirksamer. Temmermann und Huys nehmen an, dass die
Bakterien im feuchten und kühlen Milieu von Milchdrinks oder Yoghurts besser
überleben. Nahrungsergänzungsmittel wie Tabletten lägen im schlechtesten Fall
zwei bis drei Jahre im Regal, bevor sie verbraucht würden.

Schnelltest findet gefährliche Erreger in Lebensmitteln
Innovatives Verfahren braucht nur eine Viertelstunde
Vom rohen Hackfleisch bis zum Apfelsaft: Ein neuer Schnelltest, entwickelt
von Bart Weimer und Kollegen der Utah State University
http://www.usu.edu/, benötigt
nur rund eine Viertelstunde, um gefährliche Krankheitserreger in Lebensmitteln
aufzuspüren. Bisher ist dazu mindestens ein Tag vonnöten, weil die Erreger in
der Laborschale erst vermehrt werden müssen, bis sie in aufspürbaren Mengen
vorkommen. Der neue Sensor hingegen entdeckte in Versuche auch kleine Mengen
von nur 100 Erregern, die andere Tests manchmal übersahen.
Der Test eignet sich beispielsweise zum Aufspüren von Salmonellen,
Listerien oder der gefährlichen Variante Escherichia coli O157:H7, die
jährlich Zehntausende schwerer, manchmal tödlich verlaufender
Lebensmittelvergiftungen hervorruft. Die Lebensmittelproben kommen mit
Glasperlen in Kontakt, an denen Bakterien-Antikörper befestigt sind. Haften
Bakterien an dem zuständigen Antikörper, zeigen lichtaussendende Chemikalien
dies an.
Die neueste Version des Tests erledigt seine Arbeit in nur 15 Minuten,
berichtet Weimer. Die Antikörper-Perlen befinden sich dabei in einer
Einweg-Patrone, die danach in ein Ablesegerät gesteckt wird. Eine kommerzielle
Version der Technik will ein Lizenznehmer in den USA im kommenden Jahr auf den
Markt bringen.
