Strom - Oel pp.
1 Mio. Österreicher sind gegen
Atomstrom, aber nur ein Promille bezieht sauberen Strom
Ein altes Spiel - ich spreche mich für etwas aus, aktiv werde ich
jedoch nicht. Österreich hätte längst schon das technische Potenzial, sich
zu 100% mit sauberer Energie zu versorgen. Es sprechen sich auch mehr als 1
Mio. Österreicher gegen Atomkraft aus und dennoch stützt der Großteil mit
ihrer Stromrechnung den Import von Atomstrom. Nur 0,1% der österreichischen
Bevölkerung bezieht ausschließlich sauberen Strom.
Dabei wäre es so einfach:
"Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass in heimischen Netzen bald nur
mehr 100% sauberer Strom fließt. Der Umstieg auf die saubere Alternative ist
einfach und kostenlos, wir errechnen auf Basis der letzten Jahresabrechnung
ein unverbindliches Anbot. Zur Ummeldung selbst genügt eine Unterschrift,
den Rest erledigen wir", so AAE-Geschäftsführer Ing. Wilfried Klauss.
Die AAE erzeugt Naturstrom aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse und
liefert garantiert sauberen Strom österreichweit zu einem fairen Preis und
gibt daher die verordneten Netzpreissenkungen der E-Control 1:1 an ihre
Endkunden weiter. D.h. mitunter ist sauberer Strom bereits billiger
erhältlich als atomstromstützender Normalstrom, siehe Preisvergleich:
Strompreisvergleich: Kosten für einen durchschnittlichen 3-Personen
Haushalt mit 3.500 KWh Stromverbrauch im Jahr
Anbieter Alpen Adria Energie AG
Wien 550,57 (Wienstrom)* 536,17 (AAE-Naturstrom)
Graz 568,15 (Energie Graz)* 550,53 (AAE-Naturstrom)
Linz 610,52 (Linz Strom)* 587,84 (AAE-Naturstrom)
Salzburg 612,93 (Salzburg AG)* 579,56 (AAE-Naturstrom)
*Berechnung lt. E-Control, 09. Feb. 2005 ohne Berücksichtigung von
Rabatten und Nachlässen
Die Stromerzeugung hat in der Familie Klauss lange Tradition. Seit 1889
wird in Kärnten sauberer Strom produziert. So kam es, dass Kötschach 16
Jahre vor der Landeshauptstadt Klagenfurt Strom hatte. Die 1998 gegründete
Alpen Adria Energie AG - ein Zusammenschluss des Kötschacher
Familienbetriebes mit anderen Naturstromerzeugern - bietet garantiert
sauberen Naturstrom, wobei der Erlös aus jeder verkauften Kilowattstunde
Naturstrom wieder in die Erzeugung erneuerbarer Energie investiert wird.
Tragen sie bei zu einer sauberen Stromversorgung in Österreich. Infos
bzw. ein unverbindliches Naturstromangebot erhalten Sie bei:
Alpen Adria Energie AG, 9640 Kötschach 66
Tel. 04715-222, Fax: 04715-222-53
mailto:info@aae-energy.com,
www.aae-energy.com

Stromstudie:
Niedrigere Netztarife gefährden Versorgungssicherheit
Experte: Drastische Preissenkungen haben
langfristige Auswirkungen
Die Höhe der Strom-Netztarife steht laut einer
aktuellen Studie des Energieinstitutes an der Johannes Kepler
Universität Linz
http://www.energieinstitut-linz.at im direkten Zusammenhang mit
der Versorgungssicherheit. Nach der Studie wird der Netztarif
beeinflusst durch die Zahl der Stromausfälle (55 Prozent), gefolgt
von Stromverbrauch mit 28 Prozent und dem Marktanteil des
Energieversorgers mit 17 Prozent. Zu drastische Einsparungen bei den
Netztarifen senken zwar die Strompreise, bergen aber die Gefahr von
Ausfällen.
Eine einzige Stunde Stromausfall kostet der österreichischen
Volkswirtschaft 40 Mio. Euro, daher kann nach der Studie eine zu
starke Senkung der Netztarife dem Wirtschaftsstandort Österreich
langfristig schaden. Das Energieinstitut fordert daher einen
effizienten Kompromiss zwischen möglichst niedrigen Netztarifen und
möglichst hoher Versorgungssicherheit. Obwohl der Strombedarf in den
vergangenen Jahren durchschnittlich um 2,2 Prozent pro Jahr
angestiegen ist, wurden die Versorgungsnetze sowohl in Österreich
als auch international nicht adäquat nachgerüstet, so das
Studienergebnis. Damit steige die Gefahr eines großflächigen
Stromausfalls. Für einen attraktiven Wirtschaftsstandort sei deshalb
die Investition in die Versorgungssicherheit des Netzes wichtig. Die
Senkung der Stromausfälle um ein Prozent erhöht die Netzkosten (und
damit die Netztarife) für ein durchschnittliches europäisches Land
um etwa 0,26 Prozent (acht Cent/MWh).
Im Vergleich betrug die Dauer der Stromausfälle in Österreich im
Jahr 2002 nur 43 Minuten (Rang drei im EU-Vergleich), in den
skandinavischen Ländern mit niedrigen Netztarifen kam es zu deutlich
mehr Stromausfällen (Schweden 162 Minuten, Finnland 230 Minuten und
Norwegen 315 Minuten). Je höher der gesamte Stromverbrauch eines
Landes ist, desto niedriger sind auch die durchschnittlichen
Netztarife, so das zweite Kernergebnis der internationalen
Vergleichsstudie. Im europäischen Vergleich verbrauchen die
skandinavischen Länder drei- bis fünf Mal so viel Strom wie die
übrigen europäischen Staaten, daher sind auch die Netztarife
dementsprechend niedrig. Im europäischen Durchschnitt bedeutet die
Senkung des Stromverbrauchs um ein Prozent eine Netztariferhöhung im
Ausmaß von 0,14 Prozent (4,3 Cent/MWh).
Das dritte Kernergebnis ist, je höher der Marktanteil des größten
Netzbetreibers ist, umso höher fallen auch die Netztarife aus.
Liberalisierung und Marktvielfalt führen zu einer Senkung der
Netztarife. Für ein durchschnittliches europäisches Land bedeutet
eine Erhöhung des Marktanteils des größten Energieversorgers um ein
Prozent eine Erhöhung der Netztarife um 0,15 Prozent (4,6 Cent/MWh).
Obwohl die Netztarife zwischen 2001 und 2003 in Österreich bereits
um insgesamt 246 Mio. Euro gesenkt wurden (dies entspricht einer
Senkung des Endverbraucherpreises von durchschnittlich 12 Prozent)
ist auch laut der aktuellen Studie des Energieinstitutes ein
Einsparungspotenzial bei den Netztarifen vorhanden. Bis jetzt ist es
allerdings nicht gelungen, das noch bestehende weitere
Senkungspotenzial fundiert zu quantifizieren, so Horst Steinmüller,
Geschäftsführer des Energieinstituts, zu pressetext.
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Ökostromgesetz neu: Gaskraftwerke,
Ineffizienz, Freunderlwirtschaft
Der von ÖVP und FPÖ eingebrachte Abänderungsantrag, der am Donnerstag
als Ökostromgesetz beschlossen werden soll, führt zu keinen Einsparungen,
sondern zu einer Verlagerung der Fördergelder von Öko- zu Gas- und neuen
Großwasserkraftwerken. Damit die SPÖ zustimmt, ist die neue Förderung auch
maßgeschneidert für konkrete Gas- und Großwasserkraftprojekte in ihrem
Einflussbereich. Ein diesbezüglicher Abänderungsantrag soll am Donnerstag,
den 9. Dezember im Wirtschaftsausschuss sowie dann im Nationalrat
beschlossen werden.
Der Abänderungsantrag sieht keine Verbesserung in puncto Förderung von
Ökostromanlagen gegenüber der Regierungsvorlage vor: Nach wie vor beträgt
das mögliche Volumen nur noch 20% des bisherigen Ökostromausbaus und der von
vielen Rechtsexperten geäußerten verfassungsrechtlichen Kritik wurde in
keiner Form Rechnung getragen.
Was hingegen verbessert wurde, ist die Förderung von neuen
Kraft-Wärme-Kopplungs- Anlagen (KWK) und großen Wasserkraftwerken, die
entweder ohnedies gebaut werden oder sich bei den steigenden Marktpreisen
auch ohne Förderung rechnen.
Die zwischen 50 und 75 Mio. Euro, die in den Jahren 2003 und 2004 für die
KWK-Förderung zuviel eingehoben wurden und nach dem bestehenden Gesetz in
den kommenden Jahren den Endverbrauchern wieder gutgeschrieben hätten werden
sollen, werden jetzt quasi zweckentfremdet für die Investförderung von neuen
KWK-Anlagen reserviert.
"Wieso sollen ohnehin fix geplante industrielle KWK-Anlagen, die mit Gas
Prozesswärme erzeugen, plötzlich ihren Strom gefördert bekommen, und das
ganze wird noch als "Ökostrom" geadelt?" wundert sich Stefan Hantsch. Zudem
soll die Förderung mittels Investitionsförderungen erfolgen. Ein denkbar
ineffizientes Förderinstrument, da Investitionsförderungen keinen Anreiz
geben, auch beim Betrieb möglichst effizient zu wirtschaften.
Als besonderen Affront gegenüber privaten Initiativen und als
Paradebeispiel von Klientelpolitik sieht Hantsch die neue Förderung von
mittleren Wasserkraftwerken im Bereich von 10 bis 20 MW. Die Förderung
dieser Kraftwerke, die in diesem Bereich fast ausschließlich von
Landesenergieversorgern oder Stromkonzernen betrieben werden, wird von dem
Topf abgezwackt, der bisher der Kleinwasserkraft unter 10 MW vorbehalten
war. "Es ist klar, warum die SPÖ da mitziehen will: so können im neuerdings
roten Salzburg einige geplante mittlere Wasserkraftprojekte unterstützt
werden", so Hantsch.
"Damit werden unter dem Titel "Ökostromgesetz" herkömmliche Gaskraftwerke
gefördert, die ohnehin gebaut werden würden. Was beim Ökostrom eingespart
wird, fließt in fossile Erzeugungsanlagen. De facto ist nun eine zusätzliche
Investitionsförderung von geplanten Gaskraftwerken wie das von der
Verbundgesellschaft geplante 800 MW-Projekt Mellach oder ein unter anderem
von der Linz AG geplantes 100 MW Kraftwerk möglich. Die Novelle besiegelt
massive Beschränkungen beim Ökostrom zu Gunsten von Gaskraftwerke. Was soll
daran noch Umweltgesetzgebung sein?", fragt Hantsch abschließend.

Erneuerbare Energien:
Milliarden-Einsparungen möglich
Günstiger Zeitpunkt für Umstieg
Österreich besitzt die besten Voraussetzungen für
eine zu 100 Prozent saubere Energieversorgung. Das gilt langfristig
für den Gesamtenergiebedarf und mittelfristig für den Strombedarf,
sagte Hans Kronberger (Bild vorne, 2. v.l.)
http://www.kronberger.net , Journalist und Experte im Bereich
Erneuerbare Energien und Umwelt bei der Präsentation der Broschüre
"Sauberer Strom ohne Ende - Die Chance für Österreich". Mit der
neuen Broschüre möchte er die Vorteile und Möglichkeiten der
erneuerbaren Energien bekannt machen und damit die öffentliche
Meinung forcieren.
Mit den erneuerbaren Energien könne man es in den nächsten 20 Jahren
oder sogar noch früher schaffen, den österreichischen Strombedarf
ausschließlich aus sauberer Energie aus Wasser, Wind, Sonne,
Biomasse und Geothermie zu gewinnen. Sie würden damit der
Unabhängigkeit Österreichs von unsicheren Lieferantenländern dienen
und viele heimische Arbeitsplätze schaffen. Österreich gebe pro Jahr
zwischen drei und fünf Mrd. Euro für den Energiezukauf aus. "Die
Energiewende ist heute wichtiger denn je," so Gerhard Fallent vom
Bundesverband Photovoltaik
http://www.bv-pv.at
. "Die Erneuerbaren Energien sind friedenssichernd. Aus
Energiegründen werden heute Kriege geführt, die damit überflüssig
werden."
Doch sei die Umsetzung in erster Linie eine Frage des Bewusstseins.
Der Durchbruch müsse in den Köpfen der Menschen stattfinden. Dabei
sei der Zeitpunkt für einen Umstieg jetzt sehr günstig. Die Preise
für Öl, Kohle und Gas steigen enorm und Energieexperten rechnen in
den nächsten Jahren mit mindestens einer Verdoppelung des
Strompreises, so Kronberger. "Die Bewegung der Erneuerbaren hat nur
einen Gegner. Nämlich die Unwissenheit über die phantastischen
Möglichkeiten, die sie uns bieten," sagte Kronberger. Das Potenzial
sei in Österreich hinreichend vorhanden.
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Totalumfaller der ÖVP - NÖ in Sachen
Ökostromgesetz
Noch im Juni hatte der NÖ Landtag - auf Initiative der Grünen - einen
einstimmigen Beschluss zur Aufrechterhaltung des bestehenden
Ökostromgesetzes gefasst. Damit sprach sich der Landtag klar gegen die
geplante massive Schlechterstellung der Förderungsrichtlinien für
Ökostromanlagen aus. Dieser Beschluss galt auch als Basis für eine
engagierte negative Stellungnahme der Landesregierung gegen den im September
von Minister Bartenstein vorgelegten Entwurf.
"Jetzt ist die ÖVP umgefallen", so die Klubobfrau der NÖ Grünen,
Madeleine Petrovic. Am 3. Dezember soll nämlich ein leicht geänderter aber
kaum verbesserter Entwurf im Wirtschaftsausschuss des Parlaments beschlossen
werden. Um noch das Schlimmste zu verhindern, stellten die NÖ Grünen in der
gestrigen Landtagssitzung einen Antrag, in dem die Landesregierung zum
neuerlichen Widerstand gegen diesen Anschlag auf den Ökostrom in Österreich
aufzurufen. Doch diesmal wurde der Antrag der Grünen von VP, SP und FP
abgelehnt.
Die Konsequenz: 80 Prozent weniger geförderte Ökostrom - Anlagen im Jahr
2005 gegenüber 2003; Reduktion statt Anstieg des Ökostromanteils am
Gesamtstromverbrauch; mehr Planungsrisiko und keine Rechtssicherheit für die
Betreiber von Biogas- Biomasse- Windkraft- und Photovoltaikanlagen; Verlust
von Wirtschaftskraft und von Arbeitsplätzen in dieser gut entwickelten
Branche.
Petrovic: "Das ist ein Generalumfaller der NÖ Volkspartei. Offenbar ist
Parteiobmann Erwin Pröll nicht mehr in der Lage, sich gegen seinen "Neffen"
Josef Pröll durchzusetzten. Damit reiht sich die ÖVP - NÖ nahtlos in die
Reihe der Totengräber der erneuerbaren Energie ein und schadet somit der
Wirtschaft im eigenen Land."

Scharfe Kritik an
geplantem Ökostromgesetz
Novelle enthält zu viele Unklarheiten
Ökostromexperten haben heute, Dienstag, ihren
Unmut über die geplante Gesetzesnovelle zum Ökostromgesetz
ausgesprochen. Vor allem die mangelnde Rechtssicherheit und die
willkürliche Festlegung von Ausschreibungsbedingungen wurden
bemängelt. "In Europa schüttelt man über Österreich nur den Kopf",
so Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft Österreich
http://www.igwindkraft.at bei einem Pressegespräch. "Europäische
Erfahrungen beweisen, dass Ausschreibungsverfahren nirgends zu einem
nennenswerten Ausbau von Ökostromanlagen geführt haben", sagte
Hantsch. Derzeit gibt es nur noch in Irland ein
Ausschreibungssystem, mit dem bisher nur gut 200 MW Windkraft
errichtet wurden. Bei der Ausschreibung von Windkraftanlagen
ermächtigt der Entwurf die Energie-Control GmbH zur Festlegung
"sonstiger Bedingungen", die Voraussetzungen für die
Berücksichtigung von Angeboten darstellt.
Die Regierungsvorlage, über die Anfang Dezember im Parlament
abgestimmt wird und die 2005 in Kraft treten soll, werfe bereits
jetzt negative Schatten auf die Zukunft des Ökostromausbaus in
Österreich voraus, kritisierten die Experten. Die Ziele der Novelle
sind unter anderem ein optimierter Fördermitteleinsatz,
Kosteneffizienz und ein festgeschriebenes Unterstützungsvolumen für
neue Ökostromanlagen. Laut den Ökostromexperten bringt die Novelle
nur Nachteile mit sich. Außerdem sei der Text der Novelle in einigen
Passagen selbst für Experten schwer verständlich und in beliebiger
Richtung interpretierbar. Sie fordern die Beibehaltung des
bestehenden Gesetzes.
Unternehmen der Ökobranche, die zukünftig in Österreich investieren
wollten, haben nach der aktuellen Vorlage zum Ökostromgesetz ein
gemeinsames Problem: fehlende Rechtssicherheit, hieß es bei der
Pressekonferenz. Alle Anlagenbetreiber erfahren erst nach Abschluss
des gesamten Genehmigungsverfahrens, ob sie im
Ausschreibungsverfahren erfolgreich waren bzw. ob für sie noch
Mittel im Fördertopf vorhanden sind. "In allen Ökostrombereichen ist
daher mit einer deutlichen Reduktion auf rund 20 Prozent des
derzeitigen Niveaus zu rechnen. Ökostrominvestoren werden ihr
Engagement in Österreich zurücknehmen und zunehmend ins angrenzende
Ausland verlegen, was auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben
wird", warnte Hantsch.
Als Paradebeispiel für die Verlagerung ins Ausland könne die
Raiffeisen-Leasing angeführt werden. Sie sei im jetzigen Zeitpunkt
nicht mehr in der Lage, in österreichische Betriebe zu investieren,
da die Rahmenbedingungen schlichtweg zu unsicher sind. Ab 2005
werden nur noch Anlagen im Ausland (Deutschland, Frankreich,
Griechenland, Slowenien) finanziert. Problematisch sieht auch
Andreas Dangl, Vorstandsvorsitzender der WEB Windenergie AG, die
aktuelle Entwicklung: "Wird das Ökostromgesetz in seiner aktuellen
Fassung beschlossen, verlegen wir den Schwerpunkt unserer Aktivität
ins Ausland. Österreich wäre für neue Windkraftprojekte dann völlig
uninteressant - und unseren Aktionären gegenüber wäre kaum
argumentierbar, warum wir den Wind nicht in einem der wirtschaftlich
attraktiveren Standorte ernten."
Als eine Bestätigung dafür, dass das geplante Ökostromgesetz
fehlende Recht- und Investitionssicherheit bedeuten und damit den
Ökostrom-Wirtschaftsstandort Österreich negativ beeinflussen würde,
nannte der Rechtsanwalt Reinhard Schanda, der sich für die
Interessen der Ökostromgemeinschaft einsetzt, den Verfassungsdienst
des Bundeskanzleramtes. Dieser hatte in seiner Stellungsnahme zum
Begutachtungsentwurf zahlreiche verfassungs- und
gemeinschaftswidrige logistische Fehler gerügt, die jedoch auch
weiterhin in der beschlossenen Gesetzesvorlage enthalten seien. |

USA: 1.000 Atomkraftwerke für Wasserstoff-Autos
Britischer Wirtschafter erstellt Studie für
Komplettumstieg
1.000 neue Atomkraftwerke oder halb Kalifornien zum
Windpark machen: Das sind die Aussichten wenn es zu einer Komplettumstellung
auf Wasserstoff-Autos in den USA kommt. Dass die Umstellung auf
Wasserstoff-Fahrzeugen in Großbritannien mit großen Kosten verbunden ist,
hat der britische Wirtschaftswissenschafter Andrew Oswald dargestellt (pte
berichtete
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041007007 ). Nun hat der
Wissenschaftler der University of Warwick ein Modell für die USA gemacht,
berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com .
Die Zahlen für die USA aber bei weitem höher, wie das errechnete Modell
zeigt: Halb Kalifornien müsste mit Windrädern bestückt oder 1..000 neue
Atomkraftwerke müssen errichtet werden, um Wasserstoff in diesen Mengen
herzustellen. "Wasserstoff wird derzeit in erster Linie aus Methan
produziert. Bei diesem Prozess wird auch CO2 frei", meint Energieexperte Jim
Oswald, der ebenfalls an der Studie teilgenommen hat. Wasserstoff ist
umweltfreundlicher als fossile Treibstoffe, da die Abgase nur aus
Wasserdampf bestehen. Für die Herstellung des Wasserstoffs sind jedoch
fossile Brennstoffe erforderlich. "Heute ist Wasserstoff daher keine saubere
und grüne Alternative", so Jim Oswald. Die einzige Art Energie in großen
Mengen herzustellen, sehen die beiden Wissenschaftler in der Kernenergie.
In beiden Staaten, in Großbritannien wie in den USA, wird ein Drittel der
gesamten fossilen Brennstoffe für den Verkehr verwendet. Großbritannien
verbraucht etwa ein Zehntel der Energiemengen der USA. Die beiden Forscher
gehen davon aus, dass es niemals eine "Wasserstoff-Wirtschaft" geben werde.
Und von der Variante mit Energie sparsamer umzugehen halten die beiden
Forscher auch wenig. Das sei einfach unwahrscheinlich, weil es extrem
unpopulär sei, attestieren sie.
Die Studien der beiden Oswald-Brüder sind aber unter anderen Experten nicht
unbestritten. "Diese Meinungen sind extrem pessimistisch", so Paul Ekins,
Experte für Energiewirtschaft am Policy Institute of London. Die
Wasserstoff-Technologie sei kein kurzfristiges Energieprojekt. Es müsse noch
fundamentale Änderungen für einen Durchbruch geben, meint Ekins. Es gibt
zahlreiche Untersuchungen wie man Wasserstoff sauber herstellen kann, dazu
zähle etwa die Möglichkeit CO2 in den Untergrund zu pumpen und daraus
Wasserstoff zu produzieren. Diese Variante sei noch nicht versucht und
getestet worden.

Wien Energie-Rechnung im Internet
Die Strom- oder Gas-Rechnung können Wien Energie-Kunde ab sofort im Internet
nachlesen. Unter www.wienstrom.at finden alle Haushaltskunden und kleinere
sowie mittlere Wirtschaftsbetriebe ihre Rechnungsdaten im Detail. E-billing
ist jederzeit verfügbar.
Als neues kostenfreies Service bietet Wien Energie ab heute e-billing.
Haushalts- und Gewerbekunden können damit rund um die Uhr ihre Strom- und
Gas-Rechnung online einsehen. Großkunden wird dieses Service in Kürze
zugänglich sein. Das neue Online-Service erspart das lästige Suchen nach der
Rechnung. Es ist von jedem PC mit Internetanschluss abrufbar. Die
Rechnungslegung selbst erfolgt weiterhin per Post auf Papier.
So wird's gemacht
Unter http://www.wienstrom.at registriert sich der User als Kunde. Dazu sind
Kunden- und Zählernummer erforderlich. Die Registrierung erfolgt unmittelbar
und unbürokratisch. In der Rubrik MY WIENSTROM liegt der Menüpunkt
Rechnungsinformation. Dort kann die Online-Rechnung abgerufen werden. Bei der
Neuregistrierung einer Anlage kann es aus organisatorischen Gründen bis zu
zwei Tage dauern, bis die Rechnung verfügbar ist. Einmal frei geschalten, sind
die Daten zukünftig jederzeit abrufbar.
Die Rechnung im Internet enthält alle Informationen, die auch die
Original-Rechnung aufweist. Ein Erklärungstext zu den Positionen gibt weitere
Informationen. Alle Rechnungen ab Jänner 2002 sind bereits einzusehen. Wien
Energie plant bei e-billing eine dreijährige Rückschau. Das bedeutet, dass im
Jahr 2004 die Rechnungen von 2002 nach wie vor verfügbar sind.

Ein Watt-Initiative gegen Stand-by-Verluste
E-Geräte fressen auch bei Stillstand zu viel Strom
Weltweit verbrauchen elektrische und elektronische Geräte durch Stand-by
Strom ohne in Betrieb zu sein. In den entwickelten Ländern betragen diese
Verluste rund drei Prozent des gesamten Stromverbrauches. Eine weltweite
Initiative
http://standby.lbl.gov soll nun die Hersteller bis 2010 dazu animieren,
nur noch technische Geräte auf den Markt zu bringen, die im Stand-by nur mehr
maximal ein Watt Strom verbrauchen. Das Projekt wurde im Rahmen des World
Energy Globe Award prämiert.
"Die internationale Energie Effizienz Konferenz, die 1997 in Florenz
stattgefunden hat, hat aufgehorcht als Alan Meier vom Lawrence National
Berkeley Laboratory den Plan zur Reduktion der Stand-by-Verluste eingebracht
hat", so Benoit Lebot von der Internationalen Energy Agency
http://www.iea.org , der diesen
Vorschlag auf eine internationale Ebene bringen wollte. Es gehe schließlich um
die Reduktion von 50 Mio. Tonnen CO2 weltweit, so Lebot. Das entspreche einer
Reduzierung der Pkw-Anzahl um 18 Mio. "Australien und die USA haben den
Vorschlag aufgenommen, Unternehmen wie Sony und IBM bringen nur noch Geräte
mit geringerem Stand-by-Verbrauch auf den Markt", so der Wissenschaftler.
Darüber hinaus arbeite die Europäische Kommission an einem Code-of-Conduct und
einem gemeinsamen Label, das energiesparende Geräte erhalten solle.
Bei Untersuchungen in Haushalten ergab eine Studie, dass die Anzahl von
Geräten, die Stand-by-Strom verbrauchen, immer größer wird. Computer,
TV-Geräte, Videorekorder, portable Telefone und Stereoanlagen verfügen über
einen Stand-by-Modus. Im Durchschnitt liegen die Verbrauchswerte bei ein bis
30 Watt. In einem typischen Haushalt in Japan oder Dänemark betragen die
Stand-by-Verluste aber tatsächlich schon zehn Prozent des gesamten
Strombedarfs. In Australien liegen diese Zahlen sogar bei 12 Prozent. Grund
dafür sind auch einige Heizgeräte, die mit Thermostaten im Stand-by-Betrieb
arbeiten. "Das Problem ist so dringlich, dass es eigentlich nicht mehr länger
auf die lange Bank zu schieben ist. In der Zwischenzeit betrifft es nämlich
auch schon Entwicklungsländer", so Lebot. An der technischen Durchfühbarkeit
mangle es jedenfalls nicht.
Weitere Informationen:
http://www.iea.org/standby/index.htm

Energiegewinnung durch Abwärme
Nutzlose Erwärmung soll in elektrischen Strom umgewandelt
werden
Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT)
http://www.mit.edu und das
Kleinunternehmen Eneco in Salt Lake City haben in der New York Times
verkündet, dass sie eine neuartige Technologie zur Nutzung von Abwärme
gefunden haben. Diese ermöglicht eine Umwandlung von Wärme in elektrischen
Strom.
Bisher wurden, so die New York Times
http://www.nytimes.com , nur
ein paar sehr einfach arbeitende Wärmetauscher gebaut, aber die zwei
Wissenschaftler Yan Kucherov, Forschungsdirektor von Eneco, und Peter
Hagelstein, Professor für Elektrotechnik am MIT und technischer Konsulent bei
Eneco sind überzeugt, eine neue Art der Energienutzung gefunden zu haben.
Schließlich, so die zwei Forscher, sei die Effizienz der neuen Erfindung
zumindest so groß, dass sie mehr als 15 Prozent der Abwärme nutzen kann.
Enecos Thermoelektrik ist ein "Sandwich", das aus drei Lagen von
Halbleitern besteht. Eine äußere Schicht ist beheizt, die andere wird in
Raumtemperatur gehalten. Die mittlere Schicht fungiert als Isolator um den
Temperaturunterschied zu regeln. Die Hitze bringt Elektronen dazu, sich zu
bewegen und einen Stromfluss zu erzeugen. "Die Technologie ist ganz einfach",
so Hagelstein. Es sollte eine sehr praktische und billige Form der
Energiegewinnung sein, meint der Forscher.
Seit vielen Jahren träumen die Wissenschaftler davon, die Abwärme von
Kraftwerken und Autos als so genannte Thermoelektrik zu nutzen. Bisher wurde
die Abwärme faktisch nicht genutzt, sondern als nutzlose Energie an die Umwelt
abgegeben, was bei großen Kraftwerken zu Umweltschäden in der Umgebung führte.
Derzeit können aber nur maximal zehn Prozent der Hitze in elektrische Energie
umgewandelt werden. Das sei, so die Forscher, zu wenig, um als
Energielieferant tatsächlich genutzt zu werden. Die beiden Wissenschaftler
arbeiten allerdings intensiv daran, den Output auf 17 Prozent zu erhöhen. Den
enormen Nutzen dieser Art der Energiegewinnung sieht auch das Pentagon, das
die Forschung finanziell unterstützt.

Bakterien als Ratgeber für saubere Energie
Forscher ahmen enzymatische Wasserstoffproduktion bei
Katalysatoren nach
Wissenschaftler der University of Illinois
http://www.uiuc.edu haben einen
Katalysator entwickelt, der auf bakeriellen Enzymen basiert. Diese Bakterien
verwandelt Säuren in Wasserstoff, das als saubere Energiequelle bekannt ist.
Bei der Verbrennung von Hydrogen entstehen im Gegensatz zu anderen
Brennstoffen keine Treibhausgase wie Kohlendioxid oder giftige Kohlenmonoxide,
sondern lediglich Wasser.
Gewisse Bakterien beinhalten Enzyme, so genannte Hydrogenasen, die aus
Säuren Wasserstoffgase produzieren. Das Team um den Forscher Thomas Rauchfuss
entwickelte auf dieser Grundlage synthetische Katalysatoren, die diese Enzyme
nachahmen, wie das Fachmagazin Nature
http://www.nature.com in
seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Wissenschaftler hoffen, dass durch
Säuren in großer Menge Brennstoffe billig hergestellt werden können. Hydrogen
kann wie natürliches Gas verbrannt und die Energie direkt in Elektrizität von
Energiequellen wie Brennstoffzellen umgewandelt werden. Derzeit wird Hydrogen
mittels Elektrolyse aus Meerwasser gewonnen. Die Produktion ist allerdings
nicht ökonomisch. Die Verfügbarkeit von Hydrogen wird somit zunehmend
problematisch, obwohl Prototypen von hydrogen-betriebenen Fahrzeugen im Kommen
sind.
Für gewisse Bakterien ist die Wasserstoffproduktion und dessen Abbau Teil
ihres Metabolismus. Dabei werden Kohlendioxide und Stickstoff in biologisch
wichtige Bestandteile abgebaut. Prinzipiell existieren zwei
Hydrogenase-Klassen. Bei einer Klasse enthält die aktive Seite des Enzyms,
verantwortlich für die Hydrogenumwandlung, ein Nickel- sowie zwei Eisenatome.
Zwischen den Eisenatomen besteht eine chemische Brücke. Die Atome sind mit
anderen chemischen Gruppen wie Kohlenmonoxiden, Cyaniden oder Schwefelgruppen
verbunden. Dieser "Kern" ist in einen Proteinmantel gehüllt. Das Team
entwickelte ein kleines Molekül, das den bloßen Kern - die aktive Seite ohne
Mantel- nachahmt. Die Forscher sind zuversichtlich, demnächst eine
wasserlösliche Version zu entwickeln. Derzeit löst sich der Katalysator nur in
organischen Lösungsmitteln auf. Ein Zustand, der für die Industrie wenig
wirtschaftlich ist.

Photovoltaik: Mehr Energie durch besseres Solarsilizium
Forscher erzielen Spitzenwirkungsgrade von 17 Prozent
Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts
http://www.fraunhofer.de/german/index.html , der Deutschen Solar GmbH in
Freiberg und der Bayer AG
http://www.bayer.de/ haben den photovoltaischen Wirkungsgrad
multikristalliner Silizium-Scheiben (Wafer) mit Hilfe des Blockgießverfahrens
verbessert. Dabei erfolgt das Schmelzen und Kristallisieren des Solarsiliziums
in zwei getrennten Behältern. So konnte der spezifische Energieverbrauch
verringert werden, es fiel weniger Bruchmaterial an, die Kokillen (Behälter)
konnten öfter benutzt und die Versetzungen - sie mindern den Wirkungsgrad -
reduziert werden.
Während der Wirkungsgrad photovoltaischer Anlagen 1996 noch bei etwa 13
Prozent lag, beträgt er bei Verwendung des neuen Materials jetzt 15 Prozent.
Im Labor können sogar Spitzenwirkungsgrade von 17 Prozent erreicht werden.
Darüber hinaus zeigt sich das Material bezüglich seines Bruchverhaltens
weitaus "gutmütiger". Gefördert wurde das Projekt von den Bundesministerien
für Wirtschaft http://www.bmwi.de
und Forschung http://www.bmbf.de
mit insgesamt 11,4 Mio. Mark.

Wärme des Meerwassers für Energiegewinnung
Kommerzielles Kraftwerk auf Hawaii geplant
Auf Hawaii entsteht im Jahr 2002 das erste kommerzielle Kraftwerk der Welt,
das elektrische Energie aus der Wärme von Meerwasser gewinnen soll. Das
berichtet das amerikanische Fachmagazin Technology Review
http://www.technologyreview.com .
Das Kraftwerk soll den Temperaturunterschied zwischen dem warmen
Oberflächenwasser und der Kälte in der Tiefe des Meeres nutzen. Das
Oberflächenwasser erwärmt ein Ammoniak-Gemisch, das daraufhin verdampft und
eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Anschließend wird das Ammoniak mit
kaltem Tiefenwasser wieder verflüssigt und zu seinem Ausgangspunkt vor der
Turbine zurückgepumpt. Das vom «Labor für natürliche Energie» auf Hawaii
entworfene Kraftwerk soll mehr als ein Megawatt Energie erzeugen..
In den 70er Jahren waren vom US-Energieministerium unter dem Druck der
Ölkrise ähnliche Konzepte für Kraftwerke entwickelt worden, die sogar 200
Megawatt Strom aus Meerwasser gewinnen sollten. Die Pläne wurden allerdings
nicht realisiert. Im Gegensatz zu den bisherigen Initiativen fokusiert das
derzeitige Projekt u.a. auch die Verwendung nährstoffreichen Tiefenwassers für
Aquakulturen und die Produktion von Frischwasser.

US-Forscher verbessern Energieausbeute bei Kernfusion
Kleine Magneten optimieren Reaktionsbedingungen im
Tokamak-Reaktor
Fusionsforscher auf der ganzen Welt
http://plasmas.org/fusion-mag.htm nähern sich langsam dem Punkt, an dem
ein Fusionsreaktor mehr Energie erzeugt als er zum Betrieb benötigt. In dem
DIII-D-Tokamak-Testreaktor in San Diego
http://fusion.gat.com/diii-d gelang es nun Physikern, die Fusionsrate
durch kleine Korrekturen am Magnetfeld, das das heiße Plasma aus schweren
Wasserstoffatomen einschließt, zu vervierfachen, berichtet das Magazin "New
Scientist"
http://www.newscientist.com .
Um das Sonnenfeuer auf der Erde zu entfachen, wollen die Wissenschaftler
die schweren Isotope von Wasserstoff, Deuterium oder Tritium, zu Heliumkernen
verschmelzen. In den kreisförmigen Reaktoren werden dazu starke Magnetfelder
aufgebaut, um das bis zu 100 Mio. Grad heiße Plasma aus Deuterium-Ionen sicher
einzuschließen und bei hohen Drücken zu kontrollieren. Erst bei diesen
Bedingungen verschmelzen einzelne Wasserstoffkerne zu Heliumkernen. Doch
kleine Ungenauigkeiten im Magnetfeld erschwerte bisher diesen wichtigen
Einschluss. Durch ein geschicktes Kontrollsystem korrigierten die US-Forscher
nun diese kleinen Abweichungen von dem gewünschten Magnetfeld permanent mit
einer Anordnung von zusätzlichen Magneten. Dadurch konnte der Druck im Reaktor
verdoppelt und die Fusionsrate vervierfacht werden.
Die Ergebnisse aus San Diego könnten sehr wichtig für einen Erfolg des
künftigen ITER-Projektes
http://www.iter.org (International Thermonuclear Experimental Reactor)
sein. In Deutschland setzen viele Fusionsforscher ihre Hoffnungen auf den
Stellerator-Testreaktor Wendelstein-7X
http://www.ipp.mpg.de . "Die
Tokamak-Forschung ist nun wieder in einer starken Position", sagte Michael
Watkins vom Joint European Torus - Testreaktor (JET)
http://www.jet.uk im britischen
Culham.

Mikroturbinen mit großer Leistung
Kühlschrankgroße Geräte liefern Strom für australische
Restaurants
Australische Krankenhäuser, Restaurants und Schulen könnten demnächst
Energie aus einer sauberen und zuverlässigen Quelle beziehen. Erstmals wurde
von der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research
Organisation (CSIRO) http://www.csiro.au
in Sydney eine Mikroturbine installiert, die vom Hauptstromnetz unabhängig
ist. Die Turbine des kühlschrankgroßen Geräts produziert 30 kW genug um
ein mittelgroßes Restaurant mit Strom zu versorgen.
"Mikroturbinen können neben Brennstoffzellen, Speicher- und einigen
erneuerbaren Technologien Strom nächst zu Endverbrauchern liefern", erklärte
Tony Vassallo vom Bereich Energy Technologie des CSIRO. Einen wesentlichen
Vorteil sieht Vassallo für Firmen und Gemeinden, die Energiekosten senken und
Stromqualität verbessern wollen. Mikroturbinen seien in der Lage
Treibhausgas-Emissionen zu senken. Die produzierte Abwärme könne für
Heizungen und Kühlungen verwendet werden, was zusätzlich eine Kostensenkung
bedeute.
In den USA, wo Industrien bereits Mikroturbinen zur Stromversorgung nutzen,
erleben die Geräte u.a. auch aufgrund der aktuellen Energiekrise in
Kalifornien einen enormen Aufschwung. CSIRO plant nun, die Mikroturbinen für
weitere technologische Anwendungen zu untersuchen. Dadurch könnte es möglich
sein, mit der Abwärme die bestehenden und neuen Kühlsysteme wie
Klimaanlagen - anzutreiben.

Windräder auf dem Meer
Erste Windparks auf See entstehen in zwei bis drei Jahren
Das Bundesumweltministerium http://www.bmu.de
hat am Donnerstag auf einem zweitägigen Kongress in Berlin seine Pläne für
die Nutzung von Windenergie vorgestellt. Weil mit der Windenergienutzung
technisches, wirtschaftliches und rechtliches Neuland betreten wird, schlägt
das Bundesumweltministerium ein schrittweises Vorgehen beim Ausbau der
Windenergienutzung auf See vor. Jede Stufe soll durch Erforschung der
Auswirkungen auf Umwelt und Natur begleitet werden, sagte Umwelt-Staatssekretär
Rainer Baake bei der Eröffnung. http://www.bmu.de/presse/2001/pm654.htm
Die Vorbereitungsphase wird sich bis 2003 erstrecken. Dabei sollen mögliche
geeignete Standorte gefunden werden. Dazu werden insbesondere Mittel aus dem
Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung bereitgestellt. In der
Startphase ab 2003 oder 2004 sollen erste Windparks mit bis zu 40 Anlagen pro
Park gebaut werden.
In der dann folgenden ersten Ausbauphase bis 2010 sollen bis zu 3.000
Megawatt Windenergieleistung an geeigneten Standorten installiert werden.
Diese Windparks werden dann bis zu 10 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr
erzeugen. Die weitere Ausbauphase bis 2030 sieht einen Ausbau auf 20.000 bis
25.000 Megawatt vor. Diese Windkraftanlagen würden dann 70 bis 85 Mrd.
Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, was rund drei Viertel der bis dahin
geplanten Windkraftenergie entspräche. http://www.bmu.de/erneuerbare-energien
Bis zum Jahr 2030 hält das Ministerium entsprechend den langfristigen
Szenarien zur Energiewende eine installierte Windenergieleistung von insgesamt
36.000 bis 42.000 Megawatt an Land und auf See für erreichbar. Dies bedeutet
95 bis 110 Mrd. Kilowattstunden Stromertrag pro Jahr. Nach diesen Plänen würde
schon im Jahr 2030 allein die Windkraft drei Fünftel der Strommenge erzeugen,
die im letzten Jahr in der Bundesrepublik von Atomkraftwerken erzeugt worden
ist.
