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Strom - Oel pp.

 

1 Mio. Österreicher sind gegen Atomstrom, aber nur ein Promille bezieht sauberen Strom

Ein altes Spiel - ich spreche mich für etwas aus, aktiv werde ich jedoch nicht. Österreich hätte längst schon das technische Potenzial, sich zu 100% mit sauberer Energie zu versorgen. Es sprechen sich auch mehr als 1 Mio. Österreicher gegen Atomkraft aus und dennoch stützt der Großteil mit ihrer Stromrechnung den Import von Atomstrom. Nur 0,1% der österreichischen Bevölkerung bezieht ausschließlich sauberen Strom.

   Dabei wäre es so einfach:

   "Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass in heimischen Netzen bald nur mehr 100% sauberer Strom fließt. Der Umstieg auf die saubere Alternative ist einfach und kostenlos, wir errechnen auf Basis der letzten Jahresabrechnung ein unverbindliches Anbot. Zur Ummeldung selbst genügt eine Unterschrift, den Rest erledigen wir", so AAE-Geschäftsführer Ing. Wilfried Klauss.

   Die AAE erzeugt Naturstrom aus Wasser, Sonne, Wind und Biomasse und liefert garantiert sauberen Strom österreichweit zu einem fairen Preis und gibt daher die verordneten Netzpreissenkungen der E-Control 1:1 an ihre Endkunden weiter. D.h. mitunter ist sauberer Strom bereits billiger erhältlich als atomstromstützender Normalstrom, siehe Preisvergleich:

   Strompreisvergleich: Kosten für einen durchschnittlichen 3-Personen Haushalt mit 3.500 KWh Stromverbrauch im Jahr

        Anbieter                  Alpen Adria Energie AG
Wien     550,57 (Wienstrom)*        536,17 (AAE-Naturstrom)
Graz     568,15 (Energie Graz)*     550,53 (AAE-Naturstrom)
Linz     610,52 (Linz Strom)*       587,84 (AAE-Naturstrom)
Salzburg 612,93 (Salzburg AG)*      579,56 (AAE-Naturstrom)


   *Berechnung lt. E-Control, 09. Feb. 2005 ohne Berücksichtigung von Rabatten und Nachlässen

   Die Stromerzeugung hat in der Familie Klauss lange Tradition. Seit 1889 wird in Kärnten sauberer Strom produziert. So kam es, dass Kötschach 16 Jahre vor der Landeshauptstadt Klagenfurt Strom hatte. Die 1998 gegründete Alpen Adria Energie AG - ein Zusammenschluss des Kötschacher Familienbetriebes mit anderen Naturstromerzeugern - bietet garantiert sauberen Naturstrom, wobei der Erlös aus jeder verkauften Kilowattstunde Naturstrom wieder in die Erzeugung erneuerbarer Energie investiert wird.

   Tragen sie bei zu einer sauberen Stromversorgung in Österreich. Infos bzw. ein unverbindliches Naturstromangebot erhalten Sie bei:

Alpen Adria Energie AG, 9640 Kötschach 66
Tel. 04715-222, Fax: 04715-222-53
mailto:info@aae-energy.com, www.aae-energy.com
 


 

Stromstudie: Niedrigere Netztarife gefährden Versorgungssicherheit
Experte: Drastische Preissenkungen haben langfristige Auswirkungen

Die Höhe der Strom-Netztarife steht laut einer aktuellen Studie des Energieinstitutes an der Johannes Kepler Universität Linz http://www.energieinstitut-linz.at im direkten Zusammenhang mit der Versorgungssicherheit. Nach der Studie wird der Netztarif beeinflusst durch die Zahl der Stromausfälle (55 Prozent), gefolgt von Stromverbrauch mit 28 Prozent und dem Marktanteil des Energieversorgers mit 17 Prozent. Zu drastische Einsparungen bei den Netztarifen senken zwar die Strompreise, bergen aber die Gefahr von Ausfällen.

Eine einzige Stunde Stromausfall kostet der österreichischen Volkswirtschaft 40 Mio. Euro, daher kann nach der Studie eine zu starke Senkung der Netztarife dem Wirtschaftsstandort Österreich langfristig schaden. Das Energieinstitut fordert daher einen effizienten Kompromiss zwischen möglichst niedrigen Netztarifen und möglichst hoher Versorgungssicherheit. Obwohl der Strombedarf in den vergangenen Jahren durchschnittlich um 2,2 Prozent pro Jahr angestiegen ist, wurden die Versorgungsnetze sowohl in Österreich als auch international nicht adäquat nachgerüstet, so das Studienergebnis. Damit steige die Gefahr eines großflächigen Stromausfalls. Für einen attraktiven Wirtschaftsstandort sei deshalb die Investition in die Versorgungssicherheit des Netzes wichtig. Die Senkung der Stromausfälle um ein Prozent erhöht die Netzkosten (und damit die Netztarife) für ein durchschnittliches europäisches Land um etwa 0,26 Prozent (acht Cent/MWh).

Im Vergleich betrug die Dauer der Stromausfälle in Österreich im Jahr 2002 nur 43 Minuten (Rang drei im EU-Vergleich), in den skandinavischen Ländern mit niedrigen Netztarifen kam es zu deutlich mehr Stromausfällen (Schweden 162 Minuten, Finnland 230 Minuten und Norwegen 315 Minuten). Je höher der gesamte Stromverbrauch eines Landes ist, desto niedriger sind auch die durchschnittlichen Netztarife, so das zweite Kernergebnis der internationalen Vergleichsstudie. Im europäischen Vergleich verbrauchen die skandinavischen Länder drei- bis fünf Mal so viel Strom wie die übrigen europäischen Staaten, daher sind auch die Netztarife dementsprechend niedrig. Im europäischen Durchschnitt bedeutet die Senkung des Stromverbrauchs um ein Prozent eine Netztariferhöhung im Ausmaß von 0,14 Prozent (4,3 Cent/MWh).

Das dritte Kernergebnis ist, je höher der Marktanteil des größten Netzbetreibers ist, umso höher fallen auch die Netztarife aus. Liberalisierung und Marktvielfalt führen zu einer Senkung der Netztarife. Für ein durchschnittliches europäisches Land bedeutet eine Erhöhung des Marktanteils des größten Energieversorgers um ein Prozent eine Erhöhung der Netztarife um 0,15 Prozent (4,6 Cent/MWh).

Obwohl die Netztarife zwischen 2001 und 2003 in Österreich bereits um insgesamt 246 Mio. Euro gesenkt wurden (dies entspricht einer Senkung des Endverbraucherpreises von durchschnittlich 12 Prozent) ist auch laut der aktuellen Studie des Energieinstitutes ein Einsparungspotenzial bei den Netztarifen vorhanden. Bis jetzt ist es allerdings nicht gelungen, das noch bestehende weitere Senkungspotenzial fundiert zu quantifizieren, so Horst Steinmüller, Geschäftsführer des Energieinstituts, zu pressetext.


 

Ökostromgesetz neu: Gaskraftwerke, Ineffizienz, Freunderlwirtschaft

Der von ÖVP und FPÖ eingebrachte Abänderungsantrag, der am Donnerstag als Ökostromgesetz beschlossen werden soll, führt zu keinen Einsparungen, sondern zu einer Verlagerung der Fördergelder von Öko- zu Gas- und neuen Großwasserkraftwerken. Damit die SPÖ zustimmt, ist die neue Förderung auch maßgeschneidert für konkrete Gas- und Großwasserkraftprojekte in ihrem Einflussbereich. Ein diesbezüglicher Abänderungsantrag soll am Donnerstag, den 9. Dezember im Wirtschaftsausschuss sowie dann im Nationalrat beschlossen werden.

   Der Abänderungsantrag sieht keine Verbesserung in puncto Förderung von Ökostromanlagen gegenüber der Regierungsvorlage vor: Nach wie vor beträgt das mögliche Volumen nur noch 20% des bisherigen Ökostromausbaus und der von vielen Rechtsexperten geäußerten verfassungsrechtlichen Kritik wurde in keiner Form Rechnung getragen.

   Was hingegen verbessert wurde, ist die Förderung von neuen Kraft-Wärme-Kopplungs- Anlagen (KWK) und großen Wasserkraftwerken, die entweder ohnedies gebaut werden oder sich bei den steigenden Marktpreisen auch ohne Förderung rechnen.

   Die zwischen 50 und 75 Mio. Euro, die in den Jahren 2003 und 2004 für die KWK-Förderung zuviel eingehoben wurden und nach dem bestehenden Gesetz in den kommenden Jahren den Endverbrauchern wieder gutgeschrieben hätten werden sollen, werden jetzt quasi zweckentfremdet für die Investförderung von neuen KWK-Anlagen reserviert.

   "Wieso sollen ohnehin fix geplante industrielle KWK-Anlagen, die mit Gas Prozesswärme erzeugen, plötzlich ihren Strom gefördert bekommen, und das ganze wird noch als "Ökostrom" geadelt?" wundert sich Stefan Hantsch. Zudem soll die Förderung mittels Investitionsförderungen erfolgen. Ein denkbar ineffizientes Förderinstrument, da Investitionsförderungen keinen Anreiz geben, auch beim Betrieb möglichst effizient zu wirtschaften.

   Als besonderen Affront gegenüber privaten Initiativen und als Paradebeispiel von Klientelpolitik sieht Hantsch die neue Förderung von mittleren Wasserkraftwerken im Bereich von 10 bis 20 MW. Die Förderung dieser Kraftwerke, die in diesem Bereich fast ausschließlich von Landesenergieversorgern oder Stromkonzernen betrieben werden, wird von dem Topf abgezwackt, der bisher der Kleinwasserkraft unter 10 MW vorbehalten war. "Es ist klar, warum die SPÖ da mitziehen will: so können im neuerdings roten Salzburg einige geplante mittlere Wasserkraftprojekte unterstützt werden", so Hantsch.

   "Damit werden unter dem Titel "Ökostromgesetz" herkömmliche Gaskraftwerke gefördert, die ohnehin gebaut werden würden. Was beim Ökostrom eingespart wird, fließt in fossile Erzeugungsanlagen. De facto ist nun eine zusätzliche Investitionsförderung von geplanten Gaskraftwerken wie das von der Verbundgesellschaft geplante 800 MW-Projekt Mellach oder ein unter anderem von der Linz AG geplantes 100 MW Kraftwerk möglich. Die Novelle besiegelt massive Beschränkungen beim Ökostrom zu Gunsten von Gaskraftwerke. Was soll daran noch Umweltgesetzgebung sein?", fragt Hantsch abschließend.
 


 

Erneuerbare Energien: Milliarden-Einsparungen möglich
Günstiger Zeitpunkt für Umstieg

 

Österreich besitzt die besten Voraussetzungen für eine zu 100 Prozent saubere Energieversorgung. Das gilt langfristig für den Gesamtenergiebedarf und mittelfristig für den Strombedarf, sagte Hans Kronberger (Bild vorne, 2. v.l.) http://www.kronberger.net , Journalist und Experte im Bereich Erneuerbare Energien und Umwelt bei der Präsentation der Broschüre "Sauberer Strom ohne Ende - Die Chance für Österreich". Mit der neuen Broschüre möchte er die Vorteile und Möglichkeiten der erneuerbaren Energien bekannt machen und damit die öffentliche Meinung forcieren.

Mit den erneuerbaren Energien könne man es in den nächsten 20 Jahren oder sogar noch früher schaffen, den österreichischen Strombedarf ausschließlich aus sauberer Energie aus Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Geothermie zu gewinnen. Sie würden damit der Unabhängigkeit Österreichs von unsicheren Lieferantenländern dienen und viele heimische Arbeitsplätze schaffen. Österreich gebe pro Jahr zwischen drei und fünf Mrd. Euro für den Energiezukauf aus. "Die Energiewende ist heute wichtiger denn je," so Gerhard Fallent vom Bundesverband Photovoltaik http://www.bv-pv.at . "Die Erneuerbaren Energien sind friedenssichernd. Aus Energiegründen werden heute Kriege geführt, die damit überflüssig werden."

Doch sei die Umsetzung in erster Linie eine Frage des Bewusstseins. Der Durchbruch müsse in den Köpfen der Menschen stattfinden. Dabei sei der Zeitpunkt für einen Umstieg jetzt sehr günstig. Die Preise für Öl, Kohle und Gas steigen enorm und Energieexperten rechnen in den nächsten Jahren mit mindestens einer Verdoppelung des Strompreises, so Kronberger. "Die Bewegung der Erneuerbaren hat nur einen Gegner. Nämlich die Unwissenheit über die phantastischen Möglichkeiten, die sie uns bieten," sagte Kronberger. Das Potenzial sei in Österreich hinreichend vorhanden.
 


 

Totalumfaller der ÖVP - NÖ in Sachen Ökostromgesetz

Noch im Juni hatte der NÖ Landtag - auf Initiative der Grünen - einen einstimmigen Beschluss zur Aufrechterhaltung des bestehenden Ökostromgesetzes gefasst. Damit sprach sich der Landtag klar gegen die geplante massive Schlechterstellung der Förderungsrichtlinien für Ökostromanlagen aus. Dieser Beschluss galt auch als Basis für eine engagierte negative Stellungnahme der Landesregierung gegen den im September von Minister Bartenstein vorgelegten Entwurf.

   "Jetzt ist die ÖVP umgefallen", so die Klubobfrau der NÖ Grünen, Madeleine Petrovic. Am 3. Dezember soll nämlich ein leicht geänderter aber kaum verbesserter Entwurf im Wirtschaftsausschuss des Parlaments beschlossen werden. Um noch das Schlimmste zu verhindern, stellten die NÖ Grünen in der gestrigen Landtagssitzung einen Antrag, in dem die Landesregierung zum neuerlichen Widerstand gegen diesen Anschlag auf den Ökostrom in Österreich aufzurufen. Doch diesmal wurde der Antrag der Grünen von VP, SP und FP abgelehnt.

Die Konsequenz: 80 Prozent weniger geförderte Ökostrom - Anlagen im Jahr 2005 gegenüber 2003; Reduktion statt Anstieg des Ökostromanteils am Gesamtstromverbrauch; mehr Planungsrisiko und keine Rechtssicherheit für die Betreiber von Biogas- Biomasse- Windkraft- und Photovoltaikanlagen; Verlust von Wirtschaftskraft und von Arbeitsplätzen in dieser gut entwickelten Branche.

   Petrovic: "Das ist ein Generalumfaller der NÖ Volkspartei. Offenbar ist Parteiobmann Erwin Pröll nicht mehr in der Lage, sich gegen seinen "Neffen" Josef Pröll durchzusetzten. Damit reiht sich die ÖVP - NÖ nahtlos in die Reihe der Totengräber der erneuerbaren Energie ein und schadet somit der Wirtschaft im eigenen Land."
 


 

Scharfe Kritik an geplantem Ökostromgesetz
Novelle enthält zu viele Unklarheiten

Ökostromexperten haben heute, Dienstag, ihren Unmut über die geplante Gesetzesnovelle zum Ökostromgesetz ausgesprochen. Vor allem die mangelnde Rechtssicherheit und die willkürliche Festlegung von Ausschreibungsbedingungen wurden bemängelt. "In Europa schüttelt man über Österreich nur den Kopf", so Stefan Hantsch, Geschäftsführer der IG Windkraft Österreich http://www.igwindkraft.at bei einem Pressegespräch. "Europäische Erfahrungen beweisen, dass Ausschreibungsverfahren nirgends zu einem nennenswerten Ausbau von Ökostromanlagen geführt haben", sagte Hantsch. Derzeit gibt es nur noch in Irland ein Ausschreibungssystem, mit dem bisher nur gut 200 MW Windkraft errichtet wurden. Bei der Ausschreibung von Windkraftanlagen ermächtigt der Entwurf die Energie-Control GmbH zur Festlegung "sonstiger Bedingungen", die Voraussetzungen für die Berücksichtigung von Angeboten darstellt.

Die Regierungsvorlage, über die Anfang Dezember im Parlament abgestimmt wird und die 2005 in Kraft treten soll, werfe bereits jetzt negative Schatten auf die Zukunft des Ökostromausbaus in Österreich voraus, kritisierten die Experten. Die Ziele der Novelle sind unter anderem ein optimierter Fördermitteleinsatz, Kosteneffizienz und ein festgeschriebenes Unterstützungsvolumen für neue Ökostromanlagen. Laut den Ökostromexperten bringt die Novelle nur Nachteile mit sich. Außerdem sei der Text der Novelle in einigen Passagen selbst für Experten schwer verständlich und in beliebiger Richtung interpretierbar. Sie fordern die Beibehaltung des bestehenden Gesetzes.

Unternehmen der Ökobranche, die zukünftig in Österreich investieren wollten, haben nach der aktuellen Vorlage zum Ökostromgesetz ein gemeinsames Problem: fehlende Rechtssicherheit, hieß es bei der Pressekonferenz. Alle Anlagenbetreiber erfahren erst nach Abschluss des gesamten Genehmigungsverfahrens, ob sie im Ausschreibungsverfahren erfolgreich waren bzw. ob für sie noch Mittel im Fördertopf vorhanden sind. "In allen Ökostrombereichen ist daher mit einer deutlichen Reduktion auf rund 20 Prozent des derzeitigen Niveaus zu rechnen. Ökostrominvestoren werden ihr Engagement in Österreich zurücknehmen und zunehmend ins angrenzende Ausland verlegen, was auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben wird", warnte Hantsch.

Als Paradebeispiel für die Verlagerung ins Ausland könne die Raiffeisen-Leasing angeführt werden. Sie sei im jetzigen Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, in österreichische Betriebe zu investieren, da die Rahmenbedingungen schlichtweg zu unsicher sind. Ab 2005 werden nur noch Anlagen im Ausland (Deutschland, Frankreich, Griechenland, Slowenien) finanziert. Problematisch sieht auch Andreas Dangl, Vorstandsvorsitzender der WEB Windenergie AG, die aktuelle Entwicklung: "Wird das Ökostromgesetz in seiner aktuellen Fassung beschlossen, verlegen wir den Schwerpunkt unserer Aktivität ins Ausland. Österreich wäre für neue Windkraftprojekte dann völlig uninteressant - und unseren Aktionären gegenüber wäre kaum argumentierbar, warum wir den Wind nicht in einem der wirtschaftlich attraktiveren Standorte ernten."

Als eine Bestätigung dafür, dass das geplante Ökostromgesetz fehlende Recht- und Investitionssicherheit bedeuten und damit den Ökostrom-Wirtschaftsstandort Österreich negativ beeinflussen würde, nannte der Rechtsanwalt Reinhard Schanda, der sich für die Interessen der Ökostromgemeinschaft einsetzt, den Verfassungsdienst des Bundeskanzleramtes. Dieser hatte in seiner Stellungsnahme zum Begutachtungsentwurf zahlreiche verfassungs- und gemeinschaftswidrige logistische Fehler gerügt, die jedoch auch weiterhin in der beschlossenen Gesetzesvorlage enthalten seien.


 

USA: 1.000 Atomkraftwerke für Wasserstoff-Autos
Britischer Wirtschafter erstellt Studie für Komplettumstieg

1.000 neue Atomkraftwerke oder halb Kalifornien zum Windpark machen: Das sind die Aussichten wenn es zu einer Komplettumstellung auf Wasserstoff-Autos in den USA kommt. Dass die Umstellung auf Wasserstoff-Fahrzeugen in Großbritannien mit großen Kosten verbunden ist, hat der britische Wirtschaftswissenschafter Andrew Oswald dargestellt (pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041007007 ). Nun hat der Wissenschaftler der University of Warwick ein Modell für die USA gemacht, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com .

Die Zahlen für die USA aber bei weitem höher, wie das errechnete Modell zeigt: Halb Kalifornien müsste mit Windrädern bestückt oder 1..000 neue Atomkraftwerke müssen errichtet werden, um Wasserstoff in diesen Mengen herzustellen. "Wasserstoff wird derzeit in erster Linie aus Methan produziert. Bei diesem Prozess wird auch CO2 frei", meint Energieexperte Jim Oswald, der ebenfalls an der Studie teilgenommen hat. Wasserstoff ist umweltfreundlicher als fossile Treibstoffe, da die Abgase nur aus Wasserdampf bestehen. Für die Herstellung des Wasserstoffs sind jedoch fossile Brennstoffe erforderlich. "Heute ist Wasserstoff daher keine saubere und grüne Alternative", so Jim Oswald. Die einzige Art Energie in großen Mengen herzustellen, sehen die beiden Wissenschaftler in der Kernenergie.

In beiden Staaten, in Großbritannien wie in den USA, wird ein Drittel der gesamten fossilen Brennstoffe für den Verkehr verwendet. Großbritannien verbraucht etwa ein Zehntel der Energiemengen der USA. Die beiden Forscher gehen davon aus, dass es niemals eine "Wasserstoff-Wirtschaft" geben werde. Und von der Variante mit Energie sparsamer umzugehen halten die beiden Forscher auch wenig. Das sei einfach unwahrscheinlich, weil es extrem unpopulär sei, attestieren sie.

Die Studien der beiden Oswald-Brüder sind aber unter anderen Experten nicht unbestritten. "Diese Meinungen sind extrem pessimistisch", so Paul Ekins, Experte für Energiewirtschaft am Policy Institute of London. Die Wasserstoff-Technologie sei kein kurzfristiges Energieprojekt. Es müsse noch fundamentale Änderungen für einen Durchbruch geben, meint Ekins. Es gibt zahlreiche Untersuchungen wie man Wasserstoff sauber herstellen kann, dazu zähle etwa die Möglichkeit CO2 in den Untergrund zu pumpen und daraus Wasserstoff zu produzieren. Diese Variante sei noch nicht versucht und getestet worden.


 

Wien Energie-Rechnung im Internet

Die Strom- oder Gas-Rechnung können Wien Energie-Kunde ab sofort im Internet nachlesen. Unter www.wienstrom.at finden alle Haushaltskunden und kleinere sowie mittlere Wirtschaftsbetriebe ihre Rechnungsdaten im Detail. E-billing ist jederzeit verfügbar.

Als neues kostenfreies Service bietet Wien Energie ab heute e-billing. Haushalts- und Gewerbekunden können damit rund um die Uhr ihre Strom- und Gas-Rechnung online einsehen. Großkunden wird dieses Service in Kürze zugänglich sein. Das neue Online-Service erspart das lästige Suchen nach der Rechnung. Es ist von jedem PC mit Internetanschluss abrufbar. Die Rechnungslegung selbst erfolgt weiterhin per Post auf Papier.

So wird's gemacht

Unter http://www.wienstrom.at registriert sich der User als Kunde. Dazu sind Kunden- und Zählernummer erforderlich. Die Registrierung erfolgt unmittelbar und unbürokratisch. In der Rubrik MY WIENSTROM liegt der Menüpunkt Rechnungsinformation. Dort kann die Online-Rechnung abgerufen werden. Bei der Neuregistrierung einer Anlage kann es aus organisatorischen Gründen bis zu zwei Tage dauern, bis die Rechnung verfügbar ist. Einmal frei geschalten, sind die Daten zukünftig jederzeit abrufbar.

Die Rechnung im Internet enthält alle Informationen, die auch die Original-Rechnung aufweist. Ein Erklärungstext zu den Positionen gibt weitere Informationen. Alle Rechnungen ab Jänner 2002 sind bereits einzusehen. Wien Energie plant bei e-billing eine dreijährige Rückschau. Das bedeutet, dass im Jahr 2004 die Rechnungen von 2002 nach wie vor verfügbar sind.
 


 

Ein Watt-Initiative gegen Stand-by-Verluste
E-Geräte fressen auch bei Stillstand zu viel Strom
 

Weltweit verbrauchen elektrische und elektronische Geräte durch Stand-by Strom ohne in Betrieb zu sein. In den entwickelten Ländern betragen diese Verluste rund drei Prozent des gesamten Stromverbrauches. Eine weltweite Initiative http://standby.lbl.gov soll nun die Hersteller bis 2010 dazu animieren, nur noch technische Geräte auf den Markt zu bringen, die im Stand-by nur mehr maximal ein Watt Strom verbrauchen. Das Projekt wurde im Rahmen des World Energy Globe Award prämiert.
 

"Die internationale Energie Effizienz Konferenz, die 1997 in Florenz stattgefunden hat, hat aufgehorcht als Alan Meier vom Lawrence National Berkeley Laboratory den Plan zur Reduktion der Stand-by-Verluste eingebracht hat", so Benoit Lebot von der Internationalen Energy Agency http://www.iea.org , der diesen Vorschlag auf eine internationale Ebene bringen wollte. Es gehe schließlich um die Reduktion von 50 Mio. Tonnen CO2 weltweit, so Lebot. Das entspreche einer Reduzierung der Pkw-Anzahl um 18 Mio. "Australien und die USA haben den Vorschlag aufgenommen, Unternehmen wie Sony und IBM bringen nur noch Geräte mit geringerem Stand-by-Verbrauch auf den Markt", so der Wissenschaftler. Darüber hinaus arbeite die Europäische Kommission an einem Code-of-Conduct und einem gemeinsamen Label, das energiesparende Geräte erhalten solle.
 

Bei Untersuchungen in Haushalten ergab eine Studie, dass die Anzahl von Geräten, die Stand-by-Strom verbrauchen, immer größer wird. Computer, TV-Geräte, Videorekorder, portable Telefone und Stereoanlagen verfügen über einen Stand-by-Modus. Im Durchschnitt liegen die Verbrauchswerte bei ein bis 30 Watt. In einem typischen Haushalt in Japan oder Dänemark betragen die Stand-by-Verluste aber tatsächlich schon zehn Prozent des gesamten Strombedarfs. In Australien liegen diese Zahlen sogar bei 12 Prozent. Grund dafür sind auch einige Heizgeräte, die mit Thermostaten im Stand-by-Betrieb arbeiten. "Das Problem ist so dringlich, dass es eigentlich nicht mehr länger auf die lange Bank zu schieben ist. In der Zwischenzeit betrifft es nämlich auch schon Entwicklungsländer", so Lebot. An der technischen Durchfühbarkeit mangle es jedenfalls nicht.
 

Weitere Informationen: http://www.iea.org/standby/index.htm
 


 

Energiegewinnung durch Abwärme
Nutzlose Erwärmung soll in elektrischen Strom umgewandelt werden
 

Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) http://www.mit.edu und das Kleinunternehmen Eneco in Salt Lake City haben in der New York Times verkündet, dass sie eine neuartige Technologie zur Nutzung von Abwärme gefunden haben. Diese ermöglicht eine Umwandlung von Wärme in elektrischen Strom.
 

Bisher wurden, so die New York Times http://www.nytimes.com , nur ein paar sehr einfach arbeitende Wärmetauscher gebaut, aber die zwei Wissenschaftler Yan Kucherov, Forschungsdirektor von Eneco, und Peter Hagelstein, Professor für Elektrotechnik am MIT und technischer Konsulent bei Eneco sind überzeugt, eine neue Art der Energienutzung gefunden zu haben. Schließlich, so die zwei Forscher, sei die Effizienz der neuen Erfindung zumindest so groß, dass sie mehr als 15 Prozent der Abwärme nutzen kann.
 

Enecos Thermoelektrik ist ein "Sandwich", das aus drei Lagen von Halbleitern besteht. Eine äußere Schicht ist beheizt, die andere wird in Raumtemperatur gehalten. Die mittlere Schicht fungiert als Isolator um den Temperaturunterschied zu regeln. Die Hitze bringt Elektronen dazu, sich zu bewegen und einen Stromfluss zu erzeugen. "Die Technologie ist ganz einfach", so Hagelstein. Es sollte eine sehr praktische und billige Form der Energiegewinnung sein, meint der Forscher.
 

Seit vielen Jahren träumen die Wissenschaftler davon, die Abwärme von Kraftwerken und Autos als so genannte Thermoelektrik zu nutzen. Bisher wurde die Abwärme faktisch nicht genutzt, sondern als nutzlose Energie an die Umwelt abgegeben, was bei großen Kraftwerken zu Umweltschäden in der Umgebung führte. Derzeit können aber nur maximal zehn Prozent der Hitze in elektrische Energie umgewandelt werden. Das sei, so die Forscher, zu wenig, um als Energielieferant tatsächlich genutzt zu werden. Die beiden Wissenschaftler arbeiten allerdings intensiv daran, den Output auf 17 Prozent zu erhöhen. Den enormen Nutzen dieser Art der Energiegewinnung sieht auch das Pentagon, das die Forschung finanziell unterstützt.
 


 

Bakterien als Ratgeber für saubere Energie
Forscher ahmen enzymatische Wasserstoffproduktion bei Katalysatoren nach
 

Wissenschaftler der University of Illinois http://www.uiuc.edu haben einen Katalysator entwickelt, der auf bakeriellen Enzymen basiert. Diese Bakterien verwandelt Säuren in Wasserstoff, das als saubere Energiequelle bekannt ist. Bei der Verbrennung von Hydrogen entstehen im Gegensatz zu anderen Brennstoffen keine Treibhausgase wie Kohlendioxid oder giftige Kohlenmonoxide, sondern lediglich Wasser.
 

Gewisse Bakterien beinhalten Enzyme, so genannte Hydrogenasen, die aus Säuren Wasserstoffgase produzieren. Das Team um den Forscher Thomas Rauchfuss entwickelte auf dieser Grundlage synthetische Katalysatoren, die diese Enzyme nachahmen, wie das Fachmagazin Nature http://www.nature.com in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Die Wissenschaftler hoffen, dass durch Säuren in großer Menge Brennstoffe billig hergestellt werden können. Hydrogen kann wie natürliches Gas verbrannt und die Energie direkt in Elektrizität von Energiequellen wie Brennstoffzellen umgewandelt werden. Derzeit wird Hydrogen mittels Elektrolyse aus Meerwasser gewonnen. Die Produktion ist allerdings nicht ökonomisch. Die Verfügbarkeit von Hydrogen wird somit zunehmend problematisch, obwohl Prototypen von hydrogen-betriebenen Fahrzeugen im Kommen sind.
 

Für gewisse Bakterien ist die Wasserstoffproduktion und dessen Abbau Teil ihres Metabolismus. Dabei werden Kohlendioxide und Stickstoff in biologisch wichtige Bestandteile abgebaut. Prinzipiell existieren zwei Hydrogenase-Klassen. Bei einer Klasse enthält die aktive Seite des Enzyms, verantwortlich für die Hydrogenumwandlung, ein Nickel- sowie zwei Eisenatome. Zwischen den Eisenatomen besteht eine chemische Brücke. Die Atome sind mit anderen chemischen Gruppen wie Kohlenmonoxiden, Cyaniden oder Schwefelgruppen verbunden. Dieser "Kern" ist in einen Proteinmantel gehüllt. Das Team entwickelte ein kleines Molekül, das den bloßen Kern - die aktive Seite ohne Mantel- nachahmt. Die Forscher sind zuversichtlich, demnächst eine wasserlösliche Version zu entwickeln. Derzeit löst sich der Katalysator nur in organischen Lösungsmitteln auf. Ein Zustand, der für die Industrie wenig wirtschaftlich ist.
 


 

Photovoltaik: Mehr Energie durch besseres Solarsilizium
Forscher erzielen Spitzenwirkungsgrade von 17 Prozent
 

 Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts http://www.fraunhofer.de/german/index.html , der Deutschen Solar GmbH in Freiberg und der Bayer AG http://www.bayer.de/ haben den photovoltaischen Wirkungsgrad multikristalliner Silizium-Scheiben (Wafer) mit Hilfe des Blockgießverfahrens verbessert. Dabei erfolgt das Schmelzen und Kristallisieren des Solarsiliziums in zwei getrennten Behältern. So konnte der spezifische Energieverbrauch verringert werden, es fiel weniger Bruchmaterial an, die Kokillen (Behälter) konnten öfter benutzt und die Versetzungen - sie mindern den Wirkungsgrad - reduziert werden.
 

Während der Wirkungsgrad photovoltaischer Anlagen 1996 noch bei etwa 13 Prozent lag, beträgt er bei Verwendung des neuen Materials jetzt 15 Prozent. Im Labor können sogar Spitzenwirkungsgrade von 17 Prozent erreicht werden. Darüber hinaus zeigt sich das Material bezüglich seines Bruchverhaltens weitaus "gutmütiger". Gefördert wurde das Projekt von den Bundesministerien für Wirtschaft http://www.bmwi.de und Forschung http://www.bmbf.de mit insgesamt 11,4 Mio. Mark.
 


 

Wärme des Meerwassers für Energiegewinnung
Kommerzielles Kraftwerk auf Hawaii geplant
 

Auf Hawaii entsteht im Jahr 2002 das erste kommerzielle Kraftwerk der Welt, das elektrische Energie aus der Wärme von Meerwasser gewinnen soll. Das berichtet das amerikanische Fachmagazin Technology Review http://www.technologyreview.com .
 

Das Kraftwerk soll den Temperaturunterschied zwischen dem warmen Oberflächenwasser und der Kälte in der Tiefe des Meeres nutzen. Das Oberflächenwasser erwärmt ein Ammoniak-Gemisch, das daraufhin verdampft und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt. Anschließend wird das Ammoniak mit kaltem Tiefenwasser wieder verflüssigt und zu seinem Ausgangspunkt vor der Turbine zurückgepumpt. Das vom «Labor für natürliche Energie» auf Hawaii entworfene Kraftwerk soll mehr als ein Megawatt Energie erzeugen..
 

In den 70er Jahren waren vom US-Energieministerium unter dem Druck der Ölkrise ähnliche Konzepte für Kraftwerke entwickelt worden, die sogar 200 Megawatt Strom aus Meerwasser gewinnen sollten. Die Pläne wurden allerdings nicht realisiert. Im Gegensatz zu den bisherigen Initiativen fokusiert das derzeitige Projekt u.a. auch die Verwendung nährstoffreichen Tiefenwassers für Aquakulturen und die Produktion von Frischwasser.


 

US-Forscher verbessern Energieausbeute bei Kernfusion
Kleine Magneten optimieren Reaktionsbedingungen im Tokamak-Reaktor
 

 Fusionsforscher auf der ganzen Welt http://plasmas.org/fusion-mag.htm nähern sich langsam dem Punkt, an dem ein Fusionsreaktor mehr Energie erzeugt als er zum Betrieb benötigt. In dem DIII-D-Tokamak-Testreaktor in San Diego http://fusion.gat.com/diii-d gelang es nun Physikern, die Fusionsrate durch kleine Korrekturen am Magnetfeld, das das heiße Plasma aus schweren Wasserstoffatomen einschließt, zu vervierfachen, berichtet das Magazin "New Scientist" http://www.newscientist.com .
 

Um das Sonnenfeuer auf der Erde zu entfachen, wollen die Wissenschaftler die schweren Isotope von Wasserstoff, Deuterium oder Tritium, zu Heliumkernen verschmelzen. In den kreisförmigen Reaktoren werden dazu starke Magnetfelder aufgebaut, um das bis zu 100 Mio. Grad heiße Plasma aus Deuterium-Ionen sicher einzuschließen und bei hohen Drücken zu kontrollieren. Erst bei diesen Bedingungen verschmelzen einzelne Wasserstoffkerne zu Heliumkernen. Doch kleine Ungenauigkeiten im Magnetfeld erschwerte bisher diesen wichtigen Einschluss. Durch ein geschicktes Kontrollsystem korrigierten die US-Forscher nun diese kleinen Abweichungen von dem gewünschten Magnetfeld permanent mit einer Anordnung von zusätzlichen Magneten. Dadurch konnte der Druck im Reaktor verdoppelt und die Fusionsrate vervierfacht werden.
 

Die Ergebnisse aus San Diego könnten sehr wichtig für einen Erfolg des künftigen ITER-Projektes http://www.iter.org (International Thermonuclear Experimental Reactor) sein. In Deutschland setzen viele Fusionsforscher ihre Hoffnungen auf den Stellerator-Testreaktor Wendelstein-7X http://www.ipp.mpg.de . "Die Tokamak-Forschung ist nun wieder in einer starken Position", sagte Michael Watkins vom Joint European Torus - Testreaktor (JET) http://www.jet.uk im britischen Culham.
 


 

Mikroturbinen mit großer Leistung
Kühlschrankgroße Geräte liefern Strom für australische Restaurants

 Australische Krankenhäuser, Restaurants und Schulen könnten demnächst Energie aus einer sauberen und zuverlässigen Quelle beziehen. Erstmals wurde von der australischen Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) http://www.csiro.au in Sydney eine Mikroturbine installiert, die vom Hauptstromnetz unabhängig ist. Die Turbine des kühlschrankgroßen Geräts produziert 30 kW – genug um ein mittelgroßes Restaurant mit Strom zu versorgen.

"Mikroturbinen können neben Brennstoffzellen, Speicher- und einigen erneuerbaren Technologien Strom nächst zu Endverbrauchern liefern", erklärte Tony Vassallo vom Bereich Energy Technologie des CSIRO. Einen wesentlichen Vorteil sieht Vassallo für Firmen und Gemeinden, die Energiekosten senken und Stromqualität verbessern wollen. Mikroturbinen seien in der Lage Treibhausgas-Emissionen zu senken. Die produzierte Abwärme könne für Heizungen und Kühlungen verwendet werden, was zusätzlich eine Kostensenkung bedeute.

In den USA, wo Industrien bereits Mikroturbinen zur Stromversorgung nutzen, erleben die Geräte – u.a. auch aufgrund der aktuellen Energiekrise in Kalifornien – einen enormen Aufschwung. CSIRO plant nun, die Mikroturbinen für weitere technologische Anwendungen zu untersuchen. Dadurch könnte es möglich sein, mit der Abwärme die bestehenden und neuen Kühlsysteme – wie Klimaanlagen - anzutreiben.


 


Windräder auf dem Meer
Erste Windparks auf See entstehen in zwei bis drei Jahren

Das Bundesumweltministerium http://www.bmu.de hat am Donnerstag auf einem zweitägigen Kongress in Berlin seine Pläne für die Nutzung von Windenergie vorgestellt. Weil mit der Windenergienutzung technisches, wirtschaftliches und rechtliches Neuland betreten wird, schlägt das Bundesumweltministerium ein schrittweises Vorgehen beim Ausbau der Windenergienutzung auf See vor. Jede Stufe soll durch Erforschung der Auswirkungen auf Umwelt und Natur begleitet werden, sagte Umwelt-Staatssekretär Rainer Baake bei der Eröffnung. http://www.bmu.de/presse/2001/pm654.htm

Die Vorbereitungsphase wird sich bis 2003 erstrecken. Dabei sollen mögliche geeignete Standorte gefunden werden. Dazu werden insbesondere Mittel aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung bereitgestellt. In der Startphase ab 2003 oder 2004 sollen erste Windparks mit bis zu 40 Anlagen pro Park gebaut werden.

In der dann folgenden ersten Ausbauphase bis 2010 sollen bis zu 3.000 Megawatt Windenergieleistung an geeigneten Standorten installiert werden. Diese Windparks werden dann bis zu 10 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Die weitere Ausbauphase bis 2030 sieht einen Ausbau auf 20.000 bis 25.000 Megawatt vor. Diese Windkraftanlagen würden dann 70 bis 85 Mrd. Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen, was rund drei Viertel der bis dahin geplanten Windkraftenergie entspräche. http://www.bmu.de/erneuerbare-energien

Bis zum Jahr 2030 hält das Ministerium entsprechend den langfristigen Szenarien zur Energiewende eine installierte Windenergieleistung von insgesamt 36.000 bis 42.000 Megawatt an Land und auf See für erreichbar. Dies bedeutet 95 bis 110 Mrd. Kilowattstunden Stromertrag pro Jahr. Nach diesen Plänen würde schon im Jahr 2030 allein die Windkraft drei Fünftel der Strommenge erzeugen, die im letzten Jahr in der Bundesrepublik von Atomkraftwerken erzeugt worden ist.



 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:52
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