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Screener-Piraterie vor Oscars höher als im Vorjahr
Alle fünf "Best Picture"-Nominierungen im Internet erhältlich

Die Verbreitung von illegalen Kopien von Screenern vor der Oscar-Verleihung am 27. Februar hat im Vergleich zum Vorjahr signifikant zugenommen. Wie die Los Angeles Times heute, Donnerstag, berichtet, sind alle fünf in der Kategorie "Best Picture" nominierten Filme zum Download im Internet verfügbar. Als Screener werden die Filme bezeichnet, die von den Hollywood-Studios als DVD an die Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences http://www.oscar.com verschickt werden. Wie sich am Beispiel von Carmine Caridi gezeigt hat, geben einige der ehrenwerten Mitglieder der Oscar-Jury die Filme illegal weiter (vgl. pte http://www.pte.at/pte.mc?pte=040129012 ).

Trotz der massiven Kampagne gegen die Screener-Piraterie vor der Oscar-Verleihung im Vorjahr sei das Problem in diesem Jahr größer geworden, so die LA Times. Das FBI ermittelt bereits in mehreren Fällen. Betroffen sind unter anderem illegale Kopien der Screener von "Million Dollar Baby" von Warner Bros und der Sony Pictures-Filme "Spanglish" und "Closer". Screener-Piraterie macht nur einen geringen Anteil an der gesamten Online-Filmpiraterie aus. Sie ist aber Hollywood aufgrund der hohen Qualität der Kopien ein Dorn im Auge. Die meisten im Internet angebotenen Filme seien heimlich in Kinos gefilmte Aufnahmen. Die Screener-Kopien weisen eine wesentlich höhere Qualität auf und dienen laut LA Times auch als Quelle für den illegalen Straßenverkauf von DVDs.

Grund für die Zunahme des Problems seien vor allem die Studios selbst, so die LA Times. Sie haben sich bisher nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen können. So sei auf die Verpflichtungserklärungen an die Jury-Mitglieder, ihre Screener keinem anderen zur Verfügung zu stellen, von einigen Studios verzichtet worden, weil sich zahlreiche Mitglieder weigerten sie zu unterschreiben. Auch auf ein einheitliches technisches Verfahren konnten sich die Studios nicht einigen. So wurden die Screener nicht mit einem digitalen Wasserzeichen versehen. Dadurch hätten zwar Kopien nicht verhindert werden können, das Aufspüren der "unehrenhaften" Juroren wäre aber wesentlich vereinfacht worden.

 


 

Aviator führt Oscar-Nominierungen an
Million Dollar Baby von Clint Eastwood ebenfalls weit vorne

Clint Eastwood und Jamie Foxx stehen mit je zwei Nominierungen ganz oben auf der Liste der Oscar-Nominierungen der 77. Academy Awards http://www.oscars.org. "The Aviator" von Martin Scorsese führt mit elf Nominierungen die Liste an. Leonardo DiCaprio, Johnny Depp und Cate Blanchett sind unter den weiteren Nominierungen als beste Schauspieler. Kate Winslet, Imelda Staunton, Clive Owen und Sophie Okonedo sind unter der Hoffnungen aus Großbritannien, berichtet die BBC. Die diesjährige Verleihung der begehrten Oscars findet am 27. Februar statt.

Foxx wurde in der Kategorie "bester Schauspieler" für seine Rolle als Ray Charles in der Musiker-Biografie "Ray" und seine Nebenrolle in "Collateral" an der Seite von Tom Cruise nominiert. Eastwood ist ebenfalls für den besten Schauspieler und in der Kategorie "bester Regisseur" für das Boxer-Drama "Million Dollar Baby" auf der Liste.

Ray und Million Dollar Baby sind in der Kategorie "bester Film" genauso unter den Nominierten wie The Aviator und "Finding Neverland" von Johnny Depp. Hillary Swank hofft auf ihren zweiten Oscar für den Titel der "besten Schaupielerin" in Million Dollar Baby und Winslet für ihre Leistung in "Eternal Sunshine of the Spotless Mind".

 


 

"The Aviator" gewinnt Golden Globe
Clint Eastwood bester Regisseur - Nip/Tuck bestes TV-Drama

Bei der 62. Verleihung des Golden Globe Awards http://www.thegoldenglobes.com hat Martin Scorseses "The Aviator" drei der begehrten Auszeichnungen bekommen. Der Film über den US-Millionär Howard Hughes bekam den Preis als Bester Film, als bestes Originaldrehbuch sowie für den Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio. Damit liegt "The Aviator" knapp vor den Filmen "Million Dollar Baby", "Sideways" und "Closer" (dt. Titel: Hautnah), die jeweils zwei Auszeichnungen erhielten. Zum besten TV-Drama wurde die Schönheitschirurgenserie "Nip/Tuck" gekürt. Beste TV-Comedy ist aus der Sicht der Jury "Desperate Housewives".

Martin Scorsese konnte zwar mit seinem Film in den drei wichtigsten Kategorien punkten, den Golden Globe als bester Regisseur erhielt jedoch Clint Eastwood für "Million Dollar Baby". Eastwoods Hauptdarstellerin Hilary Swank bekam den begehrten Preis für ihre Rolle als junge Boxerin. Der Favorit der diesjährigen Golden Globe-Verleihung war mit sieben Nominierungen die Komodie "Sideways". Sideways bekam schließlich "nur" die Preise für das beste Drehbuch und die beste Komödie. Bei den Nebenrollen räumte "Closer" ab: Der Preis für die weibliche - Natalie Portman - wie auch männliche - Clive Owen - Nebenrolle geht an "Closer". Zum besten nicht englisch-sprachigen Film wurde "Mar adentro" vom spanischen Regisseur Alejandro Amenabar gekürt. Die Golden Globe Awards werden von der Hollywood Foreign Press Association http://www.hfpa.org verliehen und gelten als Indikatoren für die Oscar-Verleihung, die am 27. Februar verliehen werden.

 


 

Emmy-Gala in Hotel oder auf Militärstützpunkt
Organisatoren überlegen mögliche Veranstaltungsorte
 

Los Angeles (pte, 11. Oktober 01/15:57) - zwei Mal verschobene 53. Verleihung der Emmy Awards http://www.emmys.tv/ soll nun doch noch stattfinden. Laut einem Bericht von CBS http://www.cbs.com/ überlegen die Veranstalter, die Zeremonie in einem Hotel oder auf einem Militärstützpunkt im November zu veranstalten. Eine Entscheidung wird für Ende nächster Woche erwartet. Nach einer ersten Verschiebung wegen der Terror-Attacken in den USA wurde auch der Ersatztermin für die Verleihung der wichtigsten Preise der US-amerikanischen Fernsehindsutrie am 7. Oktober infolge der Luftangriffe auf Afghanistan abgesagt (pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=011008018 ).
 

Die Show werde irgendwie weitergehen, erklärte Jennifer Price, Sprecherin der Academy of Television Arts & Sciences. Es gebe eine Menge verschiedener Möglichkeiten, man überprüfe derzeit, was angemessen sei und was nicht, so Television-Academy-Präsident Bryce Zabel. Den traditionellen Veranstaltungsort, das Shrine Auditorium in Los Angeles, schließt Zabel aber aus. Stattdessen ist die Voraufzeichnung der Show in einem Hotel ohne Publikum ebenso im Gespräch wie die Inszenierung als Truppen-Unterhaltung auf einem Armeestützpunkt in Kalifornien. Für den ersten Ersatztermin am 7. Oktober hatten die Veranstalter sowohl inhaltlich als auch in der Präsentation auf Zurückhaltung setzen wollen. Vor dem Hintergrund der US-Angriffe auf Afghanistan wurde die Veranstaltung wurde dennoch kurzfristig abgesagt.
 

Eine endgültige Abgsage wäre ein Novum in der 53-jährigen Geschichte der Emmy Awards. Daraus resultierende Verluste, darunter der Entfall der Werbeeinnahmen für die dreistündige Veranstaltung, werden auf mehrere Millionen Dollar geschätzt. Der Fernsehsender CBS hat für die Übertragungsrechte drei Millionen Dollar bezahlt.

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:51
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