Modedroge Ecstasy
macht depressiv
ss-Gen ist verantwortlich für die individuelle
emotionale Auswirkung der Droge
Die Modedroge Ecstasy kann bei häufiger Einnahme
zu einem Anstieg depressiver Symptome führen. Zu diesem Ergebnis
kommt eine aktuelle Studie der britischen Cambridge University
http://www.cam.ac.uk , derzufolge Personen mit einem speziellen
genetischen Code häufiger depressiv werden, berichtet die BBC.
http://www.bbc.co.uk . "Dies ist die erste Studie, die
Veränderungen des Gehirns durch längerfristigen Ecstasy-Konsum
nachweisen konnte", erklärte John Henry, Mitglied des Forscherteams.
Die Forscher nehmen auf Grund ihrer Ergebnisse an, dass der
Drogenkonsum bei emotional instabilen Ecstasy-Usern schwerwiegende
psychische Probleme auslöst.
Das Forscherteam analysierte insgesamt 124 Personen, davon 66
Ecstasy-User, 33 Cannabis-User und eine Kontrollgruppe von 28
Personen, die keine Drogen einnahmen. Ecstasy hat vor allem
Auswirkungen auf die Ausschüttung von Serotonin im Gehirn. Dieser
Botenstoff ist der chemische Regulator für menschliche Emotionen und
Stimmungslagen. Die Forscher untersuchten nun ein spezielles Gen,
das die Serotonin-Rezeptoren kontrolliert. Das Gen hat zwei
Ausrichtungen, denn es existiert in einer ss und einer ll-Variante.
Die Forscher konnten feststellen, dass 60 Prozent der
Ecstasy-konsumierenden Probanden, bei denen das Gen in der
ss-Variante ausgeprägt war, an leichten Depressionen und einem
schlechten emotionalen Allgemeinzustand litten. Im Gegensatz dazu
hatte die gesunde Kontrollgruppe mit derselben Gen-Variante keine
Stimmungsprobleme. Auch bei den Cannabis-Usern hatte die
ss-Ausprägung des Gens keine Auswirkungen auf ihre Stimmungslage.
Die Ergebnisse der Studie machen klar, dass das besondere Risiko im
Bezug auf die Auswirkungen von Ecstasy in der Ausprägung dieses Gens
liegt. "Die Gefahr für die Konsumenten liegt im Unwissen über ihren
genetischen Code", erklärte Jonathan Roiser. Ein möglicher Hinweis
kann in der familiären Situation liegen, denn Menschen mit dem
ss-Genotyp haben auch in der Familie viele Fälle von Depression,
erklärte der Experte.
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Ecstasy-Konsum kann tödlichen Hitzeschlag verursachen
Modedroge blockiert natürlichen Mechanismus zur Senkung der
Körpertemperatur
Die Modedroge Ecstasy kann bei Konsumenten zu einem Hitzeschlag führen, da
sich der Körper erhitzt und zugleich die Fähigkeit verliert, sich wieder
abzukühlen. Dies zeigen neue Forschungsergebnisse des Flinders Medical Centre
http://www.flinders.sa.gov.au , die jetzt auf einem Kongress in Sydney der
Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Wie das Magazin "New Scientist"
http://www.newscientist.com
berichtet, erbrachten bisherige Untersuchungen bereits den Beweis, dass bei
Ecstasy-Konsumenten der Flüssigkeitshaushalt durcheinander gerät. Schuld daran
sind ein gesteigerter Stoffwechsel und starkes Schwitzen durch zumeist
stundenlanges Tanzen. Die Körpertemperatur kann sich auf über 41 Grad erhöhen.
"Der rasche Temperaturanstieg ist am gefährlichsten. Es kann zu Nierenversagen
führen, das Gehirn kann anschwellen und sozusagen gequetscht werden", erklärt
Rod Irvine von der University of Adelaide
http://www.adelaide.edu.au.
William Blessing und seine Kollegen vom Flinders Medical Centre stellten fest,
dass zusätzlich die Fähigkeit des Körpers blockiert wird, sich abzukühlen.
Normalerweise wird der Körper überschüssige Wärme los, indem sich die
Blutgefäße der Haut erweitern. Bei einem Laborversuch mit Kaninchen trat nach
der Gabe von Ecstasy das Gegenteil ein: Die Blutgefäße an den Ohren der Tiere
verengten sich so stark, dass die Ohren weiß wie Papier wurden, berichtet
Blessing.
Den Wissenschaftlern gelang es, die Blutversorgung bei den Kaninchen
mithilfe des Wirkstoffs Clozapin wieder herzustellen. Clozapin wird
normalerweise Schizophrenie-Erkrankten verabreicht und blockiert die
Serotonin-Rezeptoren im Hirn. Laut Blessing können jedoch Nebenwirkungen
auftreten. "Arzneimittelhersteller entwickeln ähnliche Wirkstoffe, ohne
Nebenwirkungen, die künftig nach der Einnahme einer Überdosis Ecstasy
eingesetzt werden können", so Blessing.

Ecstasy: Gehirnschaden wird messbar
Spanische Forscher isolieren erstmals Nebenprodukt der Droge
Spanische Forscher haben mit HHMA (3,4 Dihydroxymethamphetamine) erstmals
ein Nebenprodukt von Ecstasy isoliert, das für einen Teil des von der Droge
verursachten Gehirnschadens verantwortlich ist. Die aktuelle Studie liefert
damit das erste gültige Verfahren zur Messung von HHMA in den
Körperflüssigkeiten. Das Team um Rafael de la Torre vom Municipal Institute of
Medical Research (IMIM)
http://www.imim.es/imim/nou/english.htm ist überzeugt, dass diese
Entdeckung eine genauere Messung der Neurotoxizität der Droge ermöglichen
wird, berichtet das Journal Chemical Research in Toxicology
http://pubs.acs.org/journals/crtoec/index.html in seiner Septemberausgabe.
Diese Ergebnisse bestätigen laut de la Torre die Vermutung, dass HHMA
zumindest teilweise für den durch die Einnahme der Droge entstehenden
Gehirnschaden verantwortlich ist. Frühere Studien hatten HHMA mit vielen
bekannten Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Bis jetzt war es nicht
möglich, die genaue HHMA-Menge bei Ecstasy-Konsumenten festzustellen.
HHMA entsteht bei der Umwandlung von Ecstasy (MDMA - 3,4
Methylenedioxymethamphetamine) in der Leber. Tierstudien haben gezeigt, dass
MDMA die Denk- und Gedächtnisleistung schädigt. Die Ergebnisse wiesen darauf
hin, dass diese Nebenwirkungen erst nach der Umwandlung im Körper entstehen.
Die genaue Messung von Menge und Konzentration von HHMA im Körper eines
Menschen ermöglicht Einblicke in die Wirkungsweisen der Droge inklusive ihrer
Umwandlung. Zusätzlich erwartet de la Torre Möglichkeiten zur Bestimmung der
Langzeitfolgen. HHMA kommt nicht natürlich im Körper vor und kann daher bei
Nichtkonsumenten nicht nachgewiesen werden.
Diese Beobachtung betrifft nicht nur die akute Wirkung von Ecstasy, sondern
vor allem die mittel- und langfristige Neurotoxizität. Vier Freiwillige nahmen
zu Testzwecken eine 100 Milligramm Dosis zu sich und lieferten in den
folgenden 24 Stunden Blut- und Urinproben ab. Alle Teilnehmer waren
regelmäßige Ecstasy-Kosumenten. Die Forscher wiesen in der Folge nahezu
identische HHMA- und MDMA-Konzentrationen in den Proben nach. Details:
American Chemical Society
http://acs.yellowbrix.com/pages/acs/Story.nsp?story_id=22852704&ID=acs
