Ernährungskongress tagt in Wien
3.500 Experten aus 110 Ländern diskutieren über Gentechnik,
Biotechnologie und Co.
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse rund um die Ernährung stehen im
Zentrum des 17. Internationalen Ernährungskongresses in Wien
http://www.univie.ac.at/iuns2001 . Rund 3.500 internationale Experten
diskutieren von 27. bis 31. August über brisante Fragen wie Functional Food
und Biotechnologie. Der Kongress steht unter der Patronanz der International
Union of Nutritional Sciences (IUNS) und der Österreichischen Gesellschaft für
Ernährung (ÖGE). Veranstaltungsort ist das Austria Center Wien.
"Der Ernährungskongress ist die größte internationale Plattform für den
Wissensaustausch in allen Ernährungsfragen und findet alle vier Jahre statt",
erklärte Kongresspräsident und Vorstand des Instituts für
Ernährungswissenschaften der Uni Wien, Ibrahim Elmadfa, heute, Freitag, auf
einer Pressekonferenz. Ein Großteil der Experten komme aus Japan, gefolgt von
Wissenschaftlern aus den USA, Großbritannien, Deutschland und Brasilien.
Zu den Kongress-Highlights zählen Fragen der Sicherheit und Qualität von
Lebensmitteln, die Bedeutung von Nahrungsergänzungsprodukten zur Optimierung
der Ernährungssituation sowie das kontrovers diskutierte Thema Biotechnologie.
"Für die Leitung der fast 100 einzelnen Symposien und Workshops konnten mehr
als 200 hochkarätige Wissenschaftler konnten gewonnen werden", sagte der
Kongresspräsident. Insgesamt wurden 2.850 Abstracts angenommen, die in einer
Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Annals of Nutrition and Metabolism"
http://www.karger.ch/journals/anm/anm_jh.htm veröffentlicht werden.
"Erstmals gibt es auch ein Fokus-Symposium, das sich einer bestimmten
Thematik widmet. Außer Konkurrenz, das heißt ohne Parallelveranstaltung,
erläutern Experten aus Afrika Ernährungsprobleme auf ihrem Kontinent", so
Elmadfa. Der Ernährungswissenschaftler sprach sich auch dezidiert für die
Hebung des Frauenanteils und die verstärkte Einbeziehung junger Forscher aus.
Zu den Sponsoren der Veranstaltung zählen die Europäische Kommission, das
Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen, die Internationale
Atomenergiebehörde (IAEA), die UN-Organisationen FAO und WHO und Unicef. Der
Ernährungskongress wird 2005 im südafrikanischen Durban stattfinden.