Lycos integriert
DVD-Verleih
Internetportal treibt Ausbau im Entertainment-Bereich
voran
Das Internetportal Lycos
http://www.lycos.de hat den DVD-Verleih des Spezialisten Amango
http://www.amango.de in sein Angebot aufgenommen. Damit können sich
Lycos-User nach einer Online-Registrierung beim neuen
Partner-Unternehmen DVDs auf dem Postweg nach Hause schicken lassen. Wie
beide Firmen heute, Montag, mitteilten, können bei einem monatlichen
Festpreis von 9,90 Euro, 19,90 Euro oder 29,90 Euro je nach
Verleihmodell gleichzeitig ein, drei oder fünf Filme bezogen werden.
Die ausgeliehenen DVDs können nach Angaben der Unternehmen im Monat
beliebig oft ausgewechselt werden. Der Austausch auf dem Postweg ist
kostenlos. Weiteres Highlight des Angebots sind nach Angaben von Lycos
die wöchentlichen Filmtipps von Kritikerin und TV-Moderatorin Susan
Atwell.
"Durch die Kooperation mit Amango komplettieren wir unser umfangreiches
Entertainment-Angebot im Bereich Kino und Film mit einem Angebot im
äußerst beliebten DVD-Segment", zeigte sich Felicitas Piegsda-Rohowski,
Managing Director von Lycos Europe, erfreut. "Lycos-Kunden sparen sich
ab sofort den Weg zur Videothek und sehen beliebig viele aktuelle Filme
zu einem sehr attraktiven Preis", so Piegsda-Rohowski weiter. |

Johansen-Prozess geht in die Endrunde
Kläger
fordern drei Monate auf Bewährung
Im Prozess
gegen den 19-jährigen Jon Lech Johansen, der derzeit wegen seinem Programm
DeCSS vor Gericht steht, hat die Anklage gestern, Montag, in ihrem
Schlussplädoyer eine dreimonatige Haftstrafe auf Bewährung gefordert. Dem
Norweger wird vorgeworfen, mit seiner Software, die den DVD-Kopierschutz CSS
außer Kraft setzt, die Erstellung von DVD-Raubkopien ermöglicht zu haben.
Johansen wurde außerdem für die illegale Verbreitung der Software über das
Internet verurteilt, berichtet die norwegische Zeitung Aftenposten
http://www.aftenposten.no . Die Höchststrafe für das Vergehen liegt nach
Aussagen der Behörden bei zwei Jahren Gefängnis.
http://www.aftenposten.no/english/local/article.jhtml?articleID=456698
Johansen hatte vor Gericht auf unschuldig plädiert. Die Umgehung des
Kopierschutzes sei nicht seine Intention gewesen, er habe an dem Programm
lediglich mitgearbeitet, um das Abspielen bereits erworbener DVDs ohne den
Einsatz eines DVD-Players zu ermöglichen (pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020112001 ). Der Norweger hatte das
Programm bereits im Alter von 15 Jahren entwickelt. In den Blick der Behörden
kam er nach einer Anzeige der Motion Picture Association of America (MPAA).

Gericht erlaubt Einsatz von DVD-Kopierschutz-Knacker
Rückschlag für Filmproduzenten
Filmproduzenten haben bei ihren Bemühungen gegen Raubkopien einen
Rückschlag erfahren. Ein kalifornisches Berufungsgericht hat den Einsatz des
Computerprogramms DeCSS, mit dem der Kopierschutz von DVDs überwunden werden
kann, als gesetzeskonform beurteilt. Die Richter widersprachen damit der
Auffassung der ersten Instanz, die die Verbreitung und Nutzung von DeCSS als
illegal erklärt hatte. Der Prozess war von der Motion Picture Association of
America (MPAA) http://www.mpaa.org
angestrengt worden.
Nach Ansicht des Berufungsgerichts handelt es sich bei der Software im
rechtlichen Sinne um einen Redebeitrag. Da die US-amerikanische Verfassung
Rede- und Meinungsfreiheit schützt, könne der Einsatz von DeCSS nicht verboten
werden. Man erkenne zwar die Urheberrechte der Filmstudios an, die in der
Verfassung verankerte Redefreiheit sei jedoch höher zu bewerten. Dabei sei es
nicht Aufgabe des Gerichts, die fragwürdige soziale Relevanz von DeCSS zu
beurteilen.
Nach bisheriger Rechtsauffassung handelte es sich bei DeCSS um eine
Software, deren Programmierung, Verbreitung und Einsatz nicht durch den
Verfassungsartikel zur Redefreiheit geschützt sei. (pte berichtete:
http://web.pte.at/show.php?pte=000818013 ) Computernutzer handeln nach dem
neuen Richterspruch demnach nicht illegal, wenn sie eine kopiergeschützte DVD
mit Hilfe von DeCSS entschlüsseln. Gleichwohl bleibt es strafbar, die
entschlüsselte Inhalte weiter zu verbreiten. Da gegen den Einsatz von DeCSS
noch mehrere Verfahren anhängig sind, ist die jetzige Entscheidung
voraussichtlich noch nicht die endgültige.

PowerDVD Linux wird voll intel-tauglich
OpenSource-DVD-Player unterstützt Chipsätze 810 und 815
Der auf Linux basierende DVD-Softwareplayer "PowerDVD Linux" unterstützt ab
sofort auch Intels DVD-Wiedergabeschnittstelle (XvMC) für die Chipsätze 810
und 815. Wie der taiwanesische Hersteller Cyberlink
http://www.gocyberlink.com
in einer Aussendung mitteilt, kann Power DVD Linux nun als stabile und
kostengünstige DVD-Komplettplattform für unterschiedliche Geräte wie Webpads,
Spielekonsolen oder Settop-Boxen eingesetzt werden.
Durch das Upgrade kann PowerDVD Linux die Funktionen "Motion Compensation"
und "Alpha Blending", die von den Intel 810 und 815 Chipsätzen unterstützt
werden, voll ausnutzen. Damit kann laut Cyberlink die CPU-Belastung für die
DVD-Wiedergabe reduziert und Multitasking auf DVD-fähigen Geräten ermöglicht
werden. PowerDVD Linux erhielt erst kürzlich die Zertifizierung der Dolby
Labors für Dolby Digital und Dolby Surround Logic. Die 600 KB große Software
gibt Videofiles im MPEG1 und MPEG2-Format wieder.
Details zu Power DVD Linux siehe:
http://www.gocyberlink.com/english/products/powerdvd/powerdvd_linux.asp

DVD-Player-Software mit neunfacher Vergrößerung
MGI bringt SoftDVD Max 6.0 auf den Markt
Grafikspezialist MGI hat seine Software zum Abspielen von DVDs auf
PCs und Notebooks, SoftDVD MAX, mit zusätzlichen Features aufgerüstet. Die
Version 6.0 beinhaltet einen speziellen MGI Navigator, der es dem User
erlaubt, mit bis zu neunfacher Vergrößerung in die Szenen hinein zu zoomen
und sie mit der Schwenkfunktion aus allen Blickwinkeln zu betrachten. Neben
einer Zeitlupenfunktion hat MGI auch Lesezeichen integriert, mit deren Hilfe
bestimmte Film-Sequenzen gekennzeichnet werden können, um sie später wieder
zu finden. http://www.mgisoftware.de/video/dvdmax/index.asp
Die Software unterstützt mehrere DVD-Laufwerke und kann die Filme
wahlweise im 16:9 oder 4:3-Format in variabler Bildgröße wiedergeben. Das
Dolby Headphone bietet drei verschiedene Geräuschkulissen, die wahlweise
andere Raumeffekte vermitteln sollen. Die Software erkennt mittels "AutoSense"
Systemeinstellungen und Hardwarekomponenten und konfiguriert sich selbst. Der
Player unterstützt AC3, DVD, VCD, MP3, WAV, MID, RMI, WMA, WMV, MPG, MPEG,
AVI und CD Audio. Die Software läuft auf Windows 98 bis Windows XP und ist ab
Mitte Juli zum Preis von 69 Mark (490 Schilling/55 Franken) im Handel erhältlich.

DVD-Boom beschert Sony DADC Rekordumsatz
Verkaufszahl verdreifacht - Erstmals über 500.000 Stück
Der Salzburger Anbieter von optischen Speichermedien (CD, DVD, CD-ROM) Sony
DADC http://www.sonydadc.com
konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr sowohl Umsatz als auch Gewinn steigern.
Der Umsatz wurde im Vergleich zum Vorjahr von 324 Mio. Euro (4,5 Mrd.
Schilling) auf 352 Mio. Euro (4,8 Mrd. Schilling) gesteigert. Der Nettogewinn
belief sich auf 34 Mio. Euro (468 Mio. Schilling) im Vergleich zu 33 Mio. Euro
(454 Mio. Schilling) im Vorjahr. Erstmals in der Firmengeschichte übertraf
die Jahresabsatzmenge mit 514 Mio. Stück die 500.000er-Grenze, teilte das
Unternehmen am Freitag mit. Die stärkste Steigerungsrate wurde im Bereich DVD
erreicht, wo sich die Verkaufszahl im Vergleich zum Vorjahr verdreifachte.
Die 100-Prozent-Tochter von Sony America konnte sich laut eigenen Angaben
weiterhin als größter Produktionsstandort für optische Speichermedien in
Europa behaupten. In der Produktpalette kam es zu wesentlichen Änderungen. Während
im Geschäftsjahr 1996/97 noch drei Viertel der Verkaufsmenge auf Musik-CDs
entfiel, beträgt der Anteil heute nur mehr 40 Prozent. Neben der
DVD-Produktionssteigerung stieg auch der CD-ROM-Bereich um 50 Prozent. Die
Investitionen in der Höhe von rund 65 Mio. Euro (895 Mio. Schilling) gingen
hauptsächlich in den DVD-Bereich, wo neue Kapazitäten für die steigende
Nachfrage nach Video-DVDs und DVDs für die Playstation 2 (PS2) geschaffen
wurden. Auch die Produktion von bespielbaren CDs (CD-R-einfach und
CD-RW-mehrfach) wurde erweitert.
Die beiden im Vorjahr neu gegründeten Tochterunternehmen (pte berichtete: http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=000913004
) Sony NetServices (Internet-Dienstleistungen) http://www.sonynetservices.com
und Sony DVD Center Europe http://www.sonydvdcenter.com
erwirtschafteten zusammen einen Umsatz von 4,3 Mio. Euro (59 Mio. Schilling).
Innerhalb von Sony DADC wurde mit der "Virtual Factory" ein
elektronisches Archiv angelegt, das bis dato 400.000 Titel umfasst. Auch für
das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem weiteren
Wachstum. Rund 35 Mio. Euro (482 Mio. Schiling ) werden in ein neues Bürogebäude
in Anif und den weiteren Ausbau der Produktionskapzitäten für DVDs
investiert. Weiters rechnet das Unternehmen mit hohen Steigerungsraten bei der
Disc-Produktion für die PS2, die seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt
ist.
