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Dresdner Bank will weitere 1.300 Stellen abbauen
Geldinstitut streicht bis Ende 2003 insgesamt 7.800 Arbeitsplätze
 

Die Dresdner Bank http://www.dresdnerbank.de will weitere 1.300 Stellen abbauen, um Kosten zu reduzieren. Wie das Geldinstitut im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung am Dienstag bekannt gab, soll bis Ende 2003 eine "nachhaltige Senkung des Verwaltungsaufwands um 15 Prozent" erreicht werden, die einer Kostensenkung von jährlich 1,3 Mrd. Euro entspricht.
 

Bereits im Mai hatte die Dresdner Bank mitgeteilt, 5.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Nun würden die Entlassungspläne erweitert, hieß es auf Anfrage. Bis heute seien bereits 2.300 Stellen reduziert worden, weitere 2.700 sollen wie angekündigt noch abgebaut werden. Hinzu kämen noch die 1.500 Jobs, die wie seit Juli bekannt im Investment Banking gekürzt werden. Mit den zuletzt ermittelten 1.300 gefährdeten Stellen sollen im Konzern bis Ende 2003 insgesamt 7.800 Jobs gestrichen werden.
 

"Diese Maßnahmen sind unumgänglich, um die Ertragskraft und Zukunftsfähigkeit der Dresdner Bank zu stärken", sagte Dresdner-Chef Bernd Fahrholz. Beim Personalabbau werde die Bank möglichst sozialverträglich vorgehen und dabei vor allem durch natürliche Fluktuation, Altersteilzeit, Teilzeit und Vorruhestand die Stellen reduzieren. Hierzu seien Aufwendungen von insgesamt rund 700 Mio. Euro erforderlich. Davon seien in der bisherigen Planung bereits 300 Mio. Euro enthalten.


 

Dresdner Bank mit Gewinnrückgang
Markt- und Kostenentwicklung trüben Halbjahresbilanz
 

Die Dresdner Bank http://www.dresdnerbank.de hat im zurückliegenden Halbjahr ebenso wie die Allianz Gruppe einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Der Konzerngewinn vor Steuern fiel gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 um 12,7 Prozent auf 616 Mio. Euro. Nach Steuern liegt der Gewinn bei 608 Mio. Euro, davon entfallen 449 Mio. Euro auf das zweite Quartal. Im Vorjahr hatte die Bank in den ersten sechs Monaten einen Nachsteuergewinn von 420 Mio. Euro erzielt.
 

Den Rückgang des Gewinns vor Steuern begründete das Unternehmen mit der Schwäche der internationalen Kapitalmärkte, durch die sowohl der Provisionsüberschuss als auch das Handelsergebnis hinter den Vorjahreswerten zurückgeblieben seien. Das Handelsergebnis fiel um 17,9 Prozent auf 750 Mio. Euro, teilte die Dresdner Bank am Dienstag mit.
 

Die Aufwandsentwicklung sei maßgeblich durch die Erstkonsolidierung von Wasserstein Perella bestimmt. Die bereits im Frühjahr eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen hätten sich zur Jahresmitte noch nicht spürbar auswirken können. Der Fusionspartner Allianz hatte am Dienstag in seiner Halbjahresbilanz einen Gewinnrückgang um 7,8 Prozent auf knapp 1,4 Mrd. Euro ausgewiesen. Zum letzten Mal legten Dresdner und Allianz getrennte Bilanzen vor (Siehe auch pte-Meldung http://www.pressetext.at/showpl.cgi?pta=010814058 ).
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:50
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