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Diarrhoe-Schnelltest
entwickelt
Erreger innerhalb einer Stunde identifiziert
Britische Forscher haben einen Schnelltest zur
Identifizierung von Diarrhoe-Erregern entwickelt, berichtet
BBC-Online
http://news.bbc.co.uk . Das Verfahren ermöglicht es, innerhalb
einer Stunde die Erreger der Durchfallserkrankung zu identifizieren.
Derzeit sind nur Tests im Einsatz, bei denen die Mediziner tagelang
auf die Ergebnisse warten müssen. Die Forscher wollen damit den
Erregern gezielt entgegenwirken.
Der Test wurde von der von der Universität von Bristol
http://www.bris.co.uk und der University of the West of England
http://www.uwe.ac.uk entwickelt. Nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation WHO kosten Durchfallserkrankungen
jährlich zwei Mio. Menschenleben. Die meisten der Opfer sind in
Entwicklungsländern zu beklagen. Diarrhoe (Durchfall) ist keine
Krankheit, sondern ein Symptom, das meist auf eine Infektion
zurückgeht. Gefährlich wird dieses Symptom wegen der Dehydration der
Betroffenen. Besonders Babys, Kleinkinder, immunschwache und
unterernährte Menschen sind gefährdet. Aber auch in den
Industrieländern treten jährlich hunderttausende Fälle von
Durchfallserkrankungen auf. Die meisten Erkrankungen sind auf das
Stäbchen-Bakterium Clostridium difficile zurückzuführen.
Der neue Test basiert auf einer Stuhlanalyse, wobei der Stuhl auf
"chemische Fingerabdrücke" hin untersucht wird. "Der Test hat das
Potenzial die Sterblichkeitsrate zu reduzieren und unnötiges Leiden
zu verhindern", erklärt Norman Ratcliffe, Wissenschaftler an der
University of the West of England und einer der Entwickler des
Verfahrens. "Außerdem sorgt der Test dafür, dass sich die Erreger
nicht weiter ausbreiten", führt der Mediziner aus. |
Diarrhoe-Impfstoff soll in zehn Jahren marktreif sein
Forschungszentrum in Bangladesch leistet Vorzeige-Arbeit im Kampf gegen
Cholera
Innerhalb der
kommenden zehn Jahre wird nach Angaben des International Centre for Diarrhoeal
Disease Research (ICDDR)
http://www.icddrb.org in Dhaka ein Impfstoff gegen Durchfall entwickelt
sein, berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk heute, Montag. Geschätzte 1,5 Mio. Menschen sterben
jährlich an Durchfallerkrankungen, mehrere Millionen liegen in Krankenhäusern
und kämpfen gegen den Tod durch Austrocknung.
Im ICDDR werden jährlich über 140.000 Patienten gegen Durchfall behandelt. Die
Forscher in Dhaka arbeiten intensiv daran, einen Wirkstoff gegen
Durchfallerkrankungen bei Kindern zu entwickeln, insbesondere gegen Cholera
und das Rotavirus. Jährlich sterben daran 600.000 Kinder. Die Wissenschaftler
im Forschungszentrum hoffen, dass ein geeignetes Vakzin bis zu 70 Prozent der
Kindersterblichkeit in den Entwicklungsländern verhindern kann. "Wir arbeiten
intensiv daran und die ersten Studien mit Impfstoffen gegen das Rotavirus und
Cholera sind bereits im Gange", so Filudis Khatri, ein leitender Forscher am
ICDDR.
Zwischen 35 und 40 Prozent der Kinder, die in Krankenhausbehandlung sind,
leiden unter Rotavirus-Infektionen. "Kinder, die den Weg ins Krankenhaus nicht
schaffen, sterben an den Folgen einer solchen Infektion. Der Tod tritt meist
durch extremen Flüssigkeitsverlust ein", erklärt Rob Breiman, Leiter des
Forschungsprojekts. Breiman ist einer von vielen Forschern, die aus Übersee
angereist sind und am ICDDR helfen, gegen die häufigsten Krankheitserreger
sinnvolle Medikationen zu finden. "Bangladesch zählt schon alleine wegen der
enormen Bevölkerungsdichte zu den Ländern, in denen solche
Forschungseinrichtungen sinnvoll sind", meint Breiman, der vom US Centre for
Disease Control in Atlanta/Georgia kommt.
Nach Angaben von BBC hat das ICDDR seit seinem Bestehen die Zahl der
Durchfallstoten gesenkt. "Die Erkenntnisse des Forschungszentrums werden in
internationalen Wissenschaftsmagazinen veröffentlicht. Dadurch kommt es zu
einem wissenschaftlichen Austausch von wertvollen Erkenntnissen. Das soll
nicht nur Bangladesch helfen, sondern der ganzen Welt", so Professor Barkhat
E-Khuda, Direktor des ICDDR.
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