Neue Internetseite für Patienten mit
Diabetes
500.000 Patienten, Angehörige und Interessierte können sich auf
www.diabeteskompass.at
umfangreich über Diabetes informieren.
ca. 500.000 Menschen in Österreich sind an Diabetes erkrankt. Auf der
neuen Internetseite finden sie umfassende Informationen zu
Therapiemöglichkeiten und weiteren Themen, die für Diabetespatienten von
großem Interesse sind.
Der Start von
www.diabeteskompass.at erfolgt zeitgleich zur 32. Jahrestagung der
Österreichischen Diabtesgesellschaft, die mit rund 1000 Teilnehmern in
dieser Woche in Baden bei Wien stattfindet und auf der die neuesten
Erkenntnisse aus Forschung und klinischer Praxis erörtert werden.
Diabetes ist eine Erkrankung, die den Körper daran hindert, Nahrung
angemessen in Energie umzuwandeln. Sie tritt auf, wenn die
Bauchspeicheldrüse kein Insulin produziert oder das von der
Bauchspeicheldrüse produzierte Insulin vom Körper nur unzureichend
aufgenommen wird. Wenn man über einen längeren Zeitraum Diabetes nicht
adäquat behandelt, kann dies zu Erblindung, Nierenversagen oder Amputationen
führen. Außerdem ist diese Krankheitsbild ein entscheidender Faktor bei
Herzgefäßerkrankungen und Impotenz. Diabetes gehört zu den zehn häufigsten
Todesursachen in den meisten europäischen Ländern. Die durchschnittliche
Lebenserwartung von Typ-1-Diabetes-Patienten liegt 15 Jahre niedriger als
die allgemeine Lebenserwartung der Bevölkerung.
Die vorliegende neue Internetseite ist in 4 Sprachen verfügbar und
informiert über:
- Vorbeugung - Diagnose - Behandlung - Nachbehandlung
www.diabeteskompass.at wurde von Medtronic entwickelt und enthält
darüber hinaus:
- Informationen zum täglichen Diabetes-Management - Diabetes in der Schule -
Diabetes am Arbeitsplatz - Diabetes in der Schwangerschaft - Diabetes in der
Kindheit - Wenn Sie verreisen - Patientenvereinigungen - interessante Links

Telemedizinische
Diabetes-Betreuung
Digitaler Stift übermittelt Blutzuckerwerte
Forscher der Diabetes-Ambulanz des
Universitätsklinikums Münster
http://medweb.uni-muenster.de/ haben in Kooperation mit dem
Bremerhavener Unternehmen blande.consulting
http://www.blande.de/ ein neuartiges Verfahren zur Betreuung und
Behandlung von Diabetes-Patienten entworfen. Das auch für ältere
Patienten problemlos handhabbare "homecare.diabetes System" soll die
Betreuung und Behandlung der Patienten ermöglichen. In Deutschland
sind nach Schätzung der WHO 4,8 Mio. Menschen betroffen, bis 2010
sollen es bereits sechs Mio. sein.
Bei der täglichen Eintragung ihrer Blutzuckerwerte ins
Diabetestagebuch müssen die Patienten lediglich einen speziellen
digitalen Stift verwenden. Dieser ist mit einer Digitalkamera
ausgestattet, die sämtliche geschriebene Daten aufnimmt,
digitalisiert und speichert. Nach der Eintragung muss der Stift
lediglich neben einem Mobiltelefon platziert werden und so werden
die Daten in ein Servicecenter gesendet. Dort werden der Verlauf der
Blutzucker-Werte und die Insulingaben überwacht. Die zeitaufwändige
Auswertung wird so erleichtert und verbessert.
Die neue Technik wurde probeweise am Klinikum in Münster angewandt.
Bisher wurden Diabetes-Patienten erst dann aus dem stationären
Aufenthalt entlassen, wenn die Blutzuckerwerte wieder normal waren,
was eine erhebliche finanzielle Belastung für die Spitäler
darstellt. Mithilfe der telemedizinischen Betreuung kann der Patient
schon früher heimgeschickt werden, auch wenn seine Werte noch nicht
optimal sind, denn er kann über "homecare.diabetes" vom Zentrum aus
kontrolliert werden. In Form eines ausgewerteten Diabetes-Berichts
könnten die Daten auch dem Hausarzt zugänglich gemacht werden, der
dann nicht erst die handschriftlichen Aufzeichnungen des Patienten
durchgehen muss, sondern auf einen Blick über den Zustand des
Patienten informiert ist. |

Zuckerkrank? Ein Tropfen Blut gibt Gewissheit
Schon Kinder können an "Altersdiabetes" erkranken
Dass Typ 2-Diabetes - früher "Altersdiabetes" genannt - oft jahrelang
unerkannt bleibt, liegt nach Meinung der Österreichischen
Diabetikervereinigung auch daran, dass die Gesundenuntersuchungen viel zu
wenig wahrgenommen werden. Dabei genügt ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere,
um Diabetes festzustellen. Typ 2-Diabetes ist wegen der gefährlichen
Folgeerkrankungen weder harmlos noch
eine "normale" Alterserscheinung. Er bedarf vielmehr intensiver ärztlicher
Betreuung.
Besonders beunruhigend ist, dass in letzter Zeit immer jüngere Menschen,
sogar schon Kinder, an dieser Diabetes-Form erkranken. Da sie Jahrzehnte mit
der chronischen Krankheit leben müssen, ist Information und Diabetikerschulung
für sie lebenswichtig. Hilfestellung kommt auch von der Selbsthilfe.
Information unter www.diabetes.or.at.
Auskunft: Tel. 0662 82 77 22

Erdnussbutter gegen Diabetes
Ein Esslöffel fünf Mal pro Woche reduziert Risiko um 30
Prozent
Frauen, die fünf Mal pro Woche Nüsse oder Erdnussbutter konsumieren, haben
ein signifikant geringeres Diabetes-Typ-2-Risiko als Frauen, die beides nie
bis selten essen. Das verminderte Diabetes-Risiko ist von bislang für die
"Zuckerkrankheit" bekannten Risikofaktoren wie körperlicher Aktvität, Rauchen,
Bodymass-Index, Alkoholkonsum und Ernährungsfaktoren unabhängig. Dies ist das
Ergebnis einer 16 Jahre langen Untersuchung an 83.818 Frauen, die an der
Nurses´ Health Studie teilnahmen. Die Ergebnisse wurden im Journal of the
American Medical Association (JAMA)
http://jama.ama-assn.org/issues/v288n20/abs/joc20965.html publiziert.
Der häufige Konsum einer Handvoll Nüsse oder eines Esslöffels Erdnussbutter
reduzierte das Diabetes-Risiko der Frauen zwischen 34 und 59 Jahren um 20
Prozent. Jene Frauen, die fünf Mal pro Woche die selbe Menge aßen, hatten
sogar um ein 30 Prozent geringeres Risiko. "Das Ergebnis ist nicht wirklich
überraschend", erklärte Rui Jiang, Co-Autor der Studie. Nüsse enthalten eine
Menge Fett, vorwiegend einfach- und mehrfach-ungesättigte Fettsäuren. Diese
verbessern die Insulin-Resistenz. Die Insulin-Resistenz scheint die wichtigste
Ursache für das Auftreten einer Diabetes-Erkrankung vom Typ 2 zu sein. Dabei
werden die Zellen zunehmend unempfindlicher gegen das Insulin. Die
Bauchspeicheldrüse produziert, so viel Insulin wie sie kann, doch es wirkt
nicht mehr. In der Vergangenheit hat sich auch gezeigt, dass Nüsse generell
Fette enthalten, die das Cholesterin im gesunden Bereich halten. Zudem hält
der Inhaltsstoff Magnesium Insulin und Glukagon in Balance.
Nüsse und Erdnussbutter gelten aber aufgrund des hohen Zuckergehalts auch
als "Kalorienbomben". "Um eine Zunahme in der Kalorienaufnahme zu vermeiden,
sollten beide trotz der positiven Eigenschaften nicht an die Spitze der
Ernährung gestellt werden. Vielmehr sollten andere weniger gesunde
Nahrungsmittel wie weißes Brot und raffinierte Kohlenhydrate durch Nüsse
ersetzt werden", betonte Jiang.

Taurin verhindert Entstehung von Diabetes
Ernährung während der Schwangerschaft entscheidend
Die Einnahme von Taurin durch zukünftige Mütter soll ihre Kinder später vor
Diabetes schützen. Tests von Forschern des kanadischen Lawson Research
Institute
http://www.lhsc.on.ca/uwo/urology/lri.htm haben gezeigt, dass die Einnahme
von Taurin zumindest bei Ratten eine gleichbleibende Menge an Stammzellen
garantiert, die eine spätes Einsetzen der Krankheit abwehren können. Der
leitende Wissenschaftler David Hill erklärte gegenüber der BBC, dass dieses
Präparat für Schwangere eines Tages so wichtig werden könnte wie Folsäure.
Diabetes entsteht, wenn der Körper nicht in der Lage ist, ausreichende
Mengen des Proteins Insulin herzustellen. Insulin wird in den so genannten
Inselzellen der Bauchspeicheldrüse produziert. Wissenschaftler haben
herausgefunden, dass sie auch Stammzellen enthält, die sich in Inselzellen
verwandeln können und so die Drüse immer wieder regenerieren.
Schwangere Ratten, die eine proteinarme Ernährung erhielten, hatten in der
Folge Nachkommen, die durchschnittlich nur über die Hälfte dieser Stammzellen
verfügten. Ein Mangel in der Schwangerschaft könne daher zumindest zur
Entstehung eines Typ II Diabetes beitragen. Ratten, deren Mütter während der
Schwangerschaft und bis zur Entwöhnung Taurin erhielten, zeigten eine normale
Anzahl an Stammzellen und hielten diese Werte lebenslang.
Hill ist sehr daran interessiert, Tests mit Menschen durchzuführen. Er
glaubt, dass die Ernährung während der Schwangerschaft der Schlüssel zu vielen
später eintretenden Ereignissen ist. Heute Dienstag wird das Team auf dem
Meeting of the British Endocrine Societies zusätzlich über Fortschritte bei
der Transplantation von insulinproduzierenden Zellen berichten.
http://www.endocrinology.org/SFE/BES2001/260301.htm
