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Finanzmisere von Borussia Dortmund eskaliert
Sanierungskonzept ist letzte Chance des Erstliga-Klubs

Dem deutschen Fußball-Erstligisten Borussia Dortmund (BVB) http://www.borussia-dortmund.de droht die Pleite. Nach Angaben des BVB haben sich die Finanzprobleme zu einer "existenzbedrohenden Ertrags- und Finanzsituation" ausgeweitet. Ein Sanierungskonzept einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft liege zwar schon vor, müsse jedoch mit Zustimmung aller Finanzgläubiger umgesetzt werden, berichtet Sport-Channel.com. Von der überwiegenden Mehrheit sei die Zustimmung bereits vorhanden. Die bedrohliche Situation setzt sich laut BVB aus der Summe von weiteren Verlusten, hohen Zahlungsverpflichtungen und dem Fehlen eines Investors für die Umsetzung des neuen Stadionkonzepts zusammen. Der BVB ist als einziger Bundesligaklub börsennotiert.

Für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 rechnet der Klub mit einem operativen Verlust von 27,2 Mio. Euro. Zusätzlich gäbe es ein "Markenwertrisiko" von 24 Mio. Euro. Ohne Sanierungsmaßnahmen sei für das gesamte Geschäftsjahr mit einem Fehlbetrag von insgesamt 68,6 Mio. Euro zu rechnen. Unter der Berücksichtigung der kumulierten Verluste aus Vorjahren - bis Ende Juni 2004 waren es 73,3 Mio. Euro - wären somit bereits 79 Prozent des eingezahlten Kapitals der Aktionäre in der Höhe von 179,5 Mio. Euro aufgezehrt. Bis Ende Juni 2005 gibt es zusätzlich Verpflichtungen in der Höhe von 29,7 Mio. Euro, die derzeit nicht aufgebracht werden können.

Erst kürzlich wurde der drohende Ausschluss des BVB von der Börse bekannt. Grund dafür ist das Verschweigen der Vereinsnamenpfändung an den Versicherungskonzern Gerling um 20 Mio. Euro beim Börsengang im Jahr 2000. Die Zulassungsstelle der Frankfurter Wertpapierbörse habe sich via Auskunftsersuchen an den BVB gewandt und wartet nun auf eine Erklärung des Klubs. Eine Entscheidung wird frühestens diese Woche erwartet. Ein mögliches "Delisting" der BVB-Aktie wäre ein harter Schlag gegen den finanziell angeschlagenen Klub. Am Mittwoch vergangener Woche trat auch BVB-Geschäftsführer Gerd Niebaum zurück. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050209050 .
 


 

Bayern und Schalke unter den Top 20 der weltweit umsatzstärksten Fußballunternehmen / Deutsche Klubs verlieren in der Deloitte "Football Money League" jedoch an Boden

   Nach Schätzung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte wird der Gesamtumsatz der weltweit Top 20 Fußballklubs die 3 Milliarden Euro Grenze im Jahr 2005 erreichen. In der Saison 2003/2004 führt Manchester United mit Einnahmen in Höhe von EUR 259 Mio. erneut die so genannte "Football Money League" der TOP-Fußballklubs von Deloitte an. Der Klub verteidigt seit acht Jahren unangefochten seine Führungsposition unter den umsatzstärksten Fußballunternehmen. Real Madrid hat mit einem erzielten Umsatz von EUR 236 Mio. den Abstand zur Spitze halbieren können und erwartet einen weiteren Anstieg der Einnahmen aus der Vermarktung des Klubs. Auf der dritten Position folgt AC Mailand mit EUR 222,3 Mio. Der FC Bayern München verliert trotz eines Umsatzwachstums auf EUR 166,3 Mio. im europäischen Vergleich weiter an Boden und rutscht auf den neunten Platz ab.

   Lutz Meyer, geschäftsführender Partner bei Deloitte, sagt: "Die Top-Klubs in Europa sind umsatzstärker denn je. Die Einnahmen aus der Verwertung der medialen Rechte bilden weiterhin die wichtigste Erlösquelle für die Mehrzahl der Klubs." Neben den fünf italienischen und den beiden spanischen Klubs im Ranking profitieren insbesondere die Teams der englischen Premier League von den hohen Einnahmen aus der TV-Vermarktung. Mit dem Beginn des neuen Dreijahresvertrags zwischen Canal Plus und der französischen Liga in Höhe von 1,8 Milliarden Euro werden auch die Klubs in Frankreich in neue Dimensionen vorstoßen. "Die zurzeit vergleichsweise geringen TV-Einnahmen der DFL in diesem Bereich stellen für die deutschen Klubs auf internationaler Ebene einen Wettbewerbsnachteil dar. Der starke Sponsoringmarkt, die künftigen Mehreinnahmen aus den neuen Stadien und eine grundsätzlich restriktivere Finanzpolitik bieten den Klubs mittelfristig jedoch gute Chancen.", ergänzt Stefan Ludwig, Prokurist der Sportbusiness Gruppe von Deloitte.

   England dominiert die Liga der 20 umsatzstärksten
   Fußballunternehmen

   In der internationalen Top 20-Rangliste platzieren sich ausnahmslos europäische Fußballklubs. Die englischen Klubs behaupten sich auf acht dieser Positionen. Auf den weiteren Plätzen rangieren fünf Klubs der italienischen "Serie A", jeweils zwei Klubs der deutschen Bundesliga und der spanischen "Primera Liga" sowie ein Klub der französischen "Ligue 1". Die einzigen Vertreter aus nicht Big Five Nationen sind die beiden "Old Firm" Klubs Celtic und Rangers. Die größten Sprünge nach oben vollziehen Chelsea (von 10 auf 4) und FC Barcelona (von 13 auf 7).

   Rückkehr der deutschen Klubs durch Erfolge auf europäischer Ebene

   Die größten Rückschritte im aktuellen Ranking machen deutschen Klubs. Der FC Bayern München verschlechtert sich trotz Umsatzwachstum von 5 auf 9, Schalke von 14 auf 17 und Borussia Dortmund fällt nach Position 12 in der Vorsaison sogar aus der Top 20 Liste. "Der mangelnde sportliche Erfolg der deutschen Clubs in den UEFA Wettbewerben 2003/04 führte zu Umsatzeinbußen, die durch nationale Wettbewerbe nicht zu kompensieren waren. Allein die Teilnahme an der Champions League kann ein Umsatzwachstum von zehn bis zwanzig Prozent bedeuten", erläutert Ludwig. Folglich sind die Aussichten für das nächstjährige Ranking der deutschen Bundesligaklubs, die in der laufenden Saison noch mit drei Vertretern im Champions League 1/8 Finale beteiligt sind, bereits jetzt positiver. Auch Schalke und Stuttgart könnten von weiteren Erfolgen im UEFA Cup profitieren, obwohl die Erlösquellen in diesem Wettbewerb weitaus geringer sprudeln als in der Champions League.

   Der Blick in neue Märkte

   Während die europäischen Klubs ihre wirtschaftliche Dominanz ausbauen, geht der Blick bereits weit über die nationalen und europäischen Grenzen. Dan Jones, Leiter der Sportbusiness Gruppe in Manchester, sagt: "Der internationale Markt hat für viele Klubs an Bedeutung gewonnen. Einen Fan in einem anderen Land zu gewinnen ist eine Sache, ihn dann aus der Ferne in die Wertschöpfungskette des Klubs zu integrieren, ist eine weitaus größere Herausforderung. Dies bedarf einer langfristigen Strategie. Kurzfristige Gewinnmaximierung wird in diesen Fällen kaum möglich sein."
 


 

Deutsche Nationalelf soll privatisiert werden
Fußball-Liga will zeitgerechte Vermarktung sichern

Die im Ligaverband zusammengeschlossenen Profivereine planen die schrittweise Entmachtung des DFB http:/www.dfb.de und die Übernahme der Nationalmannschaft. Die Klinsmann-Elf soll laut WirtschaftsWoche http://www.wiwo.de nach den Vorstellungen der Liga mittelfristig als Kapitalgesellschaft unter dem Dach der Liga und ihrer geschäftsführenden Tochter Deutsche Fußball-Liga (DFL) von einem professionellen Management geführt werden im Sinne einer "Nationalelf GmbH". Ein Grund dafür sind auch die eingespielten zweistelligen Millionenbeträge an Fernsehgeldern. Nur auf diese Weise ist laut Liga künftig die zeitgerechte Vermarktung des Länderteams zu gewährleisten.

Der Geschäftsführer eines Bundesligisten meint, dass "der Zugriff und die Verantwortung für das Länderteam nicht länger nur Aufgabe des DFB sein" könne: "Über die Spieler, die bei den Vereinen unter Vertrag stehen, gehört die Nationalelf vor allem der Liga." Die Vereine argumentieren, sie würden als Arbeitgeber die Nationalspieler bei deren Einsätzen bezahlen und ihre Arbeitnehmer gegen Verletzungen versichern. Vor allem aber gehe es der Liga um eine deutlich stärkere Beteiligung an den Sponsorenverträgen, die die Nationalelf als Botschafter Deutschlands mit den "Leiharbeitern aus den Vereinen" erzielt. "Die Nationalmannschaft steht mit den Vereinsmannschaften im Wettbewerb", so Andreas Rettig, Geschäftsführer des 1.FC Köln und Vorstandsmitglied des Ligaverbandes. Das Geld, das die Sponsoren in die DFB-Auswahl stecken, sei für die Liga verloren.

Für Wolfgang Holzhäuser, Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen GmbH und Vizepräsident des Ligaverbands, ist der Abschluss des neuen Grundlagenvertrags zwischen DFB und Ligaverband ein Schritt in die richtige Richtung. Der DFB habe erstmals akzeptiert, dass er lediglich Mitinhaber der Vermarktungsrechte ist. Darüber hinaus lässt Holzhäuser keinen Zweifel daran, dass die Liga sich mit diesem Erfolg kaum zufrieden geben wird. Dies werde nach der Aufarbeitung des Schiedsrichterskandals erfolgen.
 


 

Borussia droht Börsen-Auschluss
Verpfändung von Markenrechten verschwiegen

Dem deutschen Fußball-Erstligisten Borussia Dortmund (BVB) http://www.borussia-dortmund.de droht der Ausschluss von der Börse. Grund dafür ist laut Financial Times Deutschland das Verschweigen der Vereinsnamenpfändung an den Versicherungskonzern Gerling um 20 Mio. Euro beim Börsegang im Jahr 2000. Die Zulassungsstelle der Frankfurter Wertpapierbörse habe sich via Auskunftsersuchen an den BVB gewandt und wartet nun auf eine Erklärung des Klubs. Eine Entscheidung wird frühestens kommende Woche erwartet. Ein mögliches "Delisting" der BVB-Aktie wäre ein harter Schlag gegen den finanziell angeschlagenen Klub. Heute, Mittwoch, ist auch BVB-Geschäftsführer Gerd Niebaum zurückgetreten.

Niebaum antwortet mit diesem Schritt auf die Finanzmisere des Bundesligavereins. Bis dato hatte er an seinem Posten als Geschäftsführer der Kommanditgesellschaft auf Aktien des BVB festgehalten. Der ehemalige Geschäftsführer will mit diesem Schritt die anhaltende Diskussion um seine Person beenden, so der BVB. Dieser Schritt soll sowohl die sportliche als auch die wirtschaftliche Situation des Vereins verbessern. Bis auf weiteres leitet Michael Maier, bis dato gemeinsam mit Niebaum Geschäftsführer, die Geschäfte des Unternehmens.

Aufklärungsbedarf besteht gegenüber Paragraf 43 Börsengesetz, welcher die Konsequenzen für den Fall regelt, dass der Emittent einer Aktie die Pflichten seiner Zulassung zum Handel verletzt hat. Borussia hatte zum Börsegang die Anleger nicht darüber informiert, sechs Markenrechte, darunter den Vereinsnamen und das -emblem, verpfändet zu haben.

Für BVB-Aktionäre besteht keine Hoffnung mehr auf Entschädigung. Spätestens drei jahre nach dem Börsengang erlischt der Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises für ihre Aktien. Bei Börsenstart hatte eine BVB-Aktie noch elf Euro gekostet. Gestern, Dienstag, notierte sie bei 2,65 Euro. Eine Finanzspritze für den Verein ist ebenfalls nicht in Sicht. Ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich von der Westdeutschen Landesbank (WestLB) wird nicht, wie kolportiert, überwiesen. Borussia und die WestLB führen bereits seit längerem Gespräche.
 


 

FC St. Pauli gewinnt Sport-Marketing-Preis
Geroldsteiner und Powerade auf Platz zwei und drei

Der deutsche Regionalliga-Klub FC St. Pauli http://www.fcstpauli.de gewinnt den Marketing Preis des Sports 2005. Die Verleihung fand anlässlich des ISPO Sportsponsoring-Kongresses http://www.ispo.de in München statt. Mit 19,25 Prozent der abgegebenen Stimmen landete die Kampagne "Viva St. Pauli" des Fußball-Klubs auf dem ersten Platz, gefolgt von Gerolsteiner (14,41 Prozent) für das Radsport Engagement und Powerade (13,67 Prozent) für ihr übergreifendes Sponsoring im Fun-Sport-Bereich. Initiiert wurde der Preis von der Europäischen Sponsoring-Börse und dem Fachmagazin Sponsors. Befragt wurden 3.900 Experten.

Der Kiez-Klub startete unter dem Motto "Viva St. Pauli - Kampf der Drittklassigkeit" eine Kreativ-Kampagne, um die Fangemeinde enger an den Klub zu binden. Das Ziel: Die Mannschaft bei der Rückkehr in den Profifußball zu unterstützen. Der gesamte Kommunikationsauftritt sowie das Merchandising wurden auf das Thema "Revolution" abgestimmt. Der Klub lieferte den Beweis, dass erfolgreiches Marketing nicht unbedingt vom sportlichen Erfolg abhängig sein muss.

Der zweitplatzierte Geroldsteiner zählt mit dem Namenssponsoring beim GS1 Rad-Rennstall "Team Gerolsteiner" mittlerweile zu den bekanntesten Sportsponsoren Deutschlands. Die professionelle sportliche Arbeit sowie die Einbindung des Radsport-Engagements in sämtliche Marketingmaßnahmen hätten den Ausschlag für den zweiten Platz gegeben.

Powerade hat als Drittplatzierter mit disziplinübergreifendem Engagement bei Fun-Sport-Arten auf sich aufmerksam gemacht. Präsent war das Unternehmen als Hauptsponsor beim "Air & Style Snowboard Festival" und als Titelsponsor bei den Sandboarding Worldchampionships. Das "Boarding" sollte hierbei als "einheitliches Lebensgefühl" bei der jungen Zielgruppe positioniert werden.
 

 


 

Hoyzer-Skandal: Wettanbieter kontert DFB
Fußballbund habe über Unregelmäßigkeiten Bescheid gewusst

Im Wettskandal um den deutschen Schiedsrichter Robert Hoyzer gerät der Deutsche Fußball Bund (DFB) http://www.dfb.de zusehends unter Druck. Der staatliche Wettanbieter Oddset wirft dem DFB vor, den Unregelmäßigkeiten nicht genau genug nachgegangen zu sein, berichtet Horizont Sport Business. Das Präsidium des DFB sei schließlich schon frühzeitig über Abnormitäten von Wetteinsätzen des Pokalspiels in Paderborn informiert worden. Unregelmäßigkeiten habe Oddset zwei Tage nach dem Spiel zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV dem Generalsekretär gemeldet. Eine schriftliche Stellungnahme sei ebenfalls am gleichen Tag verfasst worden.

In dem Schreiben wurde laut Oddset darauf hingewiesen, dass es bei dem Pokalspiel in Paderborn und dem Regionalligaspiel von Eintracht Braunschweig gegen FC St. Pauli auffällig hohe Einsätze gegeben hätte, die ausschließlich in Berlin getätigt wurden. Oddset ist als einer von fünf nationalen Sponsoren für die WM 2006 mit dem DFB verbunden.

Am Wochenende hatte DFB-Präsident Mayer-Vorfelder gesagt, dass es keine Hinweise auf eine mögliche Manipulation gegeben hätte. Der geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger erfuhr nach eigenen Angaben erst am 22. Januar von den Vermutungen des Wettanbieters.

Am 23. August 2004 wurde die Oddset-Mitteilung an den DFB geschickt und laut dem DFB-Kontrollausschussvorsitzenden Horst Hilpert wurde der Entschluss gefasst, zunächst abzuwarten. Einen Monat später erkundigte sich der DFB beim Wettanbieter über den Stand der Dinge. Dieser meldete, dass die eingeschaltete Berliner Kriminalpolizei keine Verdachtsmomente feststellen konnte. Daraufhin seien keine eigenen Ermittlungen eingeleitet worden.
 


 

Zuschauer sollen Schiris unterstützen
UEFA lobt Vorgehen des DFB

Der Deutsche Fußball Bund (DFB) http://www.dfb.de und die Deutsche Fußball Liga (DFL) http://www.dfl.de rufen zur Unterstützung der Schiedsrichter auf. Nach dem Geständnis des ehemaligen Schiedsrichters Robert Hoyzer, in Wettmanipulationen verwickelt gewesen zu sein, fordern sie die Zuschauer auf, am kommenden Wochenende fair zum 23. Mann zu sein.

"Es würde mich freuen, wenn die Fans die Schiedsrichter am Wochenende unterstützen und nicht wegen eines schwarzen Schafes eine Kollektiv-Verurteilung unserer guten Schiedsrichter vornehmen würden", so Theo Zwanziger, Geschäftsführender Präsident des DFB. Die DFL schrieb an alle Bundesligavereine einen offenen Brief. "Wir wollen untermauern, dass die Mehrzahl der Schiedsrichter integer ist", erklärt der erste DFB-Präsident und Liga-Präsident Werner Hackmann.

Die UEFA http://www.uefa.com hat den DFB für seine Aufklärungsarbeit gelobt und geht ebenfalls von einem Einzelfall aus. "Ich denke, er ist ein schwarzes Schaf in einer Herde von weißen Lämmern. Ich finde es positiv, dass der Fall enthüllt worden ist. Der DFB war effizient und schnell", so UEFA-Kommunikationschef William Gaillard. Auch wenn die Vorfälle negativ für den Fußball seien, wäre die Verhinderung derart kriminelle Machenschaften kaum möglich. Gaillard: "Wenn es um viel Geld geht, gibt es keinen Schutz mehr." Auch die UEFA sei in einem solchen Fall machtlos.


 

Die Pfeife von Skandal-Schiri Robert Hoyzer kann im Internet ersteigert werden

 

[2 Pressefotos anzeigen]
Seit 26. Januar können Fussball-Fans die Pfeife des Skandal-Schiris Robert Hoyzer im neuen Online-Auktionshaus BidGo.de ersteigern.

Das Mitglied "trauriger_Fan!" bietet dieses interessante Fundstück seit gestern in einer Auktion mit folgendem Text an: "Vor einigen Wochen war ich im Café King in Berlin und habe an der Bar auf einen Tisch gewartet. Der Schiedsrichter Robert H. war auch mit einigen Freunden da und saß an einem Tisch. Ich konnte sehen, wie ihm seine Schiedsrichterpeife aus der Tasche und auf den Boden fiel als er ging. Ich hob sie auf und wollte sie ihm geben. Aber er war schon weg. Da behielt ich sie, um sie ihm gelegentlich zurückzugeben. Da er ja jetzt zurückgetreten ist (oder wurde :-) und nach dem Wunsch des DFB nie wieder als Schiri pfeifen darf, braucht er seine Pfeife ja nicht mehr !!!!

Diese Pfeife (!) hat uns den Glauben an den sauberen Fußball geraubt ! Daher versteigere ich diese Pfeife nun hier. Sie ist ja ein Teil Fußballgeschichte - Deutschland spricht zur Zeit über nichts anderes als den Schiri-Skandal. Die Pfeife hat Gebrauchsspuren, wurde wahrscheinlich mehrfach benutzt. So ist auch nicht auszuschließen, dass sich noch DNA-Spuren finden lassen ;-) Haut rein in die Tasten! Den Erlös spende ich direkt an den DFB, um einen Talentscout zu finanzieren, der neue hoffentlich saubere Schiris findet. Schiri, wir wissen wo dein Auto steht...!!"
Die Auktion endet am 9. Februar um 23:58 Uhr.
Direkter Link: http://www.bidgo.de/code/item.php?mode=1&id=31855
 
 


 

Bundesliga unterstützt Auschwitz-Gedenken
Promotion bei den Spielen und in Stadion-Magazinen für "Tag der Erinnerung"

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) http://www.bundesliga.de schließt sich dem offiziellen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus an. Die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga unterstützen die Initiative der Evangelischen Versöhnungskirche Dachau hinsichtlich einer Einführung eines "Tages der Erinnerung". Vorgesehen sind seitens der Mitglieder des DFL bei den Begegnungen am kommenden Wochenende Stadiondurchsagen und Veröffentlichungen in den Stadionmagazinen über den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Wilfried Straub, sieht es als Pflicht, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Auch der Fußball stehe zu seiner geschichtlichen Verantwortung. Ein Sprecher des Kuratoriums der Versöhnungskirche Dachau zeigte sich sehr erfreut über die Unterstützung seitens der Vereine.

Polens private Medienlandschaft lässt die Gedenkfeier zur Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945 kalt. Während die öffentlich-rechtlichen Fernsehkanäle schon im Vorfeld der Gedenkveranstaltung ihr Programm mit themenrelevanten Dokumentationen und Filmen ausgefüllt haben, wird das geschichtliche Ereignis von den privaten Fernsehsendern ignoriert. Laut dem Chefredakteur der rechtskonservativen Tageszeitung Rzeczpospolita http://www.rzeczpospolita.pl, ist dies nicht als Versuch, das Ereignis zu leugnen, zu werten. Jedoch sei Polen an dieser Thematik "einfach übersättigt". pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050127002 .


 

Hertha BSC gibt Anleihe aus
Projekt soll bis 2010 sechs Mio. Euro für Nachwuchsarbeit lukrieren

Der Berliner Bundesligaklub Hertha BSC http://www.herthabsc.de hat gemeinsam mit der Berliner Volksbank eine öffentliche Anleihe emittiert. Dabei handelt es sich um eine Inhaber-Teilschuldverschreibung. Ab sofort liegen 60.0000 Urkunden um Wert von 100 Euro mit dem aktuellen Zins von 5,42 Prozent bei den Berliner Geldinstituten auf. Hertha BSC ist der erste Bundesligaklub, der eine solche Aktion startet. Aus diesem bis zum 30. November 2010 laufenden Projekt erhofft sich der Verein sechs Mio. Euro.

Geschäftsführer Ingo Schiller stellte laut Sportgate.de jedoch klar, dass das Geld nicht für laufende Ausgaben verwendet wird. Die erhoffte Finanzspritze soll Infrastruktur-Verbesserungen für die Nachwuchsarbeit ermöglichen. Manager und Vorsitzender der Hertha-Geschäftsführung, Dieter Hoeneß, sieht in dieser Anleihe Modellcharakter nicht nur für Bundesligisten.

Die Hälfte der Urkunden kommt in Form von Schmuck-Anleihen mit den Hertha-Insignien auf den Markt. Auf den einzelnen Zins-Coupons sind die Köpfe der berühmtesten Hertha-Akteure abgebildet. Die Anpassung der Zinsen für die Anleihe erfolgt halbjährlich entsprechend den Marktbedingungen. Die Basis ist der Referenzkurs "Euribor" (derzeit 2,24 Prozent) zuzüglich einer Marche von jeweils drei Prozent.

Die Ausgabe ist laut Sportgate.de Teil einer globalen Hertha-Finanzstrategie. Es wird damit gerechnet, dass der Bundesligaklub bis Mitte März eine General-Anleihe in der Höhe von 35 Mio. Euro aufnimmt, durch die aktuelle, kurzfristige Verbindlichkeiten von 19 Mio. Euro in langfristige Darlehen umgewandelt werden.
 


 

Buchmacherverband verlangt Sportwetten-Regelung
Hoyzer-Affäre erfordert mehr Marktransparenz

Die Schiedsrichteraffäre um Robert Hoyzer zeigt die Risiken eines nur unvollkommen geregelten Marktes auf. Dieser Meinung ist der Deutsche Buchmacherverband (DBV) und sieht eine gesetzlich geregelte Zulassung der privaten Sportwetten als längst überfällig. Denn nur so könnten klare und transparente Regeln für die Teilnahme an Wetten und auch Wettverbote für Funktionäre und Spieler durchgesetzt werden. Der 25-jährige Schiedsrichter aus Berlin ist unter Verdacht geraten, von ihm geleitete Pokal- und Zweitliga-Spiele http://www.dfb.de serienweise manipuliert zu haben, auf deren Ausgang er im Vorfeld gewettet hat.

Norman Albers, Sprecher des DBV, verweist auf Regelungen in anderen Bereichen. Bei den Pferderennwetten gäbe es schon lange ein Wettverbot für Funktionäre oder am Rennen Beteiligte. In anderen Bereichen würde das entsprechende Regelwerk jedoch gänzlich fehlen. In Deutschland würden Sportwetten als "nicht zugelassen" tabuisiert werden. Vielfältige Möglichkeiten in rechtlichen Grauzonen oder im Internet können somit nicht abgegrenzt werden.

Bei Lotto ("Oddset") können die Wetten von Fußball-Funktionären legal abgegeben werden. Die Länder sind laut Albers durch die Oddset-Wette inzwischen die größten Buchmacher und wollen private Konkurrenz unterbinden. Dadurch würden große Wetteinsätze ins Ausland verschoben und die Markt-Transparenz bleibe auf der Strecke. Zugelassene Buchmacher könnten den Sportwettenmarkt in Deutschland jedoch abwickeln und ungewöhnliche Wetteinsätze rechtzeitig publik machen. Zusätzlich kann so vor möglichen Manipulationen gewarnt werden. Durch diese Kanalisierung gäbe es auch noch Einnahmen durch angefallene Steuern.
 


 

DFB-Schiedsrichterskandal zeigt Lücken im Sportwettenmarkt auf / Trotz Glücksspielmonopol der Länder unzureichende Regulierung

Die deutsche Sportwettenlandschaft ist in Bewegung geraten. Die Schiedsrichteraffäre um Robert Hoyzer zeigt die Risiken eines nur unvollkommen geregelten Marktes auf. Es hat sich der Verdacht verdichtet, das der 25-Jährige aus Berlin von ihm geleitete Pokal- und Zweitliga-Spiele serienweise manipuliert hat, auf deren Ausgang er zuvor gewettet hat. Nach Meinung des deutschen Buchmacherverbandes (DBV) ist eine gesetzlich geregelte Zulassung der privaten Sportwette überfällig, da nur so klare und transparente "Spielregeln" für die Wettteilnahme und gegebenenfalls auch Wettverbote für zum Beispiel Funktionäre oder Spieler durchgesetzt werden können.

   "Wir haben im Bereich der Pferderennwette schon lange ein Wettverbot für Funktionäre oder für an einem Rennen Beteiligte" erläutert der Sprecher des deutschen Buchmacherverbandes Norman Albers und führt weiter aus: "Entsprechende Regeln in anderen Sportbereichen fehlen derzeit völlig, weil der Bereich der Sportwetten als "nicht zugelassen" in Deutschland tabuisiert wird. Eine Antwort auf die vielfältigen Wettmöglichkeiten in rechtlichen Grauzonen oder im Internet wird dadurch nicht gegeben."

   Es ist nach Ansicht des DBV bezeichnend, dass nun mehrere Monate nach der vermuteten Wettmanipulation eine Überprüfung der Umstände des Spiels im DFB-Pokal zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV am 21. August 2004 stattfindet, obwohl die Wetten bei Lotto ("ODDSET") auch von Funktionären legal abgegeben werden konnten.

   Norman Albers meint dazu: "Die Länder sind durch die Oddset-Wette inzwischen größter Buchmacher und wollen private Konkurrenz unterbinden. Dadurch werden enorme Wetteinsätze ins Ausland verschoben und der Markt bleibt völlig undurchsichtig, was Wettmanipulationen hierzulande enorm erleichtert."

   Vorstandskollegin Claudia Losehand, Buchmacherin aus Hamburg ergänzt: "Jede Menge Sportcafés bieten Sportwetten unter der Hand an. Wir als zugelassene Buchmacher könnten den Sportwettmarkt in Deutschland transparent abwickeln und ungewöhnliche Wetteinsätze rechtzeitig noch vor dem Spiel publik machen um vor eventuellen Manipulationen zu warnen. Dann wird das ganze Geschäft kanalisiert und Steuern gibt's dann auch noch."
 


 

Hertha-BSC-Anhänger verbinden Fußball & Homosexualität
Fanklub profitiert vom offeneren Klima der vergangenen Jahre

Seit kurzem sind die Hertha Junxx http://www.hertha-junxx.de ein eingetragener Verein. Den homosexuellen Fanklub des Deutschen Bundesliga-Klubs Hertha BSC gibt es mittlerweile seit drei Jahren und die 60 Fans der Hertha Junxx zeigen ihre sexuelle Gesinnung auch nach außen hin. Der Klub unterstützt die schwulen Fans in ihren Ambitionen, soweit das im Meer von 600 anderen Hertha-Fangemeinschaften eben möglich ist, meist ideologisch mehr als materiell. Von Seiten der Hertha kommen gratis Merchandising-Artikel wie Fußball-Trikots und Fahnen. Doch die Hertha Junxx geben sich kämpferisch und wollen ihre Aktivitäten ausbauen, meint Gerd Eiserbeck von den Junxx im Gespräch mit pressetext.

Die Junxx stehen zu ihrer Gesinnung und haben bei Spielen von Hertha BSC immer ihre eigene Fahne und eine Regenbogenfarbe mit. Probleme mit anderen Fangruppen hat es laut Eiserbeck bis dato noch nicht gegeben. Das Klima sei in den vergangenen Jahren auch offener geworden. Wenn die Junxx mit der Bahn zu einem Auswärtsspiel fahren, gehe es auch sehr gemäßigt zu. Denn von Prosecco werde man nicht so stark betrunken wie von anderen alkoholischen Getränken, meint Eiserbeck.

Die Hertha Junxx sind nicht der einzige schwule Fanklub der Deutschen Bundesliga. Offiziell gibt es weitere in Dortmund, Stuttgart und Dresden. Unorganisierte Gruppen gibt es laut Eiserbeck auch in diversen Chat-Foren. Auch Bayern München besitzt einige wenige Fans, die sich im Netz als schwule Fans geoutet und zusammengeschlossen haben. Für einen Verein, wie die Junxx es sind, reiche es dort jedoch nicht.

Der Fanklub sucht laut Eiserbeck Sponsoren für einen adäquaten Auftritt nach außen hin und bei Festivitäten. Für ein Straßenfest bekamen die Junxx von Hertha BSC in diesem Jahr einen Wagen zur Verfügung gestellt. 50 Unternehmen wurden im Vorfeld ebenfalls angeschrieben, vornehmlich jene, die bereits Sponsoren des Hertha BSC sind. Die Ausbeute war mit zwei Unternehmen, die die Junxx finanziell unterstützen und deren Firmenlogo auf dem Wagen platzierten, eher mager. Alles andere mussten die Mitglieder dann selbst finanzieren. Jetzt hofft die schwule Fangemeinde mit dem neu erlangten Vereinsstatus künftig auch für Unternehmen als Sponsorenplattform attraktiver zu sein.

Die bevorstehende Fußball-WM in Deutschland lässt auch die Hertha Junxx auf einen größeren Auftritt in der Öffentlichkeit hoffen. Parallel zur WM soll ein eigenes schwul-lesbisches Fußball-Turnier auf die Beine gestellt werden. Davor soll mit einem eigenen Wagen auch noch Flagge bei der Parade am Christopher-Street-Day gezeigt werden. Ambitionierte Visionen haben die Hertha Junxx auf jeden Fall. Sie wollen aktiv schwulen Fußball spielen. Für die Umsetzung fehlen jetzt nur mehr finanzkräftige Sponsoren.

 


 

DFB will Schiedsrichter-Forum
"Runder Tisch" ab 2005/2006

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) http://www.dfb.de plant ab der Saison 2005/2006 die Einführung eines Schiedsrichter-Forums. Dabei sollen in Form eines "Runden Tisches" aktuelle Themenschwerpunkte diskutiert werden, so eine Bekanntgabe anlässlich der Halbzeit-Tagung der Schiedsrichter der Lizenzligen.

Das Schiedsrichter-Forum soll jeweils vor Beginn der Hin- und Rückrunde einer Saison ausgetragen werden. Es wird voraussichtlich aus insgesamt 16 Personen bestehen. "Alle diejenigen, die am Geschehen beteiligt sind, sollen zusammengeführt werden", so DFB-Präsident Theo Zwanziger. Neben zwei Mitgliedern aus dem DFB-Präsidium sollen auch zwei Personen aus dem Vorstand des Ligaverbandes, zwei Mitglieder der Rechtsinstanzen des DFB und zwei Angehörige des DFB-Schiedsrichterausschusses dem Gremium angehören. Vervollständigt werden soll das Forum von zwei Trainern, zwei Spielern und zwei Schiedsrichtern aus der Bundesliga sowie von zwei Mitarbeitern der DFB-Zentrale.

Auch diskutiert wurde über die Einführung eines Elektrochips im Spielball, was zurzeit in England vehement gefordert und von der Firma Adidas bereits umgesetzt wird (pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050112037 ). Dazu FIFA-Schiedsrichter Herbert Fandel: "Ich stehe jedem Vorschlag positiv und offen gegenüber, der uns bei der Entscheidungsfindung auf dem Spielfeld hilft."


 

Deutscher Fußball weiterhin Zuschauermagnet
Borussia Dortmund mit den meisten Besuchern im Stadion

Der deutsche Profi-Fußball erlebt auch in der Saison 2004/2005 einen Höhenflug. In der abgelaufenen Vorrunde konnte laut Deutscher Fußball Liga (DFL) http://www.bundesliga.de die Zahl der verkauften Karten gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesteigert werden. In der Saison 2003/2004 hatte die Spielzeit bereits den höchsten Zuschauerzuspruch aller Zeiten markiert. In der 2. Bundesliga schnellte der Besuch sogar um über 40 Prozent in die Höhe.

In der Bundesliga haben durchschnittlich 34.720 Zuschauer und in der zweiten Bundesliga durchschnittlich 11.432 Zuschauer pro Spiel den Weg ins Stadion gefunden. Ausgedrückt in absoluten Zahlen bedeutet dies bei den 153 Spielen der Hinserie eine Steigerung der Zuschauerzahl in der Bundesliga um 95.421 auf 5.312.179 (Vorjahr: 5.216.758) und in der zweiten Bundesliga eine Erhöhung um 514.264 auf 1.749.144 (Vorjahr: 1.234.880).

In der Bundesliga und in der zweiten Bundesliga haben sich die Zuschauerzahlen insgesamt um 9,45 Prozent erhöht. Größter Zuschauermagnet in der Bundesliga ist Borussia Dortmund mit durchschnittlich über 70.000 Zuschauern. Dann folgen Schalke 04, der FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV und Hertha BSC Berlin.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:49
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