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Ein Stück mehr vom Leben...

Neue Hoffnung für Darmkrebspatienten 

Erste Erfolge mit dem Darmkrebsmedikament Erbitux(R) - seit Juni 2004 in Österreich im Einsatz - geben bereits vortherapierten Patienten wieder Mut und Kraft. Neueste Studien lassen vermuten: Früher Einsatz könnte die Chancen verbessern!

   "Mit Erbitux(R) steht erstmals eine gentechnologisch hergestellte, biologische Wirksubstanz zur Verfügung, die bei Patienten mit weit vorangeschrittenem Dickdarmkrebs das Tumorwachstum zum Stillstand bringen kann. Zusätzlich gelingt es durch Erbitux(R), die Wirksamkeit der Chemotherapie wiederherzustellen oder sogar zu verstärken", erläutert Prim. Univ.-Prof. Dr. Heinz LUDWIG, Vorstand der I. Medizinischen Abteilung mit Onkologie, Wilhelminenspital/Wien.

Erbitux(R): länger und besser leben...

   Die Erfahrungen des letzten Halbjahres zeigen, dass die neue Medikation erstmals die Möglichkeit eröffnet, Chemotherapie-Resistenzen zu überwinden.

   Schon durch die BOND-Studie (2003) konnte gezeigt werden, dass durch eine Kombination aus Erbitux(R) und Chemotherapie bei 23% der Patienten eine Verkleinerung der Tumore um mehr als die Hälfte bewirkt werden kann; bei weiteren 33% der Patienten kam das Tumorwachstum zum Stillstand.

   Jüngste fortführende Studien weisen darauf hin, dass mit Erbitux(R) - bereits in früheren Stadien der Erkrankung eingesetzt - noch nie erreichte Therapieerfolge zu erzielen sind: Bei bis zu 98% (!) der Patienten lässt sich das Tumorwachstum unter Kontrolle bringen (Tabernero et al., ASCO 2004).

   Gerade die neuesten Studienergebnisse deuten darauf hin, dass ein möglichst früher Einsatz von Erbitux(R) die Heilungs- und Überlebenschancen der betroffenen Patienten signifikant verbessern könnte. Ein berechtigter Anlass zur Hoffnung für Tausende Darmkrebspatienten und deren Angehörige in Österreich...
 


 

Kombination genetischer Mutationen verursacht Darmkrebs
Ursache für 20 Prozent der Erkrankungen erforscht

Rund vier Prozent der Darmkrebserkrankungen werden durch Mutationen einzelner Gene hervorgerufen. Wissenschafter von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org haben jetzt nachgewiesen, dass weitere 20 Prozent durch die kombinierten Auswirkungen vieler genetischer Mutationen hervorgerufen werden. Diese genetischen Mutationen sind für sich genommen meist bedeutungslos. Diese Forschungsergebnisse sollen zur Entwicklung eines hoch entwickelten Bluttests für Darmkrebs führen. Mit diesem Test könnten Mediziner Personen mit einem hohen Krebsrisiko identifizieren und überwachen. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht.

Darmkrebs kann durch das Vorhandensein von kleinen Polypen im Darm hervorgerufen werden. Eine große Anzahl von Polypen erhöht daher das Krebsrisiko. Bei Erkrankungen wie FAP (Familial Adenomatous Polyposis) ist ein vererbtes Gen für die Entstehung der Polypen verantwortlich. Jetzt zeigte sich, dass seltene Gene gemeinsam andere Formen von Darmkrebs verursachen können. Das Team verglich Blutproben von 124 Patienten, die zahlreiche Polypen in ihrem Darm hatten, mit Proben von 483 gesunden Teilnehmern. In der ersten Gruppe zeigte sich eine Reihe von genetischen Variationen, die jede doppelt so häufig vorkam wie in der Kontrollgruppe. Jede dieser Varianten scheint die Wahrscheinlichkeit der Entstehung von Polypen zu erhöhen. Weiter Untersuchungen mit Proben von einer größeren Anzahl von Patienten sind laut BBC zur Überprüfung des Zusammenhanges von bestimmten genetischen Mutationen von multiplen Polypen geplant.

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:49
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