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Cinemaxx gibt Auslandsgeschäft größtenteils ab
Gewinnwarnung für 2001 - Vorstandsmitglieder legen Mandat nieder

Der Kinokonzern Cinemaxx http://www.cinemaxx.de will sich vom Großteil seines Auslandsgeschäfts trennen und auf den Stammmarkt in Deutschland konzentrieren. Das teilte das Unternehmen auf seiner Hauptversammlung am Donnerstag mit. Cinemaxx geht davon aus, in diesem Jahr kein positives Ergebnis ausweisen zu können, da die Bilanz von der Bereinigung des Auslandgeschäftes belastet sein werde.

Cinemaxx wolle das bisher in der Schweiz (Luzern) geführte Multiplexkino in ein Joint Venture mit einem örtlichen Kinobetreiber verwandeln, um so die nötige Finanzspritze zu erhalten. Die in der Türkei (Ankara) belastete Beteiligung soll an den dortigen Mitgesellschafter abgegeben werden. Das in Salzburg geplante Multiplexkino der Cinemaxx-Gruppe sei vom österreichischen Marktführer Cineplexx übernommen worden. Die Verhandlungen über die Multiplexkinos in Dänemark und Ungarn dauerten noch an.

Der Cinemaxx-Aufsichtsrat habe auch beschlossen, das bisher für das Auslandsgeschäft bestehende Vorstandsressort ersatzlos zu streichen. Der Vertrag von Vorstandsmitglied Wim Oude Kotte werde nicht verlängert, und Finanzvorstand Marius Schwarz lege sein Mandat vorzeitig nieder.

Schon Ende Januar hatte der Kinokonzern massive Kostensenkungen angekündigt. Durch schlechte Besucherzahlen in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres und erhebliche Kosten der Auslandsexpansion musste Cinemaxx 23,3 Mio. Mark Verlust im operativen Geschäft melden. Darüber hinaus wurde das Ergebnis den Angaben zufolge durch außerordentliche Maßnahmen in Höhe von knapp 30 Mio. Mark zusätzlich belastet.

Die besucherschwachen Sommermonate stünden in diesem Jahr noch bevor, so Schwarz. Er hoffe, das Unternehmen könne ab 2002 in die Nähe eines positiven Ergebnisses kommen. Das Unternehmen ist seit 1998 an der Börse notiert. Cinemaxx-Aktien kosten zurzeit sieben Euro. Von ihrem diesjährigen Höchststand haben sie etwa 20 Prozent verloren. Cinemaxx betreibt 53 Kinocenter in Deutschland. An dem Unternehmen ist das Berliner Medienunternehmen Senator Entertainment mit 25 Prozent beteiligt.

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:48
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