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MARLENE ALS HETZERIN


Am Samstag, dem 10.Juli 2004 erschien unter dem Titel "Bilder einer
Aufbahrung" ein Artikel zum Begräbnis von Bundespräsident Dr.Thomas Klestil
von einer gewissen Marlene Streeruwitz.
Nun kann man über die Unehrlichkeit der ausgebrochenen Klestil-Euphorie sich
schon wundern oder auch ärgern, aber so wie Marlene kann man es wirklich
nicht machen. Nämlich dem Bundeskanzler Schüssel als Therapeut,
Trauerkundgebungs-Gewinnler, fiktionalen Konsens-Anstreber und was weiß Gott
(Verzeihung, Marlene!) noch zu diffamieren.
Ich würde mir ja bei einem solchen Ereignis Gedanken über Tod und
Auferstehung machen, davon ist aber die Linksextremistin Marlene meilen-
weit entfernt. Sie zerbricht sich ihr Köpfchen, wer im Diesseits gewinnt!
Nun gut! Dann frisch drauf los!!
Also Hauptgewinner war einmal der neue Bundespräsident Heinz Fischer. Dem
bescheinigten alle eine schwierige Situation, die er gut gemeistert hat.
Zugegeben! Aber möge ihm in seiner Amtszeit nicht mehr passieren als ein
Staatsbegräbnis!
Zweiter Gewinner - und das wird Marlene gar nicht gerne hören - war Kardinal
Schönborn. Der sich so ausgewogen gegeben hat, daß ihm von Krenn bis zu den
Kirchenvolksbegehrern alle zugestimmt haben.
Aber - Heinz Fischer hat es auch leichter als seine zwei Amtsvorgänger. Den
ersten mobbten die Sozialisten (denn Sozialdemokraten kann man sie in dieser
Causa wirklich nicht nennen!) mit Auslandshilfe aus dem Amt, den zweiten
vereinnahmten sie via Hochzeit im Wiener Rathaus und Trauzeugen Häupl!! Nie
wäre ihnen der Satz "Er ist unser Bundespräsident" für Waldheim, ja sogar
für Klestil über die Lippen gekommen, ein Satz, den ich für alle
sozialistischen und sozialdemokratischen Bundespräsidenten locker über die
Lippen bringe und brachte.
Doch zurück zu unserer süßen Marlene: ".....läuft die Politik der
Angleichung an ein neoliberales Menschenbild mit dem Abbau von allem, was
Mitbeteiligung oder Solidarität bedeutet hat. Für die Bewältigung des
Schicksals gibt es das gemeinsame Gebet. Entpolitisierung. Deutlicher war es
noch nicht verschleiert worden....". Soll sie das Schüssel und der ÖVP
vorwerfen, aber das in Zusammenhang mit dem Klestil-Begräbnis zu bringen,
ist wohl Fortsetzung der eigenen Links-Extrem-Politik mit anderen Mitteln!
Daß Du Dich nicht schämst, Marlene !!?
Jetzt noch kurz zu Nationalratspräsident Andreas Khol ("Khol und Schüssel
kennen sich aus in der Dramaturgie von öffentlichen Gefühlen")und seiner
Trauerrede im Parlament. Hier wurde die Regierungsarbeit in zwölf Jahren
Amtszeit von Thomas Klestil dargestellt und die war bekanntlich 8 Jahre
SPÖ-dominiert. Aber das hat "unsere" Marlene längst vergessen.
"In dieser öffentlichen Trauer wird eine Fiktion von Konsensdemokratie am
Laufen gehalten, die wiederum die Weiterführung des totalen Umbaus der
Republik verdeckt." Einen totalen Umbau der Republik will nur Marlene und
einige der Vor 89er-übrig gebliebenen.
Diese Regierung versucht (mit starker FPÖ-Behinderung) die Zukunft dieses
Landes zu sichern und die Kreiskysche Schuldenpolitik aufzuarbeiten.
Ja, und was die Gleichbehandlung betrifft, so mag "unsere" Marlene schon
recht haben. Ich wünsche ihr im Sinne ihres Artikels ein Armen-Begräbnis.
 


"Karl liest Karl" zugunsten des Vereins BLICKKONTAKT

Wien, 28.5.2002 - Blickkontakt ist eine Interessensgemeinschaft sehender, sehbehinderter und blinder Menschen. Für diese Organisation findet die traditionelle Kabarett-Veranstaltung "Karl liest Karl" des ehemaligen Vorsitzenden des Wiener Gemeinderates und nunmehrigen Leseranwalt der Wiener Bezirkszeitung Franz Karl heuer statt. Karl wird aber nicht nur aus dem legendären "Herrn Karl" von Qualtinger und Merz lesen, er wird auch eigene Werke zur Aufführung bringen, so etwa die Nummer "Travnicek und die neue Wiener ÖVP". Seit dem Vorjahr gibt es auch ein musikalisches Programm, das von K&K Vierteloktett, Mag. Michael und Ulli Krispl gestaltet wird. Mag. Krispl ist selbst Funktionär des Vereines Blickkontakt.

Die große, zusätzliche Überraschung aber ist heuer, dass der bekannte und beliebte deutsche Bundestagsabgeordnete Hein-Uwe Müller-Schulze als Ehrengast mit einer eigenen Kabarettnummer auftritt.

Die Veranstaltung findet morgen, Mittwoch, 29.5.2002 im Meidlinger Schnapsmuseum, Wilhelmstraße 19, 1120 Wien statt. Karl erhofft sich zahlreichen Besuch, damit auch das Spendenkörbchen für die gute Sache entsprechend gefüllt ist.



 

Bürgerlnnen-Dienst oder BürgerAußen-Dienst

ODER

Von der Idiotie des großen I

Wer einen solchen Artikel schreibt, muß sich zuerst, einmal OUTEN.

Also: Ich bin sehr wohl verheiratet.... Blödsinn, jetzt hab ich wieder an den Berliner Bürgermeister gedacht ... Also nochmals: Ich war einige (kurze) Zeit lang der Frauensprecher der Wiener ÖVP — und glaube, bin bei den Frauen gar nicht zu schlecht angekommen (,‚Blöder Kerl, eingebildet ist er auch noch!“). Ich bin immer für die Gleichberechtigung, der Frauen eingetreten, also z.B. gleicher Lohn für gleiche Arbeit oder Halbe-halbe (heißt aber nicht, daß SIE 50% der Kaffeehäferln abwäscht und ER 50 % der Kaffeehäferln abwäscht). Aber immer habe ich gegen das große I gekämpft, weil es nämlich nicht emanzipatorisch ist, sondern ganz einfach eine links-linke Erfindung und daher ideologisch zutiefst abzulehnen ist. Den Höhepunkt habe ich aber in der Meidlinger Bezirksvertretungs-Sitzung vom Dez.2001 erlebt. Dort hat eine grüne Bezirksrätin den Antrag gestellt, den „frauenfeindlichen Schriftzug Bürgerdienst auf den Hinweisschildern im und am Bezirksamt in die geschlechter-gerechtere Formulierung BürgerInnendienst“ umzuwandeln. Und dieser Schwachsinn wurde mit Mehrheit (SPÖ, Grüne und die SPÖ nahe Liberale) gegen die Stimmen von ÖVP, und PH auch noch angenommen. Durch das „generische Maskulinum“ würden Frauen in zweifacher Hinsicht diskriminiert. Zum einen würden sie sprachlich unsichtbar gemacht, zum anderen sei die Interpretation einer solchen Bezeichnung stereotyp männlich- es würde dabei in erster Linie an Männer gedacht. Soweit die grüne Begründung (zitiert nach dem Meidlinger Bezirksjournal).. Da sieht man, daß die grüne Bezirksrätin „grün“ (unerfahren) ist, denn ich habe den Bürgerdienst immer mit Frauen in Zusammenhang gebracht (denn dort saßen als Mitarbeiterinnen fast immer Frauen). Aber so kann man sich eben irren!

Allerdings hat eine ÖVP-Bezirksrätin des „Pudels Kern“ (geht nicht:

des Pudels und der Pudelin Kern) sofort erkannt: Der Bürgerlnnendienst wird sich mit den Problemen der Bürgerinnen und Bürger innen im Büro widmen, für das was sich außerhalb des Büros tut, wird ein BürgerAußendienst gegründet. Bravo!

Ich frage mich, ob die Zustimmung der SPÖ eine Vorleistung auf die rot-grüne Koalition auf Bundesebene ist ? Ich fürchte mich vor dieser Koalition nicht, aber sollte die die I-Idiotie durchziehen, dann rufe ich... schon jetzt zu wöchentlichen Dienstag Mittwoch und Freitags Demonstrationen auf und zwar deswegen, weil diese Tage ein I enthalten.

Weil ich aber das Anliegen der Grünen mit dem generischen. Maskulinum verstehe, habe ich schon seinerzeit im Kollegium des Stadtschulrates den Vorschlag gemacht, die Geschäftsordnung weiblich zu formulieren, mit einer männlichen Generalklausel. Da sagten die Sozialdemokraten NEIN, da hieße es ja dann „Die Präsidentin des Stadtschulrats…“. Und der Vorsitzende (Dr. Scholz) sagte damals „gegen die Stimmen der Grünen und der Gemeinderätin Karl“ angenommen. Also mich hat‘s nicht gestört, denn wer eine Glatze hat, weißt sich ja als Maskulinum aus. Und wie dankbar wären die Roten mir jetzt Ja, so ändern sich die Zeiten ! Unlängst saß ich mit einer lieben Freundin im Gasthaus...:Da sagte Sie zu mir: „Kannst Du mir bitte die Salzstreuerin herüberreichen!“ Seither esse ich salzlos und das ist bekanntlich gesund!



"Vom Land der Schulden zum Land der Chancen"


Verfolgt man die Politik der letzten Wochen, so könnte man meinen, von
Chancen ist wohl nicht sehr viel die Rede. Trotzdem: Der vordergründige
Haider- und FPÖ-Wirbel täuscht! Die schwarz-blaue Bundesregierung (ohne
Haider!) hat gute Politik gemacht und zahlreiche überfällige Reformen in
Gang gesetzt.
o Nach 30 Jahren SPÖ-Finanzpolitik machen wir keine neuen Schulden mehr
! Aber noch immer zahlen wir über 100 Milliarden Schulling = 7,3
Milliarden Euro an Zinsen für die alten Schulden.
o Das Kindergeld für alle steigert mit 654 Millionen Euro die Kaufkraft
junger Familien. Gusenbauer will das rückgängig machen !!
o Die vom ÖAAB durchgesetzte "Abfretigung neu" bringt 3,1 Millionen
Arbeitnehmern den Zugang zu einer zweiten Säule der Altersversorgung
o Die "vielgeschmähte" Pensionsreform bringt bereits jetzt 18 000
Frühpensionisten weniger. Dies ist ein großer Schritt zu mehr Sicherheit
des staatlichen Pensionssystems.
o Die Angleichung von Arbeitern und Angestellten im Krankheitsfall
o Die Behindertenmilliarde, die Karenz zur Sterbebegleitung, Pflegegeld
auch für behinderte Kleinkinder, die Steigerung der Ausgaben für Bildung
und Forschung ( und daher sind die Studiengebühren - so schwer sie oft
sein mögen - ein positiver Schritt )
und und und ......
Natürlich sind auch Fehler passiert und natürlich geht uns allen die
unprofessionelle Politik der FPÖ auf die Nerven - aber besser als mit
Gusenbauer, dem Champagner-Trinker auf die EU-Sanktionen gegen
Österreich, ist das alles bei weitem !!!
Wir müssen weg vom Miesmachen der eigenen Politik, weg davon, daß es nur
darum ginge, den Bundeskanzler zu stellen. Natürlich ist es wichtig, wer
den Bundeskanzler stellt -vergessen Sie bitte nie, Wolfgang Schüssel hat
einen Bundeskanzler Haider verhindert !
Weihnachten ist zwar schon vorbei, aber ich wünsche mir: 2003 soll die
ÖVP stärkste, die SPÖ
zweitstärkste und die FPÖ drittstärkste Partei werden - dann haben wir
beide Optionen: Eine
Koalition mit der SPÖ (möglichst nicht mit einem Vizekanzler Gusenbauer
- stellen Sie sich erst vor, der würde Kanzler !?) oder eine Fortführung
der derzeitigen Koalition. Mir persönlich wäre ersteres lieber !!
Das ist aber nur zu erreichen, wenn die ÖVP stärkste Partei wird! Und
dafür sollten wir alle mit großem Einsatz kämpfen !!
Ihr Franz K a r l
 


DAS VOLKSBEGEHREN ALS SPIEGELFECHTEREI

Ich gestehe es: Ich bin durch die direkte Demokratie in die Politik gekommen. Da gab es in den Sechzigerjahren das Rundfunk-Volksbegehren, das ich im Kampf gegen den Proporz unterschrieben habe. Dann hatte ich lange Streitgespräche mit dem ÖVP-Abgeordneten zum Nationalrat Adolf Harwalik aus der Steiermark. Und schließlich hat es mich erwischt und ich trat nach langen Überlegungen einer Partei bei - dem kleinsten Übel, wie es so oft, so schön heißt: der ÖVP, am 11.März 1970, 10 Tage nach einer der schwersten ÖVP-Niederlagen.

Jetzt bin ich bald 32 Jahre politisch tätig und habe seit 1964 26 Volks-

begehren „erlebt“, habe in Bezirksvertretung, Gemeinderat und Landtag für die Erweiterung der direkten Demokratie gekämpft und frage mich nun: „Was ist Dir geblieben, Karl ?“ (Ich zitiere bewußt aus dem „Herrn Karl“, den ich gerne aufführe, aber der natürlich ein Charakterschwein war !).

Ich habe nach dem Rundfunk-Volksbegehren auch einige andere Volksbegehren unterzeichnet, aus verschiedensten Motiven und mit unterschiedlicher Begeisterung.

Etwa das Volksbegehren „Schutz des menschlichen Lebens“ (1975) gegen die Abtreibung als überzeugter Katholik mit großem Einsatz, das „Familien“-Volksbegehren (1999), weil ich die Unterstützung der Normalfamilie (ich wähle bewußt dieses Wort!) für etwas ganz Wichtiges halte oder (das erfolgreichste) „Konferenzzentrum“-

Volksbegehren - ja jetzt kommt’s schon (!!!) - weil ich dem Kreisky damals „Widerstand leisten wollte“.

Wenn ich es klar aussprechen soll: Ich war nie gegen das Konferenzzentrum, sondern es ging - wie übrigens auch bei der Zwentendorf-Abstimmung - um eine politische Demonstration gegen Kreisky - und nichts anderes. Und wenn eine von mir sehr geschätzte,

dem „bürgerlichen Lager“ nahestehende Frau auf meine Frage, welchen Inhalt das „Frauen“-Volksbegehren habe und warum sie es unterzeichnet hat, antwortete: „Ich habe keine Ahnung, was der konkrete Inhalt ist, aber man muß doch etwas für die Gleichberechtigung der Frauen tun“ - dann läuft es mir schon kalt über den Rücken hinunter.

Und ich bin ganz in der Gegenwart, wo - so glaube ich - viele auch nicht den Inhalt des Temelin-Volksbegehrens kannten, sondern ganz einfach ihre Furcht vor der Kernenergie zum Ausdruck bringen wollten (und einige auch anti-tschechische Ressentiments abladen wollten). Und fragen wir nach den Motiven ! Die Motive des Herrn Kabas, Achatz und Windholz (alle FPÖ) brauche ich Ihnen nicht zu erklären - aus meiner Sicht das stärkste Motiv, die schwächer werdende FPÖ in einer Art Zwischenwahlkampf aufzumöbeln und mit einem „sympathischen“ Thema wieder besser „wählbar“ zu machen.

Das Motiv des Herrn Dichand: Rache an Wolfgang Schüssel, ihm möglichst zu schaden und wenn möglich zu v e r n i c h t e n .(Der

Vernichtungsfeldzug der KRONE gegen Wolfgang Schüssel wäre einer wissenschaftlichen Aufarbeitung wirklich würdig!).

Und damit komme ich schon zu anderen Volksbegehren (nur exemplarisch): Das Bildungs- und Studiengebühren-Volksbegehren - von „linker“ Seite als Angriff auf die Regierungspolitik initiiert !

Das Volksbegehren „Österreich zuerst“ (auch von der FPÖ eingeleitet - es fällt auf, wieviele Volksbegehren von der FPÖ - und nicht aus dem Volk - kommen) - Schüren der Ausländerfeindlichkeit oder das „Antiprivilegien“-Volksbegehren (na, wenn das nicht populär ist!).

Ich frage mich eigentlich (so ungerecht ist die Welt!), warum das Volksbegehren „Pro Motorrad“ als einziges nicht die magische 100.000 er - Hürde genommen hat ! Aus meiner Sicht ist es genauso sinnvoll (oder unsinnig) wie das (ACHTUNG AUFSCHREI!) „Gentechnik“-Volksbegehren, das „zweitbeste“ Volksbegehren nach dem „Konferenzzentrum“.

Und damit bin ich schon wieder beim Thema! Warum hat das „Gentechnik“-Volksbegehren so gut abgeschnitten ? Zwei Gründe: Irrationale Ängste (wie bei Temelin) und die massive Unterstützung der KRONE. Ja sind wir wirklich schon unterwegs in die „dritte Republik“ (aber nicht die Haider’sche) - in die Republik, wo die Medien (und im schlechtesten Fall ein „alter Mann“ an der Spitze) und ihre Verkaufszahlen ALLES bestimmen ?

Zum Schluß: Es steht uns ja schon wieder ein Volksbegehren ins Haus!

Vom 3.-10.April 2002 können Sie das „Sozialstaat“-Volksbegehren unterzeichnen !! Und damit sind wir wieder beim Frauen-, Gentechnik-,Temelin-,.....usw.usw. Volksbegehren! Was steht drinnen? Keine Ahnung! Aber natürlich sind wir alle für den Sozial-

staat !!

Dieses Volksbegehren wurde zwar nicht von einer Partei eingeleitet, sondern von durchaus honorigen Persönlichkeiten (meist allerdings aus dem "linken“ Lager, also vor allem SPÖ und Grüne, vereinzelt aber auch christliche Gewerkschafter) und dient -leider muß man es sagen - den meisten, ähnlich wie das Bildungs- und Studiengebühren-

Volksbegehren, dazu, der derzeitigen Regierung eins „auszuwischen“.

Und natürlich gibt es Unzufriedenheiten, denn ein Sparkurs (Null-

Defizit!!) wie ihn die Regierung jetzt fährt, bringt Härten und wahrscheinlich auch die eine oder andere soziale Ungerechtigkeit

(Besteuerung der Unfallsrenten z.B.).

Und was steht drinnen ? Im Artikel 1 der Bundesverfassung soll ein Absatz 2 geschaffen werden, in dem das Prinzip der Sozialstaatlichkeit verankert werden soll. Primäre Auswirkung:

Null ! Denn ähnlich der Antidiskriminierungsbestimmung für behinderte Menschen im Artikel 7 der Bundesverfassung ist es eine Staatszielbestimmung, die primär einmal noch gar keine Auswirkung hat !

Daher: Schluß mit dem Basteln an Verfassungsgesetzen (siehe Temelin), sondern eine vernünftige und soziale Politik - da können wir uns alle bei „unseren“ Parteien (welche immer das auch ist) mit Nachdruck einsetzen !

Ich werde DAS tun!!


 

FÜRCHTET EUCH NICHT !!

 

2002 -> Freude und Beruhigung........ Ein Ausblick von und mit Franz Karl

 

Die letzten Monate haben nur Angst über uns gebracht. Wer das World Trade-Center im Fernsehen einstürzen gesehen hat, versteht das auch!

 

Aber es ist sinnlos, sich vor dem Fliegen im Flugzeug zu fürchten, wenn es hunderte Male gefährlicher ist, mit dem Auto zum Flughafen zu fahren.

Es ist sinnlos, sich vor dem Euro zu fürchten, weil er – abgesehen von dem vielen „Kleingeld“ – uns nur Vorteile gebracht hat und bringen wird.

Es ist sinnlos, sich vor der EU-Osterweiterung zu fürchten, weil NICHT tausende Einwanderer

kommen werden und selbst wenn, sie unserem Kulturkreis näher stehen werden als die, die schon da sind.

Es ist sinnlos, sich vor Temelin zu fürchten, weil wir es ohnehin nicht verhindern können, weil wir es nur sicherer machen können und weil – ich persönlich jedenfalls – mich mehr vor Kohle- und Ölkraftwerken fürchte, die das Ozonloch größer machen werden (zum Unterschied von Kernkraftwerken).

Es ist aber auch sinnlos, sich vor dem Ozonloch zu fürchten und gleichzeitig mit seinem Autofahren es selbst wieder ein Stückchen größer zu machen.

Es ist auch sinnlos, sich vor der Gentechnologie zu fürchten, denn gentechnologisch erzeugtes Insulin rettet bereits jetzt Menschenleben. Und niemand ist noch an 0,1% gentechnisch verunreinigten Soja gestorben, hingegen jede Menge Leute, weil sie zuviel Schokolade (z.B. Mozartkugeln) gegessen haben.

Und erst recht ist es sinnlos, sich vor dem Lainzer Tunnel zu fürchten, nur weil jetzt ständig in einröhrigen Autotunnels unverantwortliche Autoraser zusammenkrachen. Auch werden Wohnhäuser in Hetzendorf NICHT durch den Lainzer Tunnel einstürzen, wie ein gewisser Herr Schodl das schon prophezeit hat.

Und schließlich ist es sinnlos, sich vor dem Aufgeben der Neutralität zu fürchten, weil ein Beibehalten NICHT den Frieden sichert und weil wir sie de facto längst aufgegeben haben.

UND Sie sollten sich auch nicht fürchten, daß Sie sich heute beim Tanzen im Fasching den Knöchel brechen. Denn selbst, wenn Sie sich ihn wirklich brechen sollten, Sie vorher noch einen schönen Abend haben sollten !!

Lassen Sie sich durch SICH SELBST, durch die Kronen-Zeitung, durch den Herrn Haider oder den Herrn Gusenbauer, oder gar dem Herrn VDB, durch die FPÖ, die SPÖ oder die Grünen – und, sollte es so Dumme sogar bei uns geben, auch nicht durch die ÖVP – in ständige Angst versetzen.

Es ist ein gutes christliches Wort und ich rufe es Euch zu, für die Politik, aber auch für Euer ganzes Leben:

 

„Fürchtet Euch nicht !“

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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 13.02.2007 03:33:48
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