American Football im
Reich der Mitte
Fehlende Grundvoraussetzungen erschweren Aufstieg
zum Massensport
Der US-Nationalsport Football versucht sich in
China anzusiedeln. Im Reich der Mitte hat die Sportart laut Wall
Street Journal
http://www.wsj.com jedoch mit ernsthaften Problemen zu kämpfen.
Es gibt keine aus Asien stammenden Spieler in der National Football
League (NFL)
http://www.www.nfl.com und olympischen Status besitzt Football
auch nicht. Noch dazu kommt, dass Kontaktsportarten auf keine lange
Tradition zurückblicken können. In China ist jedoch das Potenzial
des vorhandenen Marktes zu groß, um diese Hürden als unüberwindbar
einzustufen. Eine Abweichung gibt es auch bei der Bezeichnung des
Sports. Aufgrund der Ballform wird Football von den Chinesen als
"Oliven-Ball" bezeichnet.
Ein Vorbote für den bevorstehenden Einzug in China ist die
erstmalige Übertragung der Super Bowl am Sonntag im chinesischen TV.
Geschätzte 300 Mio. chinesische Haushalte werden das Spiel live
mitverfolgen. Dies ermöglicht ein Deal der NFL mit der Schanghai
Media Group über die Übertragung des Football-Spiels auf "Dragon TV"
und zwölf kleineren TV-Stationen.
Zusammen mit der NFL begann das chinesische Bildungsministerium
bereits im Jahr 2003, eine abgeänderte Variante vor Ort einzuführen.
Das so genannte "Flag Football" wurde als "non-contact"-Variante mit
Hilfe von lokalen Trainern in chinesischen Schulen vorgestellt. Im
vergangenen Jahr nahm das nationale Team auch bei der Reebok Flag
Football World Championship in Vancouver teil. Schritt für Schritt
sollen die Jugendlichen mit der Sportart vertraut gemacht werden und
Football dann auch als Kontakt-Sport kennen lernen.
Der Game-Hersteller Electronic Arts (EA) hat im vergangenen Dezember
einen 300-Mio.-Dollar-Vertrag mit der NFL unterzeichnet und darf
somit Logos, Spieler und Stadien der Liga in seinen Spielen
verwenden. Für Asien verfolgt EA ehrgeizige Pläne. Bis zum Jahr 2010
sollen die Umsätze die Milliarden-Dollar-Marke erreicht haben. Auch
Chinesen in den USA begeistern sich zusehends für Football und
beginnen, es auch in ihrer Heimat zu spielen.
Sport-Experten sehen jedoch die Notwendigkeit für ein Aushängeschild
aus China in der NFL im Stile eines Yao Ming, der bei den Houston
Rockets Erfolge feiert. Die NBA hat bereits vor langer Zeit
versucht, die Chinesen für Basketball zu begeistern. Erst als Ming
in die NBA wechselte, schaffte Basketball im Reich der Mitte den
Durchbruch. Auf den gleichen Effekt hoffen jetzt
Marketingverantwortliche in der NFL durch einen "zweiten Yao Ming"
aus der chinesischen Football-Szene.
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Online-Gaming-Boom in
China
Umsatz in einem Jahr verfünffacht
Online-Gaming entwickelt sich im
bevölkerungsreichsten Land der Welt zu einem äußerst lukrativen
Geschäftsfeld. Laut Zahlen der General Administration of Press and
Publication (GAPP)
http://www.cecc.gov/pages/virtualAcad/exp/expcensors.php soll
der mit Internet-Spielen erwirtschaftete Umsatz in vier Jahren auf
zehn Mrd. Yuan (930 Mio. Euro) ansteigen. Bereits im Vorjahr konnte
der Markt mit starken Zuwachsraten aufwarten. Die Umsätze
explodierten um beinahe 400 Prozent auf 2,5 Mrd. Yuan (233 Mio.
Euro), berichtet das IT-Portal DigiTimes.
Gegenwärtig stehen den vergnügungssüchtigen Usern im Reich der Mitte
109 Online-Games zur Verfügung. Nur eine Minderheit sind aber
chinesische Eigenproduktionen. Um das zu ändern will die Regierung
in den kommenden drei Jahren die Entwicklung von hausgemachten
Online-Games mit bis zu zwei Mrd. Yuan (186 Mio. Euro) fördern.
Dadurch sollen 100 Spiele mit kulturellem Bezug zu China hergestellt
werden.
China will auch die Zahl der in der Forschung und Entwicklung für
Online-Games tätigen Personen massiv aufstocken. Bisher sind
landesweit 5.000 Personen in der Entwicklung von Web-Spielen tätig.
Zukünftig sollen es bis zu 20.000 sein. Dazu sollen auch die
wissenschaftlichen und personellen Ressourcen von Hochschulen
herangezogen werden. |

Chinas
Unterhaltungselektronik-Branche im Aufwind
Marktwachstum von 48,5 Prozent bis 2008
prognostiziert
Der chinesische Unterhaltungselektronik-Markt wird
zu einem neuen Höhenflug ansetzen und soll bis zum Jahr 2008 um 48,5
Prozent zulegen, berichtet China Radio International (CRI) unter
Berufung auf die Marktforscher von Euromonitor International
http://www.euromonitor.com . Dabei profitiert die Branche unter
anderem vom steigenden Vertrauen der Chinesen in ein anhaltendes
Wirtschaftswachstum sowie den anziehenden Haushaltseinkommen in dem
Riesenreich.
Die optimistische Vorhersage der Marktforscher baut weiterhin auf
eine im Vergleich mit den Industrienationen niedrige
Verbreitungsrate der meisten Home-Video- und -Audioprodukte. Ein
Übriges soll die Politik der chinesischen Regierung beisteuern, die
über höhere Einkommen, ein Hausbesitzprogramm sowie den leichteren
Zugang zu Privatkrediten die Inlandsnachfrage ankurbeln will.
Ein weiterer Grund für den Aufschwung der
Unterhaltungselektronik-Branche besteht für die Marktforscher darin,
dass nach einer Anfang der 80er Jahre begonnenen ersten Konsumwelle
die damals erworbenen Geräte nun ausgetauscht werden müssten.
Außerdem drängen zwischen 2004 und 2008 rund 80 Mio. junger Chinesen
auf den Arbeitsmarkt, die weitaus Technik begeisterter als ihre
Eltern sind und mit einem höheren Gehalt ausgestattet sein werden.
Selbst die durch die steigende Technisierung der chinesischen
Haushalte und die wachsende Anzahl von Produktionsstätten im Land
verursachte Stromknappheit soll CRI zufolge zum Wachstum der
Unterhaltungselektronik-Branche beitragen. Aufgrund der
Stromausfälle in weiten Teilen Chinas werde die Nachfrage nach Strom
sparenderen Produkten wachsen. (pte-Trend) |

China plant größten
Windpark Asiens
Reich der Mitte setzt zunehmend auf erneuerbare
Energien
Eine private Gesellschaft will vor der Küste von
Shanghai den größten Windpark Asiens errichten. Mehr als 100
Turbinen sollen im flachen Wasser installiert werden, berichtet das
Umweltnetzwerk ENN
http://www.enn.com . Insgesamt soll das Projekt 190 Mio. Euro
kosten. Das "Reich der Mitte" setzt in jüngster Zeit immer mehr auf
erneuerbare Energien, da die Kohlekraftwerke zuviel Schmutz
verursachen.
Immer wieder kommt es in China zu Versorgungsengpässen bei der
Stromlieferung. Zu schnell ist das Wachstum in den großen Städten.
Und zu sehr baut das riesige Land auf seine Kohlevorräte, meinen
Kritiker. Um den Bedarf an Strom zu decken, soll nun im Daishan
County in Zheijiang, der Provinz südlich von Shanghai, ein riesiger
Windpark errichtet werden. Zhejiang Green Power Investment soll als
Bauträger das Kraftwerk errichten. Nicht verlautbart wurde, wann mit
dem Bau des Kraftwerks gestartet werden soll.
Insgesamt wird der Windpark 200 Megawatt Kapazitäten haben, heißt es
seitens des China Electricity Council. Ende 2004 betrug die
Kapazität von Windkraftwerken in China 730 Megawatt. |

China hält Rekord an
inhaftierten Journalisten
Auch USA im Visier von Journalistenorganisation
Laut Studie des Komitees zum Schutze von
Journalisten (CPJ)
http://www.cpj.org sind vergangenes Jahr in China 42
Journalisten wegen Ausübung ihres Berufes in Haft gewesen. Im
bevölkerungsreichsten Staat sind damit zum sechsten Mal in Folge die
meisten Journalisten eingesperrt. In den Gefängnissen von Burma,
China, Eritrea und Kuba sitzen über drei Viertel aller inhaftierten
Journalisten weltweit. Insgesamt befanden bis Ende Dezember 2004 122
Journalisten im Gefängnis - 16 weniger als im Vorjahr.
Kuba hält mit 23 verhafteten Reportern den zweiten Platz, gefolgt
von Eritrea (17) und Burma (elf). 74 Journalisten sind wegen
angeblicher Gefährdung des Staates, Volksverhetzung, Verrat von
Staatsgeheimnissen oder wegen Handlungen, die sich gegen
Staatsinteressen richten, verhaftet worden. "Das Schwergewicht der
Vorwände, dass Staatsinteressen sind durch die Journalisten
gefährdet sind, zeigt den Hang repressiver Regime, kritische
Journalisten einfach einzusperren", kommentiert Ann Cooper,
Präsidentin von CPJ, die Studie.
2004 befindet sich mit dem zu Hausarrest verdonnerten
US-Journalisten Jim Taricani von WJAR-TV auch die USA auf der Liste
der Staaten, die Reporter in Ausübung ihrer Tätigkeit verhaftet
haben. pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041211003 Die Studie der in
New York ansässigen Organisation erfasst alle Journalisten, die von
Regierungen verhaftet werden. Verschwundene oder von
nichtstaatlichen Gruppen entführte Reporter werden nicht erfasst.
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Chinesische
Suchmaschine Baidu.com will an die Wall Street
Verkauf von 25 Prozent des Unternehmens soll 200
Mio. Dollar einbringen
Die führende Suchmaschine Chinas, Baidu.com
http://www.baidu.com , bereitet offenbar einen Börsengang an der
Wall Street vor. Der geplante Verkauf von 25 Prozent des
Unternehmens soll rund 200 Mio. Dollar in die Firmenkasse spülen,
berichtet die Financial Times (FT). Damit würde Baidu.com mit 800
Mio. Dollar bewertet. Der IPO ist für das zweite Halbjahr 2005
angepeilt, könnte aber je nach Marktbedingungen noch verschoben oder
im Volumen reduziert werden, schreibt die FT unter Berufung auf
unternehmensnahe Kreise.
Der geplante IPO von Baidu.com stellt laut FT einen wichtigen Test
für das Interesse internationaler Investoren an chinesischen
Internetaktien dar. Die bereits im Technologieindex Nasdaq notierten
chinesischen Webportale wie Sina, Sohu.com und NetEase haben
jedenfalls in den vergangenen Jahren einen unbeständigen Kurs
hingelegt. Nach dem anfänglichen Enthusiasmus über die
Profitabilität der chinesischen Portalbetreiber hatte das
wechselhafte Marktumfeld den Investoren Sorgen bereitet. Die Aktien
von Sina haben so seit Januar 2004 rund 50 US-Cent verloren.
Für das große Potenzial des Börsenkandidaten spricht, dass Baidu.com
fast die Hälfte des chinesischen Online-Suchmarkts kontrolliert und
die chinesische Version von Google, das im Sommer 2004 bei dem
Rivalen eingestiegen war (pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=040615025 ), auf Distanz hält.
Außerdem ist die Internetpenetrationsrate in dem Riesenreich derzeit
noch sehr gering und soll in den nächsten Jahren sprunghaft
anwachsen. Allerdings sieht sich Baidu.com laut FT auf dem
chinesischen Markt neben Google der Konkurrenz von gleich drei
verschiedenen Yahoo-Suchservices ausgesetzt.
Baidu.com hat nach eigenen Angaben im Jahr 2003 zum ersten Mal
Gewinne eingefahren und einen Umsatz von rund zwölf Mio. Dollar
erwirtschaftet. Rund 80 Prozent der Umsätze erzielte die
Suchmaschine dabei mit den so genannten "sponsored links". Pro Tag
werden mehr als 30 Mio. Suchabfragen über Baidu.com gestartet.
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Fast 100 Mio.
Internet-User in China
Zunahme um 18 Prozent innerhalb eines Jahres
In China wird die Zahl der Internetuser demnächst
die 100-Mio.-Marke erreichen. Laut vom China Internet Network
Information Centre (CINIC)
http://www.cnnic.net.cn/en/index/index.htm veröffentlichten
Zahlen waren zum Stichtag 31. Dezember 2004 insgesamt 94 Mio.
Chinesen online. Dies bedeutet ein Plus von 18,2 Prozent, berichtet
China Daily.
http://www.china.org.cn
Bei den chinesischen Internet-Usern gibt es, anders als in den
Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao, ein beträchtliches Gender
Gap. So sind in dem Riesenreich wesentlich mehr Männer als Frauen
online. Insgesamt sind nur 39,4 Prozent der chinesischen Nutzer
Userinnen. Dagegen herrscht in Hongkong und Macao unter den Onlinern
praktischer Geschlechter-Parität.
Im Übrigen sind die User im Reich der Mitte wie in den meisten
Ländern auch vor allem jung, gebildet und im städtischen Milieu
angesiedelt. Mehr als zwei Drittel aller Nutzer gehen hauptsächlich
von zu Hause aus ins Netz, rund 40 Prozent haben darüber hinaus auch
in Büros, Internet-Kaffees und Schulen Zugang zum World Wide Web.
Wesentlichste Gründe, um online zu gehen, sind E-Mails, Nachrichten
und Suchmaschinen. Neun von zehn Chinesen bezeichnen E-Mails als den
wesentlichsten Grund für ihren Netzzugang. Online-Banking führt noch
ein Schattendasein. Wang Gang, ein Manager der Industrial and
Commercial Bank of China, ist aber hier für die Zukunft
optimistisch. Die nächsten zehn Jahre würden für Online-Banking in
China ein goldenes Zeitalter werden. |

China: Handys vor
Festnetz
Bereits 334 Mio. Bürger telefonieren mobil
In China ist die Zahl der Handy-Telefonierer im
vergangenen Jahr erneut stark angestiegen. Insgesamt telefonierten
im Reich der Mitte zum Stichtag 31. Dezember 334 Mio. User mobil,
ein Plus von 65 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Damit gibt es in
China mehr Mobilfunk-User als Festnetztelefone. Von diesen gab es
zum Jahresende 316 Millionen, ein Zuwachs von 53 Millionen im
Jahresvergleich.
Im laufenden Jahr soll die Zahl der Mobiltelefonierer auf 402
Millionen ansteigen. Damit würde die Penetrationsrate von derzeit
rund 25 Prozent auf etwa 33 Prozent zulegen. Diese Zahlen gab das
chinesische Ministerium für die Informationsindustrie MII (Ministry
of Information Industry)
http://www.mii.gov.cn/ bekannt, berichtet die Nachrichtenagentur
Xinhua.
http://news.xinhuanet.com/english/2005-01/12/content_2451574.htm
China ist von der Zahl der User her gesehen der größte
Mobilfunkmarkt der Welt.
Die chinesischen Handy-Telefonierer verschickten im abgelaufenen
Jahr insgesamt 214 Mrd. SMS. Die mit
Telekommunikationsdienstleistungen im Allgemeinen erzielten Umsätze
sind 2004 in China um knapp über ein Prozent auf 520,5 Mrd. Yuan (48
Mrd. Euro) angestiegen, gab das Ministerium weiter bekannt. Die Zahl
der Internet-User betrug 95 Millionen, 25 Millionen waren per
Breitband mit dem Internet verbunden. |

Olympia 2008 in Peking
bricht alle Sponsoring-Rekorde
Dabei sein ist alles: Menschenrechte im Schatten
des chinesischen Riesenmarktes
Die Olympischen Spiele in Peking im Jahr 2008
brechen schon jetzt Rekorde. Wie die Financial Times (FT) heute,
Montag, berichtet, werden die Einnahmen aus Sponsoringverträgen mit
Markenunternehmen den Rekordwert von einer Mrd. Dollar (rund 762
Mio. Euro) überschreiten. Alleine die bisher erzielten
Vereinbarungen mit sechs Großsponsoren, darunter Volkswagen, die
Bank of China und China Mobile, bringen Olympia 2008 rund 600 Mio.
Dollar. Der Run auf das spektakulärste Sportevent im attraktivsten
Markt der Welt zeigt einmal mehr, dass die Menschenrechtspolitik des
Landes im Schatten seiner Wirtschaftserfolge steht.
"Ich glaube Peking wird alle Rekorde brechen", sagte Gerhard Heiberg,
Vorsitzender der Marketingkommission des Internationalen Olympischen
Komitees (IOC)
http://www.olympic.org der FT. Die Sponsoring-Einnahmen werden
in jedem Fall eine Mrd. Dollar erreichen. Im Vergleich dazu haben
die Spiele in Athen im Vorjahr laut FT rund 248 Mio. Euro (325 Mio.
Dollar) mit Sponsoring eingenommen. Bei den Spielen in Salt Lake
City und Athen gemeinsam haben elf Großsponsoren dem Sportevent 603
Mio. Dollar beschert.
Das boomende Geschäft dient auch dem IOC wieder einmal als
Rechtfertigung der Entscheidung für den Austragungsort Peking, die
Bedenken von Kritikern bezüglich der Menschenrechtssituation in
China ausblenden soll. Als Argument gegen die Kritiker dient die
Öffnung des riesigen Landes mit Hilfe der Ökonomie, die in der Folge
auch Verbesserungen bei den Menschenrechten bringe. Die Spiele 2008
in Peking sind aus dieser Sicht ein Wendepunkt und eine Öffnung des
Landes wie es die Spiele 1964 in Tokio für Japan und die Spiele 1988
in Seoul für Südkorea waren. Dabei wird gerne vergessen, dass nach
dem Ende des Kalten Krieges gerade die Volksrepublik China bewiesen
hat, dass Marktwirtschaft und Modernisierung nicht unbedingt mit
Demokratie und Menschenrechten einhergehen müssen. Das olympische
Prinzip "Dabei sein ist alles" bekommt hier plötzlich eine sehr
ökonomische und kalte Dimension. |

Chinesisches
Online-Portal kauft internationale Präsenz
Übernahme von Indiagames bringt renommierte
Vertriebspartner weltweit
Das chinesische Online-Portal Tom Online
http://www.tom.com
will sich mit der Akquisition des indischen
Handyspiele-Herstellers Indiagames
http://www.indiagames.com den Zugang zum internationalen Markt
sichern. Wie Tom Online heute, Freitag, mitteilte, übernimmt das
chinesische Portal 80,6 Prozent der Indiagames-Aktien zum Preis von
rund 17,7 Mio. Dollar.
Tom Online erhofft sich durch die Übernahme einen Sprung für seine
Produkte und Services auf die internationale Ebene mit einem Zugang
zu weltweit agierenden Partnern und globalen Vertriebskanälen. "Das
ist eine einmalige Allianz zwischen dem asiatischen Tiger und dem
indischen Elefanten", kommentierte Indiagames-CEO Vishal Gondal.
Indiagames verfüge im Mobilfunkbereich über eine starke Präsenz in
Europa und Nordamerika, so Gondal.
Das 1999 gegründete indische Unternehmen ist nach eigenen Angaben
eine der größten Mobilfunk-Content-Schmieden der Welt. Zu seinen
Partnern zählen Hollywood-Studios und Top-Handyhersteller.
Indiagames verfügt über globale Vertriebskanäle wie Vodafone, O2,
T-Mobile und AT&T. 86 Prozent der Umsätze generiert der
Handyspiele-Hersteller außerhalb von Indien. |

China plant Regeln für
TV-Werbung
Nike-Spot als Anlassfall
Die chinesischen Behörden planen genauere Regeln
für TV-Werbung festzulegen. Anlass für die neuen Regeln für
TV-Werbespots ist der in China verbotene "Chamber of Fear"-Spot von
Nike (vgl. pte
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041207056 ). Die Regelung
werde die Standards spezifizieren, die TV-Werbung in China einhalten
müsse, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).
Die neue Regelung soll schon im ersten Quartal 2005 wirksam werden.
Die Öffentlichkeit habe noch die Möglichkeit Stellungnahmen zu den
Entwürfen der State Administration of Radio, Film und Television (SARFT)
http://www.sarft.gov.cn abzugeben, bevor sie gültig werden, so
das WSJ. Die Regelung werde Vorschriften zu Design, Metaphorik,
Schicklichkeit und zum möglichen Einfluss auf junge Seher enthalten.
Das Gesetz werde sich nicht explizit an internationale Werber
richten. Auch chinesische Unternehmen müssen künftig ihre TV-Werbung
anpassen. Deren TV-Werbung enthalte beispielsweise oft sexuelle
Anspielungen, die anstößig seien. Der Nike-Spot "Chamber of Fear"
spielt vor allem auf den Kung-Fu-Klassiker "The 36th Chambers of
Shaolin" sowie auf rundenbasierte Computerspiele an. Der
US-Basketballstar LeBron James besiegt nacheinander verschiedene
Gegner wie Kung-Fu-Meister und Cartoon-Drachen. In Chinas
Online-Foren wurde der TV-Spot als Sinnbild des Sieges des Westens
über die chinesische Kultur verstanden. |

Chinesen tranken schon
vor 9.000 Jahren Alkohol
Ältester Nachweis von fermentierten Getränken
entdeckt
In Überresten von chinesischen Tongefäßen haben
US-Forscher die bisher ältesten Spuren von Alkohol entdeckt. Demnach
gab es im alten China bereits vor 9.000 Jahren alkoholische
Getränke. Bei den Spuren handelte es sich um ein Getränk, das aus
Reis, Honig und Früchten zubereitet wurde, berichtet das
Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com .
Die Forscher um Patrick Mc Govern von der University of
Pennsylvania, Museum of Archeology and Anthropology in Philadelphia
http://www.museum.upenn.edu , haben die Spuren in 16 Scherben
von Tongefäßen aus der Henan-Provinz gefunden. Die Getränke sind
nach einen besonderem Verfahren hergestellt worden, das heute noch
in China verwendet wird: Die im Reis enthaltenen Kohlehydrate werden
von verschiedenen Schimmelpilzen in Zucker umgewandelt, der dann
vergärt. Der Hinweis auf Weinsäure sei der Beweis, dass es sich um
fermentierte Getränke handelt, berichtet der Forscher. Zusätzlich
konnten die Wissenschaftler Spuren finden, die Ähnlichkeiten mit der
heute noch praktizierten Herstellung von Reiswein haben.
Geschmacksträger des Getränks waren entweder Trauben oder
Weißdornfrüchte.
Dass die Chinesen nicht notwendigerweise die ersten Menschen waren,
die Alkohol hergestellt haben, ist den Forschern klar. Etwa zur
gleichen Zeit dürfte im Zwischenstromland bereits die Kunst des
Bierbrauens bekannt gewesen sein. Eindeutige Beweise für die Kunst
des Brauens konnten Forscher auch in den chinesischen Provinzen
Hebei, Henan und Shanxi entdecken. In rund 3.000 Jahre alten
luftdicht verschlossenen Tonbehältern war noch flüssiger Reis- und
Hirsewein enthalten. Diesen Getränken wurden verschiedene Aromen wie
Kräuter und Blüten zugesetzt. Diese Alkoholika, deren Existenz auch
schriftlich festgehalten wurde, spielten in der traditionellen
chinesischen Kultur, Religion und Medizin eine große Rolle.
|

Nike-Werbung verletzt
chinesische Kultur
TV-Spot von chinesischen Behörden verboten
Der Sportartikelkonzern Nike
http://www.nike.com
muss in China einen TV-Werbespot absetzen. Der Spot mit
US-Basketball-Star LeBron James würde laut Wall Street Journal zu
viele Chinesen in deren Würde verletzen. In der Werbung kämpft der
Sportler mit einem Cartoon-Kung-Fu-Meister und mehreren Drachen.
James gewinnt die Auseinandersetzung. Diese Entscheidung der
chinesischen Radio-, Film- und TV-Behörde ist eine weiteres Vorgehen
gegen eine Reihe von Werbungen, die westliches Marketing in Konflikt
mit chinesischen Traditionen und Symbolen bringen. Der Nike-Spot
würde Bestimmungen verletzen, die jeder Werbung vorschreiben, dass
die nationale Würde und der Respekt gegenüber dem Mutterland bewahrt
werden müssen.
Der US-Konzern hat seit dem Beginn der Schuhherstellung in China vor
mehr als 20 Jahren immer versucht, die Region als Wachstumsregion zu
sehen und dementsprechend damit umzugehen. Im vergangenen
Geschäftsjahr hat Nike 53 Prozent des jährlichen 12,3 Mrd.
Dollar-Umsatzes außerhalb der USA erwirtschaftet. Im
asiatisch-pazifischen Raum stiegen die Umsätze im abgelaufenen Jahr
um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von 1,3 Mrd. Dollar auf 1,6
Mrd. Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres war diese Region die am
schnellsten wachsende mit Umsatzsteigerungen von 17 Prozent.
In China wurde der aktuelle Nike-Spot aufgrund des undifferenzierten
Umgangs mit der chinesischen Kultur angeprangert. Chinesen würden
als unfähig dargestellt und Frösche und Göttinnen im Spot
zusammengewürfelt. Die chinesische Regierung hat im April dieses
Jahres neue Gesetze verabschiedet, die den Import von ausländischen
TV-Soaps und Martial-Art-Programmen limitieren. Die Darstellung von
Egoismus und der Anbetung des Geldes wurden gänzlich verboten.
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Peking bestreitet
Google-Blockade
Rückschlag für China-Ambitionen des
US-Unternehmens
Die chinesische Regierung bestreitet die Blockade
des chinesischen News-Services von Google. Seit etwa zehn Tagen ist
die chinesische News-Seite von Google für User nicht mehr
erreichbar. Chinesische Behördenvertreter führten die
Schwierigkeiten auf allgemeine technische Probleme zurück, berichtet
das Handelsblatt. Das Ministerium für Informationsindustrie in
Peking
http://www.mii.gov.cn wisse nichts von den Problemen der Google
News-Seite. IT-Experten betrachten hingegen eine Blockade der
Website durch chinesische Behörden als sicher. Für Google würde eine
Blockade einen schweren Rückschlag seiner Expansionsbestrebungen im
rasch wachsenden Online-Markt Chinas bedeuten.
Die News-Seite von Google bietet eine Auswahl an Nachrichten aus
aller Welt in chinesischer Sprache. Diese Auswahl richtet sich
ohnedies schon nach den strengen Kriterien der chinesischen
Regierung und blendet politisch heikle Informationen aus. Die
Selbstzensur hat Google unter anderem Kritik von Reporter ohne
Grenzen
http://www.reporter-ohne-grenzen.de eingebracht. Bill Xia, Chef
eines US-Unternehmens, das Software zur Umgehung der
Regierungsblockaden anbietet, ist sich sicher, dass Peking hinter
den Schwierigkeiten steckt. Bei Google werden die Zugriffsprobleme
laut Financial Times (FT) bestätigt. Das US-Unternehmen arbeite
daran "das Problem zu verstehen und zu lösen".
Bereits im Jahr 2002 wurde die chinesische Seite von Google völlig
blockiert und User zu anderen Websites umgeleitet. Die Kontrolle des
Internet durch die Regierung ist in China üblich und manche Experten
meinen, Peking mache den Job recht gut. Internationale
Online-Dienste, die chinesische Websites betreiben, müssen die
Inhalte den Anforderungen der Behörden anpassen oder mit Blockaden
rechnen. Der technische Zustand des chinesischen Internet macht es
laut IT-Experten zudem schwierig, zwischen absichtlichen Blockaden
und bloß gängigen technischen Problemen zu unterscheiden. |

China: Aids-Impfstoff
und Krebsimpfstoff werden getestet
SFDA gibt neue Impfstoffe für klinische Tests
frei
Ein von chinesischen Wissenschaftern entwickelter
Aids-Impfstoff wurde laut der chinesischen State Food and Drug
Administration (SFDA)
http://www.sfda.gov.cn/eng für Tests mit Patienten zugelassen.
Der Impfstoff besteht laut China daily aus einem DNA Wirkstoff und
einem veränderten Virusträger. Bereits 1996 begannen chinesische
Wissenschafter mit der Erforschung von verbreiteten Virengenen
einschließlich der im Randbereich und im Kern befindlichen Eiweiße.
Es zeigte sich, dass der menschliche Körper gegen Aids immun wird,
wenn der DNA Impfstoff und der veränderte Virusträger nacheinander
injiziert werden. Die Forscher infizierten einen Affen mit Aids
nachdem der geimpft wurde und konnten keine abnormalen Reaktionen
nachweisen. Klinische Tests sollen laut SFDA die Sicherheit des
neuen Impfstoffes näher erforschen und sicherstellen.
Forscher des Zhangjiang Biotech Research Centre haben einen
Krebsimpfstoff entwickelt, der das Wachstum von Krebszellen
einschränken oder sie sogar zerstören soll. Auch dieser Impfstoff
wurde laut China daily von der SFDA für klinische Studien an
Krankenhäusern in Schanghai zugelassen. Der Impfstoff zielt darauf
ab, das Immunsystem des Körpers dazu zu bringen, Krebszellen
aufzuspüren und zu zerstören. Er ist vor allem für die Behandlung
von Leberkrebs, der tödlichsten Krebsform, ausgerichtet. Ein
entsprechendes Patent sei laut einem Mitarbeiter des Centre bereits
mit Amerika und Australien vereinbart worden. Bei dem neuen
Impfstoff handelt es sich um den ersten von chinesischen
Wissenschaftlern unabhängig entwickelten, der für den Einsatz im
Ausland patentiert wurde. |

Über 300 Mio. Chinesen
telefonieren am Handy
Penetrationsrate steigt auf 25 Prozent
Der Mobilfunk-Boom im größten Land der Erde hält
ungebrochen an. Laut einem Bericht des taiwanesischen IT-Portals
DigiTimes haben zum Stichtag 31. Oktober mehr als 320 Mio. Chinesen
ein Handy ihr eigen genannt. Damit stieg die Zahl der
Handytelefonierer seit Jahresbeginn um über 55 Millionen, schreibt
DigiTimes unter Berufung auf Zahlen des chinesischen
Informationsministeriums.
http://www.mii.gov.cn/mii/
Während in vielen industrialisierten Ländern die Grenzen der
Verbreitung von Mobiltelefonen längst erreicht sind, ist im Reich
der Mitte das Wachstumspotenzial nach wie vor vorhanden. Das zeigt
ein Blick auf die so genannte Penetrationsrate: Diese ist seit
Jahresbeginn in China zwar stark angestiegen und beträgt nunmehr
24,8 Prozent. Westliche Industrieländer dagegen bringen es bereits
auf Penetrationsraten von 80 bis 100 Prozent.
In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat parallel zur steigenden
Verbreitung der Handys auch die Zahl der via Mobiltelefone
verschickten Kurzmitteilungen rasant zugenommen. Chinesische User
haben von Januar bis Oktober insgesamt 176 Mrd. SMS verschickt, ein
Plus von ganzen 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Chinas Umwelt am
Kollabieren
Gen-Bäume verändern lokale Flora
Mehr als eine Million genetisch veränderte Bäume
sollten Chinas Wüsten zurückhalten und vor Überflutungen schützen.
Bürokratische Schlupfwinkel sorgen jedoch dafür, dass niemand ganz
genau sagen kann, wo diese Bäume überall stehen und welche
Auswirkungen diese auf andere Pflanzen haben, berichtet das
Wissenschaftsmagazin New Scientist
http://www.newscientist.com .
In den vergangenen fünf Jahren wurden 8.000 Quadratkilometer
Farmland in Plantagen umgewandelt. Bepflanzt wurden vor allem die
Regionen um die beiden Flüsse Jangtse und den Gelben Fluss sowie die
trockene Xinjiang-Provinz. Dort wurden in den späten 90-er Jahren
auch die Versuche mit genetisch veränderten Bäumen durchgeführt. Die
Pflanzungen wurden allerdings von einer Vielzahl von Insekten
befallen. Bei einem Treffen in Peking im Juli wurde von Experten
heftig kritisiert, dass die genetisch veränderten Bäume nicht genau
auf eventuelle Folgen für die Umwelt untersucht wurden, weil die
beiden Ämter, das GMO-Safety Administration Office im
Landwirtschaftsministerium und das State Forestry Bureau sich nicht
einigen konnten in wessen Zuständigkeitsbereich die Bäume fallen.
"Es gibt dringenden Bedarf, dass die beiden Ämter zusammenarbeiten,
denn der genetische Austausch von den Gen-Bäumen mit anderen
Gewächsen ist schon im Gange", so Xue Dayuan vom Nanking Institute
of Environmental Science. Die Absenz eines Lizensierungssystems hat
dazu geführt, dass sich zahlreiche bisher unbekannte Kreuzungen von
Pflanzen ergeben haben. Außerdem sei es sehr schwer tatsächlich nach
zu verfolgen, wo die genetisch veränderten Pflanzen überall stehen.
Aber nicht nur Chinas Gen-Bäume bereiten den Forschern
Kopfzerbrechen: die wirtschaftliche Revolution fordert auch einen
herben Tribut an das bevölkerungsreichste Land der Erde, das nach
anderen Berichten bald nicht mehr in der Lage sein wird, selbst
genug Nahrung für alle im Land herzustellen. Die Landflucht hat
bereits vor Jahrzehnten begonnen. Zahllose Bauern sind in die großen
Städte gezogen. Druck auf die verbliebenen Bauern hat zusätzlich
dazu geführt, dass die Erde und die Wasserreserven stark in
Mitleidenschaft gezogen werden. Die Folgen sind dramatische Anstiege
von Pilzerkrankungen an Setzlingen, Übersäuerung und Überdüngung von
Böden und Wasservorräten, wie das Fachmagazin Environmental
Geochemistry and Health berichtet. |

China produziert Champions
für Olympia 2008
Staat investiert Mio. und setzt auf ehemaliges
Sowjet-System
Die Volksrepublik China setzt alles daran, um bei den
nächsten Olympischen Spielen in Peking so oft wie möglich ganz oben auf
dem Siegerpodest zu stehen. Vorrangiges Ziel: Die USA soll von der
Spitze verdrängt werden. Der Staat kann in der Ausbildung der künftigen
Athleten auf ein weitverzweigtes System zurückgreifen, das die künftige
Sportmacht mit Nachwuchs versorgt. Insgesamt gibt es an die 3.000
Sportschulen. 100 davon sind renommierte Internate, berichtet The
Guardian Unlimited
http://sport.guardian.co.uk .
Das System basiert auf dem der früheren Sowjetunion. Noch dazu suchen
Scouts in den regulären Schulen nach potenziellen Talenten. Die besten
landen im nationalen Trainingcenter der staatlichen Sportadministration.
Für Peking 2008 liegt die Messlatte gemäß der chinesischen Tradition
sehr hoch. Denn diese besagt: In deiner Heimat musst du das Beste
zeigen.
Die chinesischen Athleten haben sich bei den vergangenen Olympischen
Spielen in der Medaillenausbeute kontinuierlich steigern können. In
Seoul 1988 errang China fünf Goldmedaillen. In Atlanta im Jahr 2000
wurde die Volksrepublik in der Nationenwertung Vierter und vor vier
Jahren in Sydney Dritter. Dieses Jahr in Athen belegte China mit 32
Goldmedaillen hinter den USA Platz dann Rang zwei.
Die kontinuierlich ansteigende Form der Chinesen in nahezu allen
Disziplinen ist nicht auf die teure Ausrüstung der Athleten
zurückzuführen, sondern auf das straff organisierte System, das hinter
diesem Erfolg steht. In den Sportschulen warten 300.000 junge
Chinesinnen und Chinesen, um Hochleistungssport zu betreiben. Auf der
Prioritätenlisten der chinesischen Regierung steht Sport ganz weit oben.
Das erklärte Ziel: Die Produktion von olympischen Champions.
Das Sportbudget der chinesischen Regierung soll dieses Jahr um 15
Prozent auf umgerechnet 214 Mio. Euro angehoben worden sein, berichten
Insider. Neben der staatlichen Unterstützung gibt es mittlerweile auch
private Investoren, die einzelne Teams sponsern. Die Athleten kämpfen
auch nicht mehr bloß um die "Ehre fürs Vaterland", sondern "Cash-Incentives"
sollen den Athleten die Freude an der Bewegung noch größer machen. Rund
20.000 Euro winken allen Goldmedaillen-Gewinnern bei Olympia.
Und die breite Masse der Bevölkerung befürwortet das große
Olympia-Engagement. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass sich 94,9 Prozent
der Chinesen für die Olympia-Bewerbung ausgesprochen haben. Das
Massenphänomen hat auch bereits ihr Sport-Idol. Bei den Spielen in Athen
gewann Liu Xiang als erster Chinese das 110-Meter-Hürden-Finale und
stellte Colin Jacksons zwölf Jahre alten Rekord ein. Dies habe den
Chinesen gezeigt, dass es Asiaten mit Europäern, Afrikanern und
Amerikanern aufnehmen können, so Xiang über seinen Erfolg. In erster
Linie geht es den Chinesen jedoch um die USA, die sie um jeden Preis
schlagen wollen.
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China setzt 656 Spam-Server auf die schwarze Liste
Wer weiter Werbung verschickt, dem droht das Aus
Die
staatlich-kontrollierte Internet Society of China (ISC)
http://www.isc.org.cn/English hat die IP-Adressen von 656 Servern
veröffentlicht, über die Spam versendet worden ist. Unter den 656 schwarzen
Schafen finden sich 62 Rechner aus China, 65 aus Taiwan und sechs aus
Hongkong. In den kommenden Wochen werden die betroffenen Rechner ständig
überwacht und, sollten sie nach dem 20. März ihre Spam-Aktivitäten nicht
eingestellt haben, sanktioniert. Dann droht ihnen, wie die ISC auf ihrer
Homepage mitteilte, die Sperre ihrer IP-Adresse im gesamten chinesischen Raum.
http://www.isc.org.cn/20020417/ca226065.htm
Damit reagieren die chinesischen Behörden auf die Beschwerden vieler
Internet-User, die zum Bersten volle Mailboxen sowie täglich neu anrollende
Wellen von Junk-Mails beklagten. In einigen Fällen ging das sogar soweit, dass
seit Jahren benutzte E-Mail-Adressen aufgegeben werden mussten.
Dass die ISC ihre Drohungen ernst meint, hat sie in der Vergangenheit deutlich
bewiesen. Im Jahr 2003 publizierten die Behörden bereits zwei derartige Listen
mit insgesamt 397 Spam-Servern. Diejenigen, die nicht gegen die Spammer
vorgegangen sind, hatten die Folgen zu tragen. So wurden alle E-Mails von
sanktionierten Servern automatisch von den adressierten Servern abgewiesen.
pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030910012

Fertige Giftcocktails steigern Selbstmordrate in China
Dreimal mehr Suizide in ländlichen Regionen als in Städten
Kurz bevor Peking das erste staatlich finanzierte Suizid-Präventionszentrum
eröffnet, zeichnet eine aktuelle Studie zum Thema Selbstmord in China ein
düsteres Bild. China weist die höchste Selbstmordrate der Welt, speziell unter
Frauen, auf. Es ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen mehr Selbstmorde
als Männer verüben und eines der wenigen, wo sich Suizide häufiger in
ländlichen Regionen ereignen. Im Detail ist im ländlichen Raum Chinas die
Selbstmordrate drei Mal so hoch wie in den Städten. Die Studienautoren machen
den einfachen Erwerb von tödlichen Pestiziden und Rattengiften auf dem Land
und fehlende psychologische Gesundheitsservices für die hohe Suizidrate
verantwortlich.
Die Forscher um Michael Phillips, Psychiater am Huilongguan Hospital in
Peking, untersuchten 519 Selbstmordfälle. 62 Prozent sind auf Konsum von
Rattengift oder Pestiziden zurückzuführen, berichtet die New York Times
http://www.nytimes.com unter
Berufung auf das Fachblatt The Lancet
http://www.thelancet.com .
Weitere 20 Prozent erhängten sich, der Rest starb durch andere Methoden.
Phillips schätzt, dass jährlich 287.000 Chinesen Selbstmord verüben, damit ist
Suizid der fünft häufigste Todesgrund in China.
Zusätzlich zur ländlichen Suizid-Epidemie steigen auch die Selbstmordraten
und Depressionen in Chinas Städten. Die Autoren machen Stress und rasche
Veränderungen in der schnelllebigen Gesellschaft verantwortlich.
Psychologische Bücher, die Anleitungen geben, wie diese Veränderungen
erträglich werden, sind Bestseller. Ein anderes Problem ist die
Stigmatisierung von Selbstmord und Depression in China. In der Vergangenheit
behandelten zwar Konferenzen das Thema, allerdings hinter geschlossenen Türen.
Diese Woche eröffnet das erste von der Stadt Peking finanzierte "Beiing
Suicide Research and Prevention Center".
Geplant sind Hotlines für Depressive, Kampagnen, die ein Bewusstsein für
Depressionen schaffen sollen und ein verstärkter Einsatz von Psychiatern in
zumindest einigen Notaufnahmen der Stadt. Der Grund: "Nach einem erfolglosen
Selbstmordversuch suchen die Kandidaten Notaufnahmen auf und werden
medizinisch betreut. Psychiater sind nicht vor Ort", sagte Phillips. Patienten
werden ohne Therapie entlassen. Die ersten Maßnahmen in Städten sind auf dem
Land aber noch Zukunftsmusik. Phillips drängt China, wenigstens einfache
Vorsorgeeinrichtungen auf dem Land einzurichten und die Entwicklung von
Netzwerken zur Hilfestellung zu fördern.

China
investiert 241 Mio. Dollar in Umwelt-Monitoring
Komplettes Überwachungsnetzwerk in drei Jahren
China
investiert in den nächsten drei Jahren 241 Mio. Dollar in die Errichtung eines
kompletten Umweltüberwachungs-Netzwerkes. Die Investition wird dazu verwendet
das Monitoring zu verbessern. Schwerpunkte liegen auf der Überwachung von
Umweltgiften, der Luft- und Wasserqualität in den großen Flüssen sowie
Küstengewässern. Zentrales Anliegen ist weiters der Informationstransfer.
In drei Jahren soll in 259 Städten ein automatisches Luft-Monitoring und an 98
Stellen der zehn größten Flüsse ein automatisches
Wasserqualitäts-Überwachungssystem existieren. Ab diesem Zeitpunkt ist in
China die Überwachung der Industrie, die in etwa für 65 Prozent der insgesamt
produzierten Schadstoffe verantwortlich ist, möglich. Derzeit existieren
lediglich 474 automatische Luft-Überwachungssysteme in 179 Städten und 80
automatische Wasser-Monitoring-Stationen an den großen Flüssen. Einige wenige
Städte haben zumindest einen Prognose-Service gestartet, der die Bevölkerung
über die tägliche Luftqualität informiert, berichtet People´s Daily
http://english.peopledaily.com.cn .

China vor Aus für Kondom-Werbeverbot
AIDS-Anstieg veranlasst Umdenken
In China wird es voraussichtlich schon bald wieder möglich sein, für
Kondome zu werben. Die Aufhebung des seit 1989 geltenden Werbeverbots für
"Produkte im Zusammenhang mit sexuellen Aktivitäten" sei schon Anfang
kommenden Jahres geplant, berichtet China Daily
http://www1.chinadaily.com.cn heute, Montag, unter Berufung auf einen
namentlich nicht genannten Vertreter des Ministeriums für Industrie und
Handel. Demnach vertritt die Regierung die Ansicht, eine beschränkte Bewerbung
von Kondomen könne sowohl bei der Familienplanung als auch bei der Bekämpfung
von AIDS hilfreich sein. Der Nationale Volkskongress hat bereits im Juni eine
Lockerung des Werbeverbots gefordert. Anlass für das Umdenken ist die
steigende Anzahl von AIDS-Erkrankungen in China.
In China gibt es laut China Daily mehr als 300 Unternehmen, die insgesamt
im vergangenen Jahr etwa 2,4 Mrd. Kondome hergestellt haben. Eine Untersuchung
aus dem Jahr 2000 habe jedoch gezeigt, dass nur die Hälfte dieser Produkte
auch die erforderlichen Qualitätsstandards erfüllen. Werbung für
Qualitätskondome könnte daher eine Hilfestellung für Konsumenten bzw. ein
positiver Markteffekt sein. Die Vereinten Nationen haben China für 2010 zehn
Mio. AIDS-Kranke prognostiziert. Das chinesische Gesundheitsministerium geht
laut China Daily von einer jährlichen Steigerungsrate bei HIV-Infektionen von
16,7 Prozent aus.

130 Mio. Chinesen vom größten Sandsturm bedroht
Massive Abholzung und Dürre vergrößern Wüste Altlasten
bedrohen Trinkwasserversorgung
Eine Umweltkatastrophe von nie dagewesener Größe bedroht Millionen Menschen
in China. Nach verheerenden Sandstürmen, die das Leben von 130 Mio. Menschen
beeinflusst haben und zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen geführt haben, ist
die Lage noch immer angespannt. In Peking lag ein dicker gelber Smog über der
Stadt, die Sicht betrug weniger als 100 Meter. Nach Expertenmeinung führen
massive Abholzungen zu einer schnellen Ausbreitung der Wüste, berichtet die
Straits-Times in ihrer aktuellen Ausgabe.
Experten fürchten auch, dass die olympischen Spiele 2008 durch die
Umweltveränderungen in Zentral-Asien gefährdet sind. Der Sandsturm hat eine
Landfläche von 1,4 Mio. Quadratkilometer in dicken Nebel gehüllt. Rund acht
Provinzen sind davon betroffen gewesen: Gansu, die Innere Mongolei, Ningxia,
Shanxi, Shaanxi, Hebei, Peking und Tiajing.
"Sandstürme dieser Art sind typisch für die Region und diese Jahreszeit",
erklärte ein Sprecher der Chinesischen State Forestry Administration.
Allerdings sei dies in bisheriger Form noch nie passiert, meinte ein anderer
Experte. Schuld an den immer stärker werdenden Sandstürmen hat nach
Expertenmeinungen die Ausdehnung der Wüsten durch Abholzung. Der Sandsturm,
der in der mongolischen Wüste Gobi begonnen hat, hat sich in der vergangenen
Nacht Richtung Südkorea bewegt und Seoul in dicken gelben Smog gehüllt.
China gilt unter Umweltexperten als eines der Länder, das am stärksten von
Umweltkatastrophen bedroht sind. Das Kraftwerk-Projekt des Jangtse, mit einer
Länge von 600 Kilometern einer der größten Stauseen der Welt, könnte zu einer
gigantischen Umweltkatastrophe führen, denn die gefluteten Gebiete sind mit
Altlasten wie Mülldeponien und Friedhöfen verseucht. Mehr als 1,3 Mio.
Menschen müssen wegen des gigantomanischen Kraftwerksbaus zwangsumgesiedelt
werden. 2009 soll der Stausee auch als Trinkwasserspeicher dienen.
Weitere Informationen:
http://straitstimes.asia1.com.sg/asia/story/0,1870,109686,00.html?

China plant längste Brücke
Fertigstellung der 54 Kilometer langen Verbindung für 2006
geplant
In China soll die längste Brücke der Welt gebaut werden. Die 54 Kilometer
lange Brücke soll laut China Daily
http://www1.chinadaily.com.cn die Küstenstadt Ningbo mit der
Nachbarmetropole Jiaxing, 120 Kilometer südlich von Shanghai, verbinden. Mit
der Fertigstellung wird im Jahr 2006 gerechnet. Als Baugrund wird die
Verbesserung der Infrastruktur für die Wirtschaft durch eine verbesserte
Verkehrsanbindung angegeben.
Die sechsspurige Brücke soll die Reisezeit von drei auf eineinhalb Stunden
verkürzen, sagte der Vize-Bürgermeister von Ningbo, Shao Zhanwei. Die
Baukosten werden mit 1,45 Mrd. Dollar veranschlagt. 70 Prozent der Investition
sollen aus Geldern lokaler Unternehmen gedeckt werden. Den Rest steuern
Einnahmen der Provinz Zhejiang rund um die Stadt Ningbo bei. "Die Brücke ist
Teil einer 12 Mrd. Dollar Investition in die Infrastruktur der Stadt zwischen
2001 und 2005" so Zhanwei. Ziel der Investition ist die Förderung der
ökonomischen Entwicklung der Region.

China-Tournee des RSO-Wien mit Konzert in Peking beendet
Mit großem Erfolg ging vergangenes Wochenende die China-Tournee des Radio
Symphonieorchesters Wien zu Ende: Freitag Abend (28. 9.) dirigierte der zum
letzten Konzert aus New York nach Peking zurückgekehrte Michael Stern in der
Beijing Concert Hall ein bravouröses Konzert, wieder mit allen fünf Draufgaben
- Donauwalzer, chinesischer Yahoo-Marsch, Ungarischer Tanz No. 1 von Brahms,
Figaro-Ouvertüre und Chineser-Galopp von Johann Strauss -, und das Publikum
spendete Standing Ovations.****
Dem RSO-Wien zuliebe hatte Michael Stern, dessen Vater Isaac Stern am Sonntag
begraben worden ist, den Flug New York - Chicago - Peking am Donnerstag
absolviert, dirigierte am Freitag das Konzert und flog Samstag via Tokio
wieder in die USA zurück, um am Sonntag zur Trauerfeier rechtzeitig zurück zu
sein. "You deserve it" ("Sie verdienen das"), sagte er in einer kurzen
Ansprache an das RSO-Wien. Kein Wunder, dass das Konzert emotionsgeladen war
und die Musiker ihr Bestes gaben - Bachs "Air" wurde außer Programm am Anfang
gespielt, in memoriam Isaac Sterns, der viel für das chinesische Musikleben
getan hat. Die Musiker des RSO-Wien sind nun wieder nach Wien zurückgekehrt -
mit einer Wiedereinladung nach China für das Jahr 2003.

China: jetzt oder nie
Der größte Wachstumsmarkt der Welt ist reif für
österreichische Innovationen.
Vom 12. bis 17. Oktober 2001 findet zum dritten Mal die "China Hi-Tech
Fair" - eine Messe der Superlative - statt. (www.chtf.com)
Die "China Hi-Tech Fair" in Shenzhen (China) ist eine Messe für den
Austausch von Information über die letzten Entwicklungen und Innovationen in
der High-Tech Branche. Sie dient als Informationsbrücke für Unternehmen aus
den verschiedensten Ländern und hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als
nur bewährt.
Nahezu 3000 Hi-Tech Unternehmen aus 33 Ländern wie USA, Australien, Kanada,
Großbritannien, Finnland, Israel, Italien, Japan, sowie zahlreiche
Universitäten, Regierungen und Forschungsinstitutionen nahmen im Jahr 2000 an
der CHTF teil. Sie stellten über 15 000 wegweisende technologische
Forschungsergebnisse und Entwicklungen auf einer Fläche von mehr als 50 000 m²
zur Schau. Ergänzt wird diese herausragende Kombination von sich gegenseitig
ergänzenden Unternehmen durch die Teilnahme von 1300 internationalen
Investoren und zahlreichen hochkarätigen Referenten. Im Jahr 2000 wurden auf
der "China Hi-Tech Fair" Handelsabkommen mit einem Gesamtvolumen von 8,54
Milliarden USD unterzeichnet. Eine Steigerung von mehr als 31,4% gegenüber dem
Vorjahr lässt hohe Erwartungen für die Ausstellung in diesem Jahr zu.
Beim gleichzeitig stattfindenden "China Hi-Tech Forum" referieren
weltbekannte Experten zu den neuesten Entwicklungen. Unter den Rednern des
Vorjahres befanden sich Nobelpreisträger für Medizin (Ferid Murad), für Chemie
(Prof. Kary B. Mullis) und für Volkswirtschaft (Prof. W. Fogel). Auch heuer
finden sich wieder 3 Nobelpreisträger und zahlreiche internationale
Wirtschaftsgrößen unter den Referenten.
Die "China Hi-Tech Fair 2001" konzentriert sich auf 3 Schwerpunkte:
·Austausch von technologischen Errungenschaften
·Vorführung und Austausch von Hi-Tech Produkten
·Hi-Tech Forum mit den Themen:
New Venture Capital Market
Future Information Technology
New Century Biotechnology
Um erfolgreich am chinesischen Markt Fuß zu fassen ist es nicht nur
notwendig über innovative Produkte zu verfügen. Noch stärker als in anderen
Märkten ist der persönliche Kontakt und der Aufbau von Vertrauen
unerlässlicher Bestandteil des Erfolges. Dafür bietet das Hi-Tech Forum eine
seltene Gelegenheit.
Durch die engen Kontakte zu Prof. Qi Ji Yi , Mitglied der chinesischen
Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender des Deutsch-Chinesischen Vereins
ist es erfinder.at möglich noch 5 Einladungen zu dieser einzigartigen Messe zu
erhalten. Der wichtigste Teil der Einladung des Bürgermeisters von Shenzhen
ist die Berechtigung am Forum Teil zu nehmen, welches auf die nächsten 5 Jahre
ausgebucht ist.
Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle bei uns einlangenden Bewerbungen
Berücksichtigung finden können. Je größer ein gegenseitiger Nutzen eines
Chinaengagements ist, desto größer ist die Chance eine der begehrten
Einladungen zu erhalten.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte mit einer ausführlichen
Unternehmensbeschreibung und Ihren Vorhaben am chinesischen Markt an
erfinder.at Patentmarketing GmbH.
WTO-Beitritt China: Deutsche Wirtschaft begrüßt Verhandlungsdurchbruch
"Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation ist
ein großer langfristiger Gewinn nicht nur für China, sondern auch für
die deutsche Wirtschaft." Mit diesen Worten begrüßte Heinrich v.
Pierer, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen
Wirtschaft (APA), den Durchbruch bei den letzten bilateralen
Verhandlungen zwischen China und der EU und Mexiko. Die deutsche
Wirtschaft rechne mit einer Aufnahme des Landes in die WTO bei der im
November anstehenden WTO-Ministerkonferenz in Katar.
Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in den
Vereinigten Staaten erhalte der engere wirtschaftliche Austausch
zwischen den Nationen ein neues Gewicht. Freier Welthandel sei ein
Garant für wirtschaftliche Prosperität und wichtige Voraussetzung für
eine langfristig stabile internationale Partnerschaft. Der
WTO-Beitritt Chinas sei auch wichtig, weil er in China Katalysator
für weitreichende Strukturreformen sei und freies unternehmerisches
Handeln fördere. Bereits heute sei Deutschland Chinas größter
europäischer Handelspartner und Investor, so v. Pierer. Allein im
vergangenen Jahr seien die deutschen Ausfuhren nach China um gut 35
Prozent gestiegen. Der wachsende Modernisierungsbedarf der
chinesischen Industrie erfordere weitere Importe kapital- und
technologieintensiver Investitionsgüter.
"Chinas Wirtschaft wächst schneller als die seiner Handelspartner.
Der WTO-Beitritt wird auch die deutsch-chinesischen
Wirtschaftsbeziehungen weiter beflügeln", so v. Pierer anlässlich des
Chinesisch-Europäischen Wirtschaftskongresses. Der Kongress ist die
zentrale Veranstaltung der diesjährigen Asien-Pazifik-Wochen, die vom
17. bis 30. September in Berlin stattfinden.

Chinas Marine entwickelt digitale Seekarte
Neue Technologie zeigt Aktivität der Meere in Realtime
Die Abteilung für Orientierung in der Schifffahrt der chinesischen Marine
hat eine digitale Seekarte entwickelt. Die grafische Darstellung, die kürzlich
von Experten begutachtet wurde, gilt neben Radarsystemen,
Satelliten-Positionierungs sowie -Kommunikationstechnologien als weiterer
Beitrag in der Anwendung neuer Technologien für die Navigation, so ein Bericht
der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhuanet
http://news.xinhuanet.com
.
Die Karte spiegelt die Meeresbewegungen wider und überträgt in Kombination
mit modernen Computer- Multimedia und geografischen Informationssystemen die
ozeanische Aktivität in Echtzeit. Dadurch wird eine reale Imitation der
Gewässer ermöglicht. Die Informationskapazität der digitalen Karte sei sehr
hoch. Auf einer Bildplatte fänden hunderte Seekarte Platz, deren Daten
innerhalb weniger Sekunden gespeichert werden könnten, so die Entwickler. Die
Darstellungen sind für registrierte User im Internet downloadbar.
Heimlicher Prozess wegen Olympia-Bewerbung - Aufmersamkeit soll vermieden
werden
China hat nach Angaben eines New Yorker Journalistenkomitees heimlich den
Prozess gegen
einen Internet-Journalisten begonnen. Huang Qi werde vorgeworfen, auf seiner
Web-Site
www.6-4.tianwang.com Artikel über
die chinesische Demokratiebewegung, die verbotene Sekte
Falun Gong und die Unabhängigkeitsbewegung im nordwestlichen Xinjiang
veröffentlicht zu
haben, gab das Komitee zum Schutz von Journalisten bekannt. Huang sei bereits
am Dienstag in
der chinesischen Provinz Sichuan vor Gericht gestellt worden.
Familien-Mitglieder dürften den Prozess nicht beiwohnen. Auch seien keine
Angaben über das
Urteil oder ein Datum der Urteilsverkündung gemacht worden. Huang sei bereits
im Juni
vergangenen Jahres verhaftet worden, teilte die Journalistenorganisation mit.
Das Verfahren
sei aber immer wieder verschoben worden. Dies sei "ein offensichtlicher
Versuch gewesen,
internationale Aufmerksamkeit über Menschenrechtsverletzungen während Pekings
Bewerbung als
Austragungsort der Olympischen Spiele im Jahre 2008 zu vermeiden", hieß es in
der
Mitteilung.
Trotz Kritik aus dem Westen an der Menschenrechssituation in China erhielt
Peking vom
Olympischen Komitee im Juli den Zuschlag. Huangs Fall hat international
Interesse erregt,
weil er illustriert, wie China zwar das Internet kommerziell nutzen, aber
andererseits auch
staatlich kontrollieren will. Seit April 2000 wird Huangs Web-Site von einem
amerikanischen
Internet-Host aufrecht gehalten. In China selbst ist die Seite nicht
zugänglich. Das
kommunistisch regierte Land blockiert routinemäßig Internet-Seiten etwa von
westlichen
Medien und Menschenrechtsgruppen.

China verhütet mit nanometrischen Kondomen
Verhütungsschutz tötet Bakterien
Bei chinesischen Paaren steigt die Popularität von mit nanometrischer
Technologie erzeugten Kondomen. Ihre einzigartige Funktion besteht darin, dass
die Kondome effizient Bakterien abtöten können, wie die chinesische
Nachrichtenagentur Xinhuanet
http://www.xinhuanet.com berichtet. Dies wird dadurch ermöglicht, dass bei
der Berührung mit dem menschlichen Körper die negativ geladenen Bakterien der
männlichen Samenflüssigkeit durch positiv geladene Kationen des Kondoms
angezogen werden.
Die Kationen durchdringen anschließend in hoher Geschwindigkeit den
bakteriellen Organismus, um jenes Enzym, welches an der Oberfläche des
Bakterium dessen Überleben sichert, abzutöten. Experten behaupten, dass die
neu entwickelten Kondome, hergestellt von der Tianjin Amazon Technology
Company, den derzeitigen Anstieg verschiedener Geschlechtskrankheiten wieder
senken könnten.
Die chinesische Regierung fördert seit den vergangenen zwei Jahren die
nanometrische Technologie. Wissenschaftler rechnen damit, dass die Technologie
zu wichtigen Entwicklungen in der klinischen Medizin, der Computer-Hardware
sowie im Umweltschutz beitragen wird. Schätzungen zu Folge wird die
Nanotechnologie neben der Informations- und Biotechnologie zur bedeutendsten
Branche des 21. Jahrhunderts. Aus diesem Grund wurde jüngst das Unternehmen
Zhonke Nanometric Material in der chinesischen Provinz Shaanxi gegründet. In
der ersten Phase soll das Unternehmen rund 3.000 Tonnen nanometrischer
Zinkoxide im Jahr produzieren.

China forciert erneuerbare Energiequellen
Bis 2005 soll Anteil am Jahresenergieverbrauch 0,7 Prozent
betragen
China will im Zuge des zehnten Fünfjahresprogrammes erneuerbare
Energiequellen wie Sonnen-, Wind-, und geothermale Energie verstärkt nutzen.
Bis zum Jahr 2005 sollen erneuerbare Energiequellen 0,7 Prozent des jährlichen
Energieverbrauchs Chinas ausmachen, Ende 2015 sollen sich der Anteil auf zwei
Prozent belaufen, so der Chef des Wissenschafts- und Technologieministeriums,
Shi Dinghuan. Derzeit ist Kohle Chinas Hauptenergiequelle, wie People´s Daily
berichtet http://english.peopledaily.com.cn
.
Schätzungen zufolge wird bis Ende 2005 die Windkraft-Kapazität in China
1,5 Mio. Kilowatt betragen. Mit Unterstützung anderer erneuerbarer
Energiequellen wie Solar und Wasserenergie könnte der globale Durchschnitt
nicht nur erreicht sondern sogar übertroffen werden, sagte Shi. Dafür hat
die Regierung ein detailliertes Forschungs- und Entwicklungsschema für
erneuerbare Energiequellen ausgearbeitet. Um den Einsatz sauberer
Energieformen voranzutreiben, sollen Importtarife, die Mehrwertsteuer sowie
die Unternehmenseinkommen-Steuer gesenkt werden. Zudem sollen Kooperationen
mit dem Ausland forciert werden. Dies betrifft laut Shi hauptsächlich die
technologische Ebene sowie die maschinelle Ausstattung.
Erste Ansätze auf diesem Sektor gab es bereits in den vergangenen Jahren,
so der Vorsitzende der China Association of Renewable Energie Industrie, Zhu
Jungsheng. Ende 2000 produzierten Chinas Wasserkraftwerke 17 Mio. Kilowatt.
Die Kapazität der geothermalen Kraftwerke betrug 35.000 Kilowatt, die der
Windanlagen 346.000 Kilowatt.