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American Football im Reich der Mitte
Fehlende Grundvoraussetzungen erschweren Aufstieg zum Massensport

Der US-Nationalsport Football versucht sich in China anzusiedeln. Im Reich der Mitte hat die Sportart laut Wall Street Journal http://www.wsj.com jedoch mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Es gibt keine aus Asien stammenden Spieler in der National Football League (NFL) http://www.www.nfl.com und olympischen Status besitzt Football auch nicht. Noch dazu kommt, dass Kontaktsportarten auf keine lange Tradition zurückblicken können. In China ist jedoch das Potenzial des vorhandenen Marktes zu groß, um diese Hürden als unüberwindbar einzustufen. Eine Abweichung gibt es auch bei der Bezeichnung des Sports. Aufgrund der Ballform wird Football von den Chinesen als "Oliven-Ball" bezeichnet.

Ein Vorbote für den bevorstehenden Einzug in China ist die erstmalige Übertragung der Super Bowl am Sonntag im chinesischen TV. Geschätzte 300 Mio. chinesische Haushalte werden das Spiel live mitverfolgen. Dies ermöglicht ein Deal der NFL mit der Schanghai Media Group über die Übertragung des Football-Spiels auf "Dragon TV" und zwölf kleineren TV-Stationen.

Zusammen mit der NFL begann das chinesische Bildungsministerium bereits im Jahr 2003, eine abgeänderte Variante vor Ort einzuführen. Das so genannte "Flag Football" wurde als "non-contact"-Variante mit Hilfe von lokalen Trainern in chinesischen Schulen vorgestellt. Im vergangenen Jahr nahm das nationale Team auch bei der Reebok Flag Football World Championship in Vancouver teil. Schritt für Schritt sollen die Jugendlichen mit der Sportart vertraut gemacht werden und Football dann auch als Kontakt-Sport kennen lernen.

Der Game-Hersteller Electronic Arts (EA) hat im vergangenen Dezember einen 300-Mio.-Dollar-Vertrag mit der NFL unterzeichnet und darf somit Logos, Spieler und Stadien der Liga in seinen Spielen verwenden. Für Asien verfolgt EA ehrgeizige Pläne. Bis zum Jahr 2010 sollen die Umsätze die Milliarden-Dollar-Marke erreicht haben. Auch Chinesen in den USA begeistern sich zusehends für Football und beginnen, es auch in ihrer Heimat zu spielen.

Sport-Experten sehen jedoch die Notwendigkeit für ein Aushängeschild aus China in der NFL im Stile eines Yao Ming, der bei den Houston Rockets Erfolge feiert. Die NBA hat bereits vor langer Zeit versucht, die Chinesen für Basketball zu begeistern. Erst als Ming in die NBA wechselte, schaffte Basketball im Reich der Mitte den Durchbruch. Auf den gleichen Effekt hoffen jetzt Marketingverantwortliche in der NFL durch einen "zweiten Yao Ming" aus der chinesischen Football-Szene.
 

 


 

Online-Gaming-Boom in China
Umsatz in einem Jahr verfünffacht

Online-Gaming entwickelt sich im bevölkerungsreichsten Land der Welt zu einem äußerst lukrativen Geschäftsfeld. Laut Zahlen der General Administration of Press and Publication (GAPP) http://www.cecc.gov/pages/virtualAcad/exp/expcensors.php soll der mit Internet-Spielen erwirtschaftete Umsatz in vier Jahren auf zehn Mrd. Yuan (930 Mio. Euro) ansteigen. Bereits im Vorjahr konnte der Markt mit starken Zuwachsraten aufwarten. Die Umsätze explodierten um beinahe 400 Prozent auf 2,5 Mrd. Yuan (233 Mio. Euro), berichtet das IT-Portal DigiTimes.

Gegenwärtig stehen den vergnügungssüchtigen Usern im Reich der Mitte 109 Online-Games zur Verfügung. Nur eine Minderheit sind aber chinesische Eigenproduktionen. Um das zu ändern will die Regierung in den kommenden drei Jahren die Entwicklung von hausgemachten Online-Games mit bis zu zwei Mrd. Yuan (186 Mio. Euro) fördern. Dadurch sollen 100 Spiele mit kulturellem Bezug zu China hergestellt werden.

China will auch die Zahl der in der Forschung und Entwicklung für Online-Games tätigen Personen massiv aufstocken. Bisher sind landesweit 5.000 Personen in der Entwicklung von Web-Spielen tätig. Zukünftig sollen es bis zu 20.000 sein. Dazu sollen auch die wissenschaftlichen und personellen Ressourcen von Hochschulen herangezogen werden.


 

Chinas Unterhaltungselektronik-Branche im Aufwind
Marktwachstum von 48,5 Prozent bis 2008 prognostiziert

Der chinesische Unterhaltungselektronik-Markt wird zu einem neuen Höhenflug ansetzen und soll bis zum Jahr 2008 um 48,5 Prozent zulegen, berichtet China Radio International (CRI) unter Berufung auf die Marktforscher von Euromonitor International http://www.euromonitor.com . Dabei profitiert die Branche unter anderem vom steigenden Vertrauen der Chinesen in ein anhaltendes Wirtschaftswachstum sowie den anziehenden Haushaltseinkommen in dem Riesenreich.

Die optimistische Vorhersage der Marktforscher baut weiterhin auf eine im Vergleich mit den Industrienationen niedrige Verbreitungsrate der meisten Home-Video- und -Audioprodukte. Ein Übriges soll die Politik der chinesischen Regierung beisteuern, die über höhere Einkommen, ein Hausbesitzprogramm sowie den leichteren Zugang zu Privatkrediten die Inlandsnachfrage ankurbeln will.

Ein weiterer Grund für den Aufschwung der Unterhaltungselektronik-Branche besteht für die Marktforscher darin, dass nach einer Anfang der 80er Jahre begonnenen ersten Konsumwelle die damals erworbenen Geräte nun ausgetauscht werden müssten. Außerdem drängen zwischen 2004 und 2008 rund 80 Mio. junger Chinesen auf den Arbeitsmarkt, die weitaus Technik begeisterter als ihre Eltern sind und mit einem höheren Gehalt ausgestattet sein werden.

Selbst die durch die steigende Technisierung der chinesischen Haushalte und die wachsende Anzahl von Produktionsstätten im Land verursachte Stromknappheit soll CRI zufolge zum Wachstum der Unterhaltungselektronik-Branche beitragen. Aufgrund der Stromausfälle in weiten Teilen Chinas werde die Nachfrage nach Strom sparenderen Produkten wachsen. (pte-Trend)


 

China plant größten Windpark Asiens
Reich der Mitte setzt zunehmend auf erneuerbare Energien

Eine private Gesellschaft will vor der Küste von Shanghai den größten Windpark Asiens errichten. Mehr als 100 Turbinen sollen im flachen Wasser installiert werden, berichtet das Umweltnetzwerk ENN http://www.enn.com . Insgesamt soll das Projekt 190 Mio. Euro kosten. Das "Reich der Mitte" setzt in jüngster Zeit immer mehr auf erneuerbare Energien, da die Kohlekraftwerke zuviel Schmutz verursachen.

Immer wieder kommt es in China zu Versorgungsengpässen bei der Stromlieferung. Zu schnell ist das Wachstum in den großen Städten. Und zu sehr baut das riesige Land auf seine Kohlevorräte, meinen Kritiker. Um den Bedarf an Strom zu decken, soll nun im Daishan County in Zheijiang, der Provinz südlich von Shanghai, ein riesiger Windpark errichtet werden. Zhejiang Green Power Investment soll als Bauträger das Kraftwerk errichten. Nicht verlautbart wurde, wann mit dem Bau des Kraftwerks gestartet werden soll.

Insgesamt wird der Windpark 200 Megawatt Kapazitäten haben, heißt es seitens des China Electricity Council. Ende 2004 betrug die Kapazität von Windkraftwerken in China 730 Megawatt.


 

China hält Rekord an inhaftierten Journalisten
Auch USA im Visier von Journalistenorganisation

Laut Studie des Komitees zum Schutze von Journalisten (CPJ) http://www.cpj.org sind vergangenes Jahr in China 42 Journalisten wegen Ausübung ihres Berufes in Haft gewesen. Im bevölkerungsreichsten Staat sind damit zum sechsten Mal in Folge die meisten Journalisten eingesperrt. In den Gefängnissen von Burma, China, Eritrea und Kuba sitzen über drei Viertel aller inhaftierten Journalisten weltweit. Insgesamt befanden bis Ende Dezember 2004 122 Journalisten im Gefängnis - 16 weniger als im Vorjahr.

Kuba hält mit 23 verhafteten Reportern den zweiten Platz, gefolgt von Eritrea (17) und Burma (elf). 74 Journalisten sind wegen angeblicher Gefährdung des Staates, Volksverhetzung, Verrat von Staatsgeheimnissen oder wegen Handlungen, die sich gegen Staatsinteressen richten, verhaftet worden. "Das Schwergewicht der Vorwände, dass Staatsinteressen sind durch die Journalisten gefährdet sind, zeigt den Hang repressiver Regime, kritische Journalisten einfach einzusperren", kommentiert Ann Cooper, Präsidentin von CPJ, die Studie.

2004 befindet sich mit dem zu Hausarrest verdonnerten US-Journalisten Jim Taricani von WJAR-TV auch die USA auf der Liste der Staaten, die Reporter in Ausübung ihrer Tätigkeit verhaftet haben. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041211003 Die Studie der in New York ansässigen Organisation erfasst alle Journalisten, die von Regierungen verhaftet werden. Verschwundene oder von nichtstaatlichen Gruppen entführte Reporter werden nicht erfasst.


 

Chinesische Suchmaschine Baidu.com will an die Wall Street
Verkauf von 25 Prozent des Unternehmens soll 200 Mio. Dollar einbringen

Die führende Suchmaschine Chinas, Baidu.com http://www.baidu.com , bereitet offenbar einen Börsengang an der Wall Street vor. Der geplante Verkauf von 25 Prozent des Unternehmens soll rund 200 Mio. Dollar in die Firmenkasse spülen, berichtet die Financial Times (FT). Damit würde Baidu.com mit 800 Mio. Dollar bewertet. Der IPO ist für das zweite Halbjahr 2005 angepeilt, könnte aber je nach Marktbedingungen noch verschoben oder im Volumen reduziert werden, schreibt die FT unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.

Der geplante IPO von Baidu.com stellt laut FT einen wichtigen Test für das Interesse internationaler Investoren an chinesischen Internetaktien dar. Die bereits im Technologieindex Nasdaq notierten chinesischen Webportale wie Sina, Sohu.com und NetEase haben jedenfalls in den vergangenen Jahren einen unbeständigen Kurs hingelegt. Nach dem anfänglichen Enthusiasmus über die Profitabilität der chinesischen Portalbetreiber hatte das wechselhafte Marktumfeld den Investoren Sorgen bereitet. Die Aktien von Sina haben so seit Januar 2004 rund 50 US-Cent verloren.

Für das große Potenzial des Börsenkandidaten spricht, dass Baidu.com fast die Hälfte des chinesischen Online-Suchmarkts kontrolliert und die chinesische Version von Google, das im Sommer 2004 bei dem Rivalen eingestiegen war (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=040615025 ), auf Distanz hält. Außerdem ist die Internetpenetrationsrate in dem Riesenreich derzeit noch sehr gering und soll in den nächsten Jahren sprunghaft anwachsen. Allerdings sieht sich Baidu.com laut FT auf dem chinesischen Markt neben Google der Konkurrenz von gleich drei verschiedenen Yahoo-Suchservices ausgesetzt.

Baidu.com hat nach eigenen Angaben im Jahr 2003 zum ersten Mal Gewinne eingefahren und einen Umsatz von rund zwölf Mio. Dollar erwirtschaftet. Rund 80 Prozent der Umsätze erzielte die Suchmaschine dabei mit den so genannten "sponsored links". Pro Tag werden mehr als 30 Mio. Suchabfragen über Baidu.com gestartet.


 

Fast 100 Mio. Internet-User in China
Zunahme um 18 Prozent innerhalb eines Jahres

In China wird die Zahl der Internetuser demnächst die 100-Mio.-Marke erreichen. Laut vom China Internet Network Information Centre (CINIC) http://www.cnnic.net.cn/en/index/index.htm veröffentlichten Zahlen waren zum Stichtag 31. Dezember 2004 insgesamt 94 Mio. Chinesen online. Dies bedeutet ein Plus von 18,2 Prozent, berichtet China Daily. http://www.china.org.cn

Bei den chinesischen Internet-Usern gibt es, anders als in den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao, ein beträchtliches Gender Gap. So sind in dem Riesenreich wesentlich mehr Männer als Frauen online. Insgesamt sind nur 39,4 Prozent der chinesischen Nutzer Userinnen. Dagegen herrscht in Hongkong und Macao unter den Onlinern praktischer Geschlechter-Parität.

Im Übrigen sind die User im Reich der Mitte wie in den meisten Ländern auch vor allem jung, gebildet und im städtischen Milieu angesiedelt. Mehr als zwei Drittel aller Nutzer gehen hauptsächlich von zu Hause aus ins Netz, rund 40 Prozent haben darüber hinaus auch in Büros, Internet-Kaffees und Schulen Zugang zum World Wide Web. Wesentlichste Gründe, um online zu gehen, sind E-Mails, Nachrichten und Suchmaschinen. Neun von zehn Chinesen bezeichnen E-Mails als den wesentlichsten Grund für ihren Netzzugang. Online-Banking führt noch ein Schattendasein. Wang Gang, ein Manager der Industrial and Commercial Bank of China, ist aber hier für die Zukunft optimistisch. Die nächsten zehn Jahre würden für Online-Banking in China ein goldenes Zeitalter werden.


 

China: Handys vor Festnetz
Bereits 334 Mio. Bürger telefonieren mobil

In China ist die Zahl der Handy-Telefonierer im vergangenen Jahr erneut stark angestiegen. Insgesamt telefonierten im Reich der Mitte zum Stichtag 31. Dezember 334 Mio. User mobil, ein Plus von 65 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Damit gibt es in China mehr Mobilfunk-User als Festnetztelefone. Von diesen gab es zum Jahresende 316 Millionen, ein Zuwachs von 53 Millionen im Jahresvergleich.

Im laufenden Jahr soll die Zahl der Mobiltelefonierer auf 402 Millionen ansteigen. Damit würde die Penetrationsrate von derzeit rund 25 Prozent auf etwa 33 Prozent zulegen. Diese Zahlen gab das chinesische Ministerium für die Informationsindustrie MII (Ministry of Information Industry) http://www.mii.gov.cn/ bekannt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua. http://news.xinhuanet.com/english/2005-01/12/content_2451574.htm
China ist von der Zahl der User her gesehen der größte Mobilfunkmarkt der Welt.

Die chinesischen Handy-Telefonierer verschickten im abgelaufenen Jahr insgesamt 214 Mrd. SMS. Die mit Telekommunikationsdienstleistungen im Allgemeinen erzielten Umsätze sind 2004 in China um knapp über ein Prozent auf 520,5 Mrd. Yuan (48 Mrd. Euro) angestiegen, gab das Ministerium weiter bekannt. Die Zahl der Internet-User betrug 95 Millionen, 25 Millionen waren per Breitband mit dem Internet verbunden.


 

Olympia 2008 in Peking bricht alle Sponsoring-Rekorde
Dabei sein ist alles: Menschenrechte im Schatten des chinesischen Riesenmarktes

Die Olympischen Spiele in Peking im Jahr 2008 brechen schon jetzt Rekorde. Wie die Financial Times (FT) heute, Montag, berichtet, werden die Einnahmen aus Sponsoringverträgen mit Markenunternehmen den Rekordwert von einer Mrd. Dollar (rund 762 Mio. Euro) überschreiten. Alleine die bisher erzielten Vereinbarungen mit sechs Großsponsoren, darunter Volkswagen, die Bank of China und China Mobile, bringen Olympia 2008 rund 600 Mio. Dollar. Der Run auf das spektakulärste Sportevent im attraktivsten Markt der Welt zeigt einmal mehr, dass die Menschenrechtspolitik des Landes im Schatten seiner Wirtschaftserfolge steht.

"Ich glaube Peking wird alle Rekorde brechen", sagte Gerhard Heiberg, Vorsitzender der Marketingkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) http://www.olympic.org der FT. Die Sponsoring-Einnahmen werden in jedem Fall eine Mrd. Dollar erreichen. Im Vergleich dazu haben die Spiele in Athen im Vorjahr laut FT rund 248 Mio. Euro (325 Mio. Dollar) mit Sponsoring eingenommen. Bei den Spielen in Salt Lake City und Athen gemeinsam haben elf Großsponsoren dem Sportevent 603 Mio. Dollar beschert.

Das boomende Geschäft dient auch dem IOC wieder einmal als Rechtfertigung der Entscheidung für den Austragungsort Peking, die Bedenken von Kritikern bezüglich der Menschenrechtssituation in China ausblenden soll. Als Argument gegen die Kritiker dient die Öffnung des riesigen Landes mit Hilfe der Ökonomie, die in der Folge auch Verbesserungen bei den Menschenrechten bringe. Die Spiele 2008 in Peking sind aus dieser Sicht ein Wendepunkt und eine Öffnung des Landes wie es die Spiele 1964 in Tokio für Japan und die Spiele 1988 in Seoul für Südkorea waren. Dabei wird gerne vergessen, dass nach dem Ende des Kalten Krieges gerade die Volksrepublik China bewiesen hat, dass Marktwirtschaft und Modernisierung nicht unbedingt mit Demokratie und Menschenrechten einhergehen müssen. Das olympische Prinzip "Dabei sein ist alles" bekommt hier plötzlich eine sehr ökonomische und kalte Dimension.


 

Chinesisches Online-Portal kauft internationale Präsenz
Übernahme von Indiagames bringt renommierte Vertriebspartner weltweit

Das chinesische Online-Portal Tom Online http://www.tom.com will sich mit der Akquisition des indischen Handyspiele-Herstellers Indiagames http://www.indiagames.com den Zugang zum internationalen Markt sichern. Wie Tom Online heute, Freitag, mitteilte, übernimmt das chinesische Portal 80,6 Prozent der Indiagames-Aktien zum Preis von rund 17,7 Mio. Dollar.

Tom Online erhofft sich durch die Übernahme einen Sprung für seine Produkte und Services auf die internationale Ebene mit einem Zugang zu weltweit agierenden Partnern und globalen Vertriebskanälen. "Das ist eine einmalige Allianz zwischen dem asiatischen Tiger und dem indischen Elefanten", kommentierte Indiagames-CEO Vishal Gondal. Indiagames verfüge im Mobilfunkbereich über eine starke Präsenz in Europa und Nordamerika, so Gondal.

Das 1999 gegründete indische Unternehmen ist nach eigenen Angaben eine der größten Mobilfunk-Content-Schmieden der Welt. Zu seinen Partnern zählen Hollywood-Studios und Top-Handyhersteller. Indiagames verfügt über globale Vertriebskanäle wie Vodafone, O2, T-Mobile und AT&T. 86 Prozent der Umsätze generiert der Handyspiele-Hersteller außerhalb von Indien.


 

China plant Regeln für TV-Werbung
Nike-Spot als Anlassfall

Die chinesischen Behörden planen genauere Regeln für TV-Werbung festzulegen. Anlass für die neuen Regeln für TV-Werbespots ist der in China verbotene "Chamber of Fear"-Spot von Nike (vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=041207056 ). Die Regelung werde die Standards spezifizieren, die TV-Werbung in China einhalten müsse, berichtet das Wall Street Journal (WSJ).

Die neue Regelung soll schon im ersten Quartal 2005 wirksam werden. Die Öffentlichkeit habe noch die Möglichkeit Stellungnahmen zu den Entwürfen der State Administration of Radio, Film und Television (SARFT) http://www.sarft.gov.cn abzugeben, bevor sie gültig werden, so das WSJ. Die Regelung werde Vorschriften zu Design, Metaphorik, Schicklichkeit und zum möglichen Einfluss auf junge Seher enthalten.

Das Gesetz werde sich nicht explizit an internationale Werber richten. Auch chinesische Unternehmen müssen künftig ihre TV-Werbung anpassen. Deren TV-Werbung enthalte beispielsweise oft sexuelle Anspielungen, die anstößig seien. Der Nike-Spot "Chamber of Fear" spielt vor allem auf den Kung-Fu-Klassiker "The 36th Chambers of Shaolin" sowie auf rundenbasierte Computerspiele an. Der US-Basketballstar LeBron James besiegt nacheinander verschiedene Gegner wie Kung-Fu-Meister und Cartoon-Drachen. In Chinas Online-Foren wurde der TV-Spot als Sinnbild des Sieges des Westens über die chinesische Kultur verstanden.


 

Chinesen tranken schon vor 9.000 Jahren Alkohol
Ältester Nachweis von fermentierten Getränken entdeckt

In Überresten von chinesischen Tongefäßen haben US-Forscher die bisher ältesten Spuren von Alkohol entdeckt. Demnach gab es im alten China bereits vor 9.000 Jahren alkoholische Getränke. Bei den Spuren handelte es sich um ein Getränk, das aus Reis, Honig und Früchten zubereitet wurde, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com .

Die Forscher um Patrick Mc Govern von der University of Pennsylvania, Museum of Archeology and Anthropology in Philadelphia http://www.museum.upenn.edu , haben die Spuren in 16 Scherben von Tongefäßen aus der Henan-Provinz gefunden. Die Getränke sind nach einen besonderem Verfahren hergestellt worden, das heute noch in China verwendet wird: Die im Reis enthaltenen Kohlehydrate werden von verschiedenen Schimmelpilzen in Zucker umgewandelt, der dann vergärt. Der Hinweis auf Weinsäure sei der Beweis, dass es sich um fermentierte Getränke handelt, berichtet der Forscher. Zusätzlich konnten die Wissenschaftler Spuren finden, die Ähnlichkeiten mit der heute noch praktizierten Herstellung von Reiswein haben. Geschmacksträger des Getränks waren entweder Trauben oder Weißdornfrüchte.

Dass die Chinesen nicht notwendigerweise die ersten Menschen waren, die Alkohol hergestellt haben, ist den Forschern klar. Etwa zur gleichen Zeit dürfte im Zwischenstromland bereits die Kunst des Bierbrauens bekannt gewesen sein. Eindeutige Beweise für die Kunst des Brauens konnten Forscher auch in den chinesischen Provinzen Hebei, Henan und Shanxi entdecken. In rund 3.000 Jahre alten luftdicht verschlossenen Tonbehältern war noch flüssiger Reis- und Hirsewein enthalten. Diesen Getränken wurden verschiedene Aromen wie Kräuter und Blüten zugesetzt. Diese Alkoholika, deren Existenz auch schriftlich festgehalten wurde, spielten in der traditionellen chinesischen Kultur, Religion und Medizin eine große Rolle.


 

Nike-Werbung verletzt chinesische Kultur
TV-Spot von chinesischen Behörden verboten

Der Sportartikelkonzern Nike http://www.nike.com muss in China einen TV-Werbespot absetzen. Der Spot mit US-Basketball-Star LeBron James würde laut Wall Street Journal zu viele Chinesen in deren Würde verletzen. In der Werbung kämpft der Sportler mit einem Cartoon-Kung-Fu-Meister und mehreren Drachen. James gewinnt die Auseinandersetzung. Diese Entscheidung der chinesischen Radio-, Film- und TV-Behörde ist eine weiteres Vorgehen gegen eine Reihe von Werbungen, die westliches Marketing in Konflikt mit chinesischen Traditionen und Symbolen bringen. Der Nike-Spot würde Bestimmungen verletzen, die jeder Werbung vorschreiben, dass die nationale Würde und der Respekt gegenüber dem Mutterland bewahrt werden müssen.

Der US-Konzern hat seit dem Beginn der Schuhherstellung in China vor mehr als 20 Jahren immer versucht, die Region als Wachstumsregion zu sehen und dementsprechend damit umzugehen. Im vergangenen Geschäftsjahr hat Nike 53 Prozent des jährlichen 12,3 Mrd. Dollar-Umsatzes außerhalb der USA erwirtschaftet. Im asiatisch-pazifischen Raum stiegen die Umsätze im abgelaufenen Jahr um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von 1,3 Mrd. Dollar auf 1,6 Mrd. Dollar. Im ersten Quartal dieses Jahres war diese Region die am schnellsten wachsende mit Umsatzsteigerungen von 17 Prozent.

In China wurde der aktuelle Nike-Spot aufgrund des undifferenzierten Umgangs mit der chinesischen Kultur angeprangert. Chinesen würden als unfähig dargestellt und Frösche und Göttinnen im Spot zusammengewürfelt. Die chinesische Regierung hat im April dieses Jahres neue Gesetze verabschiedet, die den Import von ausländischen TV-Soaps und Martial-Art-Programmen limitieren. Die Darstellung von Egoismus und der Anbetung des Geldes wurden gänzlich verboten.
 


 

Peking bestreitet Google-Blockade
Rückschlag für China-Ambitionen des US-Unternehmens

Die chinesische Regierung bestreitet die Blockade des chinesischen News-Services von Google. Seit etwa zehn Tagen ist die chinesische News-Seite von Google für User nicht mehr erreichbar. Chinesische Behördenvertreter führten die Schwierigkeiten auf allgemeine technische Probleme zurück, berichtet das Handelsblatt. Das Ministerium für Informationsindustrie in Peking http://www.mii.gov.cn wisse nichts von den Problemen der Google News-Seite. IT-Experten betrachten hingegen eine Blockade der Website durch chinesische Behörden als sicher. Für Google würde eine Blockade einen schweren Rückschlag seiner Expansionsbestrebungen im rasch wachsenden Online-Markt Chinas bedeuten.

Die News-Seite von Google bietet eine Auswahl an Nachrichten aus aller Welt in chinesischer Sprache. Diese Auswahl richtet sich ohnedies schon nach den strengen Kriterien der chinesischen Regierung und blendet politisch heikle Informationen aus. Die Selbstzensur hat Google unter anderem Kritik von Reporter ohne Grenzen http://www.reporter-ohne-grenzen.de eingebracht. Bill Xia, Chef eines US-Unternehmens, das Software zur Umgehung der Regierungsblockaden anbietet, ist sich sicher, dass Peking hinter den Schwierigkeiten steckt. Bei Google werden die Zugriffsprobleme laut Financial Times (FT) bestätigt. Das US-Unternehmen arbeite daran "das Problem zu verstehen und zu lösen".

Bereits im Jahr 2002 wurde die chinesische Seite von Google völlig blockiert und User zu anderen Websites umgeleitet. Die Kontrolle des Internet durch die Regierung ist in China üblich und manche Experten meinen, Peking mache den Job recht gut. Internationale Online-Dienste, die chinesische Websites betreiben, müssen die Inhalte den Anforderungen der Behörden anpassen oder mit Blockaden rechnen. Der technische Zustand des chinesischen Internet macht es laut IT-Experten zudem schwierig, zwischen absichtlichen Blockaden und bloß gängigen technischen Problemen zu unterscheiden.


 

China: Aids-Impfstoff und Krebsimpfstoff werden getestet
SFDA gibt neue Impfstoffe für klinische Tests frei

Ein von chinesischen Wissenschaftern entwickelter Aids-Impfstoff wurde laut der chinesischen State Food and Drug Administration (SFDA) http://www.sfda.gov.cn/eng für Tests mit Patienten zugelassen. Der Impfstoff besteht laut China daily aus einem DNA Wirkstoff und einem veränderten Virusträger. Bereits 1996 begannen chinesische Wissenschafter mit der Erforschung von verbreiteten Virengenen einschließlich der im Randbereich und im Kern befindlichen Eiweiße. Es zeigte sich, dass der menschliche Körper gegen Aids immun wird, wenn der DNA Impfstoff und der veränderte Virusträger nacheinander injiziert werden. Die Forscher infizierten einen Affen mit Aids nachdem der geimpft wurde und konnten keine abnormalen Reaktionen nachweisen. Klinische Tests sollen laut SFDA die Sicherheit des neuen Impfstoffes näher erforschen und sicherstellen.

Forscher des Zhangjiang Biotech Research Centre haben einen Krebsimpfstoff entwickelt, der das Wachstum von Krebszellen einschränken oder sie sogar zerstören soll. Auch dieser Impfstoff wurde laut China daily von der SFDA für klinische Studien an Krankenhäusern in Schanghai zugelassen. Der Impfstoff zielt darauf ab, das Immunsystem des Körpers dazu zu bringen, Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Er ist vor allem für die Behandlung von Leberkrebs, der tödlichsten Krebsform, ausgerichtet. Ein entsprechendes Patent sei laut einem Mitarbeiter des Centre bereits mit Amerika und Australien vereinbart worden. Bei dem neuen Impfstoff handelt es sich um den ersten von chinesischen Wissenschaftlern unabhängig entwickelten, der für den Einsatz im Ausland patentiert wurde.


 

Über 300 Mio. Chinesen telefonieren am Handy
Penetrationsrate steigt auf 25 Prozent

Der Mobilfunk-Boom im größten Land der Erde hält ungebrochen an. Laut einem Bericht des taiwanesischen IT-Portals DigiTimes haben zum Stichtag 31. Oktober mehr als 320 Mio. Chinesen ein Handy ihr eigen genannt. Damit stieg die Zahl der Handytelefonierer seit Jahresbeginn um über 55 Millionen, schreibt DigiTimes unter Berufung auf Zahlen des chinesischen Informationsministeriums. http://www.mii.gov.cn/mii/

Während in vielen industrialisierten Ländern die Grenzen der Verbreitung von Mobiltelefonen längst erreicht sind, ist im Reich der Mitte das Wachstumspotenzial nach wie vor vorhanden. Das zeigt ein Blick auf die so genannte Penetrationsrate: Diese ist seit Jahresbeginn in China zwar stark angestiegen und beträgt nunmehr 24,8 Prozent. Westliche Industrieländer dagegen bringen es bereits auf Penetrationsraten von 80 bis 100 Prozent.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres hat parallel zur steigenden Verbreitung der Handys auch die Zahl der via Mobiltelefone verschickten Kurzmitteilungen rasant zugenommen. Chinesische User haben von Januar bis Oktober insgesamt 176 Mrd. SMS verschickt, ein Plus von ganzen 62 Prozent gegenüber dem Vorjahr.


 

Chinas Umwelt am Kollabieren
Gen-Bäume verändern lokale Flora

Mehr als eine Million genetisch veränderte Bäume sollten Chinas Wüsten zurückhalten und vor Überflutungen schützen. Bürokratische Schlupfwinkel sorgen jedoch dafür, dass niemand ganz genau sagen kann, wo diese Bäume überall stehen und welche Auswirkungen diese auf andere Pflanzen haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

In den vergangenen fünf Jahren wurden 8.000 Quadratkilometer Farmland in Plantagen umgewandelt. Bepflanzt wurden vor allem die Regionen um die beiden Flüsse Jangtse und den Gelben Fluss sowie die trockene Xinjiang-Provinz. Dort wurden in den späten 90-er Jahren auch die Versuche mit genetisch veränderten Bäumen durchgeführt. Die Pflanzungen wurden allerdings von einer Vielzahl von Insekten befallen. Bei einem Treffen in Peking im Juli wurde von Experten heftig kritisiert, dass die genetisch veränderten Bäume nicht genau auf eventuelle Folgen für die Umwelt untersucht wurden, weil die beiden Ämter, das GMO-Safety Administration Office im Landwirtschaftsministerium und das State Forestry Bureau sich nicht einigen konnten in wessen Zuständigkeitsbereich die Bäume fallen.

"Es gibt dringenden Bedarf, dass die beiden Ämter zusammenarbeiten, denn der genetische Austausch von den Gen-Bäumen mit anderen Gewächsen ist schon im Gange", so Xue Dayuan vom Nanking Institute of Environmental Science. Die Absenz eines Lizensierungssystems hat dazu geführt, dass sich zahlreiche bisher unbekannte Kreuzungen von Pflanzen ergeben haben. Außerdem sei es sehr schwer tatsächlich nach zu verfolgen, wo die genetisch veränderten Pflanzen überall stehen.

Aber nicht nur Chinas Gen-Bäume bereiten den Forschern Kopfzerbrechen: die wirtschaftliche Revolution fordert auch einen herben Tribut an das bevölkerungsreichste Land der Erde, das nach anderen Berichten bald nicht mehr in der Lage sein wird, selbst genug Nahrung für alle im Land herzustellen. Die Landflucht hat bereits vor Jahrzehnten begonnen. Zahllose Bauern sind in die großen Städte gezogen. Druck auf die verbliebenen Bauern hat zusätzlich dazu geführt, dass die Erde und die Wasserreserven stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Folgen sind dramatische Anstiege von Pilzerkrankungen an Setzlingen, Übersäuerung und Überdüngung von Böden und Wasservorräten, wie das Fachmagazin Environmental Geochemistry and Health berichtet.


 

China produziert Champions für Olympia 2008
Staat investiert Mio. und setzt auf ehemaliges Sowjet-System

Die Volksrepublik China setzt alles daran, um bei den nächsten Olympischen Spielen in Peking so oft wie möglich ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Vorrangiges Ziel: Die USA soll von der Spitze verdrängt werden. Der Staat kann in der Ausbildung der künftigen Athleten auf ein weitverzweigtes System zurückgreifen, das die künftige Sportmacht mit Nachwuchs versorgt. Insgesamt gibt es an die 3.000 Sportschulen. 100 davon sind renommierte Internate, berichtet The Guardian Unlimited http://sport.guardian.co.uk .

Das System basiert auf dem der früheren Sowjetunion. Noch dazu suchen Scouts in den regulären Schulen nach potenziellen Talenten. Die besten landen im nationalen Trainingcenter der staatlichen Sportadministration. Für Peking 2008 liegt die Messlatte gemäß der chinesischen Tradition sehr hoch. Denn diese besagt: In deiner Heimat musst du das Beste zeigen.

Die chinesischen Athleten haben sich bei den vergangenen Olympischen Spielen in der Medaillenausbeute kontinuierlich steigern können. In Seoul 1988 errang China fünf Goldmedaillen. In Atlanta im Jahr 2000 wurde die Volksrepublik in der Nationenwertung Vierter und vor vier Jahren in Sydney Dritter. Dieses Jahr in Athen belegte China mit 32 Goldmedaillen hinter den USA Platz dann Rang zwei.

Die kontinuierlich ansteigende Form der Chinesen in nahezu allen Disziplinen ist nicht auf die teure Ausrüstung der Athleten zurückzuführen, sondern auf das straff organisierte System, das hinter diesem Erfolg steht. In den Sportschulen warten 300.000 junge Chinesinnen und Chinesen, um Hochleistungssport zu betreiben. Auf der Prioritätenlisten der chinesischen Regierung steht Sport ganz weit oben. Das erklärte Ziel: Die Produktion von olympischen Champions.

Das Sportbudget der chinesischen Regierung soll dieses Jahr um 15 Prozent auf umgerechnet 214 Mio. Euro angehoben worden sein, berichten Insider. Neben der staatlichen Unterstützung gibt es mittlerweile auch private Investoren, die einzelne Teams sponsern. Die Athleten kämpfen auch nicht mehr bloß um die "Ehre fürs Vaterland", sondern "Cash-Incentives" sollen den Athleten die Freude an der Bewegung noch größer machen. Rund 20.000 Euro winken allen Goldmedaillen-Gewinnern bei Olympia.

Und die breite Masse der Bevölkerung befürwortet das große Olympia-Engagement. Eine Gallup-Umfrage ergab, dass sich 94,9 Prozent der Chinesen für die Olympia-Bewerbung ausgesprochen haben. Das Massenphänomen hat auch bereits ihr Sport-Idol. Bei den Spielen in Athen gewann Liu Xiang als erster Chinese das 110-Meter-Hürden-Finale und stellte Colin Jacksons zwölf Jahre alten Rekord ein. Dies habe den Chinesen gezeigt, dass es Asiaten mit Europäern, Afrikanern und Amerikanern aufnehmen können, so Xiang über seinen Erfolg. In erster Linie geht es den Chinesen jedoch um die USA, die sie um jeden Preis schlagen wollen.

 


 

China setzt 656 Spam-Server auf die schwarze Liste
Wer weiter Werbung verschickt, dem droht das Aus

Die staatlich-kontrollierte Internet Society of China (ISC) http://www.isc.org.cn/English hat die IP-Adressen von 656 Servern veröffentlicht, über die Spam versendet worden ist. Unter den 656 schwarzen Schafen finden sich 62 Rechner aus China, 65 aus Taiwan und sechs aus Hongkong. In den kommenden Wochen werden die betroffenen Rechner ständig überwacht und, sollten sie nach dem 20. März ihre Spam-Aktivitäten nicht eingestellt haben, sanktioniert. Dann droht ihnen, wie die ISC auf ihrer Homepage mitteilte, die Sperre ihrer IP-Adresse im gesamten chinesischen Raum. http://www.isc.org.cn/20020417/ca226065.htm

Damit reagieren die chinesischen Behörden auf die Beschwerden vieler Internet-User, die zum Bersten volle Mailboxen sowie täglich neu anrollende Wellen von Junk-Mails beklagten. In einigen Fällen ging das sogar soweit, dass seit Jahren benutzte E-Mail-Adressen aufgegeben werden mussten.

Dass die ISC ihre Drohungen ernst meint, hat sie in der Vergangenheit deutlich bewiesen. Im Jahr 2003 publizierten die Behörden bereits zwei derartige Listen mit insgesamt 397 Spam-Servern. Diejenigen, die nicht gegen die Spammer vorgegangen sind, hatten die Folgen zu tragen. So wurden alle E-Mails von sanktionierten Servern automatisch von den adressierten Servern abgewiesen. pte berichtete: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=030910012


Fertige Giftcocktails steigern Selbstmordrate in China
Dreimal mehr Suizide in ländlichen Regionen als in Städten
 

Kurz bevor Peking das erste staatlich finanzierte Suizid-Präventionszentrum eröffnet, zeichnet eine aktuelle Studie zum Thema Selbstmord in China ein düsteres Bild. China weist die höchste Selbstmordrate der Welt, speziell unter Frauen, auf. Es ist das einzige Land der Welt, in dem Frauen mehr Selbstmorde als Männer verüben und eines der wenigen, wo sich Suizide häufiger in ländlichen Regionen ereignen. Im Detail ist im ländlichen Raum Chinas die Selbstmordrate drei Mal so hoch wie in den Städten. Die Studienautoren machen den einfachen Erwerb von tödlichen Pestiziden und Rattengiften auf dem Land und fehlende psychologische Gesundheitsservices für die hohe Suizidrate verantwortlich.
 

Die Forscher um Michael Phillips, Psychiater am Huilongguan Hospital in Peking, untersuchten 519 Selbstmordfälle. 62 Prozent sind auf Konsum von Rattengift oder Pestiziden zurückzuführen, berichtet die New York Times http://www.nytimes.com unter Berufung auf das Fachblatt The Lancet http://www.thelancet.com . Weitere 20 Prozent erhängten sich, der Rest starb durch andere Methoden. Phillips schätzt, dass jährlich 287.000 Chinesen Selbstmord verüben, damit ist Suizid der fünft häufigste Todesgrund in China.
 

Zusätzlich zur ländlichen Suizid-Epidemie steigen auch die Selbstmordraten und Depressionen in Chinas Städten. Die Autoren machen Stress und rasche Veränderungen in der schnelllebigen Gesellschaft verantwortlich. Psychologische Bücher, die Anleitungen geben, wie diese Veränderungen erträglich werden, sind Bestseller. Ein anderes Problem ist die Stigmatisierung von Selbstmord und Depression in China. In der Vergangenheit behandelten zwar Konferenzen das Thema, allerdings hinter geschlossenen Türen. Diese Woche eröffnet das erste von der Stadt Peking finanzierte "Beiing Suicide Research and Prevention Center".
 

Geplant sind Hotlines für Depressive, Kampagnen, die ein Bewusstsein für Depressionen schaffen sollen und ein verstärkter Einsatz von Psychiatern in zumindest einigen Notaufnahmen der Stadt. Der Grund: "Nach einem erfolglosen Selbstmordversuch suchen die Kandidaten Notaufnahmen auf und werden medizinisch betreut. Psychiater sind nicht vor Ort", sagte Phillips. Patienten werden ohne Therapie entlassen. Die ersten Maßnahmen in Städten sind auf dem Land aber noch Zukunftsmusik. Phillips drängt China, wenigstens einfache Vorsorgeeinrichtungen auf dem Land einzurichten und die Entwicklung von Netzwerken zur Hilfestellung zu fördern.
 


China investiert 241 Mio. Dollar in Umwelt-Monitoring
Komplettes Überwachungsnetzwerk in drei Jahren

China investiert in den nächsten drei Jahren 241 Mio. Dollar in die Errichtung eines kompletten Umweltüberwachungs-Netzwerkes. Die Investition wird dazu verwendet das Monitoring zu verbessern. Schwerpunkte liegen auf der Überwachung von Umweltgiften, der Luft- und Wasserqualität in den großen Flüssen sowie Küstengewässern. Zentrales Anliegen ist weiters der Informationstransfer.

In drei Jahren soll in 259 Städten ein automatisches Luft-Monitoring und an 98 Stellen der zehn größten Flüsse ein automatisches Wasserqualitäts-Überwachungssystem existieren. Ab diesem Zeitpunkt ist in China die Überwachung der Industrie, die in etwa für 65 Prozent der insgesamt produzierten Schadstoffe verantwortlich ist, möglich. Derzeit existieren lediglich 474 automatische Luft-Überwachungssysteme in 179 Städten und 80 automatische Wasser-Monitoring-Stationen an den großen Flüssen. Einige wenige Städte haben zumindest einen Prognose-Service gestartet, der die Bevölkerung über die tägliche Luftqualität informiert, berichtet People´s Daily http://english.peopledaily.com.cn .


China vor Aus für Kondom-Werbeverbot
AIDS-Anstieg veranlasst Umdenken
 

In China wird es voraussichtlich schon bald wieder möglich sein, für Kondome zu werben. Die Aufhebung des seit 1989 geltenden Werbeverbots für "Produkte im Zusammenhang mit sexuellen Aktivitäten" sei schon Anfang kommenden Jahres geplant, berichtet China Daily http://www1.chinadaily.com.cn heute, Montag, unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Vertreter des Ministeriums für Industrie und Handel. Demnach vertritt die Regierung die Ansicht, eine beschränkte Bewerbung von Kondomen könne sowohl bei der Familienplanung als auch bei der Bekämpfung von AIDS hilfreich sein. Der Nationale Volkskongress hat bereits im Juni eine Lockerung des Werbeverbots gefordert. Anlass für das Umdenken ist die steigende Anzahl von AIDS-Erkrankungen in China.
 

In China gibt es laut China Daily mehr als 300 Unternehmen, die insgesamt im vergangenen Jahr etwa 2,4 Mrd. Kondome hergestellt haben. Eine Untersuchung aus dem Jahr 2000 habe jedoch gezeigt, dass nur die Hälfte dieser Produkte auch die erforderlichen Qualitätsstandards erfüllen. Werbung für Qualitätskondome könnte daher eine Hilfestellung für Konsumenten bzw. ein positiver Markteffekt sein. Die Vereinten Nationen haben China für 2010 zehn Mio. AIDS-Kranke prognostiziert. Das chinesische Gesundheitsministerium geht laut China Daily von einer jährlichen Steigerungsrate bei HIV-Infektionen von 16,7 Prozent aus.
 


130 Mio. Chinesen vom größten Sandsturm bedroht
Massive Abholzung und Dürre vergrößern Wüste – Altlasten bedrohen Trinkwasserversorgung
 

Eine Umweltkatastrophe von nie dagewesener Größe bedroht Millionen Menschen in China. Nach verheerenden Sandstürmen, die das Leben von 130 Mio. Menschen beeinflusst haben und zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen geführt haben, ist die Lage noch immer angespannt. In Peking lag ein dicker gelber Smog über der Stadt, die Sicht betrug weniger als 100 Meter. Nach Expertenmeinung führen massive Abholzungen zu einer schnellen Ausbreitung der Wüste, berichtet die Straits-Times in ihrer aktuellen Ausgabe.
 

Experten fürchten auch, dass die olympischen Spiele 2008 durch die Umweltveränderungen in Zentral-Asien gefährdet sind. Der Sandsturm hat eine Landfläche von 1,4 Mio. Quadratkilometer in dicken Nebel gehüllt. Rund acht Provinzen sind davon betroffen gewesen: Gansu, die Innere Mongolei, Ningxia, Shanxi, Shaanxi, Hebei, Peking und Tiajing.
 

"Sandstürme dieser Art sind typisch für die Region und diese Jahreszeit", erklärte ein Sprecher der Chinesischen State Forestry Administration. Allerdings sei dies in bisheriger Form noch nie passiert, meinte ein anderer Experte. Schuld an den immer stärker werdenden Sandstürmen hat nach Expertenmeinungen die Ausdehnung der Wüsten durch Abholzung. Der Sandsturm, der in der mongolischen Wüste Gobi begonnen hat, hat sich in der vergangenen Nacht Richtung Südkorea bewegt und Seoul in dicken gelben Smog gehüllt.
 

China gilt unter Umweltexperten als eines der Länder, das am stärksten von Umweltkatastrophen bedroht sind. Das Kraftwerk-Projekt des Jangtse, mit einer Länge von 600 Kilometern einer der größten Stauseen der Welt, könnte zu einer gigantischen Umweltkatastrophe führen, denn die gefluteten Gebiete sind mit Altlasten wie Mülldeponien und Friedhöfen verseucht. Mehr als 1,3 Mio. Menschen müssen wegen des gigantomanischen Kraftwerksbaus zwangsumgesiedelt werden. 2009 soll der Stausee auch als Trinkwasserspeicher dienen.
 

Weitere Informationen: http://straitstimes.asia1.com.sg/asia/story/0,1870,109686,00.html?
 


China plant längste Brücke
Fertigstellung der 54 Kilometer langen Verbindung für 2006 geplant
 

In China soll die längste Brücke der Welt gebaut werden. Die 54 Kilometer lange Brücke soll laut China Daily http://www1.chinadaily.com.cn die Küstenstadt Ningbo mit der Nachbarmetropole Jiaxing, 120 Kilometer südlich von Shanghai, verbinden. Mit der Fertigstellung wird im Jahr 2006 gerechnet. Als Baugrund wird die Verbesserung der Infrastruktur für die Wirtschaft durch eine verbesserte Verkehrsanbindung angegeben.
 

Die sechsspurige Brücke soll die Reisezeit von drei auf eineinhalb Stunden verkürzen, sagte der Vize-Bürgermeister von Ningbo, Shao Zhanwei. Die Baukosten werden mit 1,45 Mrd. Dollar veranschlagt. 70 Prozent der Investition sollen aus Geldern lokaler Unternehmen gedeckt werden. Den Rest steuern Einnahmen der Provinz Zhejiang rund um die Stadt Ningbo bei. "Die Brücke ist Teil einer 12 Mrd. Dollar Investition in die Infrastruktur der Stadt zwischen 2001 und 2005" so Zhanwei. Ziel der Investition ist die Förderung der ökonomischen Entwicklung der Region.
 


China-Tournee des RSO-Wien mit Konzert in Peking beendet

Mit großem Erfolg ging vergangenes Wochenende die China-Tournee des Radio Symphonieorchesters Wien zu Ende: Freitag Abend (28. 9.) dirigierte der zum letzten Konzert aus New York nach Peking zurückgekehrte Michael Stern in der Beijing Concert Hall ein bravouröses Konzert, wieder mit allen fünf Draufgaben - Donauwalzer, chinesischer Yahoo-Marsch, Ungarischer Tanz No. 1 von Brahms, Figaro-Ouvertüre und Chineser-Galopp von Johann Strauss -, und das Publikum spendete Standing Ovations.****

Dem RSO-Wien zuliebe hatte Michael Stern, dessen Vater Isaac Stern am Sonntag begraben worden ist, den Flug New York - Chicago - Peking am Donnerstag absolviert, dirigierte am Freitag das Konzert und flog Samstag via Tokio wieder in die USA zurück, um am Sonntag zur Trauerfeier rechtzeitig zurück zu sein. "You deserve it" ("Sie verdienen das"), sagte er in einer kurzen Ansprache an das RSO-Wien. Kein Wunder, dass das Konzert emotionsgeladen war und die Musiker ihr Bestes gaben - Bachs "Air" wurde außer Programm am Anfang gespielt, in memoriam Isaac Sterns, der viel für das chinesische Musikleben getan hat. Die Musiker des RSO-Wien sind nun wieder nach Wien zurückgekehrt - mit einer Wiedereinladung nach China für das Jahr 2003.


China: jetzt oder nie
Der größte Wachstumsmarkt der Welt ist reif für österreichische Innovationen.
 

Vom 12. bis 17. Oktober 2001 findet zum dritten Mal die "China Hi-Tech Fair" - eine Messe der Superlative - statt. (www.chtf.com)
 

Die "China Hi-Tech Fair" in Shenzhen (China) ist eine Messe für den Austausch von Information über die letzten Entwicklungen und Innovationen in der High-Tech Branche. Sie dient als Informationsbrücke für Unternehmen aus den verschiedensten Ländern und hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als nur bewährt.
 

Nahezu 3000 Hi-Tech Unternehmen aus 33 Ländern wie USA, Australien, Kanada, Großbritannien, Finnland, Israel, Italien, Japan, sowie zahlreiche Universitäten, Regierungen und Forschungsinstitutionen nahmen im Jahr 2000 an der CHTF teil. Sie stellten über 15 000 wegweisende technologische Forschungsergebnisse und Entwicklungen auf einer Fläche von mehr als 50 000 m² zur Schau. Ergänzt wird diese herausragende Kombination von sich gegenseitig ergänzenden Unternehmen durch die Teilnahme von 1300 internationalen Investoren und zahlreichen hochkarätigen Referenten. Im Jahr 2000 wurden auf der "China Hi-Tech Fair" Handelsabkommen mit einem Gesamtvolumen von 8,54 Milliarden USD unterzeichnet. Eine Steigerung von mehr als 31,4% gegenüber dem Vorjahr lässt hohe Erwartungen für die Ausstellung in diesem Jahr zu.
 

Beim gleichzeitig stattfindenden "China Hi-Tech Forum" referieren weltbekannte Experten zu den neuesten Entwicklungen. Unter den Rednern des Vorjahres befanden sich Nobelpreisträger für Medizin (Ferid Murad), für Chemie (Prof. Kary B. Mullis) und für Volkswirtschaft (Prof. W. Fogel). Auch heuer finden sich wieder 3 Nobelpreisträger und zahlreiche internationale Wirtschaftsgrößen unter den Referenten.
 

Die "China Hi-Tech Fair 2001" konzentriert sich auf 3 Schwerpunkte:
·Austausch von technologischen Errungenschaften
·Vorführung und Austausch von Hi-Tech Produkten
·Hi-Tech Forum mit den Themen:
New Venture Capital Market
Future Information Technology
New Century Biotechnology
 

Um erfolgreich am chinesischen Markt Fuß zu fassen ist es nicht nur notwendig über innovative Produkte zu verfügen. Noch stärker als in anderen Märkten ist der persönliche Kontakt und der Aufbau von Vertrauen unerlässlicher Bestandteil des Erfolges. Dafür bietet das Hi-Tech Forum eine seltene Gelegenheit.
 

Durch die engen Kontakte zu Prof. Qi Ji Yi , Mitglied der chinesischen Akademie der Wissenschaften und Vorsitzender des Deutsch-Chinesischen Vereins ist es erfinder.at möglich noch 5 Einladungen zu dieser einzigartigen Messe zu erhalten. Der wichtigste Teil der Einladung des Bürgermeisters von Shenzhen ist die Berechtigung am Forum Teil zu nehmen, welches auf die nächsten 5 Jahre ausgebucht ist.
 

Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle bei uns einlangenden Bewerbungen Berücksichtigung finden können. Je größer ein gegenseitiger Nutzen eines Chinaengagements ist, desto größer ist die Chance eine der begehrten Einladungen zu erhalten.
 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte mit einer ausführlichen Unternehmensbeschreibung und Ihren Vorhaben am chinesischen Markt an erfinder.at Patentmarketing GmbH.
 

WTO-Beitritt China: Deutsche Wirtschaft begrüßt Verhandlungsdurchbruch

"Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation ist
ein großer langfristiger Gewinn nicht nur für China, sondern auch für
die deutsche Wirtschaft." Mit diesen Worten begrüßte Heinrich v.
Pierer, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen
Wirtschaft (APA), den Durchbruch bei den letzten bilateralen
Verhandlungen zwischen China und der EU und Mexiko. Die deutsche
Wirtschaft rechne mit einer Aufnahme des Landes in die WTO bei der im
November anstehenden WTO-Ministerkonferenz in Katar.
  
   Vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in den
Vereinigten Staaten erhalte der engere wirtschaftliche Austausch
zwischen den Nationen ein neues Gewicht. Freier Welthandel sei ein
Garant für wirtschaftliche Prosperität und wichtige Voraussetzung für
eine langfristig stabile internationale Partnerschaft. Der
WTO-Beitritt Chinas sei auch wichtig, weil er in China Katalysator
für weitreichende Strukturreformen sei und freies unternehmerisches
Handeln fördere. Bereits heute sei Deutschland Chinas größter
europäischer Handelspartner und Investor, so v. Pierer. Allein im
vergangenen Jahr seien die deutschen Ausfuhren nach China um gut 35
Prozent gestiegen. Der wachsende Modernisierungsbedarf der
chinesischen Industrie erfordere weitere Importe kapital- und
technologieintensiver Investitionsgüter.
  
   "Chinas Wirtschaft wächst schneller als die seiner Handelspartner.
Der WTO-Beitritt wird auch die deutsch-chinesischen
Wirtschaftsbeziehungen weiter beflügeln", so v. Pierer anlässlich des
Chinesisch-Europäischen Wirtschaftskongresses. Der Kongress ist die
zentrale Veranstaltung der diesjährigen Asien-Pazifik-Wochen, die vom
17. bis 30. September in Berlin stattfinden.
 


Chinas Marine entwickelt digitale Seekarte
Neue Technologie zeigt Aktivität der Meere in Realtime
 

Die Abteilung für Orientierung in der Schifffahrt der chinesischen Marine hat eine digitale Seekarte entwickelt. Die grafische Darstellung, die kürzlich von Experten begutachtet wurde, gilt neben Radarsystemen, Satelliten-Positionierungs sowie -Kommunikationstechnologien als weiterer Beitrag in der Anwendung neuer Technologien für die Navigation, so ein Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhuanet http://news.xinhuanet.com .
 

Die Karte spiegelt die Meeresbewegungen wider und überträgt in Kombination mit modernen Computer- Multimedia und geografischen Informationssystemen die ozeanische Aktivität in Echtzeit. Dadurch wird eine reale Imitation der Gewässer ermöglicht. Die Informationskapazität der digitalen Karte sei sehr hoch. Auf einer Bildplatte fänden hunderte Seekarte Platz, deren Daten innerhalb weniger Sekunden gespeichert werden könnten, so die Entwickler. Die Darstellungen sind für registrierte User im Internet downloadbar.
 

Heimlicher Prozess wegen Olympia-Bewerbung - Aufmersamkeit soll vermieden werden

China hat nach Angaben eines New Yorker Journalistenkomitees heimlich den Prozess gegen
einen Internet-Journalisten begonnen. Huang Qi werde vorgeworfen, auf seiner Web-Site
www.6-4.tianwang.com Artikel über die chinesische Demokratiebewegung, die verbotene Sekte
Falun Gong und die Unabhängigkeitsbewegung im nordwestlichen Xinjiang veröffentlicht zu
haben, gab das Komitee zum Schutz von Journalisten bekannt. Huang sei bereits am Dienstag in
der chinesischen Provinz Sichuan vor Gericht gestellt worden.

Familien-Mitglieder dürften den Prozess nicht beiwohnen. Auch seien keine Angaben über das
Urteil oder ein Datum der Urteilsverkündung gemacht worden. Huang sei bereits im Juni
vergangenen Jahres verhaftet worden, teilte die Journalistenorganisation mit. Das Verfahren
sei aber immer wieder verschoben worden. Dies sei "ein offensichtlicher Versuch gewesen,
internationale Aufmerksamkeit über Menschenrechtsverletzungen während Pekings Bewerbung als
Austragungsort der Olympischen Spiele im Jahre 2008 zu vermeiden", hieß es in der
Mitteilung.

Trotz Kritik aus dem Westen an der Menschenrechssituation in China erhielt Peking vom
Olympischen Komitee im Juli den Zuschlag. Huangs Fall hat international Interesse erregt,
weil er illustriert, wie China zwar das Internet kommerziell nutzen, aber andererseits auch
staatlich kontrollieren will. Seit April 2000 wird Huangs Web-Site von einem amerikanischen
Internet-Host aufrecht gehalten. In China selbst ist die Seite nicht zugänglich. Das
kommunistisch regierte Land blockiert routinemäßig Internet-Seiten etwa von westlichen
Medien und Menschenrechtsgruppen.


China verhütet mit nanometrischen Kondomen
Verhütungsschutz tötet Bakterien
 

Bei chinesischen Paaren steigt die Popularität von mit nanometrischer Technologie erzeugten Kondomen. Ihre einzigartige Funktion besteht darin, dass die Kondome effizient Bakterien abtöten können, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhuanet http://www.xinhuanet.com berichtet. Dies wird dadurch ermöglicht, dass bei der Berührung mit dem menschlichen Körper die negativ geladenen Bakterien der männlichen Samenflüssigkeit durch positiv geladene Kationen des Kondoms angezogen werden.
 

Die Kationen durchdringen anschließend in hoher Geschwindigkeit den bakteriellen Organismus, um jenes Enzym, welches an der Oberfläche des Bakterium dessen Überleben sichert, abzutöten. Experten behaupten, dass die neu entwickelten Kondome, hergestellt von der Tianjin Amazon Technology Company, den derzeitigen Anstieg verschiedener Geschlechtskrankheiten wieder senken könnten.
 

Die chinesische Regierung fördert seit den vergangenen zwei Jahren die nanometrische Technologie. Wissenschaftler rechnen damit, dass die Technologie zu wichtigen Entwicklungen in der klinischen Medizin, der Computer-Hardware sowie im Umweltschutz beitragen wird. Schätzungen zu Folge wird die Nanotechnologie neben der Informations- und Biotechnologie zur bedeutendsten Branche des 21. Jahrhunderts. Aus diesem Grund wurde jüngst das Unternehmen Zhonke Nanometric Material in der chinesischen Provinz Shaanxi gegründet. In der ersten Phase soll das Unternehmen rund 3.000 Tonnen nanometrischer Zinkoxide im Jahr produzieren.
 


China forciert erneuerbare Energiequellen
Bis 2005 soll Anteil am Jahresenergieverbrauch 0,7 Prozent betragen

China will im Zuge des zehnten Fünfjahresprogrammes erneuerbare Energiequellen wie Sonnen-, Wind-, und geothermale Energie verstärkt nutzen. Bis zum Jahr 2005 sollen erneuerbare Energiequellen 0,7 Prozent des jährlichen Energieverbrauchs Chinas ausmachen, Ende 2015 sollen sich der Anteil auf zwei Prozent belaufen, so der Chef des Wissenschafts- und Technologieministeriums, Shi Dinghuan. Derzeit ist Kohle Chinas Hauptenergiequelle, wie People´s Daily berichtet http://english.peopledaily.com.cn .

Schätzungen zufolge wird bis Ende 2005 die Windkraft-Kapazität in China 1,5 Mio. Kilowatt betragen. Mit Unterstützung anderer erneuerbarer Energiequellen wie Solar und Wasserenergie könnte der globale Durchschnitt nicht nur erreicht sondern sogar übertroffen werden, sagte Shi. Dafür hat die Regierung ein detailliertes Forschungs- und Entwicklungsschema für erneuerbare Energiequellen ausgearbeitet. Um den Einsatz sauberer Energieformen voranzutreiben, sollen Importtarife, die Mehrwertsteuer sowie die Unternehmenseinkommen-Steuer gesenkt werden. Zudem sollen Kooperationen mit dem Ausland forciert werden. Dies betrifft laut Shi hauptsächlich die technologische Ebene sowie die maschinelle Ausstattung.

Erste Ansätze auf diesem Sektor gab es bereits in den vergangenen Jahren, so der Vorsitzende der China Association of Renewable Energie Industrie, Zhu Jungsheng. Ende 2000 produzierten Chinas Wasserkraftwerke 17 Mio. Kilowatt. Die Kapazität der geothermalen Kraftwerke betrug 35.000 Kilowatt, die der Windanlagen 346.000 Kilowatt.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:48
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