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Causa Grasser

 


 

 

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Mag. Karl-Heinz Grasser begehrt Urteilsveröffentlichung

"Im Namen der Republik

Durch die Behauptung, Mag. Karl-Heinz Grasser habe berufliche und private Interessen vermischt und seine massiven persönlichen Abhängigkeiten würden die Amtsführung seines Ressorts beeinflussen, weil eine Weisung erteilt worden sei von einer Zollprüfung beim Unternehmen Swarovski Abstand zunehmen, in der OTS-Aussendung OTS 0187 5 II 0173 SPK0010 WI vom 18.5.2005 unter der Überschrift "Kräuter zu "Swarovski-Weisung": Bundeskanzler Schüssel muss handeln" wurde Mag. Karl-Heinz Grasser die Erteilung einer Weisung aus persönlichen Motiven, die Vermischung privater mit beruflichen Interessen und die persönliche Abhängigkeit bei der Dienstausübung vorgeworfen, er somit eines unehrenhaften Verhaltens beschuldigt. Es wurde daher in bezug auf ihn das Tatbild der Üblen Nachrede erfüllt.

Für die dadurch erlittene Kränkung wurde die Sozialdemokratische Partei Österreichs als Medieninhaberin der genannten Aussendung zur Zahlung einer Entschädigung von Euro 2.500,-- an Mag. Karl-Heinz Grasser sowie zur Urteilsveröffentlichung verurteilt.

Landesgericht für Strafsachen Wien am 15.11.2005"
 


 

Matznetter zu Finanzstrafsache Grasser: "Nunmehr herrscht Handlungsbedarf, Herr Bundeskanzler!"

Christoph Matznetter, Budget- und Finanzsprecher der SPÖ, stellte Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst zur OLG-Bestätigung der Gerichtszuständigkeit in der Finanzstrafsache Grasser fest, dass mit der heutigen Entscheidung des OLG Wien gegen den Antrag der weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft Wien auf Einstellung des Verfahrens eines fest stehe: der Bundesminister für Finanzen, Karl Heinz Grasser, befinde sich im Stadium der verpflichtenden Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft wegen eines in die gerichtliche Zuständigkeit fallenden Finanzstrafverfahrens. Matznetter: "Ein solcher Minister ist weder für das Ansehen der Republik noch im Sinne des Funktionierens der höchsten Exekutivorgane in unserem Staat tragbar. Es trifft Sie, Herr Bundeskanzler Schüssel, die Verpflichtung, umgehend dem Herrn Bundespräsident die Entlassung Grassers aus seinem Ministeramt vorzuschlagen."


 

Pilz nach OLG-Entscheid zu Grasser-Finanzverfahren: Schwere Niederlage für Finanzminister

   Leiter der Staatsanwaltschaft muss nun ordentliches Verfahren ermöglichen=

"Eine schwere Niederlage für Grasser und die Regierungsanwälte", kommentiert Peter Pilz, Abgeordneter der Grünen, die Entscheidung der Ratskammer, dass das in der Homepage-Affäre anhängige Finanzstrafverfahren gegen Karl-Heinz Grasser nicht eingestellt werden darf. "Der Finanzminister steht jetzt nicht mehr unter dem Schutz der Wiener Justiz."

"Jetzt muss das Verfahren an einen seriösen Staatsanwalt übertragen werden, der bereit ist, das Verfahren korrekt zu führen", fordert Pilz angesichts des Umstands, dass der derzeit verfahrensführende Staatsanwalt alles versucht, um das Verfahren einzustellen. "Die Ratskammer des OLG hat das Ansehen der Justiz wieder hergestellt - jetzt liegt es am Leiter der Staatsanwaltschaft Wien, ein ordentliches Verfahren zu ermöglichen."
 


 

Entscheidung des OLG bringt nichts Neues

Nach Finanzbehörden, Staatsanwaltschaft, Volksanwaltschaft wird
      auch jede andere  Prüfung Korrektheit der steuerlichen
      Vorgangsweise ergeben  =

Das Oberlandesgericht hat den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einstellung der Vorerhebungen formell zurückgewiesen, weil die Aktenlage für eine Einstellung des Verfahrens noch nicht ausreichend war. Für Grasser ist diese Entscheidung, die nicht anders zu erwarten gewesen war, nichts Neues. Grasser dazu gelassen: "Ich erwarte in diesem Verfahren, das immerhin seit eineinhalb Jahren dauert, selbst Stellung nehmen zu können!"

Schon im Juli 2003 haben 2 Finanzämter, mehr als 10 unabhängige Finanzbeamte, 1 Gutachten von Ernst & Young, 3 Gutachten von Professoren zweifelsfrei festgestellt: "Steuerlich völlig korrekt gehandelt". Auch am 26.2.2004 haben die für Finanzminister Karl-Heinz Grasser und den Verein zur Förderung der New Economy zuständigen Finanzbehörden in einer Presseaussendung  erklärt, dass sowohl Karl-Heinz Grasser als auch der Verein zur Förderung der New Economy im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb des Vereines der New Economy steuerlich korrekt gehandelt haben. Auszug: "Es kann davon ausgegangen werden, dass Karl-Heinz Grasser sowie der Verein zur Förderung der New Economy stets ihren Offenlegungsverpflichtungen gegenüber den Steuerbehörden nachgekommen sind - folglich konnte der Tatbestand der Abgabenverkürzung (=Steuerhinterziehung) zu KEINEM Zeitpunkt festgestellt werden."

Auch renommierte Steuerrechtsexperten bestätigen die steuerlich korrekte Handlungsweise. Univ. Prof. Dr. Eduard Lechner bekräftigt dies in seiner Aussendung vom 13.09.2004, dass die Gerichte für den Fall der Homepage von Finanzminister Karl-Heinz Grasser zwar zuständig sein mögen, Steuerhinterziehung liege aber keinesfalls vor:
"Es ist im vorliegenden Fall allerdings denkunmöglich, dass der Tatbestand der Abgabenhinterziehung erfüllt ist."

Selbst Prof. Doralt glaubt." ...dass Grasser seitens der Staatsanwaltschaft keine Gefahr droht", das bestätigte auch der renommierte Strafrechtler Prof. Fuchs in der ZIB 1 am 01. September 2004!
 


 

Prozessakten belegen: Grasser ließ Spenden für einen nicht existierenden Fonds anweisen

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hatten die im Jahr 2003 geführten politischen Auseinandersetzungen um den Sozialfonds von Finanzminister Karl-Heinz Grasser gerichtliche Nachspiele. Prozessunterlagen, die nun in "profil" veröffentlicht werden, zeigen, dass die Vorwürfe der Opposition gegen den Finanzminister berechtigt waren: Grasser hatte Honorare für seine Vorträge verlangt, diese sind auch einkommensteuerpflichtig.

   Einer Aktennotiz zufolge hatte am 13. 2. 2002 im Finanzministerium eine Besprechung zur Gründung einer Stiftung für sozial Bedürftige stattgefunden. Anwesend waren Grassers Kabinettschef Matthias Winkler, Kabinettsmitarbeiter Fritz Simhandl, Notar Georg Weißmann sowie Notarsubstitut Christian Mayer. In der Notiz wurde festgehalten: "Mittel für Hilfe können von Firmen etc. kommen, die den Minister um Vorträge ersuchen, d.h. er kann anweisen, statt eines Honorars für einen guten Zweck zu spenden."

   Grasser selbst hatte in einer parlamentarischen Anfrage im Juli 2003 gemeint: "Eine Einkommenssteuerpflicht ergibt sich, wenn ... ein Honorar vereinbart wird, der Vortragende auf Auszahlung verzichtet und um direkte Überweisung auf ein Spendenkonto ersucht." Seinen eigenen Aussagen zufolge wäre Grasser also einkommenssteuerpflichtig gewesen.

   Grasser sah sich aber nie einer Steuerpflicht unterworfen, weil das Geld seinen Angaben zufolge auf ein Treuhandkonto floss, für das er, wie er später auch vor Gericht aussagte, weder "verfügungs- noch zeichnungsberechtigt" gewesen sei.

   Anfang 2003 gingen zweimal "Spenden" auf das Konto der "Karl-Heinz-Grasser-Stiftung" ein. Zu dieser Zeit gab es jedoch weder eine Stiftung noch einen Fonds. Dieser wurde erst am 19. Juli 2004 gegründet.
 


 

Stoisits: Strasser leugnet von Ermittlungen gegen Anwälte Kenntnis gehabt zu haben

Die Grünen haben im heutigen Innenausschuss Innenminister Strasser damit konfrontiert, dass seine Behörden gegen ihm unliebsam gewordene MenschenrechtsanwältInnen ermitteln. "Strasser missbraucht die Kriminalpolizei für politische Racheakte. Es sei beispiellos, dass der Polizeiapparat gegen AsylanwältInnen eingesetzt wird, die die Verfassung gegen den Minister verteidigen", so Terezija Stoisits und Peter Pilz, die Strasser befragt im Innenausschuss befragt hatten.

Auf die Fragen der Grünen leugnete Strasser von diesen Ermittlungen Kenntnis gehabt zu haben und sagte wörtlich: 'Das war irgendeine Amtshandlung des Bundeskriminalamtes. (...) Das ist eine Angelegenheit des BKA wie in Dutzenden anderen Fällen auch. Das Kabinett war nie involviert.' Und weiter: Es sei für ihn selbstverständlich, dass es, wenn es irgendeinen Tatverdacht gibt, das BKA tätig wird. Er, Strasser, sei erst am Freitag oder Montag von seinem Pressesprecher informiert worden.


 

Causa Grasser: Jarolim - "Respekt für Prinzhorn"

"Respekt vor einer in den derzeitigen Regierungskreisen nicht alltäglichen Größe" äußerte SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim im Zusammenhang mit den jüngsten Erklärungen Prinzhorns zur "Homepage Affäre" von Finanzminister Grasser. "Wir wissen zwar alle, dass sich diese Regierung keinesfalls durch Demut und soziale Ausgewogenheit auszeichnet, dass aber mit Präsident Prinzhorn nun sogar eine der grauen Eminenzen der FPÖ dem Duo Grasser/Schüssel aufzeigt, wie weit die Grenzen des gerade noch Akzeptablen bereits überschritten sind, lässt aufhorchen", so Jarolim am Sonntag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

        Prinzhorn hat, wie der "trend" in einer Vorausmeldung berichtet, gesagt: "Ich würde als Politiker nie einem Freund einen Auftrag geben. Man kann nicht vorsichtig genug sein." Allgemein hat Prinzhorn gemeint, den jungen Leuten "fehlt das feeling, die diskutieren nur über Autogrößen".

        "Offenbar geht auch Prinzhorn davon aus, dass die Politik, und nicht die tätig gewordenen Strafgerichte, darüber entscheiden muss, ob dieser Finanzminister für das Land noch akzeptabel ist", erklärte Jarolim. Damit stelle sich Prinzhorn auch "offen gegen den immer massiver in den eigenen Reihen kritisierten Bundeskanzler Schüssel". Dass Schüssel "permanent großes Verständnis für die Aktivitäten seiner Erfindung Grasser" äußere, obwohl diese für die Justiz Anlass für umfassende Überprüfungen in Richtung strafrechtlicher Tatbestände waren, zeige, dass "Schüssel den Boden der Realität längst verlassen" habe.

        "Nach der in Regierungskreisen richtungsweisenden Erklärung des Präsidenten Prinzhorn gehe ich davon aus, dass Grassers bedauerliche Aktivitäten demnächst wohl kaum mehr innerhalb der Regierung stattfinden werden", erklärte Jarolim.

        "Dass Kanzler Schüssel sich mit seiner unverständlichen Haltung in der Grasser-Affäre auch hinsichtlich der von ihm erhofften Chancen für ein EU-Amt ins Out gestellt hat, darf niemanden verwundern. Ich verstehe hier die massiven Vorbehalte konservativer Spitzenpolitiker der EU, wie etwa des französischen Präsidenten Chirac, nur allzu gut", schloss Jarolim.


NEWS enthüllt: Noch eine 50.000 Euro Spende der Industriellenvereinigung

Das Nachrichtenmagazin NEWS enthüllt in seiner morgen erscheinenden Ausgabe neue Spenden und Erhebungen rund um die politisch immer heftiger umstrittene Finanz-Affäre Karl Heinz Grasser und zitiert dabei aus den jüngsten Einvernahmen von Verdächtigen und Zeugen durch Finanz und Justiz:

   Er wisse nicht, wer die regierungsfreundlichen Inserate in mehreren österreichischen Tageszeitungen veranlasst habe, erklärte Finanzminister Karl-Heinz Grasser noch im Juni 2003 auf eine parlamentarische SPÖ-Anfrage. Der Zeuge Peter Hochegger, einer der engsten Freunde von Grasser und Kabinettschef Winkler, klärte am gestrigen Dienstag vor dem Bundeskriminalamt die Hintergründe dieser Inseratenaktion auf. Demnach habe er von einer "Überparteilichen Plattform" den Auftrag erhalten, 37 namhafte Universitätsprofessoren zur Unterschrift unter ein regierungsfreundliches Inserat zu animieren. Finanziert wurde diese Werbeeinschaltung mit 50.000 Euro durch die Industriellenvereinigung, weiters durch Zahlungen der Wirtschaftskammer und vier namentlich nicht genannter Firmen. IV-Generalsekretär Lorenz Fritz bestätigte NEWS gegenüber die Zahlung an die Agentur Dr. Hochegger.

   Matthias Winkler, der Kabinettschef von Grasser und Obmann des Homepage-Economy-Vereins, wurde am Montag bereits zum zweiten Mal vom U-Richter als Beschuldigter einvernommen. Er bestritt energisch die widmungswidrige Verwendung einer 3,9-Mio-ATS-Zahlung der Industriellenvereinigung an seinen Verein. Konkrete Aufklärung über die Vereinsausgaben wollte Winkler nicht geben.

   Inzwischen kommen Staatsanwaltschaft und Finanzamt Wien 5 zum mehrheitlichen Ergebnis, dass die Zuwendungen der IV an den Verein zwar nicht schenkungssteuer-, wohl aber körperschaftssteuerpflichtig waren. Die Finanz beginnt nun mit der Kontrolle der vom Verein getätigten Ausgaben.

   Dabei kommen gravierende Unklarheiten zutage. Es besteht der Verdacht, dass die Belege im beträchtlichen Umfang nicht mit der Vereinsaktivität in Übereinstimmung zu bringen sind. Mit hoher Wahrscheinlichkeit liegt eine zweckwidrige Verwendung der Gelder vor. Die Justiz stellte darüber hinaus fest, dass statutenwidrige Geldüberweisungen an den damals noch gar nicht existenten Sozialfonds von Grasser getätigt wurden.

   Zum Sozialfonds wurde erhoben, dass jene 40.000 Euro Mindestkapital, die Grasser als Grund für die Verzögerung der Errichtung des Fonds nannte, gesetzlich nirgendwo vermerkt sind. Der Fonds erfordert laut Gesetz gar kein Mindestkapital.

   Inzwischen haben die Ermittlungen von Hofrat Stöger vom Finanzamt Wien 5 den Finanzminister persönlich voll erfasst. Grasser dürfte in zumindest einem Dutzend Fällen von Firmen Vortragshonorare bekommen und diese nicht versteuert haben. Die von Grasser öffentlich behaupteten vereinzelten Spenden dürften in dieser Form nach Meinung der Finanz nicht aufrecht zu erhalten sein. Die Finanzbehörden haben in einem umfangreichen Erhebungsverfahren alle Firmen angeschrieben und gebeten, die Art und Weise des Zustandekommens dieser Vortragshonorare zu detailieren. Nicht unwahrscheinlich ist, dass alle Honorare nachversteuert werden müssen.

   NEWS ersuchte den Finanzminister und seinen Kabinettschef um Aufklärung. Substantielle Auskünfte wurden jedoch verweigert.
 


NEWS deckt auf: Ex-Mitarbeiter belastet Grasser schwer

In seiner Donnerstag erscheinenden Ausgabe deckt das Nachrichtenmagazin NEWS auf, dass der Ex-Chefökonom von Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Josef Christl, mit einer Aussage vor dem Bundeskriminalamt den Finanzminister persönlich schwer belastet. Grasser hatte im Juni 2003 eine SP-Anfrage über die Kosten und Auftraggeber eines Inserats von Wirtschaftsprofessoren zur Unterstützung des Grasser-Kurses geantwortet: "Da ich nicht der Auftraggeber bin, kann ich Ihnen auch nicht sagen, wer das bezahlt hat".

   Christl hingegen sagte vor dem Bundeskriminalamt als Zeuge aus, dass sein Ex-Chef in deutschen Zeitungen Inserate gesehen habe, in denen Universitätsprofessoren die Arbeit der Regierung lobten. Und so was könne man doch in Österreich auch machen: Professoren um ihre Unterschrift für ein Inserat bitten, in dem die ÖVP-FPÖ-Arbeit bejubelt wird.

   Christl setzte den Auftrag Grassers in Zusammenarbeit mit Peter Hochegger (Auftragnehmer beim New-Economy-Verein) um. Kostenpunkt:
135.000 Euro. Über die Finanzierung gehen die Aussagen Christls und Hocheggers vor dem Bundeskriminalamt auseinander: Christl nannte die Industriellenvereinigung, Hochegger auch die Wirtschaftskammer, die das dementiert, und "Firmen, deren Namen ich nicht nennen möchte, weil sie so ungern in der Zeitung stehen".

   Jedenfalls sind nun laut Staatsanwaltschafts-Insidern brisante neue Zeugeneinvernahmen auf der Tagesordnung: Noch einmal Grasser-Kabinettschef Matthias Winkler, der Vater des Finanzministers Karl Grasser, die Grasser-Freunde Walter Meischberger, Ernst Karl Plech und Peter Hochegger - sowie als Höhepunkt der Untersuchung:
Karl-Heinz Grasser selbst.

   Rechnungshof-Präsident Franz Fiedler kündigt indes im NEWS-Interview an, "dass es sich durchaus noch ausgehen könnte, dass das Prüfergebnis (also der Rohbericht) noch vor Ende meiner Amtszeit, also im Sommer, fertig ist. Das Prüfungsteam steht. Es ist jenes, das ohnehin die Gebarung des Finanzressorts routinemäßig jetzt prüfen soll."
 


 

"profil": Für Wurmitzer ist Grassers Verhalten "untragbar"

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt Kärntens ÖVP-Obmann Georg Wurmitzer scharfe Kritik an Finanzminister Karl-Heinz Grasser. Ein Finanzminister müsse glaubwürdig sein, so Wurmitzer. Einen solchen Eindruck vermittele Grasser jedoch "derzeit nicht".

   Ein Finanzminister solle "Enthaltsamkeit an den Tag legen und an sich selbst besondere Maßstäbe anlegen, und zwar die höchsten, die es gibt", fordert der ÖVP-Landesparteivorsitzende. Grasser erfülle diese Anforderungen nicht: "Eine Homepage im Gegenwert von zwei Einfamilienhäusern fällt für mich nicht unter den Begriff Enthaltsamkeit", so Wurmitzer im "profil"-Interview.

   Der Kärntner VP-Chef attackiert den Finanzminister auch, weil dieser kürzlich gemeinsam mit FP-Landeshauptmann Jörg Haider aufgetreten ist, um die Steuerreform der Regierung zu propagieren:
"Tags zuvor war er noch am Tisch des ÖVP-Bundesparteivorstandes gesessen. Das ist untragbar für eine Gesinnungsgemeinschaft."
 


Causa Grasser: SPÖ verlangt in Sondersitzung Einberufung eines Untersuchungsausschusses

Die SPÖ werde in der von ihr verlangten Sondersitzung auch einen Antrag auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Homepage-Affäre von Finanzminister Grasser stellen, berichtete der gf. SPÖ-Klubobmann Josef Cap Dienstag bei einer Pressekonferenz. Dabei gehe es darum, dass endlich der "Dschungel der Widersprüche" durchforstet wird und "Licht ins Dunkel" kommt. Wie Cap informierte, habe er Nationalratspräsident Khol einen Brief zugesandt, in dem dargelegt wird, warum Grasser nach Auffassung der SPÖ in der parlamentarischen Fragestunde auskunftspflichtig gewesen wäre. Khol habe sich in seiner Antwort mit dem Inhalt des Briefes vollinhaltlich einverstanden gezeigt.

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:47
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