Leipziger Buchmesse fördert Lesen
Nicht erst seit der kürzlich veröffentlichten
"Pisa-Studie" legt die LEIPZIGER BUCHMESSE erheblichen Wert auf
Leseförderung. Daher ist das, was die Macher in diesem Jahr für das
ganz junge bis jugendliche Publikum zu bieten haben, eine Fortsetzung
kontinuierlicher Arbeit auf erweitertem Niveau. Schließlich ist
Leipzig bereits seit Jahren der einzige Messeplatz, wo Leseförderung
und Lehrer-Fortbildung im Programm festgeschrieben sind und auch rege
genutzt werden. 2002 können nun auch Pädagogen aus Brandenburg,
Bremen und Niedersachsen den Besuch der LEIPZIGER BUCHMESSE als
offizielle Fortbildungsveranstaltung bei ihren Schulen beantragen.
Mit dem im vergangen Jahr sehr erfolgreich gestarteten
Comic-Bereich "Comics in Leipzig" ist der Versuch gelungen, die
erwiesenermaßen in der Regel leseunlustigeren über Dreizehnjährigen
zu Besuche der Buchmesse zu machen. Erfreulicher "Nebeneffekt": In
der Regel blieben sie nicht nur bei ihren geliebten Comics, sondern
besuchten auch die Messestände der anderen Verlage. Daher wird
"Comics in Leipzig" zur Buchmesse 2002 nicht nur mehr Raum bekommen,
es werden auch viele interessante Rahmenveranstaltungen angeboten.
Zeichner, Mitmachaktionen, ein Internet-Café sowie ein Kino erwarten
interessierte Besucher.
Die Leseförderung setzt zur LEIPZIGER BUCHMESSE allerdings schon
weitaus früher ein. Kinder ab drei Jahren können den
Bücher-Kindergarten besuchen. Besonders an den Wochenenden sind die
bis zu 50 Plätze schnell besetzt. Messepartner ist der Weimarer
Förderverein der Schule der Phantasie e.V., der kreative Angebote an
die Jüngsten unterbreitet vom Basteln über Malen bis hin zum Umgang
mit Büchern.
In der Buchwerkstatt haben dann ältere Kinder und Jugendliche die
Möglichkeit, nicht nur Wissenswertes über den Vorgang der
Buchherstellung zu erfahren - vom Schreiben, Illustrieren über den
Druck bis hin zum Binden. Sie können dort auch selber Hand anlegen.
Die Buchwerkstatt ist eine Initiative der Leipziger Buchbinderinnung
und den Werkstätten und Museum für Druckkunst Leipzig. Der
Bleilaus-Verlag wird im kommenden Jahr gemeinsam mit Kindern die
Inhalte für die Edition ZU HAUSE Geschichten, die von jungen
Besuchern geschrieben und illustriert werde, erstellen. In der
Radiowerkstatt des Radio BLAU e.V. entsteht ein Beitrag unter dem
Motto: "Wann haben sie/du eigentlich das letzte Male ein Buch
gelesen?"
Leseförderung zur LEIPZIGER BUCHMESSE wird auch im kommenden Jahr
nicht nur auf dem Messegelände stattfinden. Weitere
Veranstaltungsorte werden u. a. wiederum mehrere Bibliotheken in
Leipzig sein, die Stötteritzer Spielkiste genau so wie der Jugendclub
O.S.C.A.R. Viel Interessantes wird dort über Lesungen und
Ausstellungen zu erfahren sein.
Zahlreiche renommierte Kinderbuchautoren haben sich angekündigt.
So wird Christine Nöstlinger erstmals auf der LEIPZIGER BUCHMESSE aus
ihren Werken lesen und mit ihrem Publikum ins Gespräch gehen. Die für
den Deutschen Bücherpreis, Sparte Kinderbücher, nominierten
Autorinnen Kirsten Boie, Cornelia Funke und Mirjam Pressler sind
ebenfalls Gäste und Vortragende zugleich.
Das Symposium des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V.(AKJ)
wird unter dem Thema "Zwischen Kult und Kultur - Jugendszene und
Literatur" tagen. Der Verein wird erstmals den Sonderpreis des
Deutschen Jugendliteraturpreises für das Gesamtwerk - 2002 für eine
Übersetzerin / einen Übersetzer - verleihen und traditionsgemäß die
Nominierungen für den Deutschen Jugend-Literaturpreis 2002 in Leipzig
bekannt geben.

Szenarien für die Verwertung kultureller Inhalte
Diskussion am Österreichstand der Frankfurter Buchmesse
Am Österreich-Stand im Bereich Electronic Media fand gestern eine spannende
Dikussion um Digitalisierte Kultur für den Online-Bereich und Szenarien für
die Verwertung kultureller Inhalte statt.
Können digitalisierte öffentliche Inhalte marktfähige Produkte werden? Dazu
diskutierten am Österreich-Stand auf Einladung von multimedia business austria
zwei Experten mit sehr verschiedenen Hintergründen: Rainer Lenzing,
Verlagsleiter von KOCH Media, die sich seit 1994 erfolgreich dem Vertrieb für
CD-ROMs, Bücher und interaktiven Medien widmet, und Dr. Hans Petschar,
stellvertretender Leiter des Bildarchivs der Österreichischen
Nationalbibliothek (ÖNB). In der Antwort waren sich die beiden Diskutanten
überraschenderweise gar nicht so uneinig. Das größte Potenzial für
hochwertigen Content aus Kunst und Kultur läge, so die beiden unisono, im
Online-Bereich.
Auch in der Problemanalyse waren Petschar und Lenzing sich einig. Der
ÖNB-Bildarchivar dazu in den Worten eines US-Kollegen: "Wir probieren es seit
zehn Jahren, und immer noch hat keiner ein sinnvolles Produkt gefunden."
Verlagsleiter Lenzing sieht das Problem ähnlich: "Die Vermarktung kultureller
Inhalte ist da, wo wir uns bewegen, nämlich im Infotainment- und
Edutainment-Bereich, so gut wie unmöglich." Zielgruppe wäre vielmehr der
Forschungs- und Bildungsbereich, so Lenzing weiter, und da sei es schwierig,
Vertriebskanäle aufzutun. Die Lösung sei vielmehr der Online-Bereich. Nicht
nur weil die Offline-Medien wie CD-ROMs etwa ohnehin zurückgehen, sondern weil
sich in Zukunft mit verbesserten Technologien auch im wireless-Bereich ganz
neue Möglichkeiten auftäten. "Warum nicht Kultur per SMS oder Handheld?" so
Lenzing. "Keine Frage", sagt dazu auch Hans Petschar, "wir haben von einer
CD-ROM, die in millionenteurer Produktion entstand, gerade mal einige tausend
Stück verkauft, während wir täglich an die 12.000 Zugriffe auf unsere Homepage
verzeichnen."
So weit, so einig. Doch bei der Gretchen-Frage, nämlich wer die
Finanzierung übernehmen solle, gingen die Positionen auseinander. "Es gibt
dazu zwei Möglichkeiten", so Rainer Lenzing, "erstens die öffentliche Hand und
zweitens Sponsoring. Als Sponsor ist die Großindustrie gefragt, nicht die
Verlage. Wir können es uns nicht leisten, bei 1.000 rentablen Produkten 500
weitere aus Liebe zur Kultur zu führen, die nichts abwerfen." Bleibt die
Frage, wer dann letztendlich wirklich den Rubel rollen lässt. "Denn", so Hans
Petschar von der ÖNB, "die Vorstellung, dass wir alles vorfinanzieren und die
Kosten danach mit dem Verkauf der Rechte wieder zur Gänze hereinbringen, ist
unrealistisch."
Bleibt die Hoffung auf die mit 1.1.2002 einsetzende Vollrechtfähigkeit der
ÖNB. "Wir könnten uns vorstellen, Produkte auf den Markt zu bringen", so der
KOCH-Media-Vertriebsleiter, "wenn es seitens Forschung und Lehre eindeutige
Empfehlungen an das Zielpublikum gäbe." Und die sind für die Österreichische
Nationalbibliothek in Zukunft durchaus vorstellbar.
Täglich aktuelle Berichte zu Neuen Medien auf der Frankfurter Buchmesse
finden Sie auf der Seite www.mba.at/frankfurt2001.html

Buchmesse eröffnet nachdenklich und besinnlich
Focus veröffentlicht Untersuchung zum "Markt der Bücher"
Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) hat heute, Dienstag,
die Frankfurter Buchmesse
http://www.buchmesse.de eröffnet. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte
seinen Auftakt-Besuch wegen einer USA-Reise kurzfristig abgesagt. Bis Montag
werden rund 300.000 Besucher in Frankfurt erwartet. Fachbesuchern präsentieren
sich mehr als 6.600 Einzelaussteller aus 105 Ländern. Für die Öffentlichkeit
öffnet die Messe am Wochenende ihre Pforten.
Buchmesse-Direktor Lorenzo Rudolf sagte wenige Stunden vor der Eröffnung in
Frankfurt am Main, aufgrund der Terroranschläge in den USA werde die Buchmesse
ein "Maximum an Sicherheit" bieten. Die sechstägige Veranstaltung werde in
diesem Jahr nicht von Geschäftigkeit und Routine geprägt, sondern
"nachdenklich und besinnlich" sein.
Rechtzeitig zur Eröffnung der Buchmesse veröffentlicht der Focus
http://www.focus.de in seiner
neuesten Ausgabe eine Untersuchung zum "Markt der Bücher". Daraus geht hervor,
dass fast ein Viertel der Deutschen seine Bücher am liebsten in kleinen
Buchhandlungen einkauft. 17 Prozent gehen in Großbuchhandlungen, 13 Prozent
bevorzugen die Buchabteilungen der Kaufhäuser, fünf Prozent beziehen ihre
Lektüre über Buchclubs. Das Internet nutzen dagegen nur knapp zwei Prozent der
Käufer zur Bestellung.
Insgesamt gibt es der Erhebung zufolge rund 36 Mio. Buchkäufer in
Deutschland. Fast die Hälfte von ihnen kauft mehr als fünf Bücher pro Jahr.
Verändert hat sich die Art des Buchkonsums: Viel-Leser konsumieren noch mehr
Bücher, Wenig-Leser nehmen immer seltener Gedrucktes zur Hand, Frauen lesen
mehr als Männer. Favoriten der Leser sind Krimis und Thriller - sie werden
sowohl von Männern als auch von Frauen bevorzugt.

Buchmesse: Zahlreiche Absagen konfessioneller US-Verlage
Brunnen Verlag sieht sich auf der Ausstellung in Frankfurt
beeinträchtigt
Zahlreiche konfessionelle US-Verlagshäuser haben ihre Teilnahme an der
Frankfurter Buchmesse
http://www.frankfurter-buchmesse.de vom 10. bis 15. Oktober abgesagt.
Nachdem es vor einer Woche noch hieß, dass die Terroranschläge in den USA kaum
zu Absagen von internationalen Ausstellern geführt haben, sieht dies im
Ausstellungsfeld Religion anders aus, teilte der Brunnen Verlag
http://www.brunnen-verlag.de am Donnerstag mit. Mehrere mit dem Verlag
vereinbarte Gesprächstermine seien in den vergangenen Tagen von
US-Verlagshäusern abgesagt worden. Die Arbeit durch die Absagen beeinträchtige
den Verlag auf der Internationalen Frankfurter Buchmesse.
James Ernest, Lektoratsleiter des theologischen Verlagshauses Hendrickson
Publishers, habe mitgeteilt, dass aufgrund der unsicheren Weltlage kein
Mitarbeiter des Verlagshauses an der Buchmesse teilnehmen werde. So habe er
alle vereinbarten persönlichen Gesprächstermine abgesagt. Auch das Verlagshaus
Thomas Nelson habe seine Anmeldung zurückgezogen. Cindy Riggins, Nelsons
International Licensing Manager, begründete die Absage des Medienkonzerns mit
zu erwartenden militärischen Aktionen der USA, so der Brunnen Verlag.
Ähnlich hätten auch Danielle Murphy, Geschäftsführerin von Gospel
Literature International, sowie Sherry Meeks vom Verlagshaus Smyth & Helwys
ihre Absagen begründet. Am Montag hatte sich WaterBrook Press, das zu Random
House (Bertelsmann) gehörende Verlagshaus aus Colorado Springs, für eine
Messeabsage entschieden. Für Rod Schumacher von WaterBrook Press sei dies
"unter Berücksichtigung aller Umstände die beste Entscheidung".
Doug Ross, Vorsitzender der Evangelical Christian Publishers Assossiation,
einer der weltweit größten Vereinigungen christlicher Verlagshäuser und
Buchhändler, wisse von fünf weiteren evangelischen US-Verlagshäusern, die
keine Mitarbeiter nach Frankfurt schicken werden, so der Brunnen Verlag.
Darunter sei auch das Verlagshaus Zondervan des Multimedia-Konzerns
HaperCollins. Aus dem europäischen Ausland seien dem Brunnen Verlag keine
vereinbarten Termine kurzfristig abgesagt worden. Hier sei die Zahl der an der
Buchmesse teilnehmenden evangelischen und katholischen Verlage ähnlich hoch
wie im vergangenen Jahr.
Mit 6.671 Einzelausstellern aus 105 Ländern ist die Internationale
Frankfurter der weltweit größte Marktplatz für das internationale
Verlagswesen. Im Mittelpunkt stehen für die Verlagshäuser die internationalen
Lizenzverhandlungen: Sie kaufen Rechte ein für Buchausgaben in der eigenen
Sprache und verkaufen Rechte für Übersetzungen in einen anderen Sprachraum.

Buchmesse-Spezial auf SPIEGEL ONLINE
DER SPIEGEL, SPIEGEL ONLINE und buchreport berichten aktuell und
umfassend über die Frankfurter Buchmesse
Start des gemeinsamen Themen-Spezials am 8. Oktober 2001 auf
www.spiegel.de
Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, SPIEGEL ONLINE, die führende News-Adresse
im deutschsprachigen Internet, und das Branchenmagazin buchreport berichten
erstmals gemeinsam über die weltweit größte Buchmesse, die vom 10. bis 15.
Oktober 2001 in Frankfurt stattfindet. Unter der Web-Adresse www.spiegel.de
starten die drei Redaktionen bereits am 8. Oktober 2001 ein umfangreiches
Themen-Spezial, das laufend ergänzt und aktualisiert wird.
"Die Leser des SPIEGEL und von SPIEGEL ONLINE haben ein starkes Interesse an
Literatur, Autoren und Büchern allgemein. Wir freuen uns, dass wir für unser
Buchmesse-Spezial einen so kompetenten Partner wie den buchreport gewinnen
konnten", so Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur von SPIEGEL ONLINE.
Neben aktuellen Nachrichten über Ereignisse und Veranstaltungen liefert das
Themen-Spezial Interviews mit Autoren und prominenten Persönlichkeiten aus der
Buchbranche, Rezensionen wichtiger Neuerscheinungen sowie Hintergrundberichte
zu den Topthemen der Frankfurter Buchmesse. Redakteure des SPIEGEL schildern
im "Tagebuch" ihre Eindrücke vom Messegeschehen. Interaktive Elemente wie das
"Forum" oder die Online-Chats ermöglichen den Internetbenutzern den Austausch
über aktuelle Buchthemen beziehungsweise den Dialog mit Autoren, die momentan
von sich reden machen.

Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, / der andere packt sie
kräftig an und handelt/(Dante Alighieri, italienischer Dichter, 1265 - 1321)
Den Verlag für "Mehr Wissen" findet man auch dieses Jahr wieder ganz leicht
auf der Frankfurter Buchmesse vom 10. bis 15. Oktober. In der Halle 4 am Stand
B 109 erwartet alle Wissbegierigen das volle Programm für Berufswahl und
Studium, Praktisches Wirtschaftswissen, Weiterbildung und Management und Kunst
auf CD-ROM.
Für alle Bereiche der Berufswahl, des Studiums, des beruflichen Alltags oder
der persönlichen Weiterbildung finden sich im Programm praktische Ratgeber und
umfassende Nachschlagewerke.
An erster Stelle ist dabei das ABC des Buchhandels zu nennen. Das bewährte
Nachschlagewerk für die gesamte Branche liegt bereits in 10. Auflage vor und
sollte auf keinem Verlagsschreibtisch und in keiner Buchhandlung fehlen.
Die kontinuierlich überarbeiteten und aktualisierten Studienführer sowie die
neue Reihe Karrieren unter der Lupe sind zuverlässige Orientierungs- und
Entscheidungshilfen für die Wahl eines Studiums oder beruflichen Werdegangs.
In der Reihe der Studienführer erscheint rechtzeitig zur Buchmesse der Titel:
Informatik - Mathematik - Physik. Die neuen Ratgeber der Reihe Karrieren unter
der Lupe beschäftigen sich mit Kunst und Design, Geowissenschaftlern,
Architekten - Innenarchitekten - Bauingenieuren und dem Bereich Neue Medien.
Außerdem präsentiert der Lexika Verlag dieses Jahr ein absolutes Novum: Vom
Assessment-Center zum Multimodalen Auswahlverfahren stellt erstmals das neue
Personalauswahlverfahren vor, das sich aus dem klassischen Assessment-Center
entwickelt hat.
Die beiden Programmbereiche Praktisches Wirtschaftswissen und Weiterbildung
und Management beinhalten das geballte Wissen von Praktikern und helfen bei
der täglichen Arbeit und der Persönlichkeitsentwicklung. Besonders
hervorzuheben sind in diesem Programmsegment die beiden neuen Ratgeber Steuern
und Versicherungen und Strategische Planung aus der Reihe der Schnellkurse,
sowie Praxis der Finanzierung, das erfolgreiche Strategien für
Kreditgespräche, Rating und Bonitätsprüfung enthält.
