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Premiere fixiert
Börsengang 9. März
Mit Roadshow durch Deutschland und Österreich auf
Anlegerfang
Der deutsche Abosender Premiere AG
http://www.premiere.de hat heute, Mittwoch, den Zeitplan für den
Börsengang bekannt gegeben. Die Erstnotiz soll am 9. März an der
Frankfurter Börse stattfinden. Die Veröffentlichung der Preisspanne
ist für den 22. Februar geplant. Aktien können voraussichtlich vom
23. Februar bis 8. März gezeichnet werden.
Den Börsengang haben Gesellschafter und Vorstand Mitte Januar
beschlossen. pte berichtete:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050117023 Vom Börsengang
verspricht sich Georg Kofler, Vorstandsvorsitzender, eine
Verbesserung der Finanzstruktur. Eigenen Angaben zu Folge hat
Premiere 2004 erstmals ein Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen im
operativen Geschäft abgeschlossen. Das EBITDA für 2004 belief sich
auf 82,9 Mio. Euro und der Umsatz stieg um 7,2 Prozent auf 984,8
Mio. Euro. "Die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Börsengang
von Premiere sind gut", freut sich Kofler. "Die Geschäftsergebnisse
und Bilanz der Premiere AG sind von zahlreichen Vertretern des
Kapitalmarktes positiv aufgenommen worden", so Kofler weiter.
Premiere hat in Deutschland und Österreich bereits eine
Marketingkampagne gestartet, die insbesondere Privatanleger
ansprechen soll. In verschiedenen deutschen Printmedien bewerben
Anzeigen die Aktie und auf verschiedenen TV-Kanälen laufen TV-Spots.
Eine Roadshow soll die Premiere AG institutionellen Anlegern
vorstellen und schmackhaft machen. Premiere hat über 3,25 Mio.
Abonnenten. |

Größte
Insider-Verkaufswelle seit fünf Jahren
Belastung für laufendes Börsengeschäft
Führungskräfte und Aufsichtsratsmitglieder von
US-amerikanischen Unternehmen haben im vergangenen Jahr Aktien ihrer
Unternehmen im Wert von mehr als 50 Mrd. Dollar verkauft. "Dabei
handelt es sich um die größte Insider-Verkaufswelle seit dem Jahr
2000, als die Aktienkurse der Internetfirmen einbrachen und
Kapitalanleger auf den Weltbörsen Milliarden verloren", berichtet
der Fachdienst "Erfolg" der Düsseldorfer Unternehmensgruppe Investor
und Treuhand
http://www.investor-treuhand.de.
Nach Ansicht von Experten wirft dies einen Schatten auf die
Entwicklung der Aktienmärkte im laufenden Jahr. Selbst so
hochkarätige Investoren wie Bill Gates, Chairman von Microsoft, und
die Top-Manager der Computer-Unternehmen Dell und Oracle hätten
jeweils Aktien für mehr als eine Mrd. Dollar abgestoßen, heißt es in
Börsenkreisen. Während die Insider-Verkäufe um 20 Prozent zunahmen,
stiegen die Käufe von Aktien lediglich um 13 Prozent auf 2,11 Mrd.
Dollar, so der Branchendienst "Washington Service", ein Unternehmen,
das Meldungen an die US-Wertpapieraufsicht SEC auswertet.
Als die Aktienkurse im vierten Quartal anzogen, nahmen auch die
Verkäufe der Insider zu. Nach Angaben von Thomson Financial stießen
Insider allein im Monat November 2004 so viele Aktien ab wie zuletzt
im August 2000. Als Begründung wurde angeführt, dass die
Unternehmensmanager ihre Gewinnaussichten für das laufende Jahr
wegen der erwarteten Zinsanhebung durch die US-Notenbank schlechter
beurteilen. "Auch an der Wall Street zeigen sich einige Analysten
skeptisch. Nachdem die Gewinne der im Benchmarkindex Standard&
Poor's zusammengefassten 500 Unternehmen im vergangenen Jahr um 19,2
Prozent gestiegen waren, wird für 2005 nur noch ein Plus von zehn
Prozent erwartet. In der Folge werde der Index dieser Werte im
laufenden Jahr nur noch um 2,5 Prozent zulegen, so die Erwartung der
Experten", berichtet "Erfolg".
Ihren bisherigen Rekordstand hatten die Insiderverkäufe im Jahr 2000
mit gut 80 Mrd. Dollar erreicht. Im März 2000 markierte die
Technologiebörse Nasdaq ein Allzeithoch bei 5.132,52 Punkten. Doch
von diesem Zeitpunkt bis Ende 2003 ging es bergab und das
Börsenbarometer verlor knapp drei Viertel seines Punktestands.
"Konsequenz: Kluge Anleger schichten jetzt um - und setzen auf
Sachwerte, vor allem auf Immobilien", so der "Erfolg".
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Wiener Börse will mehr
Börsengänge
Vorstandsmitglied Stefan Zapotocky: "Hervorragende
Performance 2004"
Die Wiener Börse AG
http://www.wienerboerse.at hat das Jahr 2004 nach eigenen Angaben
zwar mit Rekordergebnissen bei allen Marktdaten abgeschlossen, zeigte
sich jedoch enttäuscht von dem Anteil der Börsengänge (IPO). "Es
scheint, dass für die Unternehmen ein Going-Private attraktiver ist als
ein Going-Public. Wir appellieren daher an die Unternehmen, die
hervorragenden Rahmenbedingungen für ihren Börsengang zu nutzen", sagte
das seit 1. Januar 2005 amtierende neue Vorstandsmitglied Michael Buhl
(Bild, rechts) heute, Dienstag, in Wien.
Im laufenden Jahr will die Wiener Börse vor allem für eine weitere
Verbesserung des IPO-Klimas sorgen. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit
den mitteleuropäischen Börsen ausgebaut werden. "Es ist aber nicht unser
Bestreben, uns an allen Börsen Mitteleuropas einzukaufen", kommentierte
Vorstandsmitglied Stefan Zapotocky (Bild, links). "Erste Priorität war
und ist unser Heimmarkt", so Zapotocky weiter.
Laut Zapotocky hat die Wiener Börse im Jahr 2004 mit einer
"hervorragenden Performance" zum vierten Mal in Folge die der großen
internationalen Börsen übertroffen. Der Leitindex ATX schloss am
Jahresende mit einem Plus von 57,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
Die Marktkapitalisierung legte um 44 Prozent auf 64,58 Mrd. Euro zu. Der
Anteil internationaler Marktteilnehmer am Gesamthandelsvolumen stieg auf
rund 40 Prozent. Für 2005 rechnet die Wiener Börse damit, dass die
Fortsetzung der Internationalisierungsstrategie noch mehr Kapital an die
Börse bringen wird.
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Wiener Börse erhält Status als
designated offshore securities market
Der österreichische Kapitalmarkt braucht einen internationalen
Vergleich nicht zu scheuen: Das wurde der Wiener Börse von der
amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde U.S. Securities Exchange
Commission (SEC) mit der Verleihung des Status eines "Designated Offshore
Securities Market" nach dem "U.S. Securities Act of 1933" neuerlich
bestätigt. Damit reiht sich die Wiener Börse in einen exklusiven Klub von
derzeit nahezu 30 internationalen Börsen, wie Frankfurt oder Hong Kong, die
diesen Status besitzen.
"Das Engagement und das Interesse US-amerikanischer Investoren am
österreichischen Kapitalmarkt haben sich in den vergangenen Jahren
wesentlich gesteigert. Wir erwarten uns, dass die Kapitalaufnahme
österreichischer Unternehmen bei US-amerikanischen Investoren
Erleichterungen erfährt, meint Dr. Michael Buhl, Mitglied des Vorstands der
Wiener Börse.
Patrick Kenadjian, Partner im Frankfurter Büro der New Yorker
Rechtsanwaltskanzlei Davis, Polk & Wardwell, die die Wiener Börse beim
Prozess vor der SEC beraten hat, sieht den Vorteil für an der Wiener Börse
gelisteten Unternehmen vor allem in der Veröffentlichung von Research
Reports in den USA: "Der Securities Act sieht Erleichterungen für die
Verteilung von Research Reports über Unternehmen vor, deren Aktien bereits
an einer Börse notieren, die den Status eines "Designated Offshore
Securities Market" genießt." Banken, die mit einer gewissen Regelmäßigkeit
Research Reports über an der Wiener Börse notierte Unternehmen verteilen,
könnten diese in Zukunft ohne Unterbrechungen oder Einschränkungen auch in
den USA verteilen.

Börse Express: Zeichnungsstopp bei
Quadriga AG ab 27.2.
Die steuerliche Veränderung ist bekannt: Ab März 2004 werden die
Gewinne all jener Genussscheine, die nach dem 1. März 2004 emittiert werden,
einer 25-prozentigen KESt-Pflicht unterzogen - bei allen noch im Februar
emittierten Genussscheine bleiben die Gewinne nach einem Jahr Behaltedauer
steuerfrei. Für die Quadriga AG werden daher nur noch bis 27. Februar
Zeichnungsaufträge entgegengenommen, während ein Verkauf weiter möglich sei,
bestätigte das Unternehmen dem Börse Express. Dass das Fondsvolumen
zurückgehen werde, glaubt Quadriga auf Börse Express-Anfrage nicht. Sinkende
Stückzahlen sollten - so die Erwartung - durch Wertgewinne überkompensiert
werden.
Fazit: Der Zeichnungsstopp gilt natürlich nur für den Quadriga-Genussschein,
die anderen Investmentprodukte betrifft das nicht. Quadriga-Genussscheine sind
übrigens auch über die Wiener Börse verfügbar. Hier darf man gespannt sein,
auf welchem "Abstands-Level zum Net Asset Value" sich der Börsekurs einpendeln
wird. Denn gekauft werden kann ja dann nur noch über die Börse. Man spart
Ausgabeaufschlag und sichert die alte Steuerfreiheit. (BE/Nr.472)

Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der
Volksbank Investmentbank AG
USD Euribor Dt. Bund ATX DAX DJ Ind.
je EUR 3m 10y
6. Feb 04 1,252 2,08% 4,22% 1734,3 4044,7 10495,6
30. Jan 04 1,240 2,09% 4,25% 1725,5 4111,1 10510,3
Veränderung 0,94% -0,01%Pkt -0,03%Pkt 0,51% -1,62% -0,14%
Die Wirtschaftsdaten, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden,
fielen mehrheitlich gut aus. Der US-Einkaufsmanagerindex für den
Dienstleistungsbereich stieg im Januar auf 65,7 Punkte (Dezember:
58,0), das höchste Niveau seit der Einführung des Index im Juli 1997. Vom
Markt wurde lediglich ein Anstieg auf 60 Punkte erwartet. Auf den
Dienstleistungssektor entfallen rund 80 Prozent der gesamten
US-Wirtschaftsleistung. Auch in Deutschland und der gesamten Euro-Zone hat
sich das Wachstum des Dienstleistungssektors beschleunigt. Die entsprechenden
Einkaufsmanagerindizes stiegen im Januar auf 55,2 (Dezember: 54,6) bzw. 57,3
(Dezember: 56,6). Werte über 50 Zähler signalisieren eine expandierende
Geschäftstätigkeit. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten in den USA und
Deutschland auch die kürzlich veröffentlichten Auftragseingänge in der
Industrie für Dezember. Die jüngsten November-Daten zum Einzelhandelsumsatz in
der Euro-Zone für November fielen mit einem Rückgang von 1,9% gegenüber dem
Vormonat deutlich stärker als erwartet. In den nächsten Tagen stehen in den
USA neue Daten zum Arbeitsmarkt, Einzelhandelsumsatz und Verbrauchervertrauen
auf dem Programm. In der Eurozone wird die erste Schätzung zum BIP-Wachstum
für Q4/03 veröffentlicht.
Die Mehrzahl der Aktienmärkte bewegte sich in der letzten Woche seitwärts.
Weiter aufwärts ging es beim ATX. In den USA hat mittlerweile die Mehrzahl der
Unternehmen ihr Ergebnis zum vierten Quartal präsentiert, womit sich der Fokus
der Marktteilnehmer in Übersee wieder mehr hin zu den veröffentlichten
Wirtschaftsdaten verschiebt. In Europa wird uns die aktuelle Berichtssaison
noch bis in den März hinein begleiten. Die Mehrzahl der Unternehmen konnte mit
ihren Ergebnissen bisher die Markterwartungen treffen oder sogar übertreffen.
Auch der Ausblick der Unternehmensvertreter auf das aktuelle Quartal war
mehrheitlich erfreulich. Die Märkte reagierten in den letzten Tagen jedoch
kaum auf positive Konjunktur- oder Unternehmensmeldungen. Vereinzelte negative
Meldungen wurden genutzt, um Gewinne mitzunehmen. Für die nächste Woche
erwarten wir ein Anhalten der Seitwärtsentwicklung.
Der US-Dollar hat sich auf Wochensicht gegenüber dem Euro etwas
abgeschwächt. Die Entwicklung des Währungspaars sollte in den nächsten Tagen
vor allem vom Ausgang des am 6. und 7. Februar stattfindenden G7-Treffen der
Finanzminister und Notenbankchefs der führenden Industriestaaten in Florida
abhängen. Zur Überraschung der Marktteilnehmer haben die G7-Teilnehmer bei
ihrem letzten Treffen im September eine Flexibilisierung der Wechselkurse
gefordert und mit dieser Aussage den Dollar deutlich geschwächt. Dass es beim
kommenden Treffen zu einer gravierenden Änderungen in der Wechselkurspolitik
der Teilnehmerstaaten kommt, erwarten wir nicht. Die USA dürften nach wie vor
kein Interesse an einer festeren US-Währung haben. Die Beibehaltung der
Wechselkurspolitik birgt jedoch ein gewisses Enttäuschungspotential für die
Märkte. In diesem Umfeld rechnen wir in der nächsten Woche mit einem etwas
schwächeren US-Dollar zum Euro.
Die EZB hat bei ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen in der Euro-Zone wie
erwartet unverändert belassen. Im Vorfeld des G7-Treffens interessierte die
Märkte vor allem die Einschätzung der Notenbank zum Euro. Von dieser Seite kam
jedoch nichts neues. Die EZB brachte neuerlich ihre Sorgen bezüglich
übertriebener Wechselkursschwankungen zum Ausdruck. Das Niveau des Euro
erscheint ihr jedoch offensichtlich tolerabel. Die Geldmarktzinsen haben sich
in diesem Umfeld in der kaum verändert und diese Tendenz sollte sich auch in
der nächsten Woche fortsetzten. Die Anleiherenditen sind geringfügig gefallen.
In der nächsten Woche erwarten wir auch hier wenig Veränderung.

Anglo
Irish Bank: Vorsichtiger Optimismus bei Aktien
Märkte
stabilisiert – Nachhaltiger Aufschwung erst Ende 2003
Die Anglo
Irish Bank (Austria) KAG, das auf Fondsmanagement spezialisierte
Tochterunternehmen der Anglo Irish Bank (Austria) AG, hat die Duration ihrer
Dachfonds reduziert und den Aktienanteil leicht erhöht. Der Grund: Die
Fondsmanager erwarten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage im kommenden
Jahr. Viele Unternehmen liefern bereits positive Ergebnisprognosen, und die
Umfragen zur Wirtschaftsentwicklung in Europa haben sich – mit Ausnahme
Deutschlands – stabilisiert. Eine nachhaltige Erholung sei aber nicht vor dem
dritten Quartal 2003 zu erwarten.
Vor allem im zweiten Halbjahr 2003 setzen die Investmentexperten auf Aktien:
"Schön langsam sehen wir Licht am Ende des Tunnels, aber die ersten sechs
Monate werden noch schwierig. Ab dem dritten oder vierten Quartal rechnen wir
mit einer nachhaltigen Erholung der Aktienmärkte", zeigt sich Martin Wachter,
Geschäftsführer der KAG, verhalten optimistisch. Nach einem absoluten Tief
Anfang Oktober kam es auf den Aktienmärkten in den letzten Monaten zu einer
Kurs-Rally mit signifikanten Anstiegen. Die Aktienfonds der Anglo Irish Bank
stiegen seit September 2002 im Schnitt um 10 Prozent. "Derzeit konsolidieren
sich die Aktienmärkte; diese waren zuletzt einfach ‚übergekauft‘", analysiert
Wachter.
Positiv auf die Kurse wirken sich auch die Verbesserung der
Wirtschaftindikatoren in den USA und Europa, der Rückgang der geopolitischen
Spannungen und der starke Rückgang der Risikoaversion der Investoren. Der
Aktien-Fachmann bleibt aber vorsichtig: "Es fehlen noch klar positive Daten,
die nachhaltige Kursanstiege verursachen." Die Anglo Irish Bank rät zu
europäischen Papieren, da diese tendenziell günstiger seien und mehr
Bewegungsspielraum nach oben aufwiesen.
Dachfonds
Als durchaus interessante Anlageform bezeichnet Wachter derzeit Dachfonds:
"Wir haben die Duration der Anleihen in unseren Dachfonds reduziert und den
Aktienanteil leicht erhöht." Vor allem im zweiten Halbjahr 2003 sollten
Investoren dann von steigenden Aktienkursen profitieren.
Rentenfonds – Kaum Auswirkungen durch weitere Zinssenkungen
Wachter geht davon aus, dass die EZB nach der Zinssenkung Anfang Dezember in
den nächsten sechs Monaten keine weiteren Schritte setzen wird. "Sollte es
trotzdem zu einer weiteren Zinssenkung kommen, bleibt es fraglich, ob sich
dieser Schritt positiv auf die Rentenmärkte auswirkt." Laut Wachter
beeinflusst die Zinssenkung nur kurzfristige Zinssätze und nicht die von fünf-
bis zehnjährigen Anleihen.
Aus dem eigenen Portfolio rät der Tiroler Finanzexperte zur "Anglo Irish
Vorsorge". Der Fonds ist ein open-end Investmentfonds, der nur in
Euro-denominierte Anleihen investiert. "Der Anglo Irish Vorsorge zeichnet sich
durch seine konservative Veranlagungsstrategie aus. Es werden nur Anleihen von
europäischen staatlichen Emittenten höchster Bonität gezeichnet", so Wachter.
Im Einjahresvergleich liegt der Fonds mit 6 Prozent Rendite deutlich über der
Benchmark (5,75 Prozent).

Neuer Markt: Sex-Anbieter steht vor Börsengang
Private Media plant IPO für 4. Februar
Der spanische Anbieter von Sex-Produkten Private Media Group
http://www.prvt.com strebt
Medienmeldungen zufolge auf den Frankfurter Neuen Markt. Der Börsengang ist
für 4. Februar geplant, die Zeichnungsfrist der 7,4 Mio. Aktien soll von 25.
Januar bis 1. Februar laufen, berichtet die Börsenzeitung
http://www.boersen-zeitung.com heute, Donnerstag, in ihrer Online-Ausgabe.
Damit dürfte sich nach Monaten erstmals wieder ein Unternehmen auf das
Technologie-Börsenparkett in Frankfurt wagen.
Das in Barcelona ansässige Unternehmen vertreibt Sex-Produkte und
-Dienstleistungen wie Websites, DVDs, Magazine, Bücher, CD-Roms und Videos. Es
ist nach eigenen Angaben in 35 Ländern rund um den Globus tätig. Im Jahr 2000
wurde mit 120 Mitarbeitern ein Umsatz von 27,1 Mio. Dollar und ein Nettogewinn
von 5,56 Mio. Dollar erzielt. Private Media ist bereits seit 1999 an der
NASDAQ in New York notiert.
Nach der Emission soll das Grundkapital des Unternehmens in etwa 34 Mio.
Aktien aufgeteilt sein, woraus sich ein Streubesitz von knapp 22 Prozent am
Neuen Markt ergibt, heißt es weiter. Der IPO soll unter Führung der
Commerzbank erfolgen.
http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/BZ001148.HTM

Deutsche Börse übertrifft nach neun Monaten
Vorjahresergebnis
Umsatz legt um 19, EBIT um 24 Prozent zu
Die Deutsche Börse
http://www.deutsche-boerse.de hat nach neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres bereits das Vorjahresergebnis übertroffen. Wie die Börse am
Freitag ad hoc mitteilte, sei das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
um 24 Prozent auf 225,3 Mio. Euro gewachsen, was bereits mehr als das Ergebnis
des gesamten Geschäftsjahres 2000 sei. Dies sei vor allem auf die starken
Wachstumsraten des Terminmarktes Eurex und des Systemhauses Systems
zurückzuführen.
Der Umsatz des Unternehmens ist im selben Zeitraum um 19 Prozent auf 560,1
Mio. Euro gestiegen. Im 3. Quartal hat sich der Anstieg etwas verflacht: Das
EBIT stieg um sieben Prozent auf 64,8 Mio. Euro, der Umsatz kletterte um 18
Prozent auf 185,5 Mio. Euro. Finanzvorstand Mathias Hlubek meinte zum
Ergebnis, dass die Zahlen für die ersten neun Monate die eigenen Erwartungen
übertroffen hätten: "Trotz des traditionell schwächeren vierten Quartals sind
wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen."
Die Segmentergebnisse der Deutschen Börse zeigen eine unterschiedliche
Entwicklung: Während das Segment Xetra (Kassamarkt) im dritten Quartal trotz
rückläufiger Umsätze beim EBIT stabil blieb, legte der Terminmarkt Eurex bei
Umsatz und Ergebnis kräftig zu. In den ersten neun Monaten hat sich das
Eurex-Ergebnis gegenüber dem Vorjahr auf 83,9 Mio. Euro mehr als
versiebenfacht.

Deutsche Börsen verzeichnen deutliche Gewinne
Feste Eröffnung der New Yorker Märkte sorgt für Kaufstimmung
Die Deutschen Börsen
http://deutsche-boerse.com haben am Mittwochnachmittag deutliche Gewinne
verbucht. Nachdem der Handel zunächst wegen der fortgesetzten Angriffe in
Afghanistan eher abwartend verlaufen war, sorgte die feste Eröffnung der New
Yorker Märkte für Kaufstimmung. Der Deutsche Aktienindex (DAX) gewann rund 2,7
Prozent auf 4.592,16 Punkte. Am Neuen Markt legte der Nemax 50 ebenfalls um
2,7 Prozent auf 848,22 Punkte zu. Der DAX der Nebenwerte verbesserte sich
hingegen nur leicht um 0,1 Prozent auf 4.076,11 Punkte. An der Wall Street
kletterte der Dow Jones Industrial um 1,1 Prozent auf 9.151,80 Punkte, der
technologielastige Nasdaq-Composite gewann 1,5 Prozent auf 1.593,76 Punkte.
Der Euro gab nach den starken Gewinnen der vergangenen Tage wieder nach. Am
Devisenmarkt kostete die Gemeinschaftswährung am Abend 0,9111 Dollar. Die
Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 0,9136 Dollar
nach 0,9193 Dollar am Dienstag ermittelt. Damit verteuerte sich der Dollar von
2,1275 auf 2,1408 Mark.
Im DAX verbuchten neben Technologietiteln vor allem Autowerte Gewinne. So
legte Volkswagen um 5,4 Prozent auf 40,60 Euro zu und DaimlerChrysler 4,5
Prozent auf 38,21 Euro. Infineon verteuerte sich um fast fünf Prozent auf
15,50 Euro, Siemens kletterte um 4,1 Prozent auf 46,60 Euro. Fundamentale
Begründungen für die Zuwächse gab es nicht. Auf der Verliererseite standen bei
sehr geringen Umsätzen mit MLP, Henkel und adidas-Salomon lediglich drei
Titel.
Im Nemax 50 sorgten Gewinne bei T-Online für Auftrieb. Die Aktien des
Internet-Providers verteuerten sich um gut neun Prozent auf 6,87 Euro. Damit
trugen die Papiere rund ein Drittel zum Gesamtanstieg des Index bei. Gesucht
waren zudem Biotech-Papiere. So verteuerte sich Medigene um fast 16 Prozent
auf 16,79 Euro. GPC Biotech stieg um neun Prozent auf 9,86 Euro. Größte
Verlierer war EM.TV mit einem Abschlag von 6,2 Prozent auf 1,36 Euro. ADVA
verlor 5,2 Prozent auf gut zwei Euro und Heyde rund 3,5 Prozent auf 1,10 Euro.

Deutsche Börse mit US-Segment zufrieden
Xetra-Marktanteil innerhalb von zwei Wochen verfünffacht
Zwei Wochen nach dem Start des neuen US-Segments auf der elektronischen
Handelsplattform Xetra hat sich die Deutsche Börse mit den Umsätzen zufrieden
gezeigt. Umsatz und Marktanteil des elektronischen Handels sind deutlich
gestiegen, teilte das Frankfurter Unternehmen
http://www.deutsche-boerse.de am Montag mit. Seit Marktstart am 24.
September wurden auf Xetra den Angaben zufolge US-Aktien im Wert von 144,7
Mio. Euro gehandelt, bei einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 14,5 Mio.
Euro. Daraus errechnet die Börse ein Xetra-Marktanteil von rund 26 Prozent in
der ersten und gut 27 Prozent in der zweiten Handelswoche. In den letzten zehn
Wochen vor dem Start des US-Segments habe dagegen der Marktanteil von Xetra
bei einem durchschnittlichen Tagesumsatz von 8,7 Mio. Euro bei rund fünf
Prozent gelegen.
Bei insgesamt rückläufigen Umsätzen an den deutschen Börsen geht der
Anstieg bei Xetra zu Lasten des Parketthandels, räumte die Frankfurter Börse
ein. In den letzten zehn Wochen vor Einführung der Xetra US-Stars lag der
Marktanteil des Frankfurter Parketthandels bei durchschnittlich 68 Prozent und
sank mit Segmentstart den Angaben zufolge auf rund 51 Prozent in den ersten
beiden Handelswochen. Das Xetra US-Segment der Deutschen Börse umfasst die
rund 200 US-Werte der Indizes Dow Jones Industrial Average, S&P 100, Nasdaq
100 und Global Titans 50, die so genannten "Xetra US-Stars".

Deutsche Bank startet an der New Yorker Börse
Derzeit keine konkreten Übernahmepläne
Die Deutsche Bank
http://group.deutsche-bank.de ist seit Mittwoch an der New York Stock
Exchange (NYSE) http://www.nyse.com
notiert. Der erste Kurs betrug 52,70 Dollar. Im Verlauf der ersten
Handelstunden stieg der Kurs auf über 53 Dollar. Die Aktie des größten
deutschen Finanzinstituts wird nunmehr in insgesamt zehn Ländern gehandelt.
Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer sagte in New York, die erhöhte Reputation
durch das klare Bekenntnis zum amerikanischen Markt und seinen Anforderungen
werde die positive Wahrnehmung der Bank durch US-Retailinvestoren verstärken.
Für die 16.000 Mitarbeiter der Bank in den USA könne durch die Notierung ein
globales Beteiligungsprogramm aufgelegt werden. Zudem erhalte die Bank durch
die Notierung an der NYSE eine alternative Akquisitionswährung. Es gebe
derzeit keine konkreten Pläne für eine Übernahme in den USA, so Breuer. Der
Konzern halte jedoch die Augen offen.

ZKB befürchtet Totalverlust für Swissair-Aktionäre
Handel soll Mittwoch wieder aufgenommen werden
Die Umstrukturierung der Swissair
http://www.swissairgroup.com zu einer neuen, nationalen Airline ist laut
Zürcher Kantonalbank (ZKB)
http://www.zkb.ch kein Grund, die Einschätzung "stark kursbelastend" vom
1. Oktober 2001 zu ändern. Für Altaktionäre ist ein Totalverlust
unausweichlich, vermutet die ZKB. Für die Obligationäre könnte dagegen noch
eine bescheidene Konkursdividende herausschauen. Ihre Höhe sei im Augenblick
jedoch schwer zu beziffern. Auch Swissair-Chef Mario Corti hatte darauf
hingewiesen, dass ein Totalverlust möglich ist. Morgen Mittwoch wird der
Handel von Swissair-Aktien an der SWX Swiss Exchange
http://www.swx.com wieder
aufgenommen.
Der Erfolg der am 1. Oktober veröffentlichten Neustrukturierung hängt laut
Analysten der ZKB von einer Reihe regulatorischer und betriebswirtschaftlicher
Bedingungen ab. Sollte die Umsetzung erfolgreich sein, würde sich die
Beteiligung an der Crossair
http://www.crossair,com für die Banken UBS
http://www.ubs.com und Credit
Suisse Group
http://www.creditsuisse.com mittelfristig auszahlen. Die eingesetzten
Beträge können nach Einschätzung der ZKB von den beiden Finanzinstituten dank
hoher Kapitalisierung problemlos aufgebracht werden.

Börsen weiter auf Erholungskurs
Biotechs am Neuen Markt gefragt
Die Aktienindizes an der Frankfurter Börse haben ihren Erholungskurs zum
Wochenausklang mit kräftigen Gewinnen fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex
(DAX) mit den 30 wichtigsten Unternehmen stieg am Freitag um 2,4 Prozent auf
4.284,16 Punkte. Der Nemax 50 kletterte um 5,5 Prozent auf 793,02 Zähler. An
der Wall Street verbesserte sich der Dow Jones Industrial um 1,4 Prozent auf
8.799,29 Punkte und der technologieorientierte Nasdaq-Composite um 1,7 Prozent
auf 1.485,10 Zähler.
Gestützt wird die Entwicklung nach Ansicht von Händlern durch den günstigen
Dollarkurs, den niedrigen Ölpreis und die geringen Zinsen. Zudem verflüchtige
sich die nach den Anschlägen kursierende Kriegsangst mehr und mehr aus den
Kursen. Allerdings gab es auch Befürchtungen, dass die gute Stimmung nicht
lange anhält. Schon bald würden fundamentale Unternehmensdaten wieder ein
größeres Gewicht erlangen, und da sei mit neuen Gewinnwarnungen zu rechnen,
hieß es.
Der Euro zeigte sich mit 0,9114 Dollar etwas schwächer. Die Europäische
Zentralbank hatte am Mittag einen Referenzkurs von 0,9131 Dollar ermittelt.
Etwas fester als am Donnerstagabend notierte der Ölpreis: In London kostete
ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent 21,82 Dollar.
Im DAX setzten sich Technologietitel an die Spitze. Infineon gewann 8,9
Prozent auf 13,37 Euro. Händler sprachen von einer technischen Erholung nach
den herben Verlusten der vergangenen Tage. SAP legte nach der Ankündigung
eines Aktienrückkaufprogramms 5,6 Prozent auf 116,12 Euro zu. Dazwischen schob
sich MLP-Papiere, die sich um 6,2 Prozent auf 65,08 Euro verteuerten. Nur vier
Titel notierten im Minus. Von ihnen wies E.ON mit einem Abschlag von 3,4
Prozent auf 55,94 Euro die meisten Verluste auf. Siemens büßte 3,2 Prozent auf
41,16 Euro und MAN drei Prozent auf 18,39 Euro ein.
Der MDAX mit den Nebenwerten legte 2,2 Prozent auf 3.958,33 Punkte zu,
wobei die Ausschläge bei Gewinnern und Verlierern recht hoch waren. So legte
GfK um 18 Prozent auf 20,30 Euro zu, während ProSiebenSat.1 nach einer
Gewinnwarnung um 19,7 Prozent auf 5,05 Euro einbrach.
Im Nemax 50 waren vor allem Biotechnologietitel gefragt, nachdem das an der
Nasdaq gelistete US-Unternehmen Idec gute Zahlen vorgelegt hatte. Evotec stieg
um 24,5 Prozent auf 6,91 Euro, Morphosys um 21,3 Prozent auf 25,65 Euro und
Lion Bioscience um 18,7 Prozent auf elf Euro. Nur vier der 50 im
Wachstumsmarkt gelisteten Unternehmen rangierten im roten Bereich. Dabei
mussten Primacom von den satten Vortagsgewinnen wieder 9,3 Prozent auf 3,71
Euro abgeben. Mobilcom verbilligte sich wegen der enormen befürchteten Kosten
für die Umbenennung auf den Namen der Mutter Orange um 2,1 Prozent auf 15,78
Euro und SCM Microsystems gab 1,7 Prozent auf 5,85 Euro ab.

Weltbörsen zeigen deutliche Aufwärtstendenzen
Kurse amerikanischer Fluglinien und Versicherungen klettern
wieder nach oben
Nach den schwersten Wochen-Kursverlusten seit 1932 zeigten die
amerikanischen Börsen heute, Montag, erstmals seit den verheerenden Anschlägen
in New York und Washington wieder optimistische Tendenzen. So kletterte der
Dow Jones Index http://www.nyse.com
, der in der vergangenen Woche um 14,3 Prozent eingebrochen war, in den ersten
Stunden nach Handelsbeginn (bis 12.00 Uhr Ortszeit / 18.00 Uhr MEZ) um plus
4,3 Prozent auf 8.590 Punkte. An der Nasdaq
http://www.nasdaq.com ging es
ebenfalls um 5,3 Prozent auf 1.498 Zähler nach oben.
Die Aktienmärkte reagierten damit unter anderem auf Aussagen von Analysten,
die panikartige Aktienverkäufe der Vorwoche als übertrieben bezeichneten. Eine
sichtbare Erholung zeigten die Kurse von Fluglinien (z.B. US Airways mit plus
14 Prozent) und Versicherungen, nachdem die amerikanische Regierung beiden
Branchen finanzielle Unterstützung zugesichert hatte (pte berichtete:
http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010922005 ). IT-Werte konnten ebenso
Steigerungen verzeichnen, besonders der Glasfaserriese JDS Unisphase, dessen
Kurs um über zehn Prozent zulegte.
Deutliche Zeichen der Erholung zeigten auch die europäischen Aktienmärkte:
Der deutsche Aktienindex kletterte bis 18.00 Uhr um 6,6 Prozent auf 4.036
Zähler, der NEMAX 50 Index am Frankfurter Neuen Markt wies ein Plus von 7,4
Prozent (777 Punkte) auf und der ATX der Wiener Börse schloss vergleichsweise
bescheiden mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent bei 1.077 Punkten. Der Leitindex
Zürcher Börse, der am Freitag um sechs Prozent eingebrochene SMI, legte um 6,7
Prozent auf 5.452 Zähler, der CAC 40 an der Pariser Börse und der FTSE 100 an
der Börse London um 5,7 Prozent bzw. 4,1 Prozent zu. Einzig der Leitindex der
Börse Tokio, der Nikkei 225, setzte die Abwärtsentwicklung fort und schloss
bei 9.555 Zählern, was einem Minus von 2,35 Prozent entspricht.

Europas Börsen haben sich leicht erholt
Dow Jones Index erlebt Berg- und Talfahrt
Die im Laufe des Freitags schwer unter Druck geratenen europäischen
Börsen haben sich im Laufe des Nachmittags - nach Handelsbeginn an den
amerikanischen Börsen - wieder leicht erholt. Der Deutsche Aktien Index (DAX)
http://deutsche-boerse.com
kletterte bis 19.00 Uhr wieder auf 3.790 Punkte, was zwar einem Minus von rund
0,6 Prozent entspricht, aber deutlich über dem Tagestiefststand von 3.597
Zählern lag. Der NEMAX 50 Index des Neuen Marktes, der schon um 13 Prozent
abgesackt war, stieg auf 701 Punkte (minus 6,4 Prozent). Der SMI der Börse
Zürich sackte um 5,35 Prozent auf 5.110 Punkte ab und der
Wiener-Börse-Leitindex ATX schloss bei knapp 1.060 Punkten oder einem Minus
von 3,17 Prozent. Die Leitindices der Londoner und der Pariser Börse, der FTSE
100 und der CAC 40, fielen letztendlich um 2,2 bzw. 2,3 Prozent. (siehe auch
pte-Meldung
http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=010921039 ).
Mit Spannung blickten die europäischen Börsen auf das Anlegerverhalten in
den USA. Seit den Anschlägen am 11. September waren sowohl der Dow Jones als
auch der NASDAQ Composite um rund 13 Prozent gefallen. Zu Handelsbeginn an der
New York Stock Exchange stürzten auch hier die Kurse dramatisch ab. Der Dow
Jones Index fiel kurz nach Handelsbeginn von 8.376 um rund 300 Punkte, um
wenig später wieder über den Ausgangswert zu klettern. Grund dafür war eine
Mitteilung von General Electric, bei der das Unternehmen für das laufende
Geschäftsjahr "trotz Einbußen wegen der Anschläge" einen Gewinnanstieg von elf
Prozent gegenüber dem Vorjahr prognostizierte. Die GE-Aktie konnte bis zu
Mittag Ortszeit um zwei Prozent zulegen. Der Dow Jones setzte allerdings kurz
später wieder zur Talfahrt an und pendelte sich bei rund 8.200 Punkten ein.
Gegen 12.50 Ortszeit hielt er bei rund 8.259 Punkten, was einem Minus von 2,16
Prozent entspach. Der Leitindex der Technologiebörse NASDAQ hielt zu diesem
Zeitpunkt bei 1.420 Punkten (minus 3,5 Prozent).

Handel mit US-Aktien in Frankfurt vor Wiederaufnahme
US-Börsen stehen vor schwerem Neuanfang
Mit dem Neustart der US-Börsen am kommenden Montag werden auch die
Frankfurter Wertpapierbörse
http://deutsche-boerse.com und die Terminbörse Eurex den Handel mit
US-Aktien sowie Futures und Optionen wieder einsetzen. Die Börsen in den USA
sehen nach Angaben der Gruppe Deutsche Börse den Handelsbeginn derzeit für
15.30 Uhr MEZ am Montag vor. Zuvor hatte die US Securities and Exchange
Commission (SEC) http://www.sec.gov
bekannt gegeben, dass die Wall Street zum Wochenbeginn nach viertägiger Pause
wegen der Terroraktionen wieder ihre Arbeit aufnimmt (Siehe auch:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=010915009).
Die Furcht vor möglichen Militäraktionen hatten die Aktienmärkte belastet.
Dies wird sich nach Ansicht von Analysten auch am Montag weiter auswirken. Die
Ölpreise waren am Freitag am Londoner Warenterminmarkt wieder gestiegen. Öl
der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im November zog auf 29,60 Dollar pro
Liter an. Die Heizölpreise zeigten sich im Wochenverlauf sprunghaft. Leichtes
Heizöl hatte sich nach den Anschlägen in den USA zunächst deutlich verteuert,
die Preise waren dann aber wieder gefallen. Im Wochenvergleich schlägt aber
ein Plus von rund zehn Prozent zu Buche.
Der Euro legte zuletzt deutlich zu. Am Devisenmarkt kostete die
Gemeinschaftswährung am Freitagabend 0,9210 Dollar. Die Europäische
Zentralbank hatte am Mittag sogar einen Referenzkurs von 0,9219 Dollar
festgestellt. Händler begründeten den Anstieg mit der Flucht der Anleger in
"sichere Häfen".
Der Flugverkehr zwischen Deutschland und den USA kommt nach der Lockerung
des Flugverbots wieder in Gang. Die Lufthansa nahm 42 ihrer ursprünglich
vorgesehenen 50 Flüge in den Flugplan von Samstag auf. Lediglich Washington,
Houston und Boston können vorerst nicht angeflogen werden. Am Samstagmorgen
waren mehrere Maschinen in Richtung USA mit Verzögerung gestartet. Durch die
zahlreichen Wartenden und die längeren Sicherheitskontrollen war der
Frankfurter Flughafen schon am Vormittag überfüllt.
Unterdessen geht die Diskussion über die noch nicht absehbaren
wirtschaftlichen Konsequenzen der Terroranschläge weiter. US-Ökonom Rüdiger
Dornbusch vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigte sich
gegenüber "Welt am Sonntag" überzeugt, dass es nicht zu einem "Kollaps" der
US-Wirtschaft kommen werde. Rein finanziell liege der Schaden zwar in
"eindrucksvoller Milliardenhöhe". Er sei aber viel geringer als bei
Naturkatastrophen wie etwa den Erdbeben in Mexiko oder Japan. "Die Ausgaben
für den Wiederaufbau werden wieder positiv auf das Bruttoinlandsprodukt
wirken", sagte Dornbusch.
DaimlerChrysler-Chef Jürgen E. Schrempp verwies in der gleichen Zeitung
darauf, dass die USA in einer konjunkturellen Schwächephase getroffen wurde.
Der Terror habe psychologische Schockwellen ausgelöst, die diesen Trend
kurzfristig noch verstärken könnten. Hinzu käme die Unsicherheit über die
Folgen möglicher Vergeltungsschläge.

Deutsche und Wiener Börse vorläufig stabil
Nikkei-Index sackt um 6,6 Prozent ab
Nach der gestrigen Katastrophe in New York und Washington haben sich alle
europäischen Börsen entschlossen, den Handel zu eröffnen. Sowohl die Deutschen
Börsen als auch die Wiener Börse
http://www.wbag.at hatten kurz nach Eröffnung Kursverluste zu verzeichnen,
erholten sich aber am Vormittag rasch. Zu Handelsbeginn gab der ATX zunächst
um knapp zwei Prozent nach und fiel um knapp zwei Prozent von 1.153,23 auf
1.127,25 Punkte, notierte um 10:40 mit einem leichten Minus von 0,65 Prozent
bei 1.146,34 Punkten. In Deutschland stiegen sowohl der NEMAX-Index am Neuen
Markt als auch der Deutsche Aktienindex (DAX), der gestern um 8,5 Prozent
fiel, bis 11.00 Uhr um jeweils zwei Prozent. Schwere Einbrüche hatte dagegen
die Börse in Tokio zu verzeichnen: Der Nikkei-Index sackte am heutigen
Handelstag um 6,6 Prozent ab und schloss mit 6.610 Punkten beim niedrigsten
Wert seit 18 Jahren.
"Wir erwarten nicht, dass es überzogene Reaktionen gibt, wir beobachten was
passiert", erklärte heute, Mittwoch Vormittag die Pressestelle der Wiener
Börse gegenüber pte. Gestern sei europaweit viel telefoniert worden, ob
aufgemacht werden soll oder nicht. Die Börsenspitzen stünden jedenfalls
untereinander in Kontakt. Auch gemeinsame Aktionen seien möglich. Ob die drei
amerikanischen Werte der Wiener Börse heute, Mittwoch, am Auction Market
gehandelt werden, werde bis 11.30 Uhr entschieden.

Insiderverdacht am Neuen Markt nimmt zu
Wertpapieraufsicht legt Jahresbericht 2000 vor
Die Zahl der Untersuchungen wegen Verdachts auf Insiderhandel bei Börsengeschäften
legt deutlich zu. Wie das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) http://www.bawe.de
am Mittwoch bekannt gab, habe die Behörde allein in diesem Jahr 28
Untersuchungen gestartet, 18 davon entfielen auf den Neuen Markt. Im
vergangenen Jahr habe BAWe 51 Fälle überprüft, sagte BAWe-Präsident Georg
Wittig bei der Vorlage des Jahresberichts 2000 in Frankfurt. 22 der Akten
landeten bei der Staatsanwaltschaft.
Erstmals seit fünf Jahren kam es im vergangenen Jahr zu einer
Verurteilung. Es handelte sich um den Fall des damals amtierenden
Oberstadtdirektors von Köln, der als Aufsichtsrat Informationen zur eigenen
Bereicherung genutzt hatte. Daneben wurden von den Gerichten zwei Strafbefehle
verhängt, die noch nicht rechtskräftig sind. Die Staatanwaltschaft sei
kooperativ aber überlastet, sagte Wittig und wies darauf hin, dass sich die
Behörde bei leichteren Vergehen das Recht wünscht, selbst Bußgelder verhängen
zu können.
Insbesondere am Neuen Markt häuften sich Fälle von Missbrauch von
Ad-hoc-Mitteilungen, hieß es. Viele junge Unternehmen versuchten mit Hilfe
von aufpolierten Ad-hoc-Mitteilungen, den Kurs der eigenen Aktie in die Höhe
zu treiben oder zu stützen. Die Behörde bezifferte die Ad-hoc-Mitteilungen
inländischer Emittenten im vergangenen Jahr auf 5.057. Im Jahr 1999 waren es
noch 3.219.

Virtuelles Börsenspiel "Aktienrallye" startet am Montag
Risikoloses-Online Trading an Nasdaq, Xetra und SWX möglich
Nach zweiwöchiger Probezeit startet am kommenden Montag das
Online-Börsenspiel "Aktienrallye". User können sich unter
http://www.aktienrallye.com
registrieren und dann völlig risikolos ihr Glück als Online-Broker versuchen.
Jeder Spieler erhält ein Depot mit Spielgeld in Höhe von 250.000 Franken und
hat Zugriff auf über 1.500 Aktien an vier Börsenplätzen sowie auf Charts und
Börsenkurse. Kauf und Verkauf der Aktien erfolgen unter realen Bedingungen.
Der Hauptpreis beträgt 10.000 Franken.
Das Börsenspiel wird von youtrade
http://www.youtrade.com ,
dem Online-Broker der Cedit Suisse und dem Anleger-Magazin Stocks
http://www.stocks.ch , in
Zusammenarbeit mit der Tele24 Börsensendung "Money"
http://www.money24.ch
präsentiert. Mitspieler können fünf Wochen lang an der US-Technologiebörse
Nasdaq, der New York Stock Exchange (NYSE), der XETRA in Frankfurt und der
Schweizer Börse SWX Aktien handeln. Die Depots aller Spieler sind transparent
und können jederzeit eingesehen werden.
Wer mit seinem Depot am Ende die beste Performance erreicht, gewinnt.
Insgesamt können Preise im Wert von 36.000 Franken gewonnen werden. Der Sieger
erhält einen youtrade-Vertag mit einem realen Startkapital von 10.000 Franken,
der Zweite mit 7.500 und der Drittplatzierte mit 5.000 Franken. Der Einstieg
in das Spiel ist jederzeit möglich. Als prominente Mitspieler fungieren die
Olympiasiegerin im Triathlon Brigitte Mc Mahon und Big Brother Co-Moderator
Yves Schifferle. Teilnahmeberechtigt sind in der Schweiz wohnhafte Personen
über 18 Jahre.
