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Lebende Roboter von Muskelkraft angetrieben
Erfolgreiche Partnerschaft von Bio- und Nanotechnologie

Forscher der University of California in Los Angeles haben erstmals kleine Roboter entwickelt, die von Muskelkraft betrieben werden. Die Bestandteile dazu stammten von wachsenden Rattenzellen, die auf mikroskopischen Silikonchips aufgebracht und gezüchtet wurden, berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com .

Die kleinen Roboter, die weniger als einen Millimeter groß sind, können sich ohne äußere Energiequellen bewegen. Die Forscher um Carlo Montemagno sehen darin eine neue Ära der Verbindung zwischen Bio- und Nanotechnologie. Der Forscher hatte zunächst damit begonnen, Nanomotoren aus genetisch veränderten Proteinen zu ziehen. Das nunmehrige Experiment brachte aber erst den Durchbruch, Muskelgewebe auf kleinen robotischen Skeletten wachsen zu lassen. Dazu wurde der Chip mit einer Acrylamid-Lösung beschichtet, an jenen Stellen, an denen dann die Muskelschichten wachsen sollten, wurde eine Schicht aus Chrom und Gold aufgebracht.

Montemagnos Team hat für die Schaffung des "Mini-Roboters" Herzzellen von Ratten verwendet. Die Zellen haben sich zu einem beweglichen Muskel entwickelt, der sich von selbst ausdehnt und zusammenzieht. Auch ist dem Forscherteam gelungen, eine Art Bestandteil zu kreieren, das wie ein Froschschenkel aussieht. "Die Knochen waren entweder aus Silikon oder aus Plastik und waren mit beweglichen Verbindungsgliedern versehen, so dass sie sich strecken und zusammenziehen lassen", so Montemagno. Mit elektrischen Impulsen ließ sich der Muskel schließlich bewegen.

Der Ingenieur Montemagno sieht in seiner Erfindung eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für mikromechanische Strukturen.
 

 


 

Biotechnologie: Boom bei Produkt-Lizenzierungen ist sicher
Sektor profitiert vom Know-how aus Pharma-Industrie
 

 Führende Biotech-Unternehmen rechnen bis zum Jahr 2010 mit einer Verdoppelung der Lizenzierungen neuer Produkte. Im Rahmen einer 3i Healthcare-CEO Konferenz in Barcelona bekräftigten 65 Prozent der 70 teilnehmenden Geschäftsführer das Vertrauen in den Biotech-Sektor. Sie betonten auch die zunehmende Bedeutung von geistigem Kapital innerhalb dieses Sektors. Zahlreiche Delegierte teilten die Meinung, dass die Gründung junger Unternehmen durch die "besten Köpfe der Branche" zu einem Know-how Verlust der großen Pharma-Konzerne zugunsten junger Biotech-Unternehmen geführt haben.
 

"Dieser Trend ist auch in Österreich spürbar", erklärte Reinhard Jonke, Geschäftsführer bei 3i Austria. Bestes Beispiel dafür sei das 1999 gegründete Biotech-Unternehmen Igeneon http://www.igeneon.com . Bei dem auf Krebsimmunisierung spezialisierten Unternehmen stammen beide Gründer aus großen Pharma-Konzernen. Erst im August erhielt Igeneon im Rahmen eines Private Placement bei internationalen Finanzierungspartnern eine Venture Capital Finanzierung in der Gesamthöhe von 30 Mio. Euro.
 

Laut elektronischer Umfrage zeigten sich 74 Prozent der Geschäftsführer zuversichtlich, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre höhere Investitionen in Forschung und Entwicklung zu wachsendem Vertrauen großer Pharma-Konzerne in den Biotech-Sektor führen werden. "Die Biotech-Industrie ist mit einem weltweiten Umsatz von über 30 Mrd. Dollar aus dem internationalen Healthcare-Geschäft nicht mehr wegzudenken", so Jonke. Die Verkaufserlöse europäischer Biotech-Unternehmen seien im vergangenen Jahr um 38 Prozent gewachsen.
 

3i beteiligt sich als Venture Capital Unternehmen an zukunftsträchtigen Branchen. Insgesamt hat 3i über 284 Mrd. Schilling in mehr als 13.200 Unternehmen investiert.
 

 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:46
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