Gorbach: Bildungspolitik bedarf einer
raschen Richtungsänderung
"Österreichs Pflichtschüler schneiden im internationalen Vergleich
schlecht ab, der Wirtschaft fehlen Fachkräfte, Lehrlinge sind mangelhaft
qualifiziert und obendrein wird ein EUGH Urteil erwartet, wonach die
Diskriminierung von Studenten aus anderen EU-Staaten aufgehoben werden muss
- die Sorge um das Bildungssystem in Österreich ist berechtigt", erklärte
Vizekanzler Bundesminister Hubert Gorbach am Freitag und sprach sich für
eine rasche Änderung im Bildungssystem aus. "Wissen und Bildung sind die
Erfolgsfaktoren der Industrieländer im 21. Jahrhundert, daher muss der
Grundstein bereits früh in der Kindheit richtig gelegt werden, um im
globalen Wettbewerb bestehen zu können", betonte Gorbach.
"Die Verpflichtung für Migrantenkinder, Deutschkurse im Vorschulbereich
zu besuchen, ist und bleibt eine sinnvolle freiheitliche Forderung. Das
allgemeine pädagogische Niveau dieser Deutschkurse muss jedoch deutlich
höher sein als die Kurse im Rahmen der Integrationsvereinbarung. Nur dann
sind sie auch effizient", forderte Gorbach. Die teilweise Kostenübernahme
durch den Bund sei offensichtlich nicht ausreichender Anreiz, die
angebotenen Kurse tatsächlich zu besuchen. 2004 absolvierten nur 5500
Personen derartige Kurse, 50.000 Personen waren durch die
Ausnahmebestimmungen der Integrationsvereinbarung von den Deutschkursen
'befreit'. "Das sind alarmierende Zahlen, die zu einem raschen Kurswechsel
führen müssen. Man denke nur an den Sozialbereich, wo überdurchschnittlich
viele Migranten als Pflegepersonal arbeiten und es besonders problematisch
ist, nicht die Sprache Deutsch zu beherrschen", führte Gorbach aus.
Generell müsse sich das Bildungssystem in Österreich an die heute
üblichen Arbeitsbedingungen anpassen. So sei eine freiwillige
Nachmittagsbetreuung für 6-14 Jährige erforderlich sowie eine Anpassung der
Schulzeiten an die flexiblen Arbeitsformen, erklärte Gorbach. Dies bedeute
die 5 Tage Woche bis zur 9. Schulstufe, was vielen Müttern gestatten würde
eine Ganztagesstelle annehmen zu können.
Die Verpflichtung der Lehrer, 30-35 Stunden anwesend zu sein und sich
fortzubilden, schließe trotzdem die Verantwortung der Eltern im Bezug auf
die Erziehung nicht aus. Diese könne nicht ausschließlich auf die Lehrkräfte
abgewälzt werden, betonte Gorbach. "Anzudenken ist auch eine Verkürzung der
Sommerferien auf einen Monat bis sechs Wochen und eine Betreuung für Schüler
für die restliche Urlaubszeit, was den arbeitenden Eltern sehr helfen würde.
Angesichts der ungeheuer hohen Kosten für Nachhilfe und Betreuung während
der schulfreien Zeit, ist dies sicher ein positiver Ansatz für alle
Betroffenen", schloss Gorbach.

Licht im
Bildungsdschungel
Der Trend zu internationalen Bildungsstandards
Personalverantwortliche in Unternehmen wollen
heute bei Stellenbesetzungen und Bildungsmaßnahmen auf Nummer sicher
gehen. Ist eine bestimmte Qualifikation gefordert, geben sie sich
daher immer weniger mit reinen Teilnahmebestätigungen von Seminaren,
deren Inhalte und Qualität sie nur schwer beurteilen können,
zufrieden.
Daher setzen sich auch in Österreich international standardisierte
Wissensnachweise wie zB der Europäische Wirtschaftsführerschein
EBC*L oder der Computer Führerschein zunehmend durch. Sie
bestätigen, dass das geforderte Wissen tatsächlich erworben wurde.
Wichtiger Zusatzeffekt: Da Zertifikatsinhaber für eine positive
Bewältigung der anspruchsvollen Prüfungen einiges an Lernvermögen,
Konsequenz und Zielstrebigkeit unter Beweis stellen müssen, haben
sie damit weitere bedeutende Schlüsselqualifikationen im Gepäck.
Kostenlose Veranstaltungsreihe in ganz Österreich:
Welche Vorteile in einer globalisierten Wirtschaft internationale
Bildungsstandards für Unternehmen und ArbeitnehmerInnen bieten, wird
von einer hochkarätig besetzten Expertenrunde anhand von Best
Practice-Beispielen beleuchtet.
Es referieren VertreterInnen von renommierten, regionalen
Unternehmen, vom Arbeitsmarktservice sowie die VertreterInnen der
beiden erfolgreichen Bildungsstandards, Europäischer
Wirtschaftsführerschein EBC*L und Computer Führerschein.
Die Termine:
Do, 10. Februar 2005 - Hall in Tirol
Fr, 11. Februar 2005 - Bregenz
Di, 22. Februar 2005 - Salzburg
Do, 24. Februar 2005 - Klagenfurt
März 2005 - St. Pölten
Di, 5. April 2005 - Linz
Do, 7. April 2005 - Graz
Mi, 20. April 2005 - Eisenstadt
Do, 21. April 2005 - Wien
Weitere Informationen zu ReferentInnen und Ablauf der zweistündigen
Veranstaltung bekommen Sie unter
http://www.ebcl.info oder auch telefonisch unter 01-813 997 745
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Erfolgreiche
Instrumente im Wissensmanagement gesucht
Donau-Universität Krems ruft Wettbewerb "10 WWW"
ins Leben
Best-Practice-Beispiele für den Einsatz von
Wissensmanagement ausfindig zu machen, ist das Ziel eines
Wettbewerbs, den die Donau-Universität Krems gemeinsam mit der
Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. unter der Leitung von Prof.
Dr. Klaus North von der Fachhochschule Wiesbaden ausschreibt.
Auf der Suche nach den "10 WWW", den zehn wirksamsten Werkzeugen für
wissensorientierte Unternehmensführung, werden alle Personen, die
Wissensmanagement-Instrumente in ihren Unternehmen erfolgreich
anwenden, aufgefordert, ihre Lösungsansätze in einem Exposé
zusammenzufassen und einzureichen. "Eine Vielzahl von Instrumenten,
um Wissen systematisch zu entwickeln und zu nutzen, wird bereits mit
guten Ergebnissen in Unternehmen unterschiedlicher Größe und
Branchen eingesetzt. Wir wollen die erfolgreichsten Ansätze
ermitteln und öffentlich bekannt machen. Dabei denken wir nicht
ausschließlich an technologische Wissensmanagement-Tools, sondern
berücksichtigen auch Wissensmanagementmethoden, die Bereiche wie
Personal, Prozesse, Organisationskultur, etc. einschließen", erklärt
Dr. Richard Pircher vom Zentrum für Wissens- und
Informationsmanagement der Donau-Universität Krems die Intention des
Wettbewerbs.
Teilnahmebedingungen
Die Methoden und Instrumente sind in einem zirka einseitigen Exposé
darzustellen. Sie müssen bereits in der Praxis erprobt und mit
geringem zeitlichen und finanziellen Einsatz umzusetzen sein,
weiters sollten die Projekte ohne externen Berater realisiert werden
können und zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Die Einreichfrist für die Teilnahme am Wettbewerb "10 WWW" ist der
15. März 2005. Details zum Wettbewerb sind unter der Internetadresse
www.donau-uni.ac.at/10www abrufbar.
Die Ergebnisse werden u. a. im Seminar "Instrumente des
Wissensmanagements", das vom 18. bis 20. April 2005 an der
Donau-Universität Krems stattfindet, und auf der Konferenz
"Professionelles Wissensmanagement - Erfahrungen und Visionen" in
Kaiserslautern präsentiert. Alle eingereichten Arbeiten werden
weiters auf der Homepage der Gesellschaft für Wissensmanagement (www.wissensmanagement-gesellschaft.de)
veröffentlicht.
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Wurm: Hier soll der gläserne Schüler
geschaffen werden
Wenn die Ministerin hier salopp von den 38 Punkten spreche, die man
im PISA-Test verloren habe, dann müsse man auch sehen, dass ein Punkt
oftmals über das Wiederholen eines Jahres in der Schule entscheide,
kritisierte die SPÖ-Sprecherin für Petitionen und Bürgerinitiativen, Gisela
Wurm, am Freitag im Nationalrat. Wurm hielt weiters fest, dass es auch von
Lehrern, Eltern und Schülern immer wieder kritisiert werde, dass nach dem
neuen Bildungsdokumentationsgesetz unter anderem Sozialversicherungsnummern,
Religionsbekenntnisse und Beruf und Stand der Eltern abgefragt würden. "Hier
soll der gläserne Schüler geschaffen werden und das wollen wir nicht",
betonte Wurm.
Wurm hielt weiters fest, dass die SPÖ auch die Kritik der
Datenschutzkommission ernst nehme, die ebenfalls Probleme im Gesetz orte.
Abschließend sagte Wurm: "Heute ist wirklich ein schwarzer Tag für die
Demokratie in Österreich. Zuerst das ÖH-Gesetz und die Veränderung beim
Hauptverband und dann der Rücktritt des Innenministers, der eine Baustelle
im Sicherheits- und Polizeiapparat hinterlässt."

Van der Bellen: Dringliche Anfrage an
Bildungsministerin Gehrer im Nationalrat
"Die Grünen werden morgen im Nationalrat eine Dringliche Anfrage an
Bildungsministerin Gehrer zu den ernüchternden Ergebnissen der aktuellen
Pisa-Studie richten", kündigt der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van
der Bellen, erneut an. "Derzeit ist der Eindruck nicht von der Hand zu
weisen, dass die Bundesregierung und Bildungsministerin Gehrer nicht bereit
sind, echte Konsequenzen aus dem Pisa-Debakel zu ziehen. Bundeskanzler
Schüssel spricht in der Frage einer gemeinsamen Schule bereits wieder von
angeblichen Posthorntönen aus der Vergangenheit und erteilt damit allen
Experten-Empfehlungen von vorn herein eine Absage. Die Ankündigung Gehrers,
wonach ohne Scheuklappen über innovative pädagogische Konzepte diskutiert
wird, scheint sich damit in Luft aufzulösen. Bildungsministerin Gehrer wird
morgen Gelegenheit haben, zu diesen Widersprüchen innerhalb der Regierung
klar Stellung zu beziehen. Eine monatelange Scheindiskussion, in der von der
ÖVP trotz gegenteiliger Aussagen die alten Scheuklappen hervorgezogen und
Denkverbote verteilt werden, wird die Bildungsprobleme nicht lösen", warnt
Van der Bellen.

Dienstleister für das Lernen
Im Gefolge der PISA-Studie sind auch die Schulbibliotheken als
zentrale Lese-Vermittlungsorte ins Gespräch gekommen. Mehr als 2000 davon
gibt es in Österreich, die Gymnasien sind am umfangreichsten ausgestattet.
"Schulbibliotheken sind nicht nur Verleihstellen für Bücher. Sie haben
multimediale Angebote, bieten die besten Grundlagen für Projektunterricht
und das selbstständige Lernen und sie vermitteln durch ihr breites Sortiment
Lesefreude. Bibliotheken sind Räume für schulische Lesekultur und
Lesemotivation; sie sind wahre Dienstleister für das Lernen", sagt Mag.
Jürgen Rathmayr vom Bibliothekenservice für Schulen.
Doch Schulbibliotheken animieren Kinder nicht nur zum Lesen, sondern sind
auch die Basis für höhere Lesekompetenz, wie Studien in den USA beweisen
konnten. Denn Lesen lernt man eben am besten durch - Lesen. Internetzugang,
Lexika und - ganz wichtig - professionelle Beratung machen die
Schulbibliothek darüber hinaus zu einem Kommunikations- und
Informationszentrum.
Eine zentrale Forderung des Bibliothekenservice ist deshalb die
Einrichtung einer Schulbibliothek in jeder Schule. "Die flächendeckende
Versorgung mit Schulbibliotheken und die regelmäßige Aus- und Fortbildung
von SchulbibliothekarInnen wird zu einer Verbesserung der Lesekompetenz und
-freude bei Kindern und Jugendlichen führen", ist auch Mag. Gerhard
Falschlehner, Geschäftsführer des Buchklubs, überzeugt. Gerade für Kinder
aus sogenannten "lesefernen" Familien spielt die Schulbibliothek für das
Vertrautmachen mit Büchern eine wichtige Rolle.
Bibliothekenservice für Schulen
Der "Bibliothekenservice für Schulen" wird im Auftrag des
Bildungsministeriums seit heuer von drei Organisationen betreut, die ganz
"nah am Buch" sind: Buch.Zeit/Wels, Buchklub und Büchereiverband
Österreichs. Sowohl bei der Hotline des Bibliothekenservice als auch auf der
Website
www.schulbibliothek.at findet man Antworten auf alle Fragen betreffend
Planung, Einrichtung, Bestandsauf- und -ausbau einer Schulbibliothek,
Bibliothekssoftware usw. Es finden sich aber auch lesedidaktische,
medienpädagogische und fachbibliothekarische Materialien sowie Infos über
Fortbildungsangebote.
Bibliothekenservice für Schulen (im Auftrag des BMBWK) Pollheimerstraße 17,
4600 Wels Tel. 07242/65239, E-mail:
info@bibliothekenservice.at
www.schulbibliothek.at
Eine Kooperation von: Buch.Zeit, bvö, Buchklub

"profil": Katastrophales Ergebnis
Österreichs im PISA-Test
Das Nachrichtenmagazin "profil" veröffentlicht in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe die Ergebnisse des PISA-Tests, der "profil" vorliegt.
In der Mathematik-Kompetenz rutschte Österreich im Vergleich zu PISA 2000
unter den 29 OECD-Ländern vom 11. auf den 15. Platz ab. Testsieger ist
Finnland. Laut PISA-Studie verfügen 19 Prozent der Schüler in Österreich
über mangelhafte Mathematik-Kenntnisse. Zum Vergleich: In Finnland zählen
nur sechs Prozent zu dieser Risikogruppe. Neben den eigentlichen Fähigkeiten
erhoben die österreichischen PISA-Forscher auch das Interessse an Mathematik
im Vergleich zu 13 anderen Staaten. Das Ergebnis: Die Lust der heimischen
Schüler auf Mathematik ist die niedrigste von allen Ländern, österreichische
Jugendlichen halten Rechnen für irrelevant für ihre berufliche Zukunft. Die
Studien-Autoren führen dies in ihrer Analyse auf "didaktische Defizite im
Mathematikunterricht" in den Hauptschulen und AHS-Unterstufen zurück.
Die Lese-Fähigkeiten österreichischer Schüler haben sich der PISA-Studie
zufolge dramatisch verschlechtert. Im Länder-Ranking stürzt Österreich vom
10. auf den 19. Rang unter den 29 OECD-Ländern ab. Die Sieger: Finnland vor
Korea. Österreich gehört zu jenen acht OECD-Ländern, "deren Lesewert sich
innerhalb von drei Jahren signifikant verschlechterte", so
PISA-Österreich-Chef Günter Haider in der Studie.
Auch im Detail sind die Zahlen für Österreich dramatisch. 20 Prozent der
Jugendlichen können einfache Texte kaum erfassen. Der Anteil dieser
"Risikoschüler" hat sich in Österreich innerhalb von drei Jahren um sechs
Prozentpunkte erhöht.
Im Bereich der Naturwissenschafts-Kompetenz rangieren Österreichs Schüler
laut PISA-Studie "signifikant" unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten.
Österreich stürzt im Vergleich zu PISA 2000 unter den 29 OECD-Ländern vom 8.
auf den 20. Rang ab, die schlechteste Platzierung in allen PISA-Kategorien
und weltweit gesehen der größte Leistungsabfall überhaupt. Sieger der
Kategorie ist Finnland vor Japan.
In der zum ersten Mal erfassten Kategorie Problemlöse-Kompetenz landet
Österreich im Mittelfeld auf dem 15. Platz, Sieger sind die Koreaner vor den
Finnen.
Wie "profil" berichtet, fällt die Bilanz des Projektleiters der
österreichischen PISA-Studie, Günter Haider, kritisch aus. So schreibt
Haider in einem Resümee, die Resultate von PISA 2003 seien "wenig zufrieden
stellend". Haider: "Man mag es drehen und wenden, wie man will: In allen
drei Domänen Mathematik-, Lese- und Naturwissenschafts-Kompetenz sowie im
Problemlösen sind unsere 15-/16-Jährigen im internationalen Vergleich
bestenfalls Mittelmaß. Keine einzige der in PISA 2000 erreichten absoluten
Leistungen, noch die dort erzielten Rangplätze konnten gehalten oder gar
verbessert werden." Speziell in Lesen und Naturwissenschaften sei ein auch
im internationalen Maßstab "sehr deutliches Absinken" der Leistungen zu
beobachten, "begleitet von einem rangmäßig zum Teil erheblichen Abrutschen
innerhalb der 29 OECD-Länder".
Im folgenden bringt "profil" die Länderrankings und Punktewertungen der
PISA-Studie 2003 in den einzelnen Kategorien:
Mathematik-Kompetenz 1 Finnland 544
2 Südkorea 542
3 Niederlande 538
4 Japan 534
5 Kanada 532
6 Belgien 529
7 Schweiz 527
8 Australien 524
9 Neuseeland 523
10 Tschechien 516
11 Island 515
12 Dänemark 514
13 Frankreich 511
14 Schweden 509
15 Österreich 506
16 Deutschland 503
17 Irland 503
18 Slovakei 498
19 Norwegen 495
20 Luxemburg 493
Lese-Kompetenz 1 Finnland 543
2 Südkorea 534
3 Kanada 528
4 Australien 525
5 Neuseeland 522
6 Irland 515
7 Schweden 514
8 Niederlande 513
9 Belgien 507
10 Norwegen 500
11 Schweiz 499
12 Japan 498
13 Polen 497
14 Frankreich 496
15 USA 495
16 Dänemark 492
17 Island 492
18 Deutschland 491
19 Österreich 491
20 Tschechien 489
Naturwissenschafts-Kompetenz 1 Finnland 548
2 Japan 548
3 Südkorea 538
4 Australien 525
5 Niederlande 524
6 Tschechien 523
7 Neuseeland 521
8 Kanada 519
9 Schweiz 513
10 Frankreich 511
11 Belgien 509
12 Schweden 506
13 Irland 505
14 Ungarn 503
15 Deutschland 502
16 Polen 498
17 Slowakei 495
18 Island 495
19 USA 491
20 Österreich 491
Problemlöse-Kompetenz 1 Südkorea 550
2 Finnland 548
3 Japan 547
4 Neuseeland 533
5 Australien 530
6 Kanada 529
7 Belgien 525
8 Schweiz 521
9 Niederlande 520
10 Frankreich 519
11 Dänemark 517
12 Tschechien 516
13 Deutschland 513
14 Schweden 509
15 Österreich 506
16 Island 505
17 Ungarn 501
18 Irland 498
19 Luxemburg 494
20 Slowakei 492

PISA Studie: SP-Bildungssprecher
Kaiser verlangt massive Bildungsinvestitionen
"Die Ergebnisse der Pisa Studie erlauben kein weiteres Hinausschieben
auf Monate oder ein Aussitzen der Verantwortung, sondern erfordern rasches
Handeln und ein völliges Umdenken der schwarz-blauen Bundesregierung",
erklärte der Bildungssprecher der Kärntner Sozialdemokraten, LAbg. Peter
Kaiser am Samstag und forderte von Ministerin Gehrer: "Verlassen Sie sich
nicht darauf, dass die Pisa Studie im Weihnachtsstress untergeht, sondern
handeln Sie endlich!" Die bisherigen Reaktionen der Regierungsvertreter und
die Beschimpfung der Eltern ließen Experten und sozialdemokratische
PolitikerInnen nur mehr Kopf schütteln, so Kaiser.
Die zentralen Forderungen der Sozialdemokraten würden durch die
Ergebnisse jener Länder, die in der Studie gut abgeschnitten haben,
bestätigt, erklärt Kaiser. "Kooperative Mittelschule, ganztägige Schulen,
Frühförderung, Modernisierung der Lehrerausbildung, Ausbau der
Schulautonomie, sowie Integration und alternative Schulmodelle, müssen
endlich forciert und dürfen von FPÖ und ÖVP nicht länger belächelt werden",
fordert Kaiser und ergänzt: "Sonst wird nicht nur die Ministerin
durchfallen, sondern werden auch die Zukunftschancen unserer Kinder und
Jugendlichen durch die Politik der schwarz-blauen Bundesregierung nachhaltig
geschwächt."

Die Geschichte der
Welt seit 1851 in einzigartigen Bildern
Neue Website präsentiert Fotos aus den Archiven
der New York Times
Die weltbekannten Fotoarchive der New York Times
zählen mit ihren zirka sieben Mio. Bildern zu den umfassendsten und
bedeutendsten Bild-Sammlungen der Welt. Nahezu alle Ereignisse und
Personen, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Geschichte
schrieben, sind hier mit klassischen Fotos vertreten. Von Abraham
Lincoln bis Sitting Bull. Von Lenin bis Castro und Che Guevara. Von
Mark Twain bis Albert Einstein. Vom Amerikanischen Bürgerkrieg bis
zum 11. September 2001. Historische Fotos zeigen die Schönheiten
dieser Welt von damals und heute: zum Beispiel Venedigs Canal Grande
im Jahre 1875 oder den Nil im Jahre 1851. Auch das Thema "100 Jahre
Motorflug" ist mit 31 faszinierenden Bildern vertreten. Von den
ersten Flügen der Brüder Wright bis zur ersten Mondlandung.
Ergänzt wird die erste "Best of"-Auswahl aus den Archiven der New
York Times mit Fotos aus weiteren renommierten Sammlungen. Zum Start
werden 120 Bilder gezeigt. Präsentiert wird die spezielle Auswahl
auf der neuen deutschsprachigen Website
http://www.nyt-gallery.myfoto.de . Jedes der 120 Fotos ist hier
mit einer eigenen Geschichte vertreten. Und jede Foto-Rarität, die
auf dieser Website gezeigt wird, kann als hochwertige, in den USA
von Foto-Spezialisten handgefertigte und zertifizierte Reproduktion
bestellt werden. In (fast) jeder gewünschten Größe und auf Wunsch
auch mit Passepartout und Bildrahmen nach Wahl.
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"Markplatz der Sprachen" vom 17. bis 22. September
Veranstaltung soll Lust auf Sprachenlernen machen
Von 17. bis 22. September findet der "Marktplatz der Sprachen" eine
Aktion des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur im Rahmen
des Europäischen Jahres der Sprachen statt. Das BMK
http://www.bmbwk.gv.at
bietet zahlreichen Institutionen der Erwachsenenbildung
http://www.erwachsenenbildung.at die Möglichkeit, im Rahmen der in Wien,
Graz, St. Pölten und Eisenstadt stattfindenden Veranstaltungen ihre Projekte
und Sprachangebote vorzustellen.
Sprachlehrer werden für persönliche Beratungen zur Verfügung stehen und
15-minütige Sprachanimationen der EU-Sprachen sowie der Sprachen der östlichen
Österreich-Nachbarn durchführen. Das aktuelle Sprachangebot am "Marktplatz der
Sprachen" umfasst Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch,
Romanes, Slowenisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch, Deutsch als
Fremdsprache sowie die Blindenschrift (Braille). Außerdem sollen Schauspieler
der "Szene Bunte Wähne" die Zuschauer unterhalten.
"Wir wollen Lust auf Sprachenlernen machen und Menschen ermutigen, selber
in lebensbegleitendes Sprachenlernen zu investieren", erklärt Bundesministerin
Elisabeth Gehrer das Ziel der Veranstaltung. Sprachkompetenz zähle heute zu
den wichtigsten Kriterien der Persönlichkeitsentwicklung und zu einem
wichtigen Element beruflicher Qualifizierung.
Im Rahmen des europäischen Jahres der Sprachen
http://www.sprachen-2001.at
soll das Bewusstsein vertieft werden, welchen Reichtum die sprachliche und
kulturelle Vielfalt in Europa darstellt. Darüber hinaus soll gezeigt werden,
dass der Erwerb vielseitiger Sprachkenntnisse die Mobilität innerhalb des
europäischen Wirtschaftsraumes und somit die berufliche Kompetenz erhöht. Das
positive Erleben von Mehrsprachigkeit (unter anderem Minderheiten-,
Volksgruppen- und Migrantensprachen) und die Verdeutlichung ihres Wertes für
den Einzelnen und die Gesellschaft sollen vermittelt werden.

Kinderfreunde: Österreichs Kinder ohne Bildungschancen
"Der Bildungsweg, den die Regierung für unsere Kinder pflastert, ist ein
Weg voller Hürden und Stolpersteinen", zeigt sich Waltraud Witowetz-Müller,
Bundesvorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde besorgt. Die für Herbst
geplanten Einsparungen im Bildungsbereich lösen bei den Kinderfreunden die
Alarmstufe rot aus. Ab Herbst wird es weniger Beratungs- und StützlehrerInnen
geben und mehr SchülerInnen in einer Klasse - die daraus gezogene logische
Schlussfolgerung bedeutet, dass individuelle Fördermaßnahmen, Zuwendung und
Unterstützung von Seiten der LehrerInnen nicht mehr möglich sein werden.
Ebenfalls ab Herbst kommt es zur Einführung der Studiengebühren, die für
die Kinderfreunde eine Bildungsselektion darstellen. "Sozial schwachen
Familien mit geringem Einkommen, Alleinerzieherinnen und kinderreichen
Familien wird es nicht möglich sein, ihren Kindern eine fundierte Ausbildung
zu ermöglichen. Was ist das für eine Regierung, die an der Bildung unserer
Kinder spart", zeigt sich Witowetz-Müller empört.

Weltklasse-Uni
Das Buero von Bildungsministerin Gehrer ist mit
einer Homepage mit den Themenschwerpunkten
Hochschullehrer-Dienstrecht, Universitaetsautonomie
und Profilentwicklung online gegangen.
http://www.weltklasse-uni.at
WU Wien: Vorlesungsinhalte über Handhelds abrufbar
Wirtschaftsinformatik startet Projekt "pocket-WI"
Die Abteilung für Wirtschaftsinformatik/Lehrstuhl für Neue Medien http://wwwi.wu-wien.ac.at/
der Wirtschaftsuniversität Wien http://www.wu-wien.ac.at/
bietet ab sofort Vorlesungsinhalte in einem Format für Handheld-Devices an.
Über den kostenlosen Internet-Dienst AvantGo http://avantgo.com/
können Studenten die Inhalte von Lehrveranstaltungen auf einen PDA (Personal
Digital Assistant) herunterladen sowie mit Navigations- und Suchfunktionen
bequem durcharbeiten. http://avantgo.com/channels/detail.html?cha_id=2608&cat_id=442&type=category_channel&data=442
Vorerst werden die Inhalte von zwei Lehrveranstaltungen auf diese Weise
angeboten, wie Susanne Guth von der Wirtschaftsinformatik gegenüber
pressetext.austria erklärte. Die Vorlesungen würden aktuell für den
AvantGo-Channel angepasst, eine Erweiterung des Angebots sei vorstellbar. Das
unter der Begriff "pocket-WI" forcierte Projekt stellt den
europaweit ersten AvantGo-Channel mit universitärem Inhalt dar.
Zu den Handheld-Devices, die eine Nutzung solcher Dienste erlauben, zählen
WAP-fähige Mobiltelefone, Compaq´s iPaq sowie der Palm Pilot. Das Schlagwort
"M-Learning" ist in Anlehnung an den Begriff "M-Commerce"
entstanden und meint den Einsatz von Mobiltelefonen und PDAs für Lehrzwecke.

Uni Wien bildet Studenten in .NET Technologie von Microsoft aus
Microsoft teilt in einer Aussendung mit, dass das Institut für Informatik und
Wirtschaftsinformatik an der Uni Wien im Rahmen einer Lehrveranstaltung
einen wesentlichen
Bestandteil der .NET-Plattform von Microsoft, die neue Programmiersprache C#
(gesprochen C
sharp), bereits lehrt. Damit bietet die Universität eine der weltweit ersten
Lehrveranstaltungen zu dieser Technologie an. Durch eine enge Kooperation mit
Microsoft
verfügt das Institut über Beta Versionen von Visual Studio.NET und kann
damit die Studenten
schon heute in dieser Technologie ausbilden.
In einer Gruppe von 12 Personen wurde im Wintersemester am Institut für
Informatik und
Wirtschaftsinformatik das erste C# Praktikum durchgeführt. "Damit unsere
Studenten am Puls
der Zeit sind, beschäftigen wir uns bereits heute mit Visual Studio.NET und C
#", erklärt
Prof. Dr. Thomas Mück, Vorstand des Instituts. Das Projekt wurde von den
Studierenden so gut
angenommen, dass auch im nächsten Semester ähnliche Aktivitäten geplant
sind. Eine
Ausweitung der C# Praktika auf andere Studienrichtungen wird bereits überlegt.
Mit dem .NET Framework werden Programme in Zukunft nicht mehr lokal, sondern
über das
Internet ausgeführt. Der Vorteil dieser Technik ist, dass ein und dasselbe
Programm auf PCs,
Notebooks, Pocket PCs, Grafiktabletts und Settop-Boxen arbeiten kann. Die
Kommunikation
zwischen den einzelnen Programmkomponenten basiert auf offenen Standards wie
der eXtensible
Markup Language XML und dem Simple Object Access Protocol SOAP.
Bleibt zu hoffen, dass Microsoft bis dahin seine technischen Schwierigkeiten
in den Griff
bekommt, erst vergangene Woche waren die Websites von Microsoft stundenlang
offline. Sei es
durch eigene Fehler oder Hackerattacken, der Steigerung des Vertrauens in
web-basierte
Services dienen solche Pannen sicherlich nicht.
