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Erste Untersuchung zu
Sterbehilfe bei Kindern in Holland
Ärzte melden Todesfälle aus Angst vor
Strafverfolgung nicht
Holländische Ärzte haben seit 1997 22 Tötungen von
unheilbar kranken Babys gemeldet. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie
unter der Mitarbeit des Universitair Medisch Centrum Groningen
http://www.umcg.nl/azg/nl gekommen. Keiner der beteiligten Ärzte
wurde angeklagt, obwohl Sterbehilfe bei Kindern in Holland nicht
erlaubt ist. Bei der in der Nederlands Tijdschrift voor Geneeskunde
http://www.ntvg.nl
veröffentlichten Studie handelt es sich um die erste
Untersuchung zu diesem Thema.
Die Autoren der Studie wollen laut BBC auf die mangelnden
Informationen aufmerksam machen und Ärzte dazu ermutigen, sich ohne
Angst vor einer Strafverfolgung zu melden. Zu den verstorbenen
Kindern gehörten schwerste Fälle von Spina bifida. Die Studie
zeigte, dass die Staatsanwälte von einer Anklage absahen, wenn
folgende vier Kriterien erfüllt wurden: Die ärztlichen Betreuer des
Kindes und unabhängige Ärzte müssen einverstanden sein. Es gibt
keine Aussicht auf eine Verbesserung des Zustandes und die Schmerzen
können nicht gelindert werden. Die Eltern müssen einverstanden sein.
Das Leben der Kinder muss auf eine medizinisch korrekte Art und
Weise enden.
Eine Erhebung hatte nahe gelegt, dass holländische Ärzte jährlich
bei 15 bis 20 schwerstbehinderten Neugeborenen Sterbehilfe leisten
aber keine Meldung erstatten. Eduard Verhagen, einer der Autoren der
Studie erklärte, gegenüber De Volkskrant,
http://www.volkskrant.nl dass man von der Existenz dieser Fälle
gewusst habe, aber nie darüber sprechen durfte. "Das muss sich
ändern. Wenn wir diese furchtbar schwere Entscheidung treffen, muss
das in völliger Offenheit geschehen. Wir wurden dafür ausgebildet,
das Leben eines Kindes zu retten. Das Leiden dieser Kinder kann nur
mit ihrem Tod beendet werden. Es erfordert Mut, diesen Schritt zu
tun." 2001 war Holland das erste Land, in dem Sterbehilfe unter der
Einhaltung strenger Regeln erlaubt wurde.
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Niederlande holen sich
eine Mrd. Euro bei KPN-Aktienverkauf
Beteiligung am Telekomkonzern auf 14 Prozent
reduziert
Die niederländische Regierung
http://www.minfin.nl hat über das US-Investmenthaus Lehman
Brothers rund 150 Mio. Aktien des Telekomkonzerns KPN
http://www.kpn.com
verkauft. Damit reduzierten die Niederlande ihre Beteiligung an
KPN um gut sechs auf 14 Prozent, teilte das niederländische
Finanzministerium heute, Mittwoch, mit. Die Regierung bekräftigte,
dass weitere Aktienverkäufe folgen sollen.
Lehman Brothers hat die KPN-Aktien zu einem Preis zwischen 7,15 und
7,25 Euro an der Börse platziert. Das Gesamtvolumen der Transaktion
beläuft sich auf rund eine Mrd. Euro, berichtet das Wall Street
Journal. Die niederländische Regierung hat in den vergangenen Jahren
kontinuierlich ihren Anteil an KPN reduziert. Dabei standen auf der
einen Seite die generierten Millionenbeträge aber auch die
Strategie, sich aus ehemaligen Monopolisten im Telekom- und
Postbereich zurückzuziehen, im Mittelpunkt.
Ebenfalls heute, Mittwoch, meldete KPN den Verkauf von Contrado
Technologies an den IT-Dienstleister Atos Origin. Über finanzielle
Details wurde nichts bekannt gegeben. Die mehr als 270 Angestellten
sollen komplett übernommen werden. Im vergangenen Geschäftsjahr hat
Contrado einen Umsatz von 25 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Übernahme
soll Atos bei der Entwicklung von Komplettlösungen für den
Telekommarkt helfen. |

Holländische Ärzte
fordern Sterbehilfe bei Babys
Expertenkomitee soll den Fall prüfen
Niederländische Ärzte fordern ein Gesetz, das die
Sterbehilfe bei Neugeborenen mit unheilbaren Krankheiten erlaubt.
Ärzte der acht holländischen Universitätskrankenhäuser haben die
Einsetzung eines Expertenkomitees beantragt, welches den Sachverhalt
klären soll, so die BBC
http://news.bbc.co.uk/ heute, Dienstag.
Die holländische Regierung will in den nächsten Monaten zur
Kindersterbehilfe Stellung nehmen. Das vorgeschlagene
Expertenkomitee soll die spezifischen Kriterien bestimmen, die zu
dieser Art von Kindersterbehilfe berechtigen. Das Protokoll würde
sich auf 600 Kinder in der Welt beziehen und zehn bis 15 in den
Niederlanden. Diese Kinder sind mit schwerwiegenden Missbildungen
zur Welt gekommen. So haben sie beispielsweise kein Gehirn.
Dieser Schritt der Ärzte hat die kontroverse Euthanasie-Debatte
wieder aufleben lassen. Eines der Universitätskrankenhäuser hat
bereits ein Dokument ausgearbeitet, das die Umstände festlegt, in
denen die Sterbehilfe für neugeborene Babys begründet werden kann.
Dieser Text wurde vom Vatikan auf das äußerste kritisiert.
Die Niederlande war das erste Land der Welt, das die Euthanasie 2002
legalisierte. Dort ist Sterbehilfe für Menschen über 16 erlaubt und
in außergewöhnlichen Fällen darf sie auch bei Kindern angewendet
werden, die älter als zwölf sind. Die holländischen Ärzte sind sich
sicher, dass alle Kinderärzte auf der Welt für die Sterbehilfe von
Neugeborenen sind. |

Niederländischer
Telekomkonzern Versatel steht vor Verkauf
Transaktion im Wert von rund 1,3 Mrd. Euro -
Tele2 als Kaufkandidat
Der niederländische Telekomkonzern Versatel
http://www.versatel.nl
steht vor seinem Verkauf. Interessenten
sind der schwedische Provider Tele2, der skandinavische
Telekomkonzern Telia sowie die spanische Telefonica, berichtet die
Welt heute, Dienstag, unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.
Auch Medienzar John de Mol, der vor kurzem seine
Versatel-Beteiligung von zehn auf 25 Prozent aufgestockt hat, soll
Interesse angemeldet haben.
Aussichtsreichster Kandidat ist nach Angaben der Welt aber Tele2,
das bereits ernsthafte Gespräche mit den Niederländern geführt haben
soll. Der Börsenwert von Versatel beläuft sich derzeit auf rund 1,3
Mrd. Euro. Die Aktie gelte in Finanzkreisen allerdings immer noch
als unterbewertet, schreibt die Welt. Dabei fährt Versatel noch
keine Gewinne ein.
Tele2 könnte mit einer Übernahme laut Welt das schwächelnde
Benelux-Geschäft aufpolieren und sich von Versatels
Deutschlandtochter trennen. Versatel ist auch in Belgien und
Deutschland aktiv und mit einem Marktanteil von fünf Prozent hinter
KPN http://www.kpn.com
die Nummer zwei auf dem niederländischen
Festnetzmarkt. |

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