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Studie: E-Banking hat
großes Potenzial
Markt noch lange nicht ausgeschöpft
Online-Banking ist für Internet-Nutzer beinahe so
selbstverständlich wie Online-Shopping. Fast zwei Drittel der
deutschsprachigen Nutzer haben im vergangenen halben Jahr aktiv
Internet-Banking für private Zwecke genutzt, so das Ergebnis der
Studie "Banking & Brooking im Internet" von der Hamburger
Marktforschungsfirma Fittkau & Maaß
http://www.fittkaumaass.de .
Das Marktpotenzial des Online-Banking-Marktes sei noch lange nicht
ausgeschöpft. 7,5 Prozent der befragten User, die bisher noch kein
Online-Banking genutzt haben, wollen dies in naher Zukunft tun. Vor
allem jüngere Nutzergruppen zeigen eine hohe Bereitschaft. So haben
16 Prozent der unter 19-Jährigen angegeben, im kommenden halben Jahr
Online-Banking nutzen zu wollen. Berücksichtige man aber die Größe
der einzelnen Altersklassen der deutschsprachigen
Internet-Gesamtnutzer, so sei zu erkennen, dass das
Neukundenpotenzial des Online-Bankings bei den 20- bis 39-Jährigen
am größten ist, heißt es in der Studie.
Die Gruppe der Online-Banking-Interessierten unterscheidet sich von
den bereits aktiven Nutzern. Während von den aktiven Nutzern weniger
als ein Drittel weiblich sind, finden sich unter den Usern, die
Online-Banking bald nutzen wollen, immerhin 47 Prozent Frauen. Laut
Studie müssen Online-Banking-Anbieter hohe Anforderungen in den
Bereichen Content und Usability ihrer Websites erfüllen, um die
vorhandenen Potenziale auszuschöpfen. Auch werde deutlich, dass eine
reine Betreuung via Internet den Anforderungen zukünftiger
Online-Banking-Nutzer nicht gerecht werde. Diese Zielgruppe lege
gesteigerten Wert auf einen persönlichen Ansprechpartner. Zudem
werde die Möglichkeit, persönliche Beratung in Anspruch nehmen zu
können, wesentlich höher eingestuft. Für die Studie wurden mehr als
111.000 WWW-User interviewt. |

eBanking ohne
Barrieren?
Studie prüft neuerlich Internetauftritte
deutschsprachiger Banken
Das Thema Barrierefreiheit im Internet gewinnt
zunehmend an Bedeutung. Woran es allerdings mangelt, ist ein
"Zugang" für Nicht-Techniker. Die Studie der österreichischen
Marketing-Agentur "defrag your mind" setzt genau hier an. Am
Beispiel eBanking wird aufgezeigt, was barrierefreies Webdesign
bedeutet und wo typische Hürden für die BenutzerInnen liegen, so
dass auch Laien nachvollziehen können, wie man diese Barrieren
beseitigen kann.
Die Neuauflage der Studie prüft, was sich bei den Banken seit Anfang
2004 getan hat. "Barrierefrei ist noch immer keine einzige der
untersuchten Websites," so Petra Seebacher, defrag your mind, "aber
die Banken beschäftigen sich mit dem Thema intensiver als noch vor
einem Jahr." Das schlägt sich in einigen Detailverbesserungen bei
bestehenden Seiten nieder, als auch bei der Berücksichtigung der
WAI-Kriterien bei laufenden Entwicklungen.
Robert Scheidl, defrag your mind: "Es freut uns, dass unsere Studie
Anlass war für einen von web-barrierefrei organisierten
Banken-Workshop. Auch das gemeinsam mit web-barrierefrei entwickelte
Testlabor kam bereits zum Einsatz." Die Studie kann unter
http://www.defrag.at/bankenstudie.html gratis heruntergeladen
werden.
Über die Studie
Die Analyse umfasste 12 Bankenwebsites und erfolgte in enger
Zusammenarbeit mit dem Team von "web-barrierefrei", einem Projekt
der Online Schulungs- und BeratungsgesmbH (http://www.web-barrierefrei.at).
Breiten Raum nehmen auch Gespräche mit Web-Agenturen,
Accessibility-ExpertInnen und Website-Verantwortlichen ein. In einem
Beitrag wird die preisgekrönte Website der Deutschen Postbank
vorgestellt.
|

FORMAT: Ex-Banker Zwickl steigt bei
Privatbank ein
Der vor zwei Jahren als Vorstand der BA-CA zurückgetretene Franz
Zwickl steigt beim Wiener Bankhaus Samesch ein und übernimmt auch den
Vorsitz im Aufsichtsrat. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in
seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.
Laut FORMAT sind dem vor zwei Jahren vom ehemaligen Langzeitchef der
Meinl Bank, Wolfgang Samesch, gegründeten Bankhaus kürzlich drei
Gründungsaktionäre abhandengekommen: Axa Versicherung, die Frankfurter Hauck
& Aufhäuser Privatbankiers sowie die Zürcher Clariden Bank. Laut dem Magazin
habe dies die Finanzmarktaufsicht auf den Plan gerufen, die in mehreren
Prüfschritten strenge Auflagen erteilt habe. FORMAT zitiert Wolfgang Samesch
mit den Worten: "Was man von uns verlang hat, wurde auch erfüllt."
Wie FORMAT weiter berichtet, sind bei Samesch, der rund 350 Millionen
Euro an Kundengeldern verwaltet, nun eine Gruppe von österreichischen
Privatpersonen und Privatstiftungen als neue Aktionäre eingestiegen, die vom
ehemaligen BA-CA-Vorstand Franz Zwickl, 51, angeführt wird. Zwickl übernimmt
auch den Vorsitz im Aufsichtsrat.

OeNB - Heft 4/04 von Geldpolitik &
Wirtschaft der OeNB erschienen
Das Heft 4/2004 der OeNB-Publikationsserie "Geldpolitik & Wirtschaft"
analysiert in einem ersten Beitrag die detaillierten Prognoseergebnisse der
OeNB für Österreich im Zeitraum 2004 bis 2006. Bereits Mitte November 2004
wurde der Beitrag zur Entwicklung der Sparquote in Österreich in den letzten
1 1/2 Jahrzehnten der Öffentlichkeit vorab vorgestellt. Weitere Studien im
Heft befassen sich mit der Bedeutung von Anleiheemissionen als Form der
Unternehmensfinanzierung sowie der wirtschaftlichen Performance von Ländern
(Dänemark, Schweden, U.K), die nicht der Währungsunion angehören. Highligts
aus insgesamt vier ökonomischen Workshops der OeNB runden das Heft ab. Die
Printausgabe wird Anfang Jänner 2005 ausgeliefert.
Folgende Studien (Autoren) umfasst das Heft 4/04 von Geldpolitik &
Wirtschaft:
Studien:
--------
- Wachstumsimpuls der Steuerreform 2005 überlagert
schwächere Dynamik der Weltwirtschaft -
Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2004 bis
2006 vom Herbst 2004
Gerhard Fenz, Martin Schneider
- Determinanten der Sparquote der privaten Haushalte in
Österreich
Werner Dirschmid, Ernst Glatzer
- Die Bedeutung von Anleiheemissionen für die
Unternehmensfinanzierung in Österreich
Walter Waschiczek
- Zum Wirtschaftswachstum in Dänemark, Schweden und im
Vereinigten Königreich seit Beginn der Währungsunion
Gabriel Moser, Wolfgang Pointner, Gerhard Reitschuler
Veranstaltungen der OeNB:
-------------------------
- Die politische Ökonomie der internationalen Financial
Governance
Vanessa Redak, Helene Schuberth, Beat Weber
- Makroökonomische Modelle und Prognosen für Österreich
Gerhard Fenz, Martin Schneider
- Das erste gemeinsame Projekt der erweiterten EU: Die
europäische Verfassung - mögliche institutionelle und
wirtschaftliche Auswirkungen für den Euroraum
Paul Schmidt
- Arbeitszeitverlängerung? Arbeitszeitflexibilisierung?
Besteht Handlungsbedarf für die österreichische
Wirtschaftspolitik?
Alfred Stiglbauer
Alle Studien unter http://www. oenb.at im Bereich Presse und
Publikationen einzeln abrufbar

Gemeinsame Presseaussendung der
Österreichischen Nationalbank (OeNB) und der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA)
Die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) und die Oesterreichische
Nationalbank (OeNB) legen die letzten sieben der gemeinsam erarbeiteten
zehnbändigen Leitfadenreihe zum Kreditrisiko vor. Sie stellen internationale
Best Practice der Kreditrisiko mindernden Techniken im Lichte des unter dem
Stichwort Basel II bekannten, kommenden neuen Eigenkapitalregimes für Banken
dar und beleuchten diese im Rahmen nationaler Rechtsordnungen. Neben
Österreich ist je ein Band dem Kreditsicherungsrecht in einem der für
österreichische Institute sechs wichtigsten zentral- und osteuropäischen
Märkte gewidmet:
- "Techniken der Kreditrisikominderung"
- "Kreditsicherungsrecht in der Tschechischen Republik"
- "Kreditsicherungsrecht in Ungarn"
- "Kreditsicherungsrecht in Kroatien"
- "Kreditsicherungsrecht in Polen"
- "Kreditsicherungsrecht in Slowenien"
- "Kreditsicherungsrecht in der Slowakei"
Diese sieben Bände komplettieren die Leitfadenreihe "Kreditrisiko", deren
erste drei Bände die Themen "Best Practice im Risikomanagement von
Verbriefungen" "Kreditvergabeprozess und Kreditrisikomanagement" und "Ratingmodelle
und -validierung" behandeln.
"Diese Leitenfadenreihe ist eine Serviceleistung von OeNB und FMA, um im
Dialog mit den Beaufsichtigten zu einem gemeinsamen Verständnis über die
praktische Umsetzung internationaler regulatorischer Entwicklungen zu
kommen", erläutern FMA-Vorstand Dr. Kurt Pribil und OeNB-Direktor Dr. Josef
Christl. Pribils Vorstandskollege Dr. Heinrich Traumüller unterstreicht dazu
jedoch ausdrücklich, dass es sich dabei "um keine verbindliche
Rechtsauslegung durch die Aufsicht handelt, vielmehr um eine kompakte
Darstellung der internationalen Entwicklungen und der darauf aufbauend
internationalen Best Practice in Kernbereichen des Kreditrisikomanagements".
Dass sechs der sieben nun vorgelegten Bände die Rechtslage in zentral- und
osteuropäischen Staaten beleuchten, unterstreiche "einerseits die Bedeutung
dieser Märkte für österreichische Banken, andererseits den Servicecharakter
der Leitfadenreihe", so Christl. Sie sei aber auch generell als
Nachschlagewerk und Orientierungshilfe hinsichtlich der bevorstehenden
Einführung von Basel II zu verstehen.
Der Band "Techniken der Kreditrisikominderung" stellt zum Einen die
allgemeinen Grundlagen dar: Er fasst die für Kreditsicherheiten relevanten
Bestimmungen des kommenden Basel II Regelwerks zusammen und analysiert, ob
und unter welchen Voraussetzungen Kreditsicherheiten den dort festgesetzten
Anforderungen genügen und somit künftig von Banken zur Minderung des
regulatorischen Eigenkapitals verwendet werden dürfen. Zum Anderen werden
darin die in Österreich gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen von
Kreditsicherheiten, wie etwa Hypotheken, Bürgschaften oder Zessionen,
beschrieben, wobei insbesondere auf die Risiken eingegangen wird, die für
Banken bei der Begründung von Sicherheiten und bei deren Verwertung
entstehen können.
Die übrigen sechs Bände geben einen Überblick, welche
Sicherungsinstrumente in dem jeweiligen CEE-Staat sinnvoll sind und welche
Probleme bei deren Begründung oder Verwertung entstehen könnten. Die
wichtigsten Unterschiede der jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen im
Vergleich zur österreichischen Rechtslage werden gesondert behandelt.
Die Leitfäden wurden in Kooperation mit namhaften in- und ausländischen
Experten des Kreditsicherungsrechts und auch in Zusammenarbeit mit den
zuständigen Aufsichtsbehörden der relevanten Länder verfasst und werden im
Laufe des nächsten Jahres auch in englischer Sprache zur Verfügung stehen.
Die Leitfäden können auf den Internetseiten der Österreichischen
Nationalbank (www.oenb.at)
oder der Finanzmarktaufsicht (www.fma.gv.at)
als PDF-File bezogen werden oder bei der Oesterreichischen Nationalbank,
Abteilung für Post und Aktenwesen, Postfach 61, A-1011 Wien, Tel.: 01/40420
DW 2345 oder bei der Finanzmarktaufsicht (FMA), 1020 Wien, Praterstraße 23,
Tel.: 01/249 59 5104 oder Fax: 01/249 59 51 99 bestellt werden.

OeNB - Neue Meldeverordnung der
Oesterreichischen Nationalbank
Am 3. Dezember 2004 wurde die Meldeverordnung ZABIL 1/2004 der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) veröffentlicht. Sie ist die
Rechtsgrundlage für die Erhebung statistischer Daten über den Kapitalverkehr
österreichischer Unternehmen und Privater mit dem Ausland und tritt mit
1.1.2006 in Kraft. Dabei handelt es sich um einen weiteren Schritt in der
Vorbereitung zur Umstellung des Erhebungssystems für die österreichische
Zahlungsbilanz. Detaillierte Informationen dazu können von einer speziell zu
diesem Zweck eingerichteten Website abgerufen werden (www.zahlungsbilanz.oenb.at)
Sind derzeit großteils indirekte Meldungen im Wege des Bankensystems
Grundlage der Zahlungsbilanzstatistik, werden ab 1.1.2006
grenzüberschreitende Rechtsgeschäfte direkt bei den Unternehmen und Privaten
selbst erfasst. Die nun im "Amtsblatt zur Wiener Zeitung" publizierte
Verordnung der OeNB betrifft den Kapitalverkehr Österreichs mit dem Ausland,
d.h. grenzüberschreitende Kapitalveranlagungen und -aufnahmen
Die OeNB, die in Österreich für die Erstellung der Zahlungsbilanz
verantwortlich ist, arbeitet schon seit geraumer Zeit an einem möglichst
einfachen und Kosten sparenden Umstieg der Erhebungen im Interesse der
österreichischen Wirtschaft. Aus diesem Grund hat die OeNB schon früh das
Gespräch mit Unternehmensvertretern gesucht und bereits in diesem Jahr eine
breit angelegte Informationskampagne durchgeführt. So hatten die Unternehmen
die Möglichkeit, im Rahmen von Veranstaltungen in allen Landeshauptstädten
die Grundzüge des neuen Erhebungssystems kennen zu lernen und mit den
Statistikexperten der OeNB Detailfragen zu besprechen. Darüber hinaus wurde
eine eigene Website eingerichtet, welche alle Interessierten aktuell über
die Fortschritte des Umstellungsprozesses informiert und die Möglichkeit
bietet, die zukünftige automatisierte Meldungslegung zu testen (www.zahlungsbilanz.oenb.at).
Weiters stehen Mitarbeiter des Statistikbereiches der OeNB telefonisch für
Anfragen zur Verfügung (01-404 20-4444, werktags von 9.00 bis 16.00 Uhr).
In einem zweiten Schritt wird im ersten Quartal 2005 die Rechtsbasis für
die Erfassung des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs
veröffentlicht werden. Im Zuge dessen wird es wiederum eine breite
Information der österreichischen Wirtschaft geben.

Ende der Ausfallshaftung für
Sparkassen kein Problem
Die österreichischen Sparkassen (Erste Bank und 62
Regionalsparkassen) haben kein Problem mit dem Ende der Ausfallshaftung von
Gemeinden für Sparkassen, die kürzlich von der Bundesregierung de facto
beschlossen wurde. Mit der Änderung des Sparkassengesetzes, das gemeinsam
mit dem Entwurf für das Bundesgesetz über die Pfandbriefstellen der
österreichischen Landes-Hypothekenbanken (PfbrstG) problemlos den
Ministerrat passierte, ist für die Gemeindesparkassen das Thema "staatliche
Beihilfe" abgeschlossen, heißt es in einer Aussendung des Österreichischen
Sparkassenverbandes.
Im Gegensatz zu den Landeshypos sollte sich das Ende der
Gemeindehaftungen bei den Sparkassen nicht auf das Rating auswirken. "Die
Sparkassen haben sich schon lange auf diese Entwicklung vorbereitet und ihre
Strukturen entsprechend gestaltet", erklärte Erich Rebholz, Generalsekretär
des Österreichischen Sparkassenverbandes. So können die Sparkassen bereits
seit 1979 ihre Rechtsform frei wählen. Durch die Möglichkeit,
Sparkassen-Stiftungen einzuschalten, womit ein Auslaufen der
Gemeindehaftungen verbunden ist, wurde das Beihilfenproblem bereits
entschärft. Zahlreiche Sparkassen haben davon Gebrauch gemacht. Abgenabelt
von der Ausfallshaftung durch Dritte setzen die Sparkassen nun voll auf
Eigeninitiative. Der seit 1. Januar 2002 bestehenden Haftungsverbund ist im
Krisenfall der öffentlichen Ausfallshaftung vorgeschaltet. Die öffentliche
Haftung ist dabei nicht mehr von Bedeutung. Erste Bank und nahezu alle
österreichischen Sparkassen garantieren die Auszahlung der Kundeneinlagen
über den gesetzlich gesicherten Betrag von EUR 20.000,-- hinaus.
Mit einem Früherkennungssystem wollen die Sparkassen rechtzeitig auf
wirtschaftliche Schwierigkeiten von Verbundsparkassen reagieren und den
"Ernstfall", sprich Konkurs einer Verbundsparkasse, schon im Vorfeld
vermeiden. "Unser vorrangigste Ziel ist, dass es nie zu einem Sicherungsfall
aus dem Haftungsverbund kommt und somit die Kundeneinlagen wie in der
Vergangenheit sicher und ertragreich bei den Sparkassen veranlagt sind.
Diese Maßnahmen und das Zusammenwirken im Verbund sichern die Institute und
sind für das Rating relevanter als Gemeindehaftungen", schloss Rebholz."

Credit
Suisse verkauft US-Clearing-Einheit
Pershing
geht für zwei Mrd. Dollar an Bank of New York
Die
Investmentbank der Credit-Suisse-Group, Credit Suisse First Boston (CSFB)
http://www.csfb.com hat
ihre Clearing-Stelle Pershing verkauft. Für zwei Mrd. Dollar geht die US-Bank
an die Bank of New York http://www.bankofny.com
, hiess es heute, Mittwoch, in einer Aussendung.
Zusätzlich erhält die CSFB ein Darlehen in der Höhe von 480 Mio. Dollar
zurückbezahlt sowie bis zu 50 Mio. Dollar, die vom Geschäftserfolg von
Pershing abhängig sind. Die Transaktion soll spätestens Ende März
abgeschlossen sein.
http://www.csfb.com/news/html/2003/january_08_2003.shtml
Die finanziell angeschlagene CSFB hatte das Clearing-Haus Pershing im Oktober
2001 gemeinsam mit der Investmentbank Donaldson, Lufkin und Jenrette
übernommen. Pershing ist auf die Abwicklung von Börsen-, Bank- und
Währungsgeschäften spezialisert. Derzeit arbeiten rund 3.000 Mitarbeiter für
das Unternehmen. Laut eigenen Angaben wickelt Pershing ein Zehntel der
Transaktionen an der New Yorker Börse ab. Das Unternehmen habe weltweit rund
600 Banken und Finanzorganisationen als Kunden, hiess es weiter.
Die CSFB ist in den vergangenen zwei Jahren aufgrund der schwachen
Wirtschaftslage immer mehr ins Trudeln geraten. Erst im Oktober wurde ein
weiterer Stellenabbau von 1.750 Mitarbeitern gemeldet worden (siehe pte:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=021008054
). CEO John Mack hatte in seiner
kurzen Zeit als CEO, er bekleidet das Amt seit Juni 2001, bereits den Abbau
von 4.400 Stellen angekündigt. Die Konzernmutter Credit Suisse hatte nicht
zuletzt aufgrund der schwachen Performance der CSFB im dritten Quartal des
Vorjahres einen Verlust von 1,4 Mrd. Euro hinnehmen müssen.

Auslandsüberweisungen: Noch vieles im Argen
Von einer EU-Richtlinie ausgehend gibt es in allen Mitgliedsländern rechtliche
Regelungen, wie Überweisungen durchzuführen sind. Wesentliche Punkte sind: Dem
Empfänger dürfen keine Kosten verrechnet werden, wenn dies nicht explizit vom
Kunden beauftragt wird, und das Geld muss spätestens nach sechs Tagen dem
Empfängerkonto gutgeschrieben sein.
Soweit die Theorie - die Praxis sieht, wie eine internationale Erhebung von
europäischen Verbraucher-Verbänden zeigt, völlig unzureichend aus: Von 648
beauftragten Überweisungen wurden rund 43 Prozent nicht vertrags- und
richtlinienkonform durchgeführt.
Gemeinsam mit Verbraucher-Organisationen aus weiteren elf EU-Ländern nahm der
Verein für Konsumenteninformation (VKI) an einer Studie über Praktiken der
Banken bei Auslandsüberweisungen teil. In jedem Land wurden jeweils drei
Geldinstitute beauftragt zwei Überweisungen in unterschiedlicher Höhe
durchzuführen. Die Beträge sollten an jeweils drei Banken in drei EU-Ländern
überwiesen werden, ohne den Empfänger mit Spesen zu belasten. Insgesamt kam so
die stattliche Anzahl von 648 Überweisungen zusammen.
In Österreich beauftragte der VKI die Bank Austria (damals noch ohne CA),
Erste Bank sowie die PSK mit den Transaktionen - Empfänger waren jeweils drei
Banken in Italien, Niederlande und Portugal.
Das europäische Gesamtergebnis ist miserabel: Rund 43 Prozent aller
Überweisungen wurden nicht vertrags- und richtlinienkonform durchgführt. Im
Detail:
13 Überweisungen wurden überhaupt nicht durchgeführt, vier Überweisungen
gingen schlichtweg verloren.
Von den letztlich 631 tatsächlich durchgeführten Transaktionen haben 226 (rund
36 Prozent) zu Empfängerspesen geführt, 41 Überweisungen (6,5 Prozent)
dauerten länger als die vorgeschriebenen sechs Bankwerktage.
Die Kosten für grenzüberschreitende Überweisungen sind in Europa nach wie vor
zu hoch, im Durchschnitt waren dafür 17,06 Euro zu berappen. Österreich
erreicht dabei mit 10,51 Euro den niedrigsten Wert. Am anderen Ende der Skala
findet sich Portugal, das mit durchschnittlich 28,80 Euro am teuersten ist.
Bei der Verrechnung von Empfängerspesen ist Österreich jedoch negativer
Spitzenreiter. Allerdings weisen Indizien auf ein Verschulden der
ausländischen Auftraggeberbanken hin. Laut Auskunft der Erste Bank langten die
Überweisungen in Österreich mit der Order "geteilte Spesen" zu verrechnen ein.
Trotzdem bleibt unklar, warum die Empfängerspesen der österreichischen Banken
bei gleichen Auftraggeberspesen im Aufgabeland stark voneinander abweichen:
von 3 Euro (PSK) bis zu 9,44 Euro (Bank Austria).
Auch für die Überweisungsdauer muss sich Österreich Kritik gefallen lassen.
Ein gutes Ergebnis erreichte lediglich die Bank Austria, die mit
durchschnittlich 3,28 Tagen im gesamteuropäischen Vergleich im Spitzenfeld
platziert ist. Gerade noch am Limit rangiert die Erste Bank. Negativ hingegen
die PSK, da vier (von insgesamt 18) Überweisungen mehr als sechs Tage
benötigten. Auffallend: alle vier Überweisungen erfolgten nach Italien.
Generell dauerten auch die Überweisungen der österreichischen Mitbewerber nach
Italien am längsten.
Drei Überweisungen nach Österreich - ausgehend von der Rabobank Den Haag -
brauchten 18 Tage bis zur Valutierung am Empfängerkonto, wobei Raiffeisen Euro
Transfer als Zwischenverrechnungsstelle und möglichweise "Bremser" fungiert
hat.
Die längste Überweisungsdauer im europäischen Vergleich betrug nicht weniger
als 31 Tage! Dabei handelte es sich um eine Transaktion von Frankreich nach
Belgien. Am schnellsten agierten ausgerechnet jene Länder, denen man das wohl
am wenigsten zugetraut hat: Die griechische Auftraggeberbank Piraeus wickelte
ihre Überweisungen nach Belgien ebenso noch am Aufgabetag ab wie die
portugiesische Caixa General de Depositos ihre Transaktionen zur
österreichischen PSK. Alle Überweisungen wurden noch am selben Tag dem Konto
gutgeschrieben.
"Die Untersuchung zeigt, dass der europäische Zahlungsverkehr bei weitem noch
nicht Euro-fit ist", kommentiert Max Reuter, Leiter der Abteilung
Finanzdienstleistungen im VKI, die Ergebnisse. Neben den nach wie vor zu hohen
Kosten seien viele Aufträge nicht korrekt durchgeführt worden, vor allem die
Praxis der doppelten Spesen-Verrechnung sei zu verurteilen.

Bankomatkarte weg: AK warnt vor hohem Risiko bei Verlust
Utl.: Verstärkter Missbrauch mit Bankomatkarten - Anfragen in AK
Konsumentenberatung zunehmend - AK verlangt mehr Sicherheit für Konsumenten =
Wien (AK) - Vermehrt wenden sich verzweifelte Konsumenten an die AK, weil nach
dem Diebstahl der Bankomatkarte oft bis zu 3.000 Euro am Konto fehlen.
Konsumenten wissen nicht über ihr Risiko Bescheid, sagt AK Konsumentenschützer
Harald Glatz: Sie brauchen mehr Sicherheit. Daher verlangt die AK eine
Änderung der teils gesetzwidrigen Kundenrichtlinien: Karteninhaber dürfen
nicht bis zum Wirksamwerden der Sperre alle Nachteile tragen. Die Sperre der
Bankomatkarte muss sofort und nicht erst nach vier Stunden wirken.
Auch bei Kreditkarten ist die Sperre binnen weniger Minuten weltweit wirksam.
Das muss auch bei der Bankomatkarte möglich sein, sagt Glatz. Die Haftung des
Karteninhabers bei missbräuchlichen Bargeldbehebungen muss beschränkt werden,
ähnlich wie bei den Kreditkarten, wo die Haftung bis zu maximal 1.200 Euro
geht. Derzeit haftet der Konsument mit dem am Konto verfügbaren Betrag.
Überdies müssen die Banken ihre Kunden besser informieren. Das Abhebungslimit
sollte mit dem Kunden abgesprochen und die Zustimmung schriftlich festgehalten
werden, so Glatz.
Die Bankomatkarte ist in fast jeder Brieftasche zu finden, und kaum jemand
möchte auf ihre Vorteile verzichten. Aber gerade in der
Vorweihnachtseinkaufzeit nimmt der Missbrauch von Bankomatkarten verstärkt zu
- Diebe und Betrüger haben Hochsaison. Aber die betroffenen Konsumenten wissen
oft nicht über Behebungslimit Bescheid, und waren sich des Risikos nicht
bewusst:
- Bis die Kartensperre wirksam wird, trägt der Kontoinhaber alle Nachteile.
Außerdem wird die Sperre erst spätestens vier Stunden nach Meldung bei der
Bank wirksam, die damit verbundenen Kosten trägt der Karteninhaber. - Melden
Sie den Verlust sofort Ihrer Bank. Außerhalb der Öffnungszeiten rufen Sie die
Sperrnotrufnummern der Europay Austria an. Die Nummern finden Sie bei jedem
Bankomaten. - Bei der Sperre müssen Sie die Bankleitzahl und die Kontonummer
bekannt geben. - Veranlassen Sie eine polizeiliche Meldung, diese benötigt
auch Ihre Bank.
Sicherheitstipps der AK Konsumentenschützer - Bewahren Sie Ihre Karte gut auf.
- Heben Sie Ihren PIN Code niemals gemeinsam mit der Karte auf, und geben Sie
Karte und Code nicht an jemand anderen weiter. Code niemals aufschreiben. -
Bei Abhebungen oder Zahlungen schirmen Sie sich gut ab, zB gegen den Blick
über die Schulter. - Kennen Sie ihr Behebungslimit? Grenze herabsetzen
bedeutet Risiko minimieren. - Ihre Bank soll Sie über das optimale
Abhebungslimit beraten. Bedenken Sie, dass es für Bankomaten, Bankomatkassen
und Indoor-Automaten jeweils ein Limit in unterschiedlicher Höhe gibt. - Ein
hohes Guthaben auf dem Girokonto oder ein hoher Überziehungsrahmen heben
ebenfalls im Missbrauchsfall das Risiko.

HypoVereinsbank will Kirchs Springer-Anteile kaufen
Übernahmeangebot ist Teil eines größeren Pakets
Die HypoVereinsbank http://www.hypovereinsbank.de/ hat der schwer verschuldeten KirchGruppe
http://www.kirchgruppe.de
ein Angebot für dessen 40-prozentigen Anteil am Axel-Springer-Verlag (ASV)
http://www.asv.de gemacht. Die
gebotene Summe bewege sich "zwischen 1,1 und 1,4 Mrd. Euro" berichtet heute,
Dienstag, die "Financial Times Deutschland" (FTD)
http://www.ftd.de , die sich
dabei auf "mit dem Angebot vertraute Kreise" beruft. Erst vor kurzem hatte das
Blatt berichtet, dass Leo Kirch nun offenbar doch zu einem Verkauf seines
ASV-Anteils bereit ist. Bis vor kurzem hatte Kirch dies noch kategorisch
ausgeschlossen (vgl. pte:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=020211005 ).
Laut FTD sind die Offerte "nur Teil eines größeren Pakets, das einen
größeren Teil der finanziellen Probleme von Kirch lösen" werde. Neben der
Übernahme des ASV-Anteils habe die Bank "offenbar auch ein Interesse am
Kerngeschäft" des Kirch-Konzerns. Dazu gehören der Fernsehkonzern
ProSiebenSat.1 http://www.prosiebensat1.com/ sowie der profitable Film- und
Sportrechtehandel. In der Formel 1-Holding SLEC, an der Kirch die Mehrheit
hält, sowie beim defizitären Pay TV-Sender Premiere World wolle sich die
HypoVereinsbank "dem Vernehmen nach hingegen nicht engagieren", so die FTD.
Kirchs Probleme mit dem Medienmogul Rupert Murdoch, der seinen Premiere-Anteil
im Oktober für 1,7 Mrd. Euro zurückgeben kann, sind durch einen Deal mit der
HypoVereinsbank nicht vom Tisch.
Ob der Deal mit der HypoVereinsbank zustande kommt, steht laut FTD derzeit
noch nicht fest. Der Chef der Bank, Albrecht Schmidt, habe es Kirch
freigestellt, sich auch nach Alternativangeboten umzusehen. Außerdem habe die
ASV-Mehrheitsaktionärin, Friede Springer, ein Vetorecht beim Verkauf der
ASV-Anteile. Springer habe aber schon deutlich gemacht, dass sie sich einen
"Finanzinvestor wie die Hypo durchaus als neuen Gesellschafter vorstellen
kann", so die FTD weiter. Der Schuldenstand des Kirch-Konzerns wird derzeit
mit rund 5,6 Mrd. Euro beziffert.

"profil": Banken drohen für Lombardabsprachen Geldstrafen bis zu 240
Mio. Euro
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe
berichtet, drohen den acht von der EU-Kommission mutmaßlicher Zinsabsprachen
bezichtigten österreichischen Banken bei einer Verurteilung Geldstrafen in
einer Gesamthöhe von bis zu 240 Mio. Euro.
Die EU-Kartellwächter wollen noch vor dem Sommer ihre seit 1997 laufenden
Ermittlungen zum mutmaßlichen österreichischen Lombard-Kartell abschließen.
Eine Sprecherin von Wettbewerbskomissar Mario Monti gegenüber "profil": "Das
sind sehr schwere Vorwürfe. Wir prüfen sehr gewissenhaft."
Bei der Verhängung einer allfälligen Strafe bedient sich die EU laut "profil"
ihrer 1998 eigens festgesetzten "Leitlinien". Demnach kämen bei "besonders
schweren Verstößen" gegen das Wettbewerbsrecht, darunter auch Preisabsprachen,
Pönalezahlungen ab 20 Mio. Euro je Bank zum Tragen. Wegen der Dauer der
Verstöße - die EU untersucht den Zeitraum ab dem EU-Betritt Österreichs 1995
bis zur Abschaffung des Lombard-Clubs 1998 - könnten weitere 50 Prozent
aufgeschlagen werden.
Als mildernd könnte freilich gewertet werden, so "profil", dass die
Preisabsprachen in der Praxis selten bis nie Wirkung zeigten.

EU: "Bankenkartell" muss 100 Mio. Euro Buße zahlen
Festsetzung von Umtauschgebühren bei Währungen bestraft
Die Europäische Kommission
http://europa.eu.int/comm/index_de.htm hat gegen fünf deutsche Großbanken
Geldbußen in der Höhe von insgesamt 100,8 Mio. Euro verhängt. Grund der Strafe
ist die Festsetzung von Gebühren für den Umtausch von Währungen des
Euro-Gebietes, heißt es in einer Aussendung der EU-Kommission von heute,
Dienstag. Die Commerzbank http://www.commerzbank.de/ muss 28 Mio. Euro zahlen, ebenso wie die
Dresdner Bank http://www.dresdner-bank.de/ und die HypoVereinsbank
http://www.hypovereinsbank.de/ . Die Deutsche Verkehrsbank wurde zu 14 und
die Vereins- und Westbank zu 2,8 Mio. Euro Buße verdonnert.
"In eindeutiger Verletzung der europäischen Wettbewerbsregeln haben diese
fünf Banken im Jahr 1997 gemeinsam eine Gebühr von drei Prozent für den
Umtausch von Banknoten des Euro-Gebietes festgesetzt", heißt es im Wortlaut.
Diese Gebühr sei als Ausgleich für die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs
festgesetzt worden, die Anfang 1999 mit Einführung des Euros wegfiel.
"Dieses unrechtmäßige Verhalten der Banken verursachte den Verbrauchern
einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Schaden und
beeinträchtigte das Vertrauen der Bürger in die Europäische Einheitswährung",
erklärte Wettbewerbskommissar Mario Monti. Er sei enttäuscht, dass diese fünf
Banken nicht wie andere Banken in Deutschland und in anderen Mitgliedstaaten
ihre Gebühren als Wiedergutmachung gegenüber den Verbrauchern gesenkt haben.
Damit hat die EU-Kommission zum dritten Mal innerhalb kurzer Zeit eine
Millionenstrafe gegen ein wettbewerbswidriges Kartell ausgesprochen. Das so
genannte Vitaminkartell wurde zu einer Rekordstrafe von 855,2 Mio. Euro
verurteilt (pte berichtete:
http://www.pte.at/pte.mc?pte=011121042 ) und gegen das
"Zitronensäurekartell" wurde eine Buße von 135,2 Mio. Euro verhängt (siehe
auch pte-Meldung http://www.pte.at/pte.mc?pte=011206037 ). Die fünf Banken fassten die
achthöchste Kartellstrafe in der Geschichte der EU aus.

Sparkasse.de beliebteste Finanz-Website des Jahres
Online-Banken lassen Discount-Broker abgeschlagen zurück
Der sechs Monate junge Internetauftritt der Sparkassen
http://www.sparkassen.de
hat beim OnlineStar 2001 http://www.onlinestar.de mit 14.000 Usern den ersten Platz belegt. Auf
Rang zwei kam die Deutsche Bank24 http://www.db24.de mit 8.000 Stimmen. Dritter wurden die Volksbanken
http://www.volksbanken.de
für die 6.600 User abstimmten. Discount-Broker wie Consors
http://www.consors.de hatten
in diesem Jahr das Nachsehen und konnten sich nicht in den vorderen Rängen
positionieren.
Sparkasse.de ist das gemeinsame Finanzportal aller Sparkassen. Neben den
Internet-Auftritten der Institute der Sparkassen-Finanzgruppe erhalten Surfer
auf den Webseiten aktuelle, journalistisch aufbereitete Informationen. Die
Seiten stehen erst seit Ende März 2001 im Netz und werden von der
Sparkassen-Finanzportal GmbH in Berlin produziert.
Rund 800.000 User beteiligten sich in diesem Jahr an der Wahl zum
OnlineStar, der seit 1999 jedes Jahr einmal in mehreren Kategorien vom
Internet-Publikum vergeben wird. Dabei scheint ebay
http://www.ebay.de das oberste
Treppchen auf dem Podest der Auktionsplattformen fest gebucht zu haben. Mit
knapp 36.000 Stimmen konnten die Berliner die Konkurrenz von Ricardo
http://www.ricardo.de (7.000)
aus Hamburg wieder weit hinter sich lassen. Ähnlich erfolgreich setzte sich
ebenfalls zum dritten Mal Amazon http://www.amazon.de mit knapp 35.000 Stimmen bei den Media-Shops durch.

SNB sehr besorgt über Euro/Franken-Wechselkurs
Die Schweizerische Nationalbank senkt Zinszielband
Der Frankenkurs schwingt sich in ungeahnte Höhen, während der Euro
gegenüber der Schweizer Währung auf immer neue Tiefstrekorde sinkt. Dies
bereitet der Schweizerischen Nationalbank SNB
http://www.snb.ch "grosse Sorge".
Besonders jetzt, wo das Wirtschaftswachstum nachlässt. Sie hat darum ihr
Zielband für den Dreimonate-Libor mit sofortiger Wirkung um 0,5 Prozentpunkte
auf 1,75 bis 2,75 Prozent gesenkt. Schon am Freitag hatte die SNB zusätzlich
Liquidität zur Verfügung gestellt, als der Euro auf ein neues Allzeittief von
1,43 Franken fiel. Trotzdem konnte eine weitere Aufwertung der Schweizer
Währung nicht vermieden werden. Heute Montag um 14.55 Uhr notierte der Euro
auf 1,46 Franken.
Sollte der Frankenkurs auf dem aktuellen hohen Niveau verharren, dann führe
dies zu einer unerwünschten Verschärfung des geldpolitischen Kurses, so die
SNB. Die Aufwertung des Frankens widerspiegelt die erhöhte politische
Unsicherheit. Es sei schwierig abzuschätzen, wie lange diese anhält. Die SNB
beobachtet die Entwicklung sorgfältig, sie wird gegebenenfalls ihren
geldpolitischen Handlungsspielraum ausnutzen.

Größte Bank der Welt Mizuho gerät in rote Zahlen
Schulden von insolventer Supermarktkette sind uneinbringlich
- Nikkei fällt neuerlich
Die größte Bankengruppe der Welt, die japanische Mizuho Holdings
http://www.mizuho-fg.co.jp/eng , wird im mit September zu Ende gehenden
ersten Halbjahr erstmals in ihrer Unternehmensgeschichte rote Zahlen zu
schreiben. Der ursprünglich prognostizierte Nettogewinn von 90 Mrd. Yen (0,83
Mrd. Euro) werde sich in einen Nettoverlust von 260 Mrd. Yen (2,39 Mrd. Euro)
drehen, teilte der japanische Konzern, zu dem die Dai-Ichi Kangyo Bank, die
Fuji Bank und die Industrial Bank of Japan gehören, in einer Aussendung mit.
Für das Gesamtjahr geht Mizuho von einem Nettogewinn von 40 Mrd. Yen (0,37
Mrd. Euro) aus, ursprünglich war mit einem Plus von 270 Mrd. Yen (2,48 Mrd.
Euro) gerechnet worden.
Gründe für den Ergebnisrückgang seien reduzierte Gewinne aus dem
Aktiengeschäft, Verluste der Tochtergesellschaft Yasuda Trust & Banking sowie
Ausfälle durch die Zahlungsunfähigkeit (150 Mrd. Yen / 1,38 Mrd. Euro) der
vergangenen Freitag in Insolvenz geratenen japanischen Supermarktkette Mycal.
Mycal hatte vergangenen Freitag bei einem Gericht in Tokio Gläubigerschutz
beantragt. Es gebe bereits Gespräche mit ausländischen Unternehmen, berichtete
die japanische Tageszeitung Asahi Shimbun heute, Montag, in ihrer
Online-Ausgabe
http://www.asahi.com/english/business/K2001091700335.html . Mycal hoffe,
einige Standorte an Wal-Mart zu verkaufen. Dies würde den Markteintritt der
weltgrößten Supermarktkette in Japan bedeuten. Der US-Konzern besitzt 3.500
Geschäfte in den Vereinigten Staaten und mehr als 1.000 in Kanada, Mexiko,
Großbritannien, Südkorea und China.
Der Nikkei-Index, der Leitindex der Tokioter Börse, fiel am Montag um fünf
Prozent und schloss bei einem Jahrestiefststand von 9.504 Punkten. Damit wurde
der niedrigste Wert seit Dezember 1983 unterschritten. Der Aktienkurs der
Mizuho-Bank verlor im Laufe des Handelstages um 7,73 Prozent an Wert.
http://www.mizuho-fg.co.jp/eng/news_f/file/20010915.pdf

ZKB rät nach Anschlägen: weder kaufen noch verkaufen
Die Bank registriert Beruhigung der Märkte
Die Zürcher Kantonalbank http://www.zkb.ch stellt heute Donnerstag nach den Terroranschlägen eine
Entspannung der Finanzmärkte fest. Die Bondmärkte gaben die am Vortag
erzielten Gewinne teilweise wieder ab, der Dollar legte zu, auch beim Ölpreis
ist eine Beruhigung eingetreten. Allerdings werden die Ereignisse wohl noch
einige Zeit ihren Schatten auf das Marktgeschehen werfen. Die ZKB empfiehlt
den Anlegern Ruhe zu bewahren und abzuwarten, da es wohl zu einer erhöhten
Volatilität der Märkte kommen wird.
Wie stark die Konjunktur von den Terrorakten beeinflusst wird, ist laut ZKB
schwer zu sagen.- Die kurzfristigen Auswirkungen auf den Konsum sind
wahrscheinlich negativ. Gleichzeitig werden die Notenbanken aber versuchen,
eine Destabilisierung der Lage zu verhindern. Die Zürcher Kantonalbank rechnet
mit weiteren Zinssenkungen.
Die längerfristigen Aussichten hängen davon ab, wie die politischen und
eventuell auch militärischen Antworten auf den Anschlag ausfallen, ob es einen
beschränkten Schlag gegen einzelne Terroristengruppen geben wird oder ob ganze
Länder involviert sein werden. Die ZKB rät deshalb, weder Aktien zu kaufen
noch zu verkaufen. Daran hält sich auch die Bank selber: in ihren
Anlagezielfonds verzichtet sie auf ein aktives Rebalancing der Aktienquote und
toleriert eine temporäre Untergewichtung der Aktien, die wegen der
Kursrückgänge eingetreten ist.

EZB und Fed schließen Swap-Abkommen
Europäische Banken erhalten insgesamt 50 Mrd. Dollar
Um die Finanzmärkte abzusichern und Dollar-Liquidität zur Verfügung zu
Stellen, haben die Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB)
http://www.ecb.int ein
Swap-Abkommen getroffen. Im Rahmen des Abkommens ist die EZB berechtigt, bis
zu 50 Mrd. Dollar bei der Notenbank in New York in Anspruch zu nehmen, teilte
die EZB am Donnerstag mit. Im Gegenzug erhält die Fed bei der EZB
Euro-Guthaben in gleicher Höhe.
Die EZB wird diese Dollar-Guthaben den nationalen Zentralbanken des
Eurosystems zur Verfügung stellen. Die Zentralbanken des Eurosystems wiederum
sollen mit dem Guthaben den Dollar-Liquiditätsbedarf der europäischer Banken
decken, deren Betriebsablauf durch die jüngsten Turbulenzen in den USA
beeinträchtigt worden ist. Die Swap-Fazilität hat eine Laufzeit von 30 Tagen.
http://www.ecb.int/press/01/pr010913_1.htm
Die allgemein erwartete Senkung der Leitzinsen durch die EZB war am
Donnerstag ausgeblieben. Sowohl der nationale als auch der
grenzüberschreitende Zahlungsverkehr funktionieren reibungslos, begründete die
Europäische Zentralbank ihre Entscheidung (Siehe auch:
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=010913052)

Geldüberweisung per E-Mail
HSBC und Yahoo planen weltweiten Payment-Dienst
Der Bankenriese HSBC Holdings und der Internet-Dienst Yahoo wollen ab
Herbst gemeinsam ein weltweites Person-to-Person-Zahlungssystem namens "Paydirect"
http://paydirect.yahoo.com
anbieten. Mittels Paydirect soll es möglich sein, Überweisungen über
Landesgrenzen hinweg per E-Mail abzuwickeln. Ein entsprechendes
Kooperationsabkommen wird heute, Montag, von den beiden Unternehmen
unterzeichnet. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
http://us.hsbc.com/inside/news/pressreleases2001_july_30.asp
Der Vertrag sieht vor, dass Paydirect sowohl den 200 Mio. Yahoo- als auch
den 28 Mio. HSBC-Kunden weltweit zur Verfügung stehen wird. Das On- und
Offline-Marketing wird von der Bank übernommen. Um den Dienst zu nutzen,
müssen die Anwender ihre Kreditkarte oder Kontokarte mit einem eigens
eingerichteten Yahoo Paydirect-Account verknüpfen. Zielgruppe sind in erster
Linie Privatpersonen, die Geldgeschenke an Verwandte oder Bekannte
verschicken, für karitative Zwecke spenden oder im Internet einkaufen wollen.
Paydirect soll zunächst in den USA starten und im Jahr 2002 auf alle Länder
ausgeweitet werden, in denen HSBC und Yahoo tätig sind. Für den offiziellen
Start sei allerdings noch die Zustimmung der Regulierungsbehörden nötig. Die
beiden Partner wollen den Dienst auch anderen Unternehmen öffnen.

Systemfehler beim Online-Banking öffnete Fremdkonten
Sparkassen-Kunden konnten Daten anderer Nutzer einsehen
Ein Systemfehler in der Software der
Sparkassen-Datenverarbeitungsgesellschaft (DVG)
http://www.dvg.de/templates/home.php4?p=18
hat am Montag und Dienstag die Kontoumsätze von ca. 240 Bankkunden in
Niedersachsen und Berlin preisgegeben. Durch die Halbjahresabschlüsse der
Sparkassen und Banken seien die Großrechner überlastet gewesen, das teilte
DVG-Sprecher Jürgen Rybak am Mittwoch mit. Ein Lesezugriff auf Fremdkonten
durch das PIN/TAN-Verfahren sei so möglich geworden. Kunden, die ihre
Kontoumsätze abrufen wollten, hatten statt ihrer Daten die Konten anderer auf
dem Bildschirm gesehen.
Aktionen wie Überweisungen, Einrichten oder Ändern von Daueraufträgen
seien aber über fremde Konten zu keinem Zeitpunkt möglich gewesen, betonte
Rybak. Nach Bekanntwerden der Störung wären die Systeme abgeschaltet worden.
Die Störung sei behoben, an dem Fehler in der Software werde gearbeitet. Das
Homebanking wurde gestern wieder gestartet.

Modernisierung von Geldautomaten kostet 330 Mio. Euro
Aufrüstungsdrang entsteht durch neue Karten-Standards
Die Modernisierung der Geldautomaten deutscher Kreditinstitute in den nächsten
fünf Jahren wird rund 330 Mio. Euro kosten. Zu diesem Schluss kommt die
Mummert + Partner Unternehmensberatung
http://www.mummert.de
. Zwei von drei Geldautomaten, Kontoauszugsdruckern und Kontoserviceterminals
sind nach Angaben der Unternehmensberatung veraltet. Die Modernisierung kostet
pro Gerät rund 5.000 Euro 3.500 Euro für die Aufrüstung der Hardware
und 1.500 Euro für die Software. In Deutschland verrichten rund 63.500
Geldautomaten ihren Dienst. Hinzu kommen noch etwa 30.000 Kontoauszugsdrucker
und Serviceterminals, so die Expertenschätzung.
Der Modernisierungsdruck entstehe zum einen durch neue Standards für die
Kredit- und EC-Karten von Europay, MasterCard und VISA. Die Anbieter wollen
unter anderem bis 2005 alle Magnetstreifenkarten durch Chipkarten ersetzen.
Hinzu komme, dass fast alle Geräte das Betriebssystem OS/2 verwenden, für
das der Hersteller IBM die Wartung nur noch bis ins Jahr 2006 garantiert, so
die Unternehmensberatung.

BA und HypoVereinsbank verheiraten Kroatien-Töchter
Ungarn, Tschechien und Slowakei folgen im Spätsommer
Die Bank Austria Creditanstalt Croatia (BA/CA-Croatia) und die
HypoVereinsbank Zagreb haben sich zur HVB Croatia zusammengeschlossen. Dies
teilte die Bank Austria (BA) http://www.bankaustria.at
heute, Dienstag, mit. Nach Angaben der BA zählt das Geldinstitut damit zu den
zehn größten Banken des Landes. Die HVB Croatia ist eine Tochter der Bank
Austria, die innerhalb des Konzerns die Betreuung der Märkte in Mittel- und
Osteuropa inne hat.
Die HVB Croatia verfügt derzeit über 16.000 Kunden und beschäftigt 150
Mitarbeiter. Zweigstellen werden in Zagreb, Dubrovnik, Split, Zadar und Rijeka
unterhalten. Für dieses Jahr ist eine Filalexpansion nach Porec und Pula
geplant. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Bank das beste Ergebnis
seit ihrem Bestehen. Der Jahresüberschuss nach Steuern betrug 4,6 Mio. Euro,
ein Plus von mehr als 26 Prozent im Vergleich zum Jahr davor.
Bis Spätsommer will die HVB-Gruppe die Fusion der Töchter in Ungarn,
Tschechien und der Slowakei abgeschlossen haben. In Mitteleuropa und Osteuropa
steuert die Bank Austria in der HVB nach eigenen Angaben eines der dichtesten
Netzwerke der Region. 18.600 Mitarbeiter betreuen dort in 750 Niederlassungen
2,5 Mio. Kunden.

Spiegel: Deutsche Großbanken wollen Hypothekengeschäft
bündeln
Dresdner Bank, Commerzbank und Eurohypo planen gemeinsames
Institut
Drei der vier größten börsennotierten Banken in Deutschland wollen ihre
Hypothekengeschäfte fusionieren. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin
"Der Spiegel" http://www.spiegel.de
in seiner aktuellen Ausgabe. Zwischen der Dresdner Bank und der Commerzbank
laufen bereits Verhandlungen über eine mögliche Fusion ihrer
Hypothekenbanken, schreibt das Magazin. Nun soll weiters auch die Eurohypo,
eine Tochter der Deutschen Bank, in die Gespräche miteinbezogen werden.
Allerdings befänden sich die Verhandlungen noch in einem "sehr frühen
Stadium", zitiert der Spiegel einen beteiligten Bankenvorstand. Das neue
Institut würde eine Bilanzsumme von rund 250 Mrd. Euro aufweisen und soll
mittelfristig auch an die Börse gehen.
Strategisch mache der geplante Zusammenschluss für alle drei Banken Sinn,
so das Magazin weiter. Die Deutsche Bank habe sich als global agierende
Investmentbank aufgestellt. Daher zähle das in der Eurohypo gebündelte Geschäft
nicht mehr zu ihren Kernaktivitäten. Daher sei in den vergangenen Monaten
auch intensiv versucht worden, das Institut zu verkaufen. Auch die künftige
Allianz-Tochter Dresdner Bank habe in dem neuen Allfinanzverbund nur
eingegrenztes Interesse an ihrer Hypothekentochter Deutsche Hyp. Schließlich
wolle die Commerzbank die Rheinhyp in den neuen Verbund einbringen. Die
Bewertung der drei Banken und die daraus resultierenden Beteiligungen der
Mutterkonzerne sind laut Spiegel der schwierigste Verhandlungspunkt.

vbankdirekt.at: Neuer Service für aktive Geldanleger
Für aktive Geldanleger hat vbankdirekt.at ein neues Werkzeug im Angebot:
Schneller Zugriff auf 4.500 Fonds nach persönlichen Auswahlkriterien wie
Risikobereitschaft, Investitionszeit, Branche, Land und anderen Spezifika. Das
Fondstool der vbankdirekt.at macht es möglich. Anleger, die in individuell
auf sie abgestimmte Fonds investieren, können sich bei vbankdirekt.at ihre
Fonds nach spezifischen Schwerpunkten aussuchen. Dieses Vorgehen war bislang
zeitaufwendig und aufgrund der unterschiedlichen Informationslage oft auch
unergiebig. Das neue Werkzeug steht allen Kunden und Interessenten unter der
Internetadresse www.vbankdirekt.at kostenlos zur Verfügung.
Musterportfolio schafft Überblick und optimale Vergleichsmöglichkeit
Mit dem neuen Fondstool kann der Anleger ohne zusätzliche Kosten ausgewählte
Fonds analysieren, Renditen vergleichen, Charts und detaillierte Informationen
zur Fondszusammensetzung abrufen. Alle evidenten Fonds werden in einem
Musterportofolio geführt, wodurch zusätzlich eine optimale Vergleichsbasis für
Anlegerentscheidungen geschaffen wird. Das tägliche Kursmail wird auf
Kunden-Wunsch zugesandt.
Mehr als 300 Fonds ohne Ausgabenaufschlag
Die vbankdirekt.at arbeitet weltweit mit rund 80 Fondsgesellschaften, die
zusammen 3.500 Fonds betreuen. Die erstklassigen internationalen Geschäftsbeziehungen
von vbankdirekt.at zeigen sich unmittelbar am Kundennutzen: Von den rund 3.500
angebotenen Fonds sind bei der vbankdirekt.at über 300 ohne Ausgabeaufschlag
und 2.500 mit einem stark reduzierten Ausgabeaufschlag erhältlich.

Batterien zeigen Kontostand auf Bankomatkarte an
Elektrolyte werden in Schichten auf variable Oberflächen
"gedruckt"
Die israelische Firma Power Paper hat Batterien entwickelt, die dick wie
Karton, auf verschiedene Oberflächen wie Plastik oder Papier aufgebracht
werden können. Der Trick der 1,5 Volt Batterie liegt laut den Entwicklern in
den Elektrolyten, wie die New York Times
http://www.nytimes.com in
ihrer Online-Ausgabe berichtet. Als Einsatzgebiet der Zukunft gelten aktuelle
LCD-Anzeigen auf dem Chip von Zahlungskarten. Dadurch könnte jederzeit der
aktuelle Kontostand abgerufen werden.
"Wie das Rezept von Coca-Cola ist die Chemie der Substanz, die die
Elektrolyte in Schichten auf die Oberfläche aufbringt, geheim", erläuterte der
CEO von Power Paper, Baruch Levanon. Die Batteriezelle hat eine Lebensdauer
von zweieinhalb Jahren. Durch die Flachheit der Batterie ist die Kapazität
nicht proportional zu ihrem Volumen. Um die Energie einer AA Alkaline-Batterie
erzeugen zu können, müsste die Batterie eine Fläche von rund neun
Quadratdezimeter abdecken. Da sie nicht wiederaufladbar ist, gilt ihr
hauptsächliches Einsatzgebiet den Wegwerfprodukten, so Levanon.
Ein erstes mikroelektronisches Produkt könnte Ende des Jahres in
Deutschland auf den Markt kommen. Die Dresdener Firma KSW Microtec will die
"gedruckte" Batterie in einer kleinen Karte einsetzen, auf der die Temperatur
von Blutkonserven abgelesen werden kann. Sie soll die Energie zum Messen und
für die Anzeige liefern, erklärte Geschäftsführer Thomas Seidowski. Er geht
bei einer bestimmten Abnahmemenge von einem Stückpreis von rund 32 Schilling
(4,6 Mark, 3,6 CHF) aus. Als weitere mögliche Anwendungen sehen die Entwickler
unter anderem blinkende Werbejingles auf Verpackungen sowie elektronische
Bücher und Zeitungen. Levanon rechnet innerhalb eines Jahres mit einer
wiederaufladbaren Version. Nach Lizenznehmern wird trotz Interessenten noch
gesucht.
