Gericke: Skandalöses Vorgehen in der
BankAustria-Creditanstalt
"Das Management der BA-CA soll über eine vernünftige Personalpolitik
nachdenken anstatt die Mitarbeiter durch Mobbing zu verunsichern", forderte
heute der freiheitliche Personalvertreter Kammerrat Johann Gericke. Gericke,
selbst Betriebsrat bei der Domus FM, einer hundertprozentigen
Tochtergesellschaft der Bank Austria - Creditanstalt, weiß wovon er spricht.
Die hisherige Senkung der Personalkosten habe lediglich eine Explosion der
Sachkosten durch den "Zukauf" von Leihpersonal nach sich gezogen.
Die Betriebsräte würden unverständlicherweise zusehen, wenn den Mitarbeitern
der Urlaub um elf Kalendertage gekürzt und die Bereitschaftszeit in
Arbeitszeit ohne Lohnausgleich umgewandelt wird. Auch gäbe es keinen
Widerstand dagegen, dass Abteilungsleitungen Mitarbeiter im Urlaub führen,
obwohl diese in Wirklichkeit arbeiten müssen. Hier stellen sich einige Fragen:
Ist das Schwarzarbeit? Wie sieht das mit der Versicherung aus, wenn man einen
Arbeitsunfall hat und "offiziell" im Urlaub ist? Und wo ist der Betriebsrat?
"Während der Vorstand Millionen kassiert, vergeben die hundertprozentigen
Töchter der BA-CA Arbeitsaufträge an Fremdfirmen, in denen die Mitarbeiter
16-18 Stunden durcharbeiten", ärgert sich Gericke.
Auch für die Kunden seien die Personaleinsparungen alles andere als angenehm.
In den Filialen würden sich lange Schlangen bei den Schaltern bilden und das
verbliebene Personal sei dadurch noch mehr gefordert. Dieses sollte auch noch
Leistungen aus der Produktpalette verkaufen, was aber zunehmend unmöglich sei.
Auch Aktionäre wie Gericke selbst müssten bei stark gefallenen Kursen zur
Kenntnis nehmen, dass von Selbstbedienungsfoyers keine Gewinne kommen.
Aus all diesen Gründen verlangt Gericke, dass der Betriebsrat entweder aktiv
wird oder aber zurücktritt und Neuwahlen ansetzt.
"Alle Betroffenen hoffen natürlich, dass nach der seinerzeitigen Aussage des
Generaldirektors Randa, der kolportierte Kauf der CA durch die Bank Austria
sei ein ‚Faschingsscherz', es sich diesmal tatsächlich um einen handelt",
schloss Gericke und versprach, am Ball zu bleiben.

HVB und Bank Austria schließen Fusion in Polen ab
Drittgrößte Bank des Landes ist entstanden
Die rechtliche Fusion der Hypovereinsbank- und Bank-Austria-Töchter in
Polen ist abgeschlossen. Mit einer Bilanzsumme von 13 Mrd. Euro, rund 600
Filialen, zwei Mio. Kunden und einem Marktanteil von rund zehn Prozent
entsteht damit die drittgrößte Bank des Landes, gab die Bank Austria
http://www.bankaustria.com/
heute, Mittwoch, in einer Pressemitteilung bekannt. Der Firmenbuchantrag der
neuen Bank Przemyslowo-Handlowy PBK S.A. (BPH PBK) erfolgte am 31. Dezember
2001. Nächstes Jahr soll ein neuer Markenname verlautbart werden. Die
Integration der IT-Systeme ist bis Ende 2002 geplant.
"Wir haben damit eine Bank neuer Dimension geschaffen", erklärte der
verantwortliche BA/CA-Osteuropa-Vorstand Erich Hampel. Die BPH PBK verfüge nun
über die kritische Masse für ein weiteres, kräftiges Wachstum. Die Bank wolle
einen klaren Fokus auf den Mittelstand legen. Insgesamt wird durch die
Integration der beiden Banken mit Einsparungen von 70 Mio. Euro gerechnet.
Die BPH PBK ist eine Tochter der Bank Austria, die innerhalb der HVB Group
http://www.hypovereinsbank.de/ für die Märkte Mittel- und Osteuropa
verantwortlich ist. Mit etwa 3,7 Prozent bleibt das polnische
Schatzministerium an der neuen Bank beteiligt. 25 Prozent werden als
Streubesitz an der Warschauer Börse notieren, wobei der Handel heute,
Mittwoch, ausgesetzt wurde.

Bank Austria: GPA steht vorbehaltlos hinter Betriebsrat
"Die GPA steht vorbehaltlos hinter der Position der Bank-Austria
Betriebsratsvorsitzenden Hedwig Fuhrmann. Die von Fuhrmann in einem Interview
geäußerte Kritik, die kürzlich vorgestellten Managementstrukturen stünden im
Widerspruch zum Bank der Regionen-Konzept, ist vollinhaltlich zu
unterstützen", erklärt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten
(GPA), Hans Sallmutter, zu einer gestern veröffentlichten Stellungnahme.++++
Sallmutter erinnert daran, dass er bereits im Vorjahr nach bekannt werden des
Zusammengehens von Hypo-Vereinsbank und Bank-Austria deponiert hatte, dass
Größe allein kein Garant für Erfolg sei und die Interessen der Beschäftigten
unbedingt zu wahren seien. Es sei äußerst befremdlich, wenn Abmachungen, die
im vergangenen Jahr Grundlage für die Zustimmung des Betriebsrates waren,
heute offensichtlich nichts mehr Wert sind.
Sallmutter fordert daher zum einen den Vorstand der Hypo-Vereinsbank München
auf, die im Vorjahr getätigten Zusagen bezüglich eines Bank der
Regionen-Konzeptes mit einer weit gehenden Autonomie der österreichischen
Bankengruppe einzuhalten und zum anderen den Vorstand der Bank-Austria, keinen
Millimeter von den ausgehandelten Vereinbarungen abzugehen. Insbesondere
Bank-Austria Generaldirektor Gerhard Randa ist aufgefordert, sich im Vorstand
der Hypo-Vereinsbank für die Interessen der österreichischen Bankengruppe und
deren Beschäftigten stark zu machen.

BA/HVB finalisieren Fusionen in Ungarn, Tschechien und
der Slowakei
Marktposition in allen drei Ländern verstärkt
Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe
http://www.bankaustria.com
und die Hypo Vereinsbank (HBV)
http://www.hypovereinsbank.com haben mit dem heutigen Montag die Fusion
ihrer Tochtergesellschaften in Ungarn, Tschechien und der Slowakei
finalisiert. Die Tochterbanken der HVB wurden in das Netzwerk der BA-Gruppe
integriert. Die neuen Banken haben den Geschäftsbetrieb aufgenommen, wie die
BA mitteilte. In allen drei Ländern werde die Marktposition der Gruppe durch
den Zusammenschluss deutlich gestärkt. "Wir haben nun eine erstklassige Basis,
um in diesen Märkten weiter zu expandieren", so Erich Hampel, zuständiger
BA-Vorstand für das CEE-Geschäft.
Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe verfolge für ihre Expansion ein
klares Konzept. "Wir setzen in den einzelnen Märkten auf Banken mit starker
lokaler Verankerung. Das garantiert eine exzellente Marktkenntnis, enge
Kundenbindungen und kurze Entscheidungswege. Gleichzeitig bieten wir den
Kunden das internationale Know-how und die Ressourcen der drittgrößten
Bankengruppe Europas an", meinte Hampel. Die Bank Austria/Creditanstalt-Gruppe,
die innerhalb der HVB Group für die Märkte in Mittel- und Osteuropa
verantwortlich ist, betreibt in dieser Region ein Netzwerk von rund 750
Niederlassungen in 13 Ländern mit knapp 20.000 Mitarbeitern und 2,5 Mio.
Kunden.
In Ungarn entsteht mit dem Zusammenschluss der Nummer zehn (Bank Austria
Creditanstalt) und der Nummer 13 (HypoVereinsbank) die fünftgrößte Bank des
Landes. Die neue "HVB Hungary" betreut mit einer Bilanzsumme von 1,9 Mrd. Euro
mehr als 72.000 Kunden. Der Marktanteil beträgt sechs Prozent. Die Bank
Austria Creditanstalt Czech Republic (Nummer sechs) und HypoVereinsbank CZ
(Nummer fünf) fusionieren zur viertgrößten Bank der Tschechischen Republik.
Die "HVB Czech Republic" hat eine Bilanzsumme von 3,7 Mrd. Euro und betreut
bei einem Marktanteil von über fünf Prozent mehr als 55.000 Kunden. In der
Slowakei bilden die Bank Austria Creditanstalt Slovakia (Nummer13) und die
HypoVereinsbank Slovakia (Nummer 14) die neue "HVB Slovakia", nunmehr Nummer
fünf im Land. Mit einer Bilanzsumme von 816 Mio. Euro betreut sie rund 12.000
Kunden.
