WASSER FÜR ALBANIEN
Die Österreichische Ostzusammenarbeit investiert weitere 1,2 Mio.
Euro in die Wasserversorgung für Albanien. Die Republik Albanien beteiligt
sich mit zusätzlichen 94.000 Euro an dem Projekt. Zur Vertragsunterzeichnung
kamen heute der albanische Vizeminister für Raumordnung und Tourismus, Arben
Demeti, und der Bürgermeister der Stadt Shkodra, Artan Haxhi, nach Wien. Mit
dem neuen Vertrag wird das seit 1997 bestehende Programm zur Verbesserung
der Lebensbedingungen in Albanien fortgesetzt. Bisher hat die
Österreichische Ostzusammenarbeit bereits 4,6 Mio. Euro für den Aufbau der
Wasserversorgung bereit gestellt.
Infrastruktur schafft Lebensqualität Mangelnde Infrastruktur und
Wasserversorgung sowie fehlende Abwasserentsorgung sind in den meisten
Städten Albaniens ein großes Problem. Gemeinsam mit dem albanischen
Ministerium für Raumordnung und Tourismus arbeitet die Österreichische
Ostzusammenarbeit an der Verbesserung der Infrastruktur und damit der
Lebensqualität der Menschen. Für die Umsetzung des Programms sorgt die
Austrian Development Agency (ADA), das Unternehmen der Österreichischen
Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit.
Shkodra: Wasser für 100.000 Das erfolgreiche Programm zur Wasserversorgung
Shkodra zählt zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten der Österreichischen
Ostzusammenarbeit in Südosteuropa. Seit dem Programmstart 1997 wurden rund
4,8 Mio. Euro in die Sanierung und den Ausbau der Infrastruktur investiert,
wobei 0,2 Mio Euro von Albanien kofinanziert wurden. Die Stadt Shkodra gilt
als Zentrum Nordalbaniens mit großem wirtschaftlichem und touristischem
Entwicklungspotential. Durch das österreichische Engagement konnte die
lückenlose Versorgung für die 100.000 Einwohner-Stadt rund um die Uhr
sichergestellt werden. Großen Anteil am Erfolg hatte die österreichische
Firma GWCC (General Water Consult Corporation), die im Auftrag des
albanischen Ministeriums für Raumordnung und Tourismus und mit den Mitteln
der Österreichischen Ostzusammenarbeit die Infrastruktursanierung für
Shkodra umsetzt.
Durch den heute von ADA-Geschäftsführer Botschafter Michael Linhart mit dem
albanischen Vizeminister für Raumordnung und Tourismus, Arben Demeti, und
dem Bürgermeister der Stadt Shkodra, Artan Haxhi, unterschriebenen
Zusatzvertrag wird das bestehende Programm um 1,2 Mio. Euro aufgestockt. Das
albanische Ministerium für Raumordnung und Tourismus leistet einen
Kofinanzierungsbeitrag von 94.000 Euro. Bis Ende 2006 stehen die Sanierung
von vier dringend benötigten Wasserreservoir-Kammern und der Umbau des
kommunalen Versorgungsbetriebs zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen
am Plan. Künftig soll die Bevölkerung von Shkodra von Leistungstransparenz,
Kundenorientierung und einer verbrauchsabhängigen Wasserabrechnung
profitieren. Neben der Infrastruktur ist der Österreichischen
Ostzusammenarbeit vor allem der bewusste Umgang mit dem wertvollen Gut
Wasser ein besonderes Anliegen. Unter dem Motto "asser ist Leben" werden
Möglichkeiten für einen gezielteren, sparsamen Wasserverbrauch aufgezeigt
und umgesetzt.
Österreichische Kooperation mit Albanien Österreich hat auf Grund seiner
geopolitischen Lage großes Interesse an Stabilität und rascher
wirtschaftlicher Entwicklung der südosteuropäischen Länder. Albanien ist
daher ein Schwerpunktland der Österreichischen Ostzusammenarbeit. Die
Partnerschaft umfasst Projekte in den Bereichen Umwelt, Bildung,
Regionalentwicklung und Menschenrechte. Der Fokus liegt auf Nordalbanien, wo
die Wasserressourcen des Landes konzentriert sind. Dort wird auch in einem
mehrjährigen Gemeinschaftsprojekt mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau
(EBRD), der Schweiz, Japan und Italien die Sanierung der wichtigsten
albanischen Wasserkraftwerke gefördert.