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AXA Deutschland plant den Verkauf ihrer Tochter in Österreich

Die AXA Deutschland befindet sich derzeit im Gespräch mit einer Kernaktionärsgruppe der UNIQA Versicherungen AG, Wien, bezüglich der Übernahme der österreichischen AXA Holding. Unter dem Dach der AXA Konzern AG (Austria) mit Sitz in Wien befinden sich die AXA Versicherung AG, Wien, sowie die AXA Biztosito Rt., Budapest/Ungarn, und AXA Liechtenstein. Der Kaufvertrag soll noch vor Jahresende unterzeichnet werden. Er wird unter anderem erst nach der Zustimmung der jeweiligen Gremien sowie der Aufsichts- und Kartellbehörden in Österreich und Ungarn wirksam. Der Kaufpreis soll in bar und nicht durch Aktien beglichen werden (Cash-Deal). Über die weiteren Details der geplanten Transaktion haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart.

"Nach den ersten sehr intensiven Gesprächen gehen wir davon aus, zu einem für beide Seiten sehr guten Ergebnis kommen zu können", kommentiert Dr. Claus-Michael Dill, Vorsitzender des Vorstands der AXA Konzern AG, Köln, die Transaktion. AXA setzt damit konsequent die Strategie fort, seine Aktivitäten international auf strategisch wichtige Kernmärkte mit Wachstumspotenzial zu konzentrieren und dort intensiv auszubauen.

Dill: "Wir haben den Verkauf nicht aktiv betrieben. Die Kernaktionäre der UNIQA sind in einer Zeit, als wir uns turnusmäßig mit der Geschäftsprüfung befasst haben, auf uns zugekommen. Das erarbeitete Modell bietet für beide Seiten große Vorteile und sichert dem Geschäft in Österreich unter neuer Flagge eine erfolgreiche Zukunft."

Die AXA Konzern AG (Austria) ist eine hundertprozentige Tochter der deutschen AXA, die die Anteile durch ihre Tochtergesellschaften AXA Versicherung AG (89,95 %) und AXA Lebensversicherung AG (10,05 %) hält. Mit etwa 1.000 Mitarbeitern erzielte sie 2001 Beitragseinnahmen von rund 360 Mio. Euro - entsprechend einem Marktanteil von zirka 2 % (kumuliert für das Personen- und Sachversicherungsgeschäft).

Die UNIQA-Gruppe ist mit Beitragseinnahmen von 2,4 Mrd. Euro und rund 6.700 Mitarbeitern Österreichs führender Versicherungskonzern. Im Personenversicherungsgeschäft ist sie die Nummer eins im österreichischen Markt und rangiert auf Platz vier unter den Sachversicherern des Landes.
 


 

AXA Deutschland senkt Kosten ohne Kündigungen
Konzern schließt mit Betriebsrat Bündnis zur Beschäftigungssicherung ab
 

Die Deutschlandtochter des französischen Versicherungskonzerns AXA http://www.axa.de/ will im kommenden Jahr 131 Mio. Euro oder 12,5 Prozent der Kosten (bezogen auf die Verwaltungskosten exklusive Provisionen) einsparen, ohne Mitarbeiter zu kündigen. Zu diesem Zwecke wurde zwischen dem Konzern und dem Betriebsrat ein "Bündnis zur Beschäftigungssicherung" geschlossen, hieß es in einer Mitteilung von heute, Montag. In diesem AXA-Bündnis verständigten sich beide Seiten darauf, zwischen 1.1.2002 und 31.12.2006 auf betriebsbedingte Kündigungen der rund 10.000 Mitarbeiter zu verzichten.
 

Im Gegenzug vereinbarten Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Regelungen bei Neu- und Umbesetzungen von Stellen sowie die Arbeitsorganisation flexibler zu gestalten. Sparen will AXA in erster Linie bei Sachkosten, Aufwendungen für externe Berater und Projektkosten. Das Programm zur Beschäftigungssicherung unterliegt jedoch einer Einschränkung: Sollte sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns erheblich verschlechtern, werden die Vereinbarungen ausgesetzt.
 

Die Kosteneinsparungen seien Folge der ungünstigen Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung. Weltweit will der Konzern im kommenden Jahr 700 Mio. bis eine Mrd. Euro einsparen. Das laufende Geschäftsjahr wird AXA Deutschland nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Claus-Michael Dill mit steigenden Einnahmen um rund 1,6 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro abschließen. Eine Ergebnisprognose wollte er jedoch nicht abgeben. Die Belastungen des 11. Septembers seien nach derzeitigem Stand mit 42 Mio. Euro netto "verkraftbar".
 


 

Aus AXA Nordstern Colonia wird AXA
Werbekampagne in Österreich soll Namen bekanntmachen
 

In einer Welt des ständigen Informationsüberflusses und offener Grenzen werden prägnante und einheitliche Dachmarken immer wichtiger. Im Zuge der Vereinheitlichung des AXA-Brands für alle AXA-Gesellschaften hat auch die AXA Nordstern Colonia auf AXA Versicherung AG umfirmiert. Die AXA Versicherung AG gehört zum weltweit größten Versicherungskonzern, der AXA-Gruppe, die in über 60 Ländern tätig ist. Aus der Zugehörigkeit zur AXA-Gruppe ergeben sich globale Synergie-Effekte wie z.B. höhere Versicherungskapazitäten, Best Practice Modelle und der Nutzen von Corporate Resources.
 

Die neue Markenkampagne
Zur Bekanntmachung des neuen Namen wird AXA in Österreich ab Oktober mit einer Werbekampagne starten, die das Unternehmens-Logo sowie die Kernkompetenzen "Versicherungen & Investments" betont.
 

Auf Überholspur am österreichischen Markt
Im ersten Halbjahr des Jahres konnte die AXA Versicherung AG deutlich zulegen. So wurde in den ersten sechs Monaten ein Gesamtprämienwachstum von rd. 13,2% verzeichnet, was einem überdurchschnittlichen Marktwachstum entspricht. Besonders der Anstieg des Prämienvolumens im LV-Bereich gegen Einmalprämie (+322,7%) hat die Entwicklung im ersten Halbjahr 2001 geprägt.
 

Innovationen im Produktbereich
AXA Invest - Fondsgebundene Lebensversicherung
Neben dem Versicherungsgeschäft setzt AXA einen Schwerpunkt auf die Bereiche Geldanlage, Vermögensaufbau, Pensionsvorsorge und Finanzierung. Mit der Einführung von "AXA Invest", einem fondsgebundenen LV-Produkt, hat AXA ihre Produktarchitektur weiter ausgebaut.
 

Star Card Plus - AXA steigt ins Kreditkartengeschäft ein
Noch im Herbst dieses Jahres wird AXA am österreichischen Markt mit einer Kreditkarte am österreichischen Markt starten. Neben den üblichen Kreditkartenfunktionen schließt die Star Card Plus auch eine Einkaufsversicherung mit ein, d.h. für alle mit der Karte getätigten Einkäufe besteht ein umfassender Versicherungsschutz.
 

Die Strategie: AXA als aggressiver Financial Protection Provider
Um den bisherigen Erfolgskurs auch in Zukunft fortzusetzen, wird sich AXA auf das Breitengeschäft aber auch auf ertragreiche Nischen konzentrieren. Dabei wird auf einen balancierten Portfolio-Mix (L/NL) von risikoexponierten aber ertragreichen Produkten mit langfristig abgesicherten Margen gesetzt. Die derzeitigen Kernmärkte der Zentral- und Osteuropaholding (AXA Konzern AG) sind Österreich und Ungarn, wobei eine weitere Expansion in zentral- und osteuropäische Märkte geplant ist. Weiters nehmen die Implementierung einer integrierten Multikanal-Vertriebsstrategie sowie eine Betonung der Vollkunden-Strategie eine Schlüsselrolle ein.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:44
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