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Studie: Asthma trifft ethnische Minderheiten härter
Mehr Krankenhausaufenthalte für Schwarze und Südasiaten

Astma trifft ethnische Minderheiten stärker als Weiße. Asthmatiker ethnischer Minderheiten müssen öfter ins Krankenhaus. Ein Team der Universität Edinburgh http://www.ed.ac.uk hat herausgefunden, dass südasiatische Patienten dreimal so oft und schwarze Patienten zweimal so oft ins Krankenhaus eingeliefert werden wie Weiße, die unter Asthma leiden, so The Lancet http://www.thelancet.com .

Professor Aziz Sheik: "Mit dieser Studie ist uns ein bedeutender Durchbruch um das Wissen von Asthma bei ethnischen Minderheiten in Großbritannien gelungen." Die bestehenden Unterschiede könne man vor allem auf den dürftigen Zugang zur medizinischen Grundversorgung zurückführen. Außerdem könne es auch daran liegen, dass Menschen aus ethnischen Minderheiten das Asthma oftmals selbst in den Griff bekommen wollen. Die Studie belegt zudem, dass Schwarze am anfälligsten für Asthma sind. 15 Prozent aller in Großbritannien lebenden Schwarzen haben Asthma. Bei den Weißen sind es elf Prozent und bei den Südasiaten acht Prozent. "Das Missverhältnis zwischen der Häufigkeit von Asthma und der asthma-bedingten Nutzung des Gesundheitsdienstes muss sorgfältig untersucht werden", so Sheik.

Die Studie basiert auf Untersuchungen von 22.350 Asthmatikern, die von 1981 bis 2002 durchgeführt worden sind. Die Organisation Asthma UK http://www.asthma.org.uk war bei der Finanzierung der Studie behilflich. Sie ist der Meinung, dass die Unterschiede auf einem grundlegenden Problem der Gesundheitsversorgung in den ärmeren Gegenden basieren. Katie Sheperd, Care Development Managerin bei Asthma UK: "Die Studie unterstützt unsere Sichtweise, dass Asthmabehandlungen auf die Bedürfnisse von Einzelpersonen zugeschnitten sein sollten." Die Studie sollte Mediziner dazu ermutigen, in Gesellschaften mit hohen Raten an Notfallaufnahmen vermehrt präventive Maßnahmen einzusetzen.


 

Abgase verschlimmern Asthma im Winter nicht
Husten und Schnupfen spielen entscheidende Rolle

Verkehrsabgase sind nicht dafür verantwortlich, dass das Asthma mancher Patienten im Winter schlimmer wird. Laut einer Studie des National Jewish Medical and Research Center http://www.njc.org sind dafür Husten und Schnupfen verantwortlich. Eine Studie mit Schulkindern in Denver ergab, dass Atemwegsinfekte die Wahrscheinlichkeit einer Verschlechterung der Asthmaerkrankung verdoppelten. Luftverschmutzung kann aber trotzdem im Sommer eine entsprechende Erkrankung auslösen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Allergy and Clinical Immunology http://www2.us.elsevierhealth.com/scripts/om.dll/serve?action=searchDB&searchDBfor=home&id=ai veröffentlicht.

Der leitende Wissenschafter Erwin Gelfand erklärte, dass bekannt war, dass Infektionen der oberen Atemwege bei Asthma Schwierigkeiten verursachen können. Die aktuellen Ergebnisse hinsichtlich des Zusammenhanges mit der Luftverschmutzung waren aber trotzdem überraschend. "Die genaue Beobachtung der Kinder ermöglichte uns, jene Faktoren herauszufiltern, die sonst fälschlich auf einen entscheidenden Einfluss der Luftverschmutzung hingewiesen hätten." Sein Team beobachtete 147 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren für die Dauer von drei auf einander folgenden Wintern in Denver als die Luftverschmutzung am stärksten war. Aufgezeichnet wurde die Häufigkeit der Asthmasymptome und Einweisungen ins Krankenhaus, Messungen der Lungenfunktion, Einsatz von Medikamenten und die Anzahl der Infektionen der oberen Atemwege.

Bei der Analyse der Werte von sechs luftverunreinigenden Faktoren wie Feinstaubpartikel, Ozon und Kohlenmonoxyd konnte laut BBC kein Zusammenhang mit der Schwere der Asthmaerkrankung nachgewiesen werden. Höhere Kohlenmonoxydwerte standen in einem unwesentlichen Zusammenhang mit einem erhöhten Medikamentenverbrauch. Die täglichen Symptome standen in einem ähnlich geringen Zusammenhang mit erhöhten Ozonwerten. Verdoppelte ein Atemwegsinfekt die Wahrscheinlichkeit einer Verschlimmerung der Erkrankung, stieg die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Asthmasymptomen um mehr als das Vierfache.
 


 

Frühe Gripperkrankung erhöht Asthmarisiko
Infektionen haben doch keinen positiven Effekt

Eine Grippe in den ersten Lebensjahren kann die Wahrscheinlichkeit einer späteren Erkrankung an Asthma erhöhen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Stanford University http://www.stanford.edu gekommen. Die Ergebnisse von Versuchen mit Mäusen widersprechen der verbreiteten Annahme, dass frühe Infektionen einen positiven Effekt haben. Vielmehr verstärkt laut Nature Immunology http://www.nature.com/ni eine Grippe die allergischen Reaktionen des Körpers. Die genauen Ursachen für das stetige Ansteigen von Asthmaerkrankungen und Allergien in der westlichen Welt sind derzeit noch nicht vollständig erforscht.

Das Team unter der Leitung von Davis Lewis setzte Mäuse einer Grippe aus und ermittelte anschließend die Werte jener Chemikalien, die anzeigten, dass das Immunsystem auf eine Infektion reagierte. Sie erwarteten, dass die Erkrankung zu verringerten Immunreaktionen auf verbreitete allergieverursachende Substanzen führen würde. Anders als erwartet, verstärkte die Grippe die von den Allergenen ausgelösten Asthmasymptome. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Immunzellen und Chemikalien, die als Reaktion auf die Grippe produziert wurden, auch später noch in der Lunge vorhanden waren. Sie dürften in der Folge laut BBC http://www.bbc.co.uk zu einer unerwünschten Verstärkung der Entzündung geführt haben.
 


Das FCKW-Verbot für inhalative Kortikoide
(Monopräparate) wird gemäß der Veröffentlichung des Bundesinstituts
für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vom 06. Dezember 2002 im
Bundesanzeiger zum 31.12.2002 endgültig rechtskräftig. Für über
400.000 Patienten bedeutet dies zum Jahreswechsel die beschlossene
Umstellung auf ein FCKW-freies Asthmapräparat. Wer trotz dieser neuen
Bestimmungen FCKW-haltige Monokortikoid-Sprays weiter produziert oder
vertreibt, verstößt gegen geltendes Recht.
  
   Ärzte und Apotheker gehen heute in der Regel davon aus, dass alle
auf dem deutschen Markt erhältlichen Dosieraerosole FCKW-frei sind.
Doch die tatsächlichen Zahlen überraschen: Über 400.000 Patienten
erhalten immer noch regelmäßig ein FCKW-haltiges Dosieraerosol -
obwohl dies längst nicht mehr notwendig ist. Der Markt ist schon seit
Jahren auf eine Asthmatherapie ohne FCKW vorbereitet. 3M Medica - der
Erfinder des Asthma-Sprays - lancierte bereits 1995 das weltweit
erste FCKW-freie Präparat. Längst stehen für alle FCKW-haltigen
inhalativen Glukokortikoide geeignete FCKW-freie Nachfolger zur
Verfügung und gewährleisten Asthmapatienten eine medizinisch optimale
Versorgung.
  
   Ein leichter Umstieg ist wichtig für Arzt und Patient
  
   Sehr einfach für Patient und Arzt ist der Umstieg auf
Ventolair(R), das FCKW-freie Dosieraerosol von 3M Medica, das genau
so angewendet wird wie FCKW-haltige Dosieraerosole. Das heißt, dass
der Patient mit der gleichen Handhabung und der gewohnten
  
   Atemtechnik sein Medikament einnehmen kann. Für den Wechsel ist
dies ein entscheidender Faktor, denn die Hauptverwender der vom
FCKW-Verbot betroffenen Präparate sind ältere Menschen, denen das
Umsteigen auf eine andere Anwendungstechnik häufig schwer fällt. Vor
allem, wenn auf eine neue Applikationsform umgestellt wird, wie
beispielsweise von einem Dosieraerosol auf einen Pulver-inhalator,
kann dies mit der Verunsicherung der Patienten und einem erheblichen
Schulungsaufwand verbunden sein. Dafür fehlt den niedergelassenen
Ärzten oder Apothekern in der Regel die Zeit.
  
   Ventolair(R) - bestechende Galenik - weniger Kortison
  
   Ein weiterer Vorteil spricht für Ventolair(R): Bei Ventolair(R)
ist es gelungen, das Steroid Beclometason-17,21-Olpropionat (BP) mit
Hilfe des FCKW-freien Treibgases HFA-134a (Hydrofluoralkan) in Lösung
zu bringen. Die neuartige Galenik und technische Verbesserungen
erhöhen die Verteilung des Wirkstoffs in den Atemwegen
(Lungendeposition) und ermöglichen so ohne Wirkverlust eine
Dosis-reduktion im Vergleich zu FCKW-haltigen Sprays. Mit
Ventolair(R) kann der FCKW-Ausstieg daher dazu genutzt werden, die
Kortikoid-Dosis für die Patienten zu reduzieren. Die empfohlene
Äquivalenz-dosierungen für die gängigen Kortikoide sind:
  
                                        Entspricht
  
   1 Hub FCKW-Beclometason 250 (my)g    1 Hub Ventolair(R) 100 (my)g
   1 Hub FCKW-Budesonid    200 (my)g    1 Hub Ventolair(R) 100 (my)g
   1 Hub FCKW-Flunisolid   250 (my)g    1 Hub Ventoalir(R) 100 (my)g
  
   Die Umstellung auf ein anderes Kortikoid - zum Beispiel von
Budesonid auf Beclometason - ist dabei problemlos, die
steroid-haltigen Dosieraerosole sind in ihrer entzündungshemmenden
Wirkung und Verträglichkeit insgesamt vergleichbar.
 


 

Mehr Lebensqualität für Asthmatiker(innen)
OPTIMA-Studie belegt positive Wirkung der inhalativen Medikation
 

Die am Freitag in den USA publizierte OPTIMA Studie (Oxis® and Pulmicort® Turbuhaler® in the Management of Asthma) belegt klare Vorteile der frühzeitigen und kontinuierlichen inhalativen Behandlung auch bei leichtem Asthma. Die Fachwelt war gespannt, ob die positiven Ergebnisse der FACET-Studie (bei mittelschwerem Asthma) auch für leichtere Asthma-Formen gelten würden. Die neue Erfahrung zeigt, dass alle Betroffenen (auch jene mit leichten Symptomen) mit der richtigen Behandlung mehr Lebensqualität erreichen und ein praktisch normales Leben führen können.
 

Die frühzeitige Basisbehandlung von leichten Asthmaformen führt zur Kontrolle der Asthma-Symptome und zur Reduktion des Risikos von schweren Asthma-Anfällen oder Notfall-Behandlungen, wie die Ergebnisse der OPTIMA-Studie (Oxis und Pulmicort Turbuhaler im Management von Asthma) zeigten, welche heute im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht wurden1.
 

Diese Studie, die ein Jahr dauerte, zeigte erstmals bei Patienten mit leichtem Asthma, die vorgängig nicht mit inhalativen Kortikosteroiden behandelt wurden, dass sich mit einer niedrigen Dosis von Pulmicort® (Budesonid) die Häufigkeit schwerer Anfälle und die Anzahl Tage mit ungenügender Kontrolle auf die Hälfte reduzierte.
 

Bei Patienten, die bereits niedrig dosierte Entzündungshemmer (Kortikosteroide) inhalierten, jedoch immer noch Asthma Symptome hatten, brachte die Kombination mit dem rasch- und langwirksamen Beta-Agonisten, Oxis® (Formoterol), deutlich bessere Ergebnisse als die Verdoppelung der Dosierung des Entzündungshemmers. Die Symptome waren signifikant besser kontrolliert und Asthma-Anfälle waren signifikant seltener1.
 

Die FACET-Studie (Formoterol And Cortico-steroids [Budesonid] Establishing Therapy), hat Ähnliches bereits bei mittelschwerem Asthma gezeigt2. OPTIMA hingegen ist die erste Studie, die nachgewiesen hat, dass ein konsequenter Einsatz der Basisbehandlung auch bei Patienten mit leichtem Asthma die Lebensqualität markant verbessert. Die Kombination von Budesonid und Formoterol, die in FACET und OPTIMA studiert wurde, ist heute als Symbicort® verfügbar, die neue kombinierte Inhalation in einem praktischen Inhalationsgeräte, zur vereinfachten Behandlung von Asthma.
 

Überzeugende Beurteilung der Experten
«OPTIMA zeigt wichtige Vorteile für Patienten mit leichtem Asthma. Wir wissen, dass viele dieser Patienten keine oder eine nur suboptimale Behandlung erhalten und daher unter ungenügender Kontrolle der Symptome leiden1,3,4,7» sagte Professor Paul O’Byrne, der Leiter des wissenschaftlichen Kommitees der OPTIMA-Studie und Chef der Division Respiratory Medicine der McMaster University in Hamilton, Ontario, Canada. «Bei vielen dieser Patienten mit leichtem Asthma werden leider in der Praxis die aktuellen Behandlungsempfehlungen5,6 noch nicht wirksam genug umgesetzt».
 

Professor Peter Barnes, der Leiter der Lungenabteilung des National Heart and Lung Institute, London, UK und Co-Autor der OPTIMA-Studie ergänzte: «Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass in bisher unbehandelten Patienten eine bessere Kontrolle des Asthma erreicht werden kann. Basierend auf diesem Nachweis kann der Hausarzt heute bei leichtem Asthma früher und nachhaltiger behandeln. AshmatikerInnen, die Probleme hatten mit der Kontrolle Ihrer Symptome und die unter der Bürde litten3,7, können, wie OPTIMA zeigt, eine bessere Lebensqualität erwarten und zusätzlich die Einschränkung der Lungenfunktion, die zunehmend schlecht behandelbar ist, vermeiden».
 

Ergebnisse der OPTIMA-Studie
An der OPTIMA-Studie nahmen 1’970 PatientInnen mit mildem Asthma aus 17 Ländern teil. Der Grossteil der Patienten (2/3) war mit entzündungshemmenden Kortikosteroid-Inhalationen vorbehandelt. Das Verdoppeln der Dosis des Entzündungshemmers (Budesonid) in dieser Gruppe war klinisch nur wenig wirksam. Die Kombination mit dem atemwegserweiternden Formoterol hingegen reduzierte das Risiko für eine Verschlechterung um 43 Prozent und die Anzahl der unkontrollierten Asthma-Tage um 30 Prozent. In der Kombinationsgruppe verbesserte sich zudem die Lungenfunktion und die Asthma-Symptome waren reduziert. Deutlich geringer war auch der Bedarf an Notfall-Inhalationen von kurzwirkenden Beta-Agonisten.
 

Wie die Placebo Vergleichsgruppe (der Kortikosteroid-naiven Patienten) in dieser Doppelblind-Studie zeigte, ist auch leichtes Asthma mit signifikanter Morbidität verbunden, da ein Drittel der Patienten während der Studienperiode eine schwere Exazerbation erlitt. Das Asthma war in dieser Gruppe während 14 Prozent der Studiendauer schlecht kontrolliert, mit häufigen Symp-tomen wie nächtliches Aufwachen sowie Verbrauch an Notfallmedikationen. Bei diesen Patienten würde normalerweise mildes Asthma diagnostiziert und sie würden häufig keine inhalativen Kortikosteroide erhalten. Die regelmässige Behandlung mit Budesonid war in dieser Patientengruppe hoch effektiv.
 

Alle Behandlungen wurden gut toleriert. Klassenspezifische Nebenwirkungen traten bei weniger als zwei Prozent der Patienten in allen Behandlungsarmen auf. Die ausführlichen Ergebnisse der OPTIMA-Studie finden sie unter http://ajrccm.atsjournals.org/
 


 

Hakenwurm birgt Anti-Asthmapotenzial
Parasitbefall bewirkt Reduktion der pfeifenden Atemgeräusche um die Hälfte
 

Forscher der Universität von Nottingham http://www.nottingham.co.uk und der Universität von Äthiopien haben Beweise dafür gefunden, dass Hakenwürmer eine wesentliche Rolle in der Behandlung von Asthma spielen könnten. Eine Studie an 200 Äthiopiern mit Asthma und 400 Kontrollpersonen hat ergeben, dass sich bei den mit den Parasiten befallenen Asthmatikern die pfeifenden Atemgeräusche um die Hälfte reduzierten. Ein Befall mit Hakenwürmen ist in Ländern wie Äthiopien gewöhnlich. Der Parasit wandert durch den Körper über die Lunge zum Darm. Wie die Forscher im Fachblatt TheLancet http://www.thelancet.com berichten, ist es möglich, dass auch andere Darmparasiten die hochsensiblen Immunreaktionen von Asthmatikern unterdrücken.
 

Für die Studie untersuchten die Forscher Fäkalproben von Testpersonen in Stadtgebieten. In 24 Prozent der Proben waren Hakenwürmer vorhanden. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass das verminderte Risiko des typischen asthmatischen Keuchens in Stadtgebieten zu einem wesentlichen Teil auf den protektiven Schutz des Hakenwurms zurückzuführen ist. Die Gründe sind noch nicht geklärt, so ein Bericht von BBC Online http://news.bbc.co.uk .
 

Der Mensch dient dem Hakenwurm als Wirt. Er bohrt sich durch die Füße und wandert über die Blutgefäße in die Lunge. Dort kann er bis in den Rachenraum vordringen und sich anschließend im Verdauungstrakt ansiedeln. Mit seinen scharfen "Zähnen" bohrt er sich in die Darmwände. Forscher vermuten, dass der Wurm während der Lungenpassage eine Substanz des Körpers verdaut, die für ein funktionsfähiges Immunsystem bedeutend ist. "Der Wurm könnte die allergische Reaktion, die Asthma auslöst, blockieren", vermutet Sarah Scrivener von der Uni Nottingham. Gewisse Arten von Hakenwürmern setzten ein Protein frei, das die Immunantwort dämpft.
 

Die Forscher hoffen durch die Ergebnisse auf die Entwicklung neuer Medikamente zur Asthmakontrolle sowie Auswirkungen auf das Programm zur Bekämpfung der Hakenwürmer. Das Programm läuft in zahlreichen Ländern. Bei Kindern kann der Befall zu kognitiven Störungen und einer Wachstumsretardierung führen. Die Gates Foundation unterstützt die Sabine Vaccine Foundation mit 18 Mio. Dollar. Ziel der Stiftung ist die Entwicklung einer Impfung gegen Hakenwürmer. Forscher befürchten allerdings, dass die Ausrottung des Hakenwurms einen Aufschwung für Asthma, vorwiegend in Stadtgebieten, bedeuten könnte.
 


 

Bedeutung genetischer Faktoren bei Asthma steigt
68 Prozent der Erkrankung auf Gene zurückzuführen
 

Forscher des Instituts für Psychiatrie http://www.iop.ac.uk/IOP/index.stm haben festgestellt, dass genetische Faktoren eine wichtigere Rolle bei der Entstehung von Asthma spielen als bisher angenommen. Die Wissenschaftler bezweifeln nunmehr, dass Umweltbedingungen wie Verschmutzung und Ernährung die Ursache für das Steigen asthmatischer Erkrankungen sind. Die Ergebnisse entstammen von Untersuchungen von 4.910 Zwillingspaaren im Alter von vier Jahren, die 1994 und 1995 in England und Wales geboren wurden. Englischsprachige Länder wie Großbritannien, Neuseeland und Australien sind mit einem Auftreten zwischen 17 und 30 Prozent "Asthma-Spitzenreiter", so ein Bericht der BBC http://news.bbc.co.uk .
 

Die Studie wurde an ein- und zweieiige Zwillinge durchgeführt. Laut Forschern ist die höhere Anfälligkeit für Asthma bei eineiigen (monozygoten) Zwillingen genetisch bedingt. Demnach würden Gene Kinder für die Erkrankung empfindlicher machen. Laut Studie sind zu 68 Prozent genetische Faktoren für Asthma verantwortlich. 13 Prozent entfallen auf umweltbedingte Allergene. Zu 19 Prozent werden andere Umweltfaktoren für die Entwicklung von Asthma verantwortlich gemacht. "Die Ergebnisse zeigen, dass Asthma in hohem Maße vererblich ist, auch bei Kleinkindern, die den selben umweltbedingten Allergenen ausgesetzt sind", interpretiert die Studienleiterin Gesina Koeppen-Schomerus im Fachjournal Archives of Disease and Childhood http://adc.bmjjournals.com . Faktoren wie Ernährung und Luftverschmutzung spielten demzufolge eine viel geringere Rolle.
 

"Es ist bereits bekannt, dass Gene eine wesentliche Rolle in der Entwicklung von Asthma spielen. Ein Asthma-Gen gibt es allerdings nicht", so Koeppen-Schomerus. Vielmehr gebe es eine kombinierte Wirkung verschiedener Gene, die eine Anfälligkeit für Asthma bedingen. Andere Studien räumen genetischen Faktoren nicht diesen wesentlichen Stellenwert in der Entstehung von Asthma ein. Eine aktuelle schwedische Studie, die 140.000 Personen in 22 Ländern einbezog, macht vorrangig Umwelt- und nicht genetische Faktoren für die steigende Asthma-Häufigkeit in englischsprachigen Ländern verantwortlich.
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 18:47:38
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