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Aspirin kämpft auch gegen Viren
US-Labortests bestätigen Wirkung von ASS
 

In Labortests hat der Aspirin-Wirkstoff Acetylsalicylsäure die Fortpflanzung des Cytomegalovirus (HCMV) verhindert. Das berichtet das Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" http://www.pnas.org in seiner jüngsten Ausgabe. Genauere Daten müssen, so das Fachmagazin, aber erst ausgewertet werden.
 

Fast jeder zweite Europäer ist mit HCMV infiziert. In der Regel verläuft die Infektion glimpflich, manchmal ruft der Erreger eine Erkältung oder Herpes an den Genitalien hervor. Sehr gefährlich kann die Infektion aber bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem wie etwa Aidskranken oder Patienten nach einer Transplantation sein. Bei Föten kann HCMV Missbildungen hervorrufen. HCMV benötigt für seine Vermehrung das Hormon Prostaglandin, das unter anderem an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Die Acetylsalicylsäure blockiert dieses Hormon und hindert so das Virus an seiner Vermehrung, berichten Wissenschaftler der Princeton-Universität.
 

Die Wissenschaftler glauben auch, dass ASS sowohl Patienten verabreicht werden kann, die aktiv an HCVM erkrankt sind, als auch jenen, die zur Risikogruppe gehören. Es gebe, so die Wissenschaftler, den Beweis, dass Herztransplations-Patienten, die mit dem Virus infiziert sind, eher an Atherosklerose erkranken als jene, die nicht an der Infektionskrankheit leiden. Die Forscher sind auch der Meinung, dass eine latente HCMV zu Herzerkrankungen führe.
 


 

Tausendsassa Aspirin wirkt Erblindung entgegen
Wirkstoff verzögert Netzhautablösung bei diabeteskranken Hunden
 

Die unter dem Markennamen Aspirin bekannt gewordene Acetylsalicylsäure hat sich bei einer weiteren Erkrankung als hilfreicher Wirkstoff erwiesen. Wie es in einer aktuellen Untersuchung heißt, beugt Aspirin sowie der unbekanntere Wirkstoff Aminoguanidine der Netzhautablösung bei Diabetikern (diabetische Retinopathie) vor. http://diabetes.diabetesjournals.org/current.shtml
 

In einer fünf Jahre dauernden Studie haben zwei amerikanische Forscher die beiden Substanzen an diabeteskranken Hunden erforscht. Wie die Wissenschaftler Timothy S. Kern und Ronald L. Engerman nun in der Fachzeitschrift "Diabetes" http://diabetes.diabetesjournals.org schreiben, haben sie bei den unbehandelten Tieren die bei der fortschreitenden Zuckerkrankheit typischen Netzhautschäden wie Blutungen, Gefäßerweiterungen und andere Läsionen der Retina festgestellt. Bei Hunden, die mit Aminoguanidine behandelt wurden, waren die Läsionen dagegen deutlich gemindert. Aspirin beugte einer Netzhautablösung ebenfalls vor, wenn auch in geringerem Maße.
 

Wie die beiden Substanzen im Detail die Netzhautablösung verzögern, ist den Wissenschaftler noch nicht bekannt. Diabetes führt dazu, dass ein Teil der Netzhautgefäße wegen Stoffwechselstörungen zugrunde geht, während andere Gefäße für Blutbestandteile und Blut durchlässig werden. Dadurch kommt es zu Blutungen und Gefäßwucherungen.


 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 18:47:38
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