Apotheker-Service von REGIO-PRESS /
www.apotheker.or.at
Schabl: Ergänzende Funktion der
ärztlichen Hausapotheken wertvoll und sinnvoll
Bundesregierung aufgefordert, endlich praktikable,
verfassungskonforme Lösungsvorschläge vorzulegen
"Die ergänzende Funktion von Apotheken und ärztlichen Hausapotheken ist vor
allem für ein so ländlich strukturiertes Bundesland wie Niederösterreich
wertvoll und sinnvoll. Es ist ein guter Mix, der vor allem eines garantieren
soll - die bestmögliche Versorgung der niederösterreichischen Patientinnen
und Patienten. Es ist nicht sinnvoll, sich hier öffentlich gegenseitig
Standpunkte ausrichten zu lassen, zumal seitens der Bundesregierung bis
heute ein machbarer, verfassungskonformer Vorschlag zur Neuregelung der
Hausapotheken bei niedergelassenen Ärzten ausständig ist. Eine
Verunsicherung der PatientInnen ist hier strikt zu vermeiden. Im Vordergrund
muss die Versorgungssicherheit stehen", so Niederösterreichs
Gesundheitsreferent Landesrat Emil Schabl zur aktuellen Diskussion um
ärztliche Hausapotheken.

Hausapotheker bleiben bei ihren
Zahlen
Pjeta: "Bedrohungsszenario weitaus umfassender als von
Apothekern dargestellt" - Brettenthaler fordert Einsatz der
Gesundheitspolitik für Hausapotheken
Wien (OTS) - Mit Entschiedenheit ist heute die Österreichische
Ärztekammer (ÖÄK) der Behauptung der Apothekerkammer entgegengetreten, die
Ärzte brächten falsche Zahlen in Umlauf, indem sie betonten, dass durch die
Gründung neuer öffentlicher Apotheken in Folge des VfGH-Urteils 360
Hausapotheken mittelfristig in ihrer Existenz bedroht seien. "Die Annahme
der Apothekerkammer, dass 60 öffentliche Apotheken gegründet werden und
damit 'nur' 130 Hausapotheken in ihrer Existenz vernichtet werden, ist rein
spekulativ. Abgesehen davon bedeutet auch der Verlust von 130 ärztlichen
Hausapotheken für ältere und wenig mobile Patienten einen erheblichen
Rückschlag bei der Versorgung", betonte der Leiter des Hausapothekenreferats
der ÖÄK, Dr. Otto Pjeta in einer Aussendung am Donnerstag. "Die
Apothekerkammer geht bei ihrer Betrachung nur von den wirtschaftlich
besonders lukrativen Standorten aus. Aber niemand kann uns garantieren, dass
öffentliche Apotheken nicht auch an anderen Standorten aufsperren."
Für die hausapothekenführenden Ärzte gebe es daher keinerlei Garantie,
dass nicht doch noch an anderen Standorten öffentliche Apotheken eröffnet
würden. Pjeta: "Daher erleben wir ein weitaus umfassenderes
Bedrohungsszenario als die Apothekerkammer glauben machen will. Ich vermute,
dass die Apothekerkammer mit diesem von ihr herbeibeschworenen Streit
Wahlkampf für ihre nächste Kammerwahl betreibt. Daher wohl diese massive
Klientelpolitik. Die Behauptung, wir boykottierten das VfGH-Erkenntnis ist
an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeder Realität. Es ist die
Apothekerkammer, die kein Jota von ihrem Standpunkt abweicht, statt
gemeinsam ein gutes Ergebnis für die Patienten anzustreben."
Auch der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Reiner
Brettenthaler äußerte "Unverständnis für die Kampftöne", die die
Apothekerkammer in der Sache anschlage. "Es kann sich kein Bürger mit
gesundem Menschenverstand der Erkenntnis verweigern, dass die Hausapotheken
auf dem Land eine zentrale Versorgungsfunktion haben und für gebrechliche
und chronisch kranke Patienten auf Grund der direkten Versorgung mit
Medikamenten durch den Arzt - das heißt sogar auch bei Visiten oder im
Nachtdienst - unverzichtbar sind." Das Argument des umfangreicheren
Warenlagers der öffentlichen Apotheken sei für die Patienten nicht so
entscheidend. Brettenthaler: "Was zählt, ist die Vorrätigkeit der
verordneten Arzneimittel, und diese hat der Hausapotheker auch im Haus." Im
übrigen könnten sich kleine Apotheke auch kein großes Warenlager leisten, so
Brettenthaler. Es werde daher zu Situationen kommen, dass Patienten zweimal
eine Apotheke aufsuchen müssten, weil nicht vorrätige Medikamente erst
bestellt würden. Der ÖÄK-Präsident appellierte abschließend an die
Gesundheitspolitiker und die Bürgermeister der Regionen, sich für den Erhalt
der traditionsreichen und gut funktionierenden Hausapotheken im Sinn der
Patienten einzusetzen.

60 neue Apotheken für Österreich
Verbesserung der Arzneimittelversorgung durch VfGH-Erkenntnis
Wien (OTS) - Der Verfassungsgerichtshof hat die bestehende Regelung zur
Neuerrichtung öffentlicher Apotheken in Gemeinden mit ärztlichen
Hausapotheken als verfassungswidrig aufgehoben. Grundtenor: Öffentliche
Apotheken sind Hausapotheken vorzuziehen. Das Erkenntnis ermöglicht die
Neugründung von rund 60 Apotheken im ländlichen Raum innerhalb der nächsten
Jahre.
Mehr als drei Viertel aller Gemeinden ohne Apotheke
Von den 2358 Gemeinden in Österreich haben 1822 keine eigene Apotheke.
Das bedeutet, dass mehr als drei Viertel aller österreichischen Gemeinden
ohne apothekerlicher Versorgung sind. Die Apothekerschaft setzt sich nun
vehement dafür ein, dass es auch am Land in Zukunft mehr Apotheken geben
soll.
Ärztekammer-Funktionäre boykottieren die Umsetzung des VfGH-Erkenntnisses
"Dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs muss endlich Rechnung
getragen werden," so Dr. Herbert Cabana, Präsident der Österreichischen
Apothekerkammer.
Durch die Gründung von etwa 60 Apotheken müssten rund 130 Ärzte ihren
Arzneimittelverkauf einstellen und nicht wie fälschlicherweise von der
Ärztekammer verbreitet, 360 Ärzte. Sie behauptet, dass die medizinische
Versorgung am Land durch Apothekengründungen gefährdet sei. Doch das
Gegenteil ist der Fall: Eine Gemeinde, in der es neben einem oder mehreren
praktischen Ärzten auch eine öffentliche Apotheke gibt, profitiert von der
umfassenden Arzneimittelversorgung.
Ärztliche Versorgung am Land bleibt in vollem Umfang aufrecht
Cabana: "In allen Gemeinden, in denen eine Apotheke gegründet werden
könnte, betreiben die Landärzte große Ordinationen, von denen sie sehr gut
leben können. Bisher hat noch nie ein Arzt seine Ordination zusperren
müssen, wenn eine Apotheke eröffnet hat."
Großzügige Übergangsfrist für Ärzte
Tatsache ist, dass in jenen Gemeinden, in denen eine Apotheke eröffnet
wird, der oder die Ärzte eine großzügige Übergangsfrist von drei Jahren
haben, bevor sie ihren Arzneimittelverkauf einstellen müssen. Rechnet man
die Verfahrensdauer einer Apotheken-Neugründung dazu, dann beträgt die
Übergangsfrist in der Regel sogar durchschnittlich fünf Jahre. Cabana: "So
lange hat ein Arzt Zeit, sich auf die geänderte Situation einzustellen."
Dazu kommt, dass die neue Apotheke das Warenlager des hausapothekenführenden
Arztes teuer abkaufen muss, so dass dem Arzt auch diesbezüglich kein
Nachteil erwächst.
Vorteile für Gemeinde und Bürger
Einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM zufolge ist
es für 91 Prozent der Österreicher wichtig, dass es in ihrer Gemeinde eine
öffentliche Apotheke gibt.
In den 536 Gemeinden in Österreich, in denen es bereits eine Apotheke
gibt, ist man hochzufrieden. Keine Gemeinde will mehr auf ihre Apotheke
verzichten, zumal die Apotheke neue Arbeitsplätze bringt, die Bedeutung des
Ortes erhöht und die Infrastruktur verbessert.
Eine Apotheke ist gesetzlich dazu verpflichtet, rund ums Jahr offen zu
halten. Das bedeutet, es gibt keine Urlaubssperre. "Vor allem die
kundenfreundlichen Öffnungszeiten, die apothekerliche Beratung und die
Produktvielfalt werden im Vergleich zur ärztlichen Hausapotheke geschätzt.",
so Cabana. Eine Apotheke hat im Durchschnitt 5000 unterschiedliche Produkte
lagernd. Die Apothekerinnen und Apotheker sind ausgebildete
Arzneimittelfachleute, die die Kunden in zahlreichen Gesundheitsfragen
beraten.

Apotheken unterstützen
österreichweite Zeckenimpfaktion
Vergünstigter Impfstoff in den Apotheken bis 31. Juli 2005
Österreich ist reich an Zecken. Die kleinen Parasiten sind hauptsächlich im
Gras, in Sträuchern, in Parks, Gärten und im Wald zu finden. Wer von einem
Zeck "gestochen" wird, läuft Gefahr, an Gehirnhautentzündung zu erkranken.
Soweit muss es nicht kommen: Denn mit der Zeckenschutzimpfung kann einfach
und kostengünstig vorgebeugt werden. Den Impfstoff gibt es bis 31. Juli 2005
zu stark vergünstigten Preisen in allen Apotheken.
Der Impfstoff kostet vergünstigt für Kinder 19,30 EUR und für Erwachsene
EUR 22,50. Das entspricht einer Einsparung von knapp 30 Prozent. Im Rahmen
dieser Impfaktion verzichten die österreichischen Apothekerinnen und
Apotheker auf einen beträchtlichen Teil ihrer Spanne, um die wichtige
Zeckenschutzimpfung zu diesem Sonderpreis anbieten zu können. Je nach
Krankenkasse werden noch Zuschüsse zwischen EUR 3,60 und EUR 15 geleistet.
Auf Grund der Zeckenhäufigkeit sollte sich jeder in Österreich impfen
lassen. "Wir bieten den FSME-Impfstoff zu einem derart günstigen Preis an,
weil uns die Gesundheit der Menschen am Herzen liegt. Durch diese einfache
Impfung wird Leben gerettet", so Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der
Österreichischen Apothekerkammer. Für die Grundimmunisierung lautet das
Schema: Die erste Impfung möglichst noch in der kalten Jahreszeit. Die
zweite Impfung sollte einen Monat danach erfolgen, die dritte Impfung ein
Jahr darauf. Die Schutzdauer beträgt fünf Jahre.

Apotheker am rauchfreien Opernball
Zwei Apothekerinnen betreuen Raucher am Servicestützpunkt
Die Initiatoren des Wiener Opernballs haben beschlossen, Österreichs
bedeutendstes Ballereignis größtenteils zur Nichtraucher-Zone zu erklären.
Die österreichischen Apothekerinnen und Apotheker spielen dabei eine
entscheidende Rolle: Damit rauchende Gäste den Ball trotz Rauchverbot
genießen können, baut die Österreichische Apothekerkammer vor Ort einen
Servicestützpunkt für Raucher auf. Fachkundige Apothekerinnen betreuen an
diesem Stand Gäste, die einen Nikotin-Inhalator ausprobieren möchten. Die
Inhalatoren werden von der Firma Pfizer kostenlos zur Verfügung gestellt.
"Wir Apotheker haben langjährige Erfahrung in der Raucherentwöhnung.
Viele Raucher sind auf Grund unserer individuellen Beratung bereits
erfolgreich zu Nichtrauchern geworden" unterstreicht Mag.pharm. Max Wellan,
Vizepräsident der Apothekerkammer Wien.
Laut Gesundheitsorganisation WHO zählt Tabaksucht zu einer der schwersten
Suchtkrankheiten, die mit Entzugssymptomen verbunden ist. Besteht nun
Rauchverbot bei gesellschaftlichen Anlässen, kann das für Raucher nicht nur
den Verzicht auf ihr gewohntes Hand-zu-Mund-Ritual bedeuten, sondern auch
beträchtliche Entzugssymptome hervorrufen. Auf Grund seiner
Darreichungsform, die dem Hand-zu-Mund-Ritual am ähnlichsten ist, eignet
sich der Inhalator besonders gut für eine abstinente Ballnacht. Der
Nikotin-Inhalator ist in Apotheken erhältlich.

Apotheken in Osteuropa im "Konsument"-Preisvergleich
Während sich heimische Apotheken noch gegen den Verkauf von
rezeptfreien Medikamenten in Drogerieketten wehren, gibt`s längst viele
Präparate im Internet deutlich günstiger. Doch für manchen ist
Online-Shopping zu unsicher. Das Verbrauchermagazin "Konsument" ist deshalb
der Frage nachgegangen, ob ein Medikamentenkauf bei den östlichen Nachbarn
billiger kommt. Die "Konsument"-Tester waren in Apotheken in Brünn,
Bratislava und Sopron unterwegs, erhoben wurden die Preise von rezeptfreien
und rezeptpflichtigen Präparaten sowie von einem Kosmetikprodukt. Fazit:
Große Preisunterschiede zwischen heimischen und ausländischen Medikamenten.
Aber: Im Gegensatz zu Österreich variieren die Preise im Ausland auch
untereinander.
Die Tester haben jeweils drei Apotheken in Sopron (Ungarn), Bratislava
(Slowakei) und Brünn (Tschechien) aufgesucht und die Preise gängiger -
rezeptpflichtiger und -freier - Medikamente sowie eines Kosmetikproduktes
erhoben. "Konsument": Nicht alle hierzulande gebräuchlichen Arzneimittel
gibt es auch in anderen Ländern. Häufig finden sich Produkte mit ähnlicher
Wirkstoffzusammensetzung unter anderem Namen. In solchen Fällen rät
"Konsument": Am besten die heimische Verpackung mitnehmen, damit der
Apotheker das passende Präparat findet.
Eindeutiges Ergebnis des "Konsument"-Preisvergleiches: Mit einer einzigen
Ausnahme sind alle erhobenen Medikamente im Osten wesentlich preiswerter als
in heimischen Apotheken. Aber: Im Gegensatz zu Österreich variieren die
Preise auch untereinander. Am häufigsten und auch am stärksten differierten
die Preise in den drei Brünner Apotheken.
Um bis zu 73 Prozent gibt's die Arzneimittel - gemessen am jeweils
niedrigsten Preis im Ausland - bei den östlichen Nachbarn billiger, wie etwa
die "Livostin Augentropfen" in Brünn. Rund die Hälfte weniger zahlen
Konsumenten beim Kauf von rezeptfreien Präparaten wie Aspirin C oder Nasivin.
Sopron ist generell am günstigsten, am geringsten fallen die
Preisunterschiede in Bratislava aus. Aber nicht immer sind Arzneimittel im
Osten billiger. So hat Österreich beim Durchfallmittel "Imodium" und beim
Kosmetikprodukt von Vichy die Nase vorn - dicht gefolgt von Ungarn.
"Konsument" rät: Auch im Ausland keine Medikamente ohne Beratung durch
Arzt oder Apotheker kaufen. Nur zu Produkten greifen, deren Wirkungen und
Nebenwirkungen bekannt sind.
Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln wurde fast durchwegs ein Rezept
verlangt - und auch akzeptiert. In vielen Apotheken kann man sich auf
Deutsch gut verständigen, auf Wunsch gibt es auch Beratung. Ebenfalls kein
Problem: Das Bezahlen mit Kreditkarten.
Wer als Konsument in anderen EU-Staaten mit Problemen konfrontiert ist,
kann sich unter 0810/810 225 oder unter
www.europakonsument.at
an die Europäische Verbraucherberatung wenden.
Wie viel man bei den einzelnen Präparaten einsparen kann, erfahren Leser
in der bereits erschienenen Jänner-Ausgabe des Verbrauchermagazins
"Konsument". Alle Details gibt`s auch unter
www.konsument.at.

Beratung in Apotheken:
Mehr schlecht als recht
DieMucha: Apothekenkammer kritisiert
Apothekentest, ohne genaue Kenntnis der Ergebnisse
"Die heimischen Apotheken werben mit der Qualität
der persönlichen Beratung, ihre eigenen Ansprüche erfüllen sie aber
offensichtlich nicht", sagt Verlegerin und Konsumentenschützerin
Barbara Mucha zu den Vorwürfen von Mag.pharm. Max Wellan,
Vizepräsident der Wiener Apothekerkammer. Dieser hat den "DieMucha
Apothekentest", welcher auf falsche Beratung und schnelle
Abfertigung der Kunden aufmerksam macht, kritisiert und an seiner
Aussagekraft gezweifelt.
"Bedauerlich, wenn von der Apothekerkammer verkündet wird, dass pro
Beratungsgespräch vier bis zehn Minuten aufgewendet werden und es
tatsächlich im Durchschnitt nur 1,8 Minuten sind", so Barbara Mucha.
Noch bedenklicher wird die Aussage von Apotheker Wellan eingestuft,
wonach ein Testkäufer, der vorgibt von Depressionen betroffen zu
sein, nicht authentisch reagiere. Denn, so Wellan, "die
Differenzierung leichter Stimmungsschwankungen - die gut und vor
allem patientenfreundlich mit pflanzlichen Präparaten zu behandeln
sind - gegenüber schweren Depressionen, die unbedingt zum Facharzt
gehören sind für einen Testkäufer extrem schwierig zu simulieren."
"Offensichtlich verfügen die getesteten Apotheker über die Gabe, in
Sekundenschnelle darüber entscheiden zu können, welcher depressive
Mensch zum Arzt gehört und welcher mit Medikamenten besser beraten
ist. Die Zahl der Erkrankungen und Selbstmorde in Österreich
sprechen aber eine andere Sprache", meint Barbara Mucha.
Die Apotheken-Überprüfungen folgten immer dem gleichen Ablauf: Das
Verkaufspersonal wurde mit der Tatsache konfrontiert, dass der
Tester unter Depressionen leidet und medikamentöse Hilfe benötigt.
In 14 von 20 Apotheken wurden keine detaillierten Fragen gestellt,
die Aufschluss über die Schwere der Depression hätte geben können.
In sechs Apotheken wurde vorbildlich gehandelt, kein Medikament
verkauft und eine Abklärung durch den Neurologen empfohlen.
Auch die Frage, warum die Tester nur in drei Apotheken über die
bedenklichen Neben- und Wechselwirkungen der angebotenen Medikamente
aufgeklärt wurden, ist noch nicht beantwortet.
Anscheinend hält die Apothekerkammer zwanzig überprüfte Apotheken in
20. Wiener Bezirken für nicht aussagekräftig genug. Doch nur
anonyme, unangekündigte Tests spiegeln die Realität wieder. Bereits
vor zwei Jahren testete die AK zwanzig Wiener Apotheken - auch
damals wurde Beratung kleingeschrieben. Hat man daraus nichts
gelernt?
"Die Verantwortlichern in der Apothekerkammer sollten sich die
Testergebnisse genau ansehen, bevor sie Schlüsse ziehen. Da unser
Magazin Signora erst am 3. November erscheint, kennen sie die
Inhalte noch nicht. Ich halte die Aussagen von Mag. Wellan deshalb
für übereilt. Dass er selbst Mystery-Shopping-Aktivitäten in Bezug
auf das Thema Beratung bei Psychopharmaka durchführen will, zeigt
deutlich, dass sehr wohl Schwachstellen vermutet werden. Hier geht
es doch nicht darum, Tatsachen mit einem Gegenangriff zu
beantworten, sondern im Sinn der Konsumenten zu handeln. Deshalb
testen wir seit vergangener Woche bereits Apotheken in ganz
Österreich", so Barbara Mucha.
|

Kleinere
Tablettenpackungen reduzieren Suizidrate
Initiative der britischen Regierung gegen
Selbstmord erfolgreich
Der Verkauf von Schmerzmitteln in kleineren
Packungsgrößen hat die Suizidrate durch eine Überdosis drastisch
reduziert. In Großbritannien wurde 1998 ein Gesetz verabschiedet,
das die Packungsgrößen von bestimmten Tabletten limitierte. Forscher
von der Universität von Oxford
http://www.ox.ac.uk/ haben Selbstmorde mittels Schmerzmitteln
zwischen 1993 und 2003 untersucht und sind zu dem Schluss gekommen,
dass 25 Prozent weniger Menschen in den drei Jahren nach 1998 fatale
Aspirin- und Paracetamol-Überdosen einnahmen. Das berichtet die BBC
http://news.bbc.co.uk .
Weiters haben die Wissenschaftler aus Oxford herausgefunden, dass
auch die Zahl an eingenommenen Tabletten bei nicht-tödlichen
Überdosen gesunken war. In der Folge nahmen auch die
Lebertransplantationen aufgrund von Paracetamol-Vergiftungen um 30
Prozent ab. Die Forscher analysierten Suizidraten und nicht-tödliche
Überdosen mit Paracetamol, Salicylat (Aspirin) und Ibuprofen in
Großbritannien. Während Überdosen durch Paracetamol und Salicylat,
die beide von dem Gesetz abgedeckt werden, gesunken sind, blieb die
Rate bei Ibuprofen, das in der Gesetzgebung nicht berücksichtigt
wurde, gleich. Die Forscher argumentieren, dass kleinere
Packungsgrößen zwar niemanden davon abhalten, mehrere Packungen von
verschiedenen Händlern zu kaufen, doch die meisten Überdosen
passieren impulsiv. Sie hoffen, dass ihre Ergebnisse dazu beitragen,
die Packungsgrößen noch weiter zu reduzieren.
Marjorie Wallace, Geschäftsführerin des Wohlfahrtsverbandes für
mentale Gesundheit "SANE", sagte: "Wir freuen uns, dass eine
Initiative der Regierung, um die Suizidraten zu senken, scheinbar
sehr erfolgreich war." Trotzdem dürfe man nicht vergessen, dass eine
Medikamentenüberdosis nur einer der Wege ist, sich das Leben zu
nehmen. Die verbreitetste Suizidmethode bei jungen Männern ist
Erhängen. |

Komplexe
Medikamentennamen verwirren Apotheker
Ähnlichkeit der Verpackungen führt zu
Fehl-Medikation
Das komplexe Erscheinungsbild von
Medikamentennamen kann Patienten gefährden, behaupten
Wissenschaftler. Experten auf dem Gebiet der Blickbewegung sagen,
dass komplexe Wörter und Designs auf verschreibungspflichtigen
Medikamenten sowohl Apotheker als auch Konsumenten in die Irre
führen können. Das Applied Vision Research Institut an der
Universität von Derby
http://www.derby.ac.uk/ kommt zu dem Schluss, dass ein Viertel
aller Fehler bei der Medikation von einer verwirrenden Beschriftung
verursacht werden.
Die Forscher stellten das Verständnis fest, das Freiwillige von der
medizinischen Verpackung hatten, nachdem ihnen eine Dia-Serie
gezeigt wurde. Die Blickbewegungen der Probanden wurden während der
Dia-Vorführung genau überwacht. Dann füllten die Freiwilligen
Fragebögen aus, die Diskrepanzen zwischen dem, was die Testpersonen
verstanden, und der Information, die auf der Verpackung gezeigt
wurde, aufdeckten. Institutsdirektor Alastair Gale sagte, Fehler,
die auf verwirrende Aufschriften zurückzuführen sind, könnten
ernsthafte Folgen haben, wenn das falsche Medikament oder eine
andere Dosis eingenommen werden.
"Viele Tabletten haben ungewöhnliche Namen, die sich verwirrend
ähneln können", so Gale. Außerdem können die Verpackungen
Ähnlichkeit in Form und Farbe aufweisen, was den Apotheker, der die
Packung aus dem Regal auswählt, ablenken könnte, ebenso wie den
Konsumenten. Deshalb ruft Gale die Industrie und den öffentlichen
Gesundheitsdienst auf, ein einfacheres System zu kreieren. Ein
Sprecher der britischen Pharmazeutischen Industrie
http://www.abpi.org.uk/ hat die Kritik als unfair bezeichnet.
Medikamentennamen basierten auf den klinischen Eigenschaften der
Medizin. "Sie werden nicht vermarktet wie im Freihandel erhältliche
Medikation." Die Präparate würden von Hausärzten verschrieben und
von Apothekern ausgegeben. Diese sollten keine Fehler machen, da sie
ja dementsprechend ausgebildet wurden. |

Neu in 150 Apotheken: Jetzt kommt der
Arzneimittel-Sicherheitsgurt!
Mit der Initiative "APo.k." starten jetzt 150 Apotheken aus Wien und
NÖ ein europaweit einzigartiges Gesundheitsservice: Sie bieten ab 11.
Oktober den "Arzneimittel-Sicherheitsgurt" an. Aktuelle wissenschaftliche
Studien zeigen: Nur 50 % der Menschen setzen ihre Therapie erfolgreich um!
Es geht dabei um optimale Sicherheit und Wirksamkeit der Medikamente. Der
"Arzneimittel-Sicherheitsgurt" ist für alle gedacht, die selbst Medikamente
einnehmen, für Kinder verantwortlich sind oder Verwandte pflegen.
Der "Arzneimittel-Sicherheitsgurt" funktioniert einfach: Alle
Medikamente, die ein Patient verschrieben bekommt oder privat kauft, werden
gespeichert. Mit diesen Informationen kann erstmals ein persönliches
Medikamentenprofil erstellt werden. Die Wechselwirkungen dieses
Medikamenten-Mixes werden laufend durch die neue Sicherheits-Software
geprüft. Der Apotheker kann sofort beraten und warnen!
Stolz sind die 150 Initiativ-Apotheken darauf, dass sie mit dem
"Arzneimittel-Sicherheitsgurt" ein europaweit einzigartiges Patientenservice
anbieten.
Auch die Ministerin legt den "Arzneimittel-Sicherheitsgurt" an!
Die unterstützenden Organisationen: Gesundheitsministerium,
Wirtschaftskammer, Hauptverband der Sozialversicherungsträger,
Österreichische Apothekerkammer und auch der Pharmaindustrielle Kwizda sowie
die Uniqa-Versicherung. Die Gesundheitsministerin möchte den
"Arzneimittel-Sicherheitsgurt" ebenfalls unterstützen: "Der
Arzneimittel-Sicherheitsgurt ist eine sinnvolle und zeitgemäße
Dienstleistung. Erst das Wissen über Eigenschaften und Wirkungsweise der
eigenen Medikamente ermöglicht es, ihre Wirkungsweise optimal einzusetzen.
Gerade für Frauen, die oft für die ganze Familie die "Gesundheitsmanagerin"
sind, ist der Sicherheitsgurt eine wichtige Hilfe. In diesem Sinne
gratuliere ich den Apotheker/innen zu diesem Projekt und wünsche viel
Erfolg."
Aktuelle Informationen zum Projekt und zur nächstgelegenen
Projekt-Apotheke unter
www.apok.at und am "APo.k.".-Servicetelefon 01 / 982 00 48.

Deutscher Apothekertag: Apotheker
beraten über Weiterentwicklung des Berufstands
Zukunftsgerichtete und sichere Arzneimittelversorgung in Europa -
darüber beraten Apotheker auf dem Deutschen Apothekertag unter dem Motto:
"Apotheke und Arzneimittel - nah und sicher". Er findet in diesem Jahr vom
29. Sept. bis zum 1. Okt. in München statt, parallel dazu läuft die
europäische Fachmesse Expopharm. Insgesamt werden über 20.000 Besucher
erwartet, davon alleine 12.000 Apotheker.
Der Deutsche Apothekertag ist die Hauptversammlung der Apothekerinnen und
Apotheker. Die Delegierten diskutieren über die zukünftige Ausrichtung und
damit verbundene Chancen ihres Berufes. Es geht unter anderem um die
Weiterentwicklung der Beratungsfunktion des Apothekers, die besonders im
Bereich der Selbstmedikation und der Prävention gefordert ist. Auch die
Beteiligung der Apotheker an neuen Versorgungsformen wie z.B. der
Integrierten Versorgung und Disease-Management-Programmen wird thematisiert.
Außerdem werden die EU-Regelungen zur Arzneimittelversorgung und
Liberalisierung, auch vor dem Hintergrund der EU-Osterweiterung diskutiert.
Eine besonderes Interesse haben die Apothekern an der Vermeidung von
Arzneimittelfälschungen und einer sicheren Arzneimittelversorgung. Besonders
im Versandhandel lauern Gefahren:
Nach Schätzungen der WHO ist jedes 10. Arzneimittel, das über das Internet
bezogen wird, eine Fälschung. Daher stehen diese Themen ebenfalls auf der
Tagesordung.

Studie über Wahrheitsgehalt von
Pharma-Broschüren: Einseitig verzerrt...
Eine aktuelle deutsche Studie über den Wahrheitsgehalt von Broschüren
der Pharma-Industrie hat in der Fachwelt für großes Aufsehen gesorgt. Das
Ergebnis: 92 Prozent der in der Stichprobe untersuchten medizinischen Aussagen
sind "nicht durch valide wissenschaftliche Untersuchungen belegt". Die
Süddeutsche Zeitung empfiehlt Ärzten, die Pharma-Broschüren in den Papierkorb
zu werfen.
Im vergangenen Juni haben Wissenschaftler des Kölner Instituts für
evidenzbasierte Medizin insgesamt 43 niedergelassene Ärzte gebeten, alle per
Post zugesandten oder von Vertretern überreichten Broschüren von Pharmafirmen
zu sammeln. Die Wissenschaftler werteten dann alle medizinischen Aussagen aus,
die sie in den zumeist bunt und aufwändig gestalteten Prospekten gefunden
hatten.
Das Ergebnis der Studie, die im unabhängigen "arznei-telegramm"
veröffentlicht wurde, spricht nicht sehr für die Wahrhaftigkeit der
Marketing-Abteilungen in der Pharma-Wirtschaft. 58 Prozent der Aussagen wurden
überhaupt nicht durch Quellenangaben belegt. Bei weiteren 34 Prozent der
medizinischen Aussagen wurden zwar Quellen genannt, doch stimmten die Aussagen
nicht mit den Quellen überein. Lediglich acht Prozent der Aussagen waren mit
Quellenangaben auf Studien korrekt belegt.
Die Liste der Fehler in den Pharma-Prospekten ist lang: Unter anderem
erwähnt die Kölner Studie Verharmlosung von Nebenwirkungen, Ausweitung des
Indikationsgebietes durch falsche Beschreibung der untersuchten
Patientengruppe, Verschweigen von wesentlichen Studienergebnissen,
Übertreibung des therapeutischen Effektes und Manipulation der Risiken. So
kommen Autoren zur Schlussfolgerung:
"Die Beschreibung der Sicherheit und Wirksamkeit der pharmakologischen
Produkte kann auf diese Weise einseitig verzerrt und die medizinische Qualität
und Wirtschaftlichkeit der ärztlichen Verschreibungspraxis wesentlich
beeinträchtigt werden." Die für ihre Seriosität bekannte "Süddeutsche Zeitung"
meint, dass unter diesen Umständen die Altpapier-Tonne zu den wichtigsten
Ausrüstungsgegenständen in Arzt-Praxen werde. Die Mediziner täten gut daran,
die Pharma-Broschüren ungelesen ins Altpapier zu entsorgen und auch nicht für
Patienten als Lektüre aufzulegen.

Webauftritt von Apotheken häufig selbst gebastelt
44 Prozent der Apotheker wollen Schulungsprogramm
Obwohl 93 Prozent der online befragten Apotheken mit Internet-Zugang von
der zukünftigen Bedeutung des Internet überzeugt sind, haben derzeit erst rund
acht Prozent einen eigenen Internet-Auftritt - zum Großteil "selbst
gebastelt". Zu diesem Ergebnis kommt eine ASKonhealth-Umfrage
http://www.askonhealth.at,
die von Nagy´s i@m solution
http://www.immer.at und Datagain durchgeführt wurde. Via E-Mail und
Bannerschaltungen auf medizinischen Internetplattformen wurde die
Online-Umfrage den Apothekern präsentiert. Von den 410 Internet-Apotheken
haben 164 (rund 40 Prozent) an dieser Online-Marktforschung teilgenommen.
69 Prozent der Befragten haben sowohl am Arbeitsplatz als auch zu Hause
einen Internet-Zugang. 16 Prozent sind nur in der Apotheke und zehn Prozent
ausschließlich zu Hause online. Etwa drei Viertel nutzen das Internet täglich
und immerhin 18 Prozent mehrmals pro Woche. Beruflich wird das Web vor allem
für medizinische Recherchen (86 Prozent), Produktinformationen (72 Prozent)
medizinische Portale (61 Prozent) und Pharmasites (55 Prozent) genutzt. Privat
bevorzugen Apotheker das Web für Informationen (89 Prozent), Nachrichten (63
Prozent), Produktinformationen (39 Prozent), Unterhaltung (39 Prozent) und
Net-Banking (sechs Prozent).
55 Prozent der Teilnehmer haben einen eigenen Internet-Auftritt, der zu 41
Prozent selbst "gebastelt" oder von Familienmitgliedern programmiert wurde -
weshalb 53 Prozent auch weniger als 1.500 Euro dafür ausgegeben haben.
Generell sind die Erfahrungen der Apotheker mit dem Internet sehr gut (27
Prozent) oder gut (21 Prozent), kaum Erfahrung damit haben 29 Prozent. Groß
ist der Schulungsbedarf (44 Prozent): das richtige Suchen und Finden im WWW
sowie die Erstellung der eigenen Website sind die gewünschten Themen. Für eine
kompetente Internetschulung würden sich 44 Prozent der Apotheker zwei Tage
Zeit nehmen.
Derzeit wird das Internet von Apotheken als Marketinginstrument kaum
genutzt, dabei gäbe es nach Ansicht des Marktforschungsinstituts im Rahmen des
Erlaubten umfangreiche Einsatzbereiche: Praktische Infos über Öffnungszeiten,
Nachtdienste, Gesundheits- und Arzneimittelinformationen, Informationen über
Eigenprodukte, Links zu Ärzten und medizinischen Websites sowie Hilfestellung
in Notfällen. Anfang 2002 erscheinen diese und weitere Infos in Buchformat
unter dem Titel "Internet in der Apotheke".

Viele Apotheken bieten Möglichkeit zur Blutzuckermessung an
14. November - ist Weltdiabetestag
Anlässlich des morgigen Weltdiabetestages am 14. November weist die
Österreichische Apothekerkammer auf das Angebot vieler Apotheken hin, mit
Geräten zur Selbstmessung den Blutzuckerwert zu bestimmen . Dieses "Vorscreening",
wie es von den Apothekern genannt wird - es beinhaltet auch die Messung der
Cholesterinwerte, des Blutdruckes und des Gewichtes - soll bei Werten die
nicht der Norm entsprechen eine Motivation sein, sofort zur viel umfassenderen
Vorsorgeuntersuchung beim Arzt zu gehen, wobei die jährliche
Vorsorgeuntersuchung grundsätzlich empfohlen ist.
Die Messung der Blutzuckerwerte funktioniert ganz einfach: Nach einem Stich in
den Finger, bei dem ein Tropfen Blut entnommen wird, bestimmen moderne Geräte
den Blutzuckerwert. In nur wenigen Minuten liegt das Ergebnis vor. Viele
Apotheken verfügen bereits über diese Geräte, mit denen jeder selbst, unter
Anleitung der Apotheker, die Blutwerte für Zucker und Cholesterin bestimmen
kann.
Der Weltdiabetestag wird am Geburtstag von Sir Frederic Grant Banting (1891 -
1941, Nobelpreis für Medizin 1923) begangen. Banting hat 1921 gemeinsam mit
Charles Herbert Best das Insulin entdeckt und die entsprechende Therapie
eingeführt. Dieses Jahr steht der Weltdiabetestag unter dem Motto "Diabetes -
die große Gefahr für Herz und Kreislauf".
Zur Zeit gibt es weltweit mehr als 150 Millionen Diabetiker. Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass diese Zahl bis zum Jahr
2025 auf 300 Millionen ansteigen wird. Dieser Anstieg ist bedingt durch das
Bevölkerungswachstum, das Älterwerden der Bevölkerung, die Verstädterung, die
ungesunden Ernährungsgewohnheiten und Folge der sitzenden Lebensführung. In
Österreich sind etwa 400.000 Diabetiker bereits in ärztlicher Behandlung. Die
Dunkelziffer liegt jedoch viel höher. Jeder Zehnte - so schätzen Experten -
ist an Diabetes erkrankt. Nur - viele wissen noch nicht, dass sie einen zu
hohen Blutzuckerspiegel haben. Dabei ist Diabetes mellitus eine der
wesentlichen Ursachen für Herz- Kreislauf-Erkrankungen, ein großer Teil der
Herzinfarkte und Schlaganfälle ist letztlich auf einen gestörten
Zuckerstoffwechsel zurückzuführen.
Von Diabetes mellitus spricht man, wenn der Körper kein Insulin mehr
produziert - oder nicht genug Insulin - oder wenn er nicht in der Lage ist,
das produzierte Insulin effektiv zu nutzen. Ohne Insulin kann der Körper aus
der Nahrung nicht die Energie gewinnen, die er braucht. Die Nahrung wird
nämlich größtenteils in Glukose verwandelt, eine Form von Zu-cker. Insulin
verhilft der Glukose zur Energieversorgung in die Körperzellen zu kommen.
Oh-ne Insulin staut sich die Glukose - anstelle in die Zellen zu gelangen - im
Blutstrom auf .
Es gibt zwei Hauptformen des Diabetes:
TYP 1-DIABETES Dieser Diabetes wurde früher der insulin-pflichtige oder
juvenile Diabetes genannt. Typ1-Diabetes entsteht dann, wenn sehr wenig oder
gar kein Insulin gebildet wird. In diesem Fall muss Insulin injiziert werden.
Typ 1-Diabetes entwickelt sich hauptsächlich bei Kindern and Jugendlichen,
wird aber auch bei Erwachsenen gefunden. Ungefähr 10 % aller Diabetiker
lei-den unter Typ 1-Diabetes. TYP 2-DIABETES Der früher nicht-insulinpflichtig
oder "Altersdiabetes" genannte Typ 2-Diabetes entsteht, wenn der Körper nicht
in der Lage ist, genügend Insulin zu produzieren um seinen Bedarf zu decken
oder wenn er das Insulin, das regelrecht produziert wurde nicht verwerten
kann. Dieser Zustand kann durch Diät, orale Medikamente und regelmäßige
körperliche Aktivität beherrscht werden. Typ 2-Diabetes kommt hauptsächlich
bei Erwachsenen vor, wird aber auch bei jungen Leuten immer häufiger.
Typ 2-Diabetes ist die weitaus häufigste Diabetesform und steht für ca. 90 %
aller Fälle. Der Typ 2-Diabetes entwickelt sich oft schleichend und über Jahre
hinweg unbemerkt. Bei der Hälfte aller Menschen mit Diabetes treten gar keine
Beschwerden auf. Wird Diabetes nicht behandelt, kann es zu schwerwiegenden
Folgeschäden kommen. In drei von vier Fällen sind es die Symptome der
Folgeerkrankungen, die den Anlass für einen Arztbesuch geben, bei dem dann die
Diagnose Diabetes gestellt wird.
An einen Diabetes-Check sollte man denken, wenn einer oder mehrere der
folgenden Punk-te zutreffen:
· Bluthochdruck und/oder Fettstoffwechselstörungen
· Alter über 50 Jahre
· Sehstörungen, die ihre Ursache in Veränderungen des
Augenhintergrundes haben · Empfindungsstörungen in den Beinen
· Impotenz
· übermäßiger Durst und häufiges Wasserlassen
· Infektionsneigung der Haut und Wundheilungsstörungen
Bei einem Gesunden liegt der Blutzucker, in nüchternem Zustand gemessen, im
Bereich von 55 bis max. 115 mg/dl. Bei unzureichender Insulinproduktion oder
fehlender Wirksamkeit des Insulins kann der Blut-zuckerspiegel auf bis zu 800
mg/dl ansteigen. Überschreiten die Werte ungefähr 180 mg/dl, versucht der
Körper den Blutzucker mit dem Urin auszuscheiden. "Diabetes mellitus (lat.
honigsüßer Durchfluss) bedeutet nichts anderes als Zucker im Urin. Auf den
vermehrten Harndrang mit dem verbundenen Flüssigkeitsverlust reagiert der
Körper mit einem starken Durstgefühl.
Durch den verstärkten Ausscheidungsprozess gehen auch die Nährstoffe, die die
Zellen mit Energie versorgen, verloren. Leistungsabfall und Müdigkeit sind die
Folge. Der Zellstoffwech-sel zapft nun andere Vorräte an. Zuerst Glykogen,
danach das körpereigene Fettdepot. Beim Fettabbau entstehen als
Stoffwechselprodukte Ketonkörper (Aceton). Diese verursachen ei-ne
Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose) und den typischen Acetongeruch.
Daher ist besonders für Risikogruppen, wie Menschen mit Übergewicht, eine
Vorsorge und eine regelmäßige Kontrolle ihrer Blutzuckerwerte sehr wichtig.
Eine entsprechende Umstel-lung des Lebensstils mit mehr Bewegung und bewusster
Ernährung hilft die Gesundheit mög- lichst lange zu erhalten. Wenn die
Lebensgewohnheiten in diesem Sinne geändert werden, sinkt das Risiko an
Diabetes zu erkranken bereits um über 50 %.

Apotheken bieten 24-Stunden-Servicedienst online
pharmacy-point.at versorgt Konsumenten mit
Arzneimittel-Infos
Österreichs Pharmagroßhändler, die Herba Chemosan Apotheker-AG und
Österreichs Apotheken haben Informationen über rezeptfreie Arzneimittel online
gestellt. Unter
http://www.pharmacy-point.at soll Konsumenten nichts versprochen, sondern
fachlich geprüfte Angaben aus Apothekerhand gegeben werden, heißt es in einer
Aussendung.
"Mit www.pharmacy-point.at wird dem Konsument eine zuverlässige
Informationsquelle über Apotheken, deren Dienstleistungen sowie über
rezeptfreie Arzneimittel erschlossen. Unter diesem Apothekenportal finden
Konsumenten Informationen, die durch Experten geprüft wurden", so Wolfgang
Mähr, Vorsitzender des Herba-Chemosan-Vorstandes. Von virtuellen
Schein-Apotheken und einem Versandhandel hält Mähr allerdings nichts. Dies
bringe für den Verbraucher zu viele Risiken und Unsicherheiten mit sich. Die
negativen Erfahrungen reichen von unseriösen Online-Ärzten, Abbuchen von Geld
ohne Lieferung der Ware, Falschinformation über beworbene Medikamente bis hin
zu Beipackzetteln in chinesischer Schrift, so das Ergebnis einer Studie des
Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheit (ÖBIG).
Mittels der Website kann sich der Konsument im Internet vorinformieren und
umfangreiche Auskünfte über die für ihn in Frage kommenden Arzneimittel
abrufen. Auf Mausklick können die gewünschten Serviceleistungen und Angebote
der Apotheke ausfindig gemacht werden. Durch die Verbindung mit dem
Apothekenkatalog-online stehen dem Kunden zudem ausführliche
Produktbeschreibungen inklusive Preisangaben zur Verfügung. Zudem ermittelt
ein Suchtool den schnellsten Weg zu einer Apotheke in der Nähe des
Konsumenten.

Triamun präsentiert Netzwerk für Ärzte und Apotheker
Elektronisches Rezept befindet sich bereits im Test
Das Start Up-Unternehmen Triamun http://www.triamun.ch
hat heute Dienstag ihre Online-Soft- und Netzwerklösung vorgestellt, welche
alle betrieblichen Prozesse für Ärzte und Apotheker gestalten soll. Zur Zeit
wird schon "Triamun-Prescription", ein elektronisches Rezept, von
einigen Ärzten und Apotheken getestet.
Die Online-Software- und Netzwerklösung von Triamun soll im Endausbau zu
einer Internet-Plattform für alle Leistungserbringer im Schweizer
Gesundheitswesen werden. Zur Zeit steht den Ärzten und Apotheken "Triamun
Prescripton" testweise zur Verfügung. Damit kann ein Arzt ein
elektronisches Rezept ausstellen und dieses online der vom Patienten gewünschten
Apotheke zustellen. "Triamun Practice" für Ärzte und "Triamun
Pharmacy" für Apotheken werden diesen Herbst getestet und Anfang 2002
vorgestellt. Durch diesen integrierten Datenaustausch mit Labors,
Krankenkassen und Spitälern soll der administrative Aufwand reduziert werden.
In naher Zukunft soll auch "Triamun Notfall File" präsentiert
werden, welches dem Patienten weltweit seine lebenswichtigen Gesundheitsdaten
zur Verfügung stellt. Der Patient muss jedoch noch in einem gesundheitlichen
Zustand sein, dass er dem Arzt das Passwort und somit den Zugriff zu seinen
Daten geben kann.
Triamun ist ein Joint Venture der Galenica Gruppe http://www.galenica.ch
und des Beratungsunternehmens Ludwig und Partner http://www.ludwig.ch
.
