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JPEG-Virus im AOL-Chat
User werden auf Sites mit infizierten Bildern geschickt

Der JPEG-Virus, der seit einigen Tagen sein Unwesen verbreitet, benutzt offensichtlich zu seiner Verbreitung auch populäre Instant-Messaging(IM)-Programme. Demnach hat sich der Virus das Instant-Messaging-Programm von AOL auserkoren. AOL-User haben in den vergangenen Tagen IM-Nachrichten erhalten, die sie direkt zu Websites geführt haben, auf denen infizierte JPEG-Bilder geladen waren. Dies berichtet der Branchendienst Cnet unter Berufung auf Angaben des Internet Storm Center http://isc.sans.org//diary.php?date=2004-09-30&isc=c6d690a6e53f54f99c51a2be14823bf4

Die schadhaften Codes sind in Bildern versteckt. Wird ein manipuliertes Bild in einer E-Mail empfangen oder auf einer Internetseite betrachtet, wird die eingebettete Datei sofort auf den jeweiligen Wirt-Rechner geladen und gestartet. Das Sicherheitsrisiko wird von den Anti-Viren-Spezialisten als "hoch" eingeschätzt, da sich hinter der geladenen Datei ein Trojaner, ein Wurm oder ein anderer Malicious-Code befinden könnte. pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=040925001

Die über IM verbreiteten Nachrichten haben den Inhalt: "Check out my profile, click GET INFO!" Besucht ein User die angegebenen Seiten, beginnt die verhängnisvolle Prozedur, sagte Internet-Storm-Center-Technikchef Johannes Ullrich. Ist der Rechner des Users erst einmal infiziert, so versendet der Computer die selbe Nachricht an andere User aus der IM-Kontaktliste weiter. Darüber hinaus ermöglicht der Virus den Angreifern, die Kontrolle über den befallenen Computer zu übernehmen. Die Schäden durch den JPEG-Virus halten sich nach Angaben des Internet Storm Centers noch in Grenzen. Der Schädling sei noch in einem frühen Stadium.

 


AOL mit neuem Logo und Kampagne
Time Warner bezweifelt jedoch Nachhaltigkeit beim Tochterunternehmen

Der Internet-Service-Provider America Online (AOL) http://www.aol.com , Teil des Time Warner-Imperiums, reagiert auf die Entwicklungen am Internetmarkt und präsentiert ein neues Logo und launcht eine neue Kampagne, so die New York Times. Neben dem Beginn der 30-Mio.- Dollar-Kampagne erhofft sich der Provider steigende Verkäufe außerhalb des Kerngeschäfts mit Antivirus-Paketen, digitalen Fotoprogrammen und VoIP-Dienstleistungen. Das Hauptanliegen sehen die Verantwortlichen bei AOL jedoch in der Kommunikation der Leistungen, die andere Unternehmen nicht anbieten. Seit der Gründung im Jahre 1985 forciert AOL die Etablierung neuer Technologien mit der Beibehaltung des Images einer leichten Handhabung.

Die neue Kampagne kommt mit der Bekanntgabe einer Steigerung der Werbeumsätze im zweiten Quartal um 23 Prozent auf 221 Mio. Dollar. Die Zahl der Abonnenten sank jedoch um 668.000 auf 23,4 Millionen. Gleichzeitig verdoppelten sich die Breitband-User auf vier Millionen. Der neue Kommunikationsauftritt beginnt morgen, Donnerstag, mit zweiseitigen Anzeigen im Wall Street Journal, der Washington Post und der New York Times. Im Mittelpunkt stehen Commitments und ein Acht-Punkte-Programm, die die Ausrichtung von AOL verdeutlichen sollen.

Die TV-Spots wurden von BBDO Worldwide in New York kreiert und werden Anfang nächster Woche das erste Mal ausgestrahlt. Der Creativ-Director der Agentur rechtfertigt die neue Linie mit der Weiterentwicklung des Unternehmens und einer Neupositionierung gegenüber den Kunden. Nach dem Herauswachsen aus den Kinderschuhen sei es für AOL an der Zeit, sich als Anwalt des Internet zu präsentieren.

Am Rande einer Investoren-Konferenz nahm ein Sprecher von Time Warner zu AOL Stellung und stellte den Langzeiterfolg der Strategie des Tochterunternehmens in Frage. Er kritisierte die einseitige Abhängigkeit von Werbeeinahmen und den Verlust von Kunden an Billiganbieter im Bereich bei Internetverbindungen via Modem. Eine gute Performance von AOL in den nächsten Jahren sei "reine Formsache", die Nachhaltigkeit mit dieser Strategie jedoch nicht gesichert.
 


2003 nicht das Jahr von AOL
Einsparungen gefährden weitere Arbeitsplätze

AOL Time Warner http://www.aoltimewarner.com hat für 2003 umfassende Einsparungen angekündigt. Wie die Washington Post heute, Freitag, berichtet, plant das Unternehmen Marketing- sowie Personalkosten drastisch zu senken. "Wir werden unsere Ausgaben von der Basis weg genauestens überdenken", sagt CFO Wayne H. Pace. Laut Financial Times Deutschland dürfen die Anleger erst 2004 auf steigende Gewinne hoffen. "Nach einer Neuausrichtung im Jahr 2003 ist wieder ein zweistelliges Wachstum möglich", so Pace. Wieviel der rund 18.000 AOL-Mitarbeiter dabei ihren Job verlieren, liegt noch im Unklaren.

Auch 2003 stehen bei AOL umfangreiche Abschreibungen ins Haus. Schon im Vorjahr tätigte das Management Abschreibungen von 54 Mrd. Dollar. Die zuvor überhöhte Bewertung konnte nicht gehalten werden. Seit der 100 Mio-Dollar-Akquisition durch AOL ist der Aktienkurs von Time Warner um rund 70 Prozent zurückgegangen. Von dem derzeit 81,7 Mrd. Dollar Unterschied zwischen erzieltem Preis und veranschlagtem Firmenwert wird AOL laut Washington Post noch mindestens zehn Mrd. Dollar abschreiben müssen. Pace hält sich bei Spekulationen über mögliche Abschreibungen noch im Hintergrund.

Erst kurz vor Weihnachten kündigte der Medienkonzern Stellenstreichungen bei AOL Deutschland an. In der Zentrale Hamburg und am Standort München sollten 170 der 550 Angestellten freigesetzt werden (pte berichtete: vgl. pte http://www.pte.at/pte.mc?pte=021219043 ). Schon Anfang Dezember gestattete AOL einen eher verhaltenen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2003. "Es ist klar, dass 2003 ein Übergangsjahr sein wird", sagte Pace damals. (vgl. pte http://www.pte.at/pte.mc?pte=021204026 )


 

AOL startet Betatest seiner Zugangssoftware 7.0
eWeek: Betaversion weist kaum Neuerungen auf

Wenige Monate nach Veröffentlichung seiner neuen Zugangssoftware beginnt der Online-Dienst AOL http://www.aol.com mit dem Beta-Test der Nachfolgeversion 7.0. Unter dem Kennwort "beta" lässt sich nach Angaben des Informationsdienstes eWeek die Testsoftware mit Codenamen "taz" herunterladen. Voraussetzung sei allerdings eine vorherige Registrierung bei AOL als Betatester.

Dem Bericht zufolge weise die Betaversion 7.0 kaum Neuerungen auf. So habe sich die Benutzeroberfläche dem Vorgänger gegenüber nur unwesentlich verändert. Besonderes Augenmerk habe AOL auf die Instant-Messenger-Funktionen gelegt. Erstmals sei es jetzt möglich, die Abwesenheit eines Gesprächspartners zu erkennen, ohne ihm ein Telegramm schicken zu müssen. Nutzer des externen AOL Instant Messengers (AIM), der unabhängig von einem Internet-Zugang über AOL funktioniert, kennen diese Funktion schon lange.

Ein umstrittenes geplantes Programmmodul findet sich in der AOL 7.0-Beta noch nicht. "Komodo" sollte dem AOL-Abonnenten die Wahl lassen, ob er mit dem integrierten Internet Explorer von Microsoft arbeitet oder mit einem Alternativ-Browser, etwa von Netscape oder Opera. Die Entwicklung von "Komodo" führte zu einem heftigen Streit zwischen AOL und Microsoft, so dass die beiden Unternehmen ihre jahrelange lukrative Kooperation nicht verlängerten.

In den USA soll AOL 7.0 laut eWeek bereits im nächsten Monat an alle Abonnenten verteilt werden. Die Anpassung an die Erfordernisse des deutschen Marktes - unter anderem wegen der hier anders aufgebauten Benutzeroberfläche - werde voraussichtlich einige Wochen mehr in Anspruch nehmen.


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:41
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