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Äthiopien als Wiege
des Homo sapiens
Radioaktive Messung datiert Menschheitsalter auf
195.000 Jahre
Äthiopien ist die Wiege des Homo sapiens. Wie
nunmehrige radioaktive Untersuchungen an fossilen Fundstücken
ergaben, lebten die ersten Menschen vor 195.000 Jahren in Äthiopien.
Weitere Funde bestätigen die Theorie, dass der Kontinent Afrika
überhaupt die Wiege der Menschheit ist, berichtet das
Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com . Auch genetische Rekonstruktionen ergaben
die Theorie, dass der Homo sapiens erstmals vor rund 200.000 Jahren
am Schwarzen Kontinent aufgetaucht ist.
Die Funde von Omo 1 und Omo 2, so die Namen der beiden
Menschenfossile, gehen schon auf das Jahr 1967 zurück, allerdings
waren die Messmethoden damals zu ungenau, wie John Feagle von der
New Yorker Stony Brook University erklärte. Der berühmte und
legendär gewordene Fossilien-Jäger Richard Leakey hatte die beiden
Stücke gemeinsam mit Mollusken nahe des Omo-Flusses, etwa auf halber
Strecke zwischen Addis Abeba und Nairobi gefunden. Die Mollusken
wurden damals auf rund 130.000 Jahre geschätzt.
"Leakey und seine Kollegen waren damals eigentlich auf der Suche
nach wesentlich älteren, früheren Hominiden, die Mio. Jahre alt
sind", so Feagle. Den Funden wurde bis in die frühen 80-er Jahre
keine Bedeutung beigemessen. Im Vorjahr sind Forscher um den
Wissenschaftler Ian McDougall von der Australian National University
in Canberra nochmals nach Äthiopien gereist, um weitere Fundstücke
zu suchen. Mithilfe moderner radioaktiver Messmethoden wie der
Argonmethode konnten die Forscher das Alter der Felsen, in denen die
Fundstücke geborgen wurden, auf 196.000 Jahre bestimmen. Die
Untersuchungen von Sedimentablagerungen ergaben, dass die Felsen
etwas älter sein mussten als die menschlichen Fundstücke.
Das Alter der Omo-Fossilien deutet aber auch daraufhin, dass die
frühen Menschen in Afrika lebten, ehe sie vor 40.000 Jahren von dort
weiter zogen. Die "Afrika-Theorie" scheint auch für den Experten
Chris Stringer vom Natural History Museum in London
http://www.nhm.ac.uk plausibel. Aber nicht nur Äthiopien spielte
dabei eine Rolle, sondern auch das südliche Afrika. |
Ausgestorbener Frühmensch
hinterließ Läuse
Parasiten bringen Licht in menschliche
Entstehungsgeschichte
Ausgestorbene Frühmenschen haben dem heutigen Homo
sapiens das zurückgelassen, auf das so mancher gerne verzichten würde:
Kopfläuse. Nach einer genetischen Studie ist nun klar geworden, dass
einige der heute noch existierenden Läuse die frühen Menschen überlebt
haben, berichtet das Wissenschaftsmagazin Plos Biology
http://www.plosbiology.org .
Nach der Untersuchung der Forscher des Florida Museum of National
History sind unsere Vorfahren vor rund 100.000 Jahren von Afrika
ausgewandert und haben danach Kontakt mit andere Früh-Hominiden
geknüpft. Dies fand wahrscheinlich in Asien statt. Läuse sind mit großer
Wahrscheinlichkeit beim Kampf, Sex oder Kannibalismus übertragen worden.
Hinweise darauf lieferte die menschliche Kopflaus Pediculus humanus. Die
Forscher konnten nämlich zwei verschiedene Typen von Läusen
identifizieren. Eine davon gibt es weltweit, die andere nur am
Doppelkontinent Amerika.
Da Läuse ohne Menschen nur wenige Stunden überleben können, ist der
Parasit eng mit dem Leben des Wirts in Verbindung. Das bedeutet auch,
dass die Forscher erkennen konnten, dass die Kopfläuse ebenso wie der
Mensch einen Bottleneck-Effekt durchmachten. Dieses Ereignis passiert,
wenn die Menge an genetischer Vielfalt in einer Population zurückgeht.
Eines der Ereignisse wäre etwa das Zurückgehen der menschlichen
Population bevor ein weiterer Anstieg der Bevölkerung erfolgte. In den
Untersuchungen konnten die Forscher nämlich feststellen, dass die Gene
der selteneren Kopfläuse auf eine große Stabilität in ihrer Geschichte
hinwiesen. Nach der Analyse entwickelten sich die verschiedenen Läuse
vor 1,18 Mio. Jahren. Die seltenere Art war auf den inzwischen
ausgestorbenen Früh-Hominiden vorkommend. Diese lebten von unseren
Vorfahren bis vor einigen 10.000 Jahren isoliert. Dann konnten auch die
Läuse wieder Kontakte zueinander knüpfen.
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Mumienfund entpuppt sich als grausamer Mord
Knochen-Analyse soll letzte Zweifel beseitigen
Eine vermeintlich 2.500 Jahre alte Mumie aus Pakistan entpuppt sich
wahrscheinlich als die Leiche einer Frau, die vor zwei Jahren grausam ermordet
wurde. Zur Bestätigung der Echtheit und des Alters der Mumie hatten
Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg http://www.uni-erlangen.de
Proben aus einem Tuch und der Bastmatte der Mumie entnommen und einer so
genannten "Radiokarbondatierung" (14C) unterzogen. Die Messungen
ergaben, dass der 14C-Gehalt in den Proben deutlich überhöht war.
"Dieser Wert lässt sich nur aus den oberirdischen Kernwaffentests in
den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erklären", sagte
Gerhard Morgenroth, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
Experimentalphysik an der Erlanger Universität. "Die von uns
untersuchten Proben können damit höchstens 40 oder 50 Jahre alt sein."
Eine weitere und genauere Analyse konnte das Alter der untersuchten
Pflanzenteile einem Zeitraum zwischen 1958 und 1960 oder 1992 und 1994
zuordnen. "Somit stellten sich zumindest die der Mumie beigelegten
Materialien als Fälschung heraus", so Morgenroth. Im Erlanger Labor
werden daher zurzeit Knochen und Muskelgewebe der Mumie vorbehandelt, um sie
innerhalb der nächsten Wochen exakt datieren zu können.
Die Entdeckung einer Mumie in Pakistan vor einem Jahr galt als archäologische
Sensation. Ähnlich wie ägyptische Mumien befand sich der Leichnam in einem
doppelten Sarg: einem Inneren aus Stein und einem Äußeren aus Holz. Der
Leichnam trug eine Krone aus Gold und eine goldene Brustplatte mit einer
altpersischen Inschrift, die sie als Ruduamna, die Tochter Xerxes auswies.
Xerxes lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. Eine Untersuchung der Mumie mittels
Computertomographie ergab, dass es sich um eine 20- bis 40-jährige Frau
handelte, bei der Hüftknochen und Rückgrat gebrochen waren. Die Leiche wies
einen tiefen Bauchschnitt auf, durch den vermutlich die inneren Organe
herausgenommen wurden. Auffällig war auch, dass man der Frau offenbar noch
vor ihrem Tod die Zähne ausgerissen hatte. http://www.geocities.com/dr_asma2001/
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