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32 MB FlashSpeicher als Schlüsselanhänger
Disk-on-Key als praktischer Zwischenspeicher

 Mit dem US-Hersteller M-Systems http://www.m-sys.com gibt es einen weiteren Anbieter von Mini-Speichern zum Mitnehmen. Der nur 82 x 23 x 15 mm große "Disk-On-Key" http://www.diskonkey.com bietet bis zu 32 MB Speicherkapazität und kann praktischer Weise als Schlüsselanhänger verwendet werden. Mittels USB-Stecker wird der externe Speicher einfach an den PC oder Mac angesteckt.

Windows 2000/Me und Mac OS ab 9.0 erkennen das Speichermedium automatisch als externes Laufwerk. Disk-On-Key eignet sich laut Hersteller ausgezeichnet zum Zwischenspeichern von Dokumenten und Vorträgen sowie Musikdateien oder Fotos. In den USA wird Disk-On-Key u.a. von IBM und Dell als Zubehör angeboten. Die 8 MB-Version kostet 43 Dollar, 16 MB 69 Dollar und 32 MB sind für 98 Dollar zu haben. Für das Jahr 2002 kündigt M-Systems Speicherkapazitäten bis zu 512 MB an. Für den deutschsprachigen Raum werden noch Vertriebspartner gesucht.


 


Stäbchen-Moleküle für Speicher-Chips
US-Physiker entwickeln organische Strukturen, um digitale Information zu speichern

Einem Physiker-Team um Mark Reed von der Yale University http://www.yale.edu/ ist es gelungen, organische Moleküle zwischen zwei Gold-Elektroden zum Computer-Speicher umzufunktionieren. Ihren Prototyp, der Informationen aufzeichnen, lesen und wieder löschen kann, präsentieren sie US-Forscher im Fachblatt Applied Physics Letters http://ojps.aip.org/aplo/. Noch "schalten" sie für jedes Informationsbit eine Gruppe von rund tausend Moleküle in einen von zwei definierten Zuständen. Doch ist dies bereits platzsparender als herkömmliche Speichereinheiten aus Silizium. Ziel sind digitale Speicher, bei denen pro Informationsbit nur jeweils ein einziges Molekül in den Zustand "1" oder "0" geschaltet wird.

Basis des neuen Speichers sind stäbchenförmige organische Moleküle, die jedes um rund tausend mal kleiner sind als jene winzigen Transistoren, die den Silizium-Chips als Schalter dienen. Die Moleküle sind im Grundzustand nur wenig leitfähig für elektrischen Strom, so Reed. Doch ein Spannungspuls an einer der beiden Elektroden hebt die Moleküle in einen zweiten energetischen Zustand, in dem sich ihre Elektronen verschieben und sie den Strom besser leiten. Diesen Unterschied in der Leitfähigkeit nutzt Reed als die digitalen Informationswerte "1" und "0" und speichert digitale Daten ab. Mit Hilfe weiterer Spannungspulse lässt sich die Information wieder lesen - herausfinden, in welchem Zustand sich ein Molekül befindet. Löschen lässt sie sich durch das Anlegen eines negativen Spannungspulses, der die Moleküle zurück in den schlecht leitenden Zustand versetzt, so das Team.

Ihr Prototyp besteht aus einem großen Feld von Molekülen zwischen einer flachen oberen und einer gewölbten unteren Elektrode und funktioniert wie ein wiederbeschreibbarer RAM-Speicher. Die Elektroden schaffen Kontakt zu einer runden Fläche von nur rund 30 bis 50 Millionstel Millimetern, rund tausend Molekülen. Künftig soll statt tausend Molekülen jedes einzelne geschaltet werden können, so Reed. Zum praktischen Einsatz solcher Speicher muss sein Team allerdings noch Probleme mit der Schaltgeschwindigkeit und Langzeit-Stabilität der Schaltzustände lösen.



 

SYSTEMS 2000 - Die bedeutende Messe für IT, Telekommunikation und Neue Medien wird von Jahr zu Jahr größer

Vom 06. - 10. November 2000 fand die diesjährige Systems statt - einen knappen Monat später als sonst üblich. Waren es im vergangenem Jahr noch 2.749 Aussteller, präsentierten sich dieses Jahr 3.250 Aussteller auf einer Fläche von 148.500 qm. Die Messe wurde daher um drei Hallen erweitert.

Die Systems, vor fünf Jahren noch als Totgeburt der Cebit verschrieen, kann nunmehr jährlich neue Rekorde verbuchen. Der Bereich Systems for Channels zog von Halle C3 in die neue größere Halle C1 um. Dabei wurde auch das Telekom-Händlerzentrum in "Dealers Only" integriert. Nach Messeangaben kamen insgesamt 147.000 Besucher.

Im nächstem Jahr findet die Systems vom 15. - 19. Oktober 2001 statt. Hier kann Sie dann auch Ihr 20-jähriges Jubiläum feiern.


SCHWERPUNKTE

Die zentrale Frage der Systems beschäftigte sich damit, in welche Richtung die Entwicklung des Digital Commerce geht. Dazu gehört nicht nur der Business-to-Consumer Ansatz; denn digitale Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (B2B) gewinnen immer mehr an Bedeutung. Darunter versteht man sowohl den zentralen Einkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet (E-Procurement) als auch die Kommunikation mit Distributionspartnern und Endkunden, für die der Begriff E-Customer Relationship (E-CRM) steht.

Erstmals erhielt die Messe den Zusatz "Internationale Fachmesse für Informationstechnologie, Telekommunikation und Neue Medien". Er trägt dem Trend des Zusammenwachsens der neuen Technologien Rechnung, wobei die Telekommunikation der Motor der Entwicklung ist. Vielseitig verwendbare Datenformate und wachsende Übertragungsraten machen Anwendungen und Dateien völlig flexibel einsetzbar auf allen Kanälen - auch mobil.

Da sich die im vergangenem Jahr (1999) eingeführten Fokustage bewährt haben, wurde auch diesmal jeder Messetag unter ein bestimmtes Motto gestellt, z. B. zum Thema Arbeit.


JOB-INITIATIVE AUF DER SYSTEMS

Unter dem Motto "Wo ist der Top-Job?" wollte Messe-Chef Joachim Meßlin 1000 Stellen in der IT-Branche besetzen. Ob ihm das angesichts von 98% Fachbesuchern gelungen ist, ist unbekannt. Das Ergebnis der Job-Aktion auf der Cebit in diesem Frühjahr fiel recht mager aus, da sich der (süddeutsche) Computernachwuchs hohe Reisekosten und darüber hinaus auch sehr hohe Messe-Eintrittspreise selten leisten kann.

Nach Angaben von Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder sind bis Anfang November erst 2842 Green Cards ausgestellt worden - eine Zahl, die hinter den Erwartungen zurückbleibt. Nun fordert er eine "Qualifizierungsoffensive deutscher IT-Kräfte". Bundeskanzler Gerhard Schröder besuchte die Systems am Mittwoch, 08.11.2000. Eine Übersicht über die Job-Angebote finden Sie weiterhin unter http://www.systems.de


M-COMMERCE / WAP

Die aktuelle Entwicklung geht weiter Richtung M-Commerce. Zum Mobile-Commerce gehört auch das System "Paybox" (http://www.paybox.de), welches ein Bezahlen mit dem Handy ermöglicht. In den Startlöchern stehen die neuen Dienste der breitbandigen GPRS- und UMTS-Mobilfunknetze. Natürlich dürfen auch SMS-Dienste, Billing-Software, Bluetooth-Anwendungen, mCRM, mobile Devices sowie Telematik und Flottensteuerung nicht unerwähnt bleiben.


VERTRIEB VIA INTERNET

Der klassische Vertrieb bekommt zunehmend Konkurrenz durch E-Commerce und Internet-Plattformen. Noch herrscht bei den Firmen darüber aber keine große Sorge: Laut einer Umfrage der Zentralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) stehen 35% der Unternehmen der neuen Konkurrenz gelassen gegenüber. Zehn Prozent der Befragten sehen jedoch eine Bedrohung auf sie zukommen.

Eine neue Suchhilfe soll den Einkauf im Internet erleichtern - und sie hat schon mehr als einen Namen. "Cosima" (Comparison Shopping with Interactive Metasearch Agents) trägt ein bauchfreies Top, Minirock und Plateaustiefel. Das System wurde an der Universität Augsburg entwickelt. Sucht der Käufer zum Beispiel eine CD, ein Buch oder eine Computer-Hardware nimmt Cosima die Anfrage in einer leicht verständlichen Eingabemaske auf. Innerhalb von 30 Sekunden werden verschiedene Online-Shops abgefragt, die besten Ergebnisse gefiltert und das bestmögliche Produkt angezeigt und kommentiert. Cosima weist auf Schnäppchen hin und erklärt neben den Vorteilen auch die Nachteile des Produkts. Zur Zeit kann jeder über die Internet-Adresse http://www.myCosima.com die Software kostenlos herunterladen und installieren - bei einer guten Resonanz denkt die Uni allerdings auch daran, das System zu verkaufen. Vorgestellt wurde Cosima erstmals am Gemeinschaftsstand Bayern innovativ in der Halle A5.


MEDIENTAGE / START-UP

Zeitgleich fanden in München die Medientage statt. Diese wollen den neuen "Start-Up"-Unternehmen der jungen Internet- und Multimediaindustrie ein besonderes Forum anbieten, so der Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), Wolf-Dieter Ring. Der Medienwächter sieht einen rasanten Wandel ins digitale Zeitalter. Seiner Überzeugung nach, wird das digitale Fernsehen trotz Milliardenverlusten auch in Deutschland erfolgreich sein. "Aber man braucht dazu einen langen Atem", so Ring.


QUELLEN

Internet-Magazin, http://www.internet-magazin.de

Computer Bild, http://www.computerbild.de

Augsburger Allgemeine, http://www.augsburger-allgemeine.de

Messe München, http://www.systems.de


 




 

 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:39
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