Maisschädling auf dem Vormarsch
Der Maiswurzelbohrer, einer der gefährlichsten Maisschädlinge,
breitet sich in Österreich aus / AGES-Experten rechnen heuer mit ersten
Schäden
Die österreichischen Maisbauern sehen sich mit einem Schädling konfrontiert,
der ernste Auswirkungen auf den heimischen Maisanbau haben könnte. Seit
seinem ersten Auftreten im Jahr 2002 hat sich der Maiswurzelbohrer, einer
der gefährlichsten Maisschädlinge der Welt, unaufhaltsam auf heimisches
Gebiet ausgebreitet. "Mittlerweile haben wir diesen Käfer bereits auf rund
8000 km2, immerhin rund einem Zehntel des Staatsgebiets, nachgewiesen", sagt
Peter Cate, Leiter der Abteilung landwirtschaftliche Entomologie am Institut
für Pflanzengesundheit der AGES, der Österreichischen Agentur für Gesundheit
und Ernährungssicherheit GmbH.
Welche Schäden der Käfer verursachen kann, zeigt ein Blick in seine
Heimat Nordamerika: "In den USA werden die durch ihn verursachten Kosten für
die Landwirtschaft mit rund einer Milliarde Dollar pro Jahr beziffert",
erklärt Cate. In der Europäischen Union gilt der Maiswurzelbohrer als
Quarantäneschädling. Das bedeutet, dass sein Auftreten meldepflichtig ist
und dass alle Maßnahmen ergriffen werden müssen, seine Verbreitung
einzudämmen.
40 Kilometer westwärts
In Europa wurde der Maiswurzelbohrer erstmals 1992 in der Nähe des
Belgrader Flughafens entdeckt. "In Österreich haben wir ihn erstmals am 10.
Juli 2002 in der Nähe von Deutsch-Jahrndorf und Andau im Burgenland
gefunden", sagt Cate. Seitdem hat er sich über weite Teile des Burgenlands,
aber auch in Niederösterreich, Wien und der Steiermark ausgebreitet. So sind
zum Beispiel die gesamten burgenländischen Maisanbauflächen (27.601 Hektar)
vom Maiswurzelbohrer befallen. Insgesamt hat der Käfer 80.491 Hektar
Maisflächen in Besitz genommen. "Im vergangenen Jahr war die Ausbreitung
besonders stark. In Niederösterreich ist der Käfer um 40 Kilometer nach
Westen vorgedrungen, in der Steiermark 20 Kilometer.
In einigen Fallen haben wir über 2000 Käfer gezählt", so Cate. Der
Experte rechnet damit, dass es in der heurigen Saison zu ersten sichtbaren
Schäden kommen wird.
Eine gefräßige Familie
Der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera) gehört zur Familie
der Blattkäfer, zu der auch andere bekannte Schädlinge wie der
Kartoffelkäfer oder der Erdfloh gezählt werden. Der Käfer ist etwa 5 bis 6
mm lang, hat einen dunklen Kopf, einen gelben Halsschild und schwarze Flügel
mit seitlich gelegenen Streifen.
Körper und die Beine sind ebenfalls gelb. Die Lebensdauer beträgt acht
bis zwölf Wochen, in denen die Weibchen 300 bis 400, manchmal sogar bis zu
1000 Eier legen. Die ersten Larven erscheinen Ende Mai, die erwachsenen
Käfer gewöhnlich Anfang Juli. Diese sind sehr mobil:
"Bei ihrer Suche nach Nahrung bzw. durch Windverfrachtung können sie pro
Jahr 40 bis 80 Kilometer weit wandern", sagt Cate.
Die Käfer fressen vorwiegend Pollen und Narbenfäden der Maispflanzen,
manchmal auch milchreife Körner. Dadurch kann die Befruchtung beeinträchtigt
werden. Schwere Schäden verursachen aber vor allem die Larven. Sie fressen
die Wurzeln oder bohren sich in sie ein und fressen das Wurzelgewebe.
Charakteristisch für befallene Pflanzen ist das so genannte
Gänsehals-Symptom: "Die Pflanzen neigen sich zuerst stark zur Seite und
richten sich anschließend wieder auf. Dadurch bekommt der Stängel eine
gekrümmte Form, die an einen Gänsehals erinnert", sagt Cate. Das Ausmaß des
Wurzelfraßes wird nach der so genannten Iowa-Skala bewertet, wobei der
Schädigung eine Ziffer von 0 bis 6 zugeteilt wird: "Ab dem Wert drei ist mit
wirtschaftlichen Schäden zu rechnen", erklärt Cate.
Fruchtfolge als wirkungsvollstes Mittel
Die einfachste, aber auch wirkungsvollste Bekämpfungsmaßnahme gegen den
Maiswurzelbohrer ist die Fruchtfolge. Das bedeutet, dass auf demselben Acker
Mais erst nach zwei, besser noch nach drei Jahren angebaut wird. "Die Larven
des Maiswurzelbohrers können maximal einen Meter weit wandern. Finden sie
keine entsprechende Nahrung, gehen sie zugrunde", sagt Cate. Frühe Saat,
optimale Vorbereitung des Saatbeets oder standortgerechte Sortenwahl (z. B.
Sorten, die ein starkes Wurzelwachstum bzw. hohe Wurzelregeneration
aufweisen) stärken die Widerstandskraft der Maispflanzen.
Käfer und Larven können auch mit Insektiziden bekämpft werden.Das Saatgut
wird entweder mit einem Insektizid gebeizt, oder das Insektizid wird als
Granulat bei der Aussaat beigefügt. Später kann die Bekämpfung der
erwachsenen Käfer Probleme bereiten: "Je höher die Maispflanzen sind, desto
schwieriger ist die Bekämpfung mit Insektiziden", sagt Karl Neubauer von der
Industriegruppe Pflanzenschutz. Der Einsatz von Insektiziden lässt sich
stark verringern, wenn man den Wirkstoff Cucurbitacin, eine Art
"Appetitanreger", beifügt. "Versuche haben gezeigt, dass sich auf diese
Weise bei selber Wirkung die Insektizid-Menge deutlich reduzieren lässt",
schildert Neubauer.
"Der Milliarden Dollar Käfer"
Auftreten und Lebensweise des Maiswurzelbohrers und mögliche
Bekämpfungsstrategien sind auch Thema eines 35-minütigen AGES-Films, den die
Experten Peter Cate und Wolfgang Dukat im Jahr 2004 mit Unterstützung der
Industriegruppe Pflanzenschutz und Saatgutfirmen gedreht haben. Die DVD mit
dem Titel "Der Milliarden Dollar Käfer" ist ab sofort am AGES-Institut für
Pflanzengesundheit (Spargelfeldstraße 191, 1226 Wien, Telefon: 050555-33326,
Fax:
050555-33303, E-Mail:
pflanzengesundheit@ages.at) zu beziehen, der Preis beträgt 32 Euro.

Ökologen kritisieren
Verlust der Biodiversität in Landwirtschaft
Nur zwölf Pflanzenarten und fünf Nutztierarten
zur Ernährung
Um dem drohenden Verlust der biologischen Vielfalt
in der Landwirtschaft aufzuzeigen, appelliert das deutsche
Öko-Institut
http://www.oeko-institut.de an die Politik. Nach Untersuchungen
bilden nämlich nur noch zwölf Pflanzenarten und fünf Nutztierarten
die Grundlage unserer Ernährung. 99,6 Prozent der Kulturpflanzen
bleiben hingegen ungenutzt und rund 2.000 Nutztierrassen sind
derzeit vom Aussterben bedroht. Das wissenschaftliche Verbundprojekt
"Agrobiodiversität entwickeln"
http://www.agrobiodiversitaet.net untersuchte die Ursachen und
Folgen, die der Verlust der Artenvielfalt im Bereich der
Landwirtschaft mit sich bringt.
Die wichtigste Ursache für den Verlust von Agrobiodiversität ist die
moderne "Hochleistungs-Landwirtschaft", die vor allem auf einen
kurzfristigen Ertrag ausgerichtet ist. Zu diesem Schluss kommt die
Studie. Die Risiken dieser industriellen Agrarproduktion werden
hingegen nicht ausreichend berücksichtigt. Sorge bereitet den
Experten dabei aber vor allem, dass im Falle der Nutzung nur weniger
Sorten und Rassen auch die genetischen Grundlagen für die Züchtung
zerstört werden.
"Damit gehen zukünftige Optionen für die Ernährungssicherung
verloren. Die verschiedenen Möglichkeiten sind jedoch notwendig, um
den sich wandelnden Umweltbedingungen und Bedürfnissen gerecht zu
werden", meint die Biologin Ruth Brauner. Schuld an der Entwicklung
tragen auch die Lebensmittelverarbeitung und der Handel, die sich
auf immer weniger Unternehmen konzentrieren und gängige
Abnahmepraktiken standardisieren. Auch die bestehende Gesetzgebung
und Förderpraxis leisten einförmigen Zuchtzielen und einer starken
Ertrags- und Leistungsorientierung Vorschub, die sich nachteilig auf
die landwirtschaftliche Vielfalt auswirken.
Rahmengesetze der EU sollen zwar dafür sorgen, den Verlust der
Agrobiodiversität zu verhindern, um die landwirtschaftliche Vielfalt
aktiv zu entwickeln. Dennoch meinen die Experten, fehle es an
wirksamen Politikinstrumenten, dieses Ziel auch umzusetzen. "Die EU
hat sich verpflichtet, den Verlust von Biodiversität bis 2010 zu
stoppen - dies schließt die landwirtschaftliche Biodiversität ein.
Die Agrarwende muss hierzu aktiv beitragen", fordert Franziska
Wolff, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Öko-Instituts. Ein
wichtiger Schritt auf politischer Ebene wäre es, Vorsorge- und
Verursacherprinzip auch im Bereich der Tier- und Pflanzenzucht zu
stärken. Als anerkannter Grundsatz der deutschen Umweltpolitik
fordert das Vorsorgeprinzip ein vorbeugendes Handeln vor allem dann,
wenn wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen und nicht umkehrbare
Folgen zu befürchten sind. Das ist im Bereich der Agrobiodiversität
der Fall. |

Weinzinger: Interventionen der
Bauernvertreter verhindern strenge Tierschutzbestimmungen
"Unter striktem Ausschluss von unliebsamen ExpertInnen und der
Oppositionsparteien wurden die Verordnungen zum Bundestierschutzgesetz
erarbeitet", erklärt die Tierschutzsprecherin der Grünen, Brigid Weinzinger,
zur heutigen Präsentation der Verordnungen von BMin Rauch-Kallat. "Die
Bauernvertreter wussten offenbar genauestens über den Inhalt der
Verordnungen Bescheid, denn in der Bauernzeitung vom 9. Dezember war bereits
zu lesen, dass ‚was man in zähen Verhandlungen verhindern konnte'".
So wurde z.B. die Schmerzausschaltung bei der Enthornung bei bis zu zwei
Wochen alten Kälbern von den Bauernvertretern verhindert. "Das Zerstören der
Hornanlage ohne Schmerzausschaltung ist strikt abzulehnen", so Weinzinger.
Daher wäre eine Verpflichtung zur Schmerzausschaltung und eine postoperative
Schmerzbehandlung vorzusehen gewesen. Inakzeptabel sei auch, dass bestehende
elektrische Kuhtrainer bis 2020 weiter verwendet werden dürfen. "Dass sie
nur einmal pro Woche eingesetzt werden sollen, ist völlig unkontrollierbar
und daher eine Farce," so Weinzinger.
An den tierquälerischen Praktiken in der Schweinehaltung werde sich nichts
ändern. Kastrieren und Zähneschleifen bei Ferkeln sollen auch von den
Tierhaltern ohne Schmerzausschaltung durchgeführt werden können. "Die
Kastration von Ferkeln ohne Betäubung ist brutale Tierquälerei," so
Weinzinger. Auch hier sei die Schmerzausschaltung und eine postoperative
Behandlung unabdingbar, wofür ausreichend praxistaugliche Methoden zur
Verfügung stünden. Bei der Heimtierhaltung kritisiert Weinzinger, dass die
Zwingerhaltung von Hunden gestattet werden soll. "Die Einzelhaltung von
Hunden in Zwingern widerspricht sämtlichen Anforderungen an eine artgerechte
Haltung des Rudeltieres Hund", so Weinzinger.
"Rauch-Kallat hat sich als zuständige Ministerin für den Tierschutz zur
Handlangerin der Interessen der Agrarlobby gemacht. Offenbar ist sie auch
nicht gewillt, den Tierschutzombudsleuten jene starke Position zukommen zu
lassen, die ihnen nach dem Bundestierschutzgesetz zusteht", bedauert
Weinzinger. So wurden die Bundesländer nicht zu einer einheitlichen
Vorgangsweise bei der Bestellung der Tierschutz-Ombudsleute angehalten. In
etlichen Bundesländern wie z.B. in Kärnten wurden nur Teilzeitkräfte zu
Tierschutzombudsleuten bestellt. Dadurch stehen für dieses zentrale Element
für den Vollzug des Bundestierschutzgesetzes viel zu wenig Ressourcen zur
Verfügung.

Jungbauernschaft organisiert "Lebensnahes Lernen" im Weingarten
Selbst Schüler am Land hätten heutzutage wenig Einblick in die Landwirtschaft.
Wie und warum etwas wächst und gedeiht, werde zwar in der Schule theoretisch
vermittelt. Sehen und erleben vor Ort und vor allem Mitarbeit brächten aber
einen ganz anderen Bezug und vertiefen das Wissen, heißt es heute in einer
Aussendung der Jungbauernschaft. Die Hauptschule Auersthal und die
Jungbauernschaft versuchen demnach im Rahmen eines Pilotprojektes, Schülern
Landwirtschaft unmittelbar zugänglich zu machen. In der 1. Oktoberwoche ist
die Mitarbeit bei der Weinlese und ein anschließender Presshausbesuch mit
Mostverkostung und Hauerjause vorbereitet. ****
Die Hauptschule Auersthal hat circa 200 Schüler und liegt mitten im
Weinbaugebiet Weinviertel. Sie sei daher für dieses Projekt hervorragend
geeignet. Unterstützt wird dieses Projekt durch vier Auersthaler Winzer.
Hauptschuldirektor Karl Stach erwartet sich laut der Aussendung, dass durch
dieses Projekt die Motivation und das Interesse der Schüler für naturkundliche
und wirtschaftliche Fächer verbessert werde und das anschaulich dargebotene
Wissen nachhaltig bleibe. Der Bundesobmannstellvertreter der Österreichischen
Jungbauernschaft, Michael Stich, selbst Landwirt und Weinhauer im Weinviertel,
erhofft sich, dass durch derartige Projekte das Interesse der Schüler für
Landwirtschaft und insbesondere auch für den in dieser Region bedeutenden
Wirtschaftszweig Weinbau geweckt werde.
Bei Erfolg sind weitere Vorhaben unter dem Motto "Lebensnahes Lernen", wie
landwirtschaftliche Betriebsbesichtigungen und die Anlage eines
Getreidelehrpfades, geplant. Schüler, Lehrer und Bauern seien jedenfalls mit
viel Freude dabei.

Wissenschaftler verbannen faule Kartoffeln aus Regalen
Namenlose Art gegen Pilzbefall resistent
Eine rote Kartoffel aus Osteuropa könnte der Schlüssel in der Lösung des
größten ökonomischen Problems der organischen Biolandbau-Industrie sein. Die
Kartoffel-Variation hat zwar noch keinen Namen, scheint aber zu 100 Prozent
gegen Kartoffelfäule resistent zu sein. Dadurch wird laut Forschern der
University of Newcastle upon Tyne http://www.ncl.ac.uk eine Behandlung mit Fungiziden unnötig. Die aus
Ungarn stammende Art wurde auf Versuchsfeldern in der Nähe des Hadrian Walls
gezüchtet. Da die Kartoffel rot gefärbt ist, müssen vor einer Plazierung in
Supermärkten noch wesentliche Marketingfragen geklärt werden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Arten, die bei einem Befall welken, blüht die
Pflanze weiter. "Die mitunter kleinen Läsionen auf den Blättern zeigen, dass
die Kartoffel zwar von einer Fäule befallen ist, diese aber nicht
fortschreitet", erklärte der Ökologe Carlo Leifert. Dies zeige, das die
Pflanzen eine dauerhafte Resistenz besitzen, die einen bis unter den Boden
reichenden Befall, verhindert.
Eine Kartoffel, die ohne Chemikalien kommerziell gezüchtet werden kann, ist
laut Leifert ein wichtiger Durchbruch für die organische Landwirtschaft
weltweit. Nicht nur in Großbritannien decken die organisch-gezüchteten
Kartoffeln nicht den Bedarf der Konsumenten. Grund dafür ist die
Kartoffelfäule, die jedes Jahr Ernteverluste in Millionenschäden verursachten.
Viele Farmer weigern sich daher, Kartoffeln zu züchten. "In Supermärkten sind
sowohl der Anteil von Biokartoffeln als auch die Sortimentauswahl gering",
betonte Liefert. Noch sei es allerdings zu früh, über die Preisgestaltung zu
sprechen.
Die Kartoffel-Versuche sind Teil eines von der EU mit 3,5 Mio. Pfund (3,8
Mio. Euro) finanzierten Forschungsprojektes. Das Programm mit dem Namen "Blight-Mop"
untersucht neue Kartoffelarten und landwirtschaftliche Kontrollstrategien
gegen die Kartoffelfäule. Partnerinstitute befinden sich in Dänemark,
Deutschland, Schweiz, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Schottland.
Aller Voraussicht nach werden im weiteren Testverlauf keine weiteren
vielversprechenden Kartoffelvarietäten mehr hervorgehen. Ob die
Fungizid-resistente Kartoffel aber auch den Geschmackskriterien der
Konsumenten entspricht, muss erst untersucht werden.

Paprika ist das am stärksten belastete Gemüse in der EU
Umweltschutz-Organisation deckt Schweigen auf
Jeder fünfte in der EU verkaufte Paprika ist mehr als zulässig mit
Pflanzenschutzmitteln belastet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der
Europäischen Kommission in den 15 EU-Ländern, berichtet die französische
Tageszeitung Le Figaro. http://www.lefigaro.fr
Die Kommission hat mehr als 40.000 Lebensmittelproben auf 20 verschiedene
Insektengifte untersucht. Dabei schnitt Paprika am schlechtesten ab: In 19
Prozent der Fälle wurde mindestens ein Grenzwert überschritten. Fast immer
handelte es sich dabei um Methamidophos, ein Insektengift, das als stark
giftig eingestuft wird und Blutarmut hervorrufen kann. Zu den Überschreitungen
kam es in der Regel deshalb, weil die Landwirte mehr als die zulässige Menge
des Giftes einsetzten.
Der Abschlussbericht der EU-Studie war bereits Ende Juli erschienen. Das
bedenkliche Abschneiden des Paprikas war laut Le Figaro jedoch stillschweigend
übergangen worden. Erst jetzt hat die französische Umweltschutzorganisation
MDRGF http://.www.mdrgf.org
darauf aufmerksam gemacht.
