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Reuters mit überraschend gutem Ergebnis
Umstrukturierung stellt Erfolg in den Schatten

Die Nachrichtenagentur Reuters http://www.reuters.com hat das Geschäftsjahr 2004 besser als erwartet abgeschlossen, wie das Unternehmen heute, Mittwoch, bekannt gegeben hat. Der operative Gewinn stieg um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 286 Mio. Euro. Die Umsätze jedoch fielen 2004 um elf Prozent auf vier Mrd. Euro. Der Umsatz von Reuters Mediensegment sank um sechs Prozent auf 208 Mio. Euro.

Überschattet wird das gute Ergebnisse jedoch vom "Fast Forward"-Umstrukturierungsprogramm, das bis Ende 2005 abgeschlossen werden soll. Im Rahmen dieser Umstrukturierung sollen bis Ende 2005 rund 492 Mio. Euro eingespart werden. Experten befürchten nämlich, dass das Unternehmen Schwierigkeiten haben wird mit seinen eigenen Vorgaben Schritt zu halten. "Reuters kommt mit guten Voraussetzungen in das letzte Jahr der Umsetzung des "Fast Forward"-Programms und unsere oberste Priorität ist es, das zu beenden, was wir angefangen haben", kommentiert Tom Glocer, Geschäftsführer von Reuters, die Umstrukturierungen.

Heute Mittwochmorgen, fiel der Wert der an der Wall Street notierten Reuters-Aktie um 2,45 Prozent auf 57 Cent. Die BBC vermutet dahinter die Bedenken über das "Fast Forward"-Programm, das 2005 wohl mehr Kosten verschlingen wird als erwartet. Reuters zu Folge haben die Kostenreduktionen mit den absinkenden Umsätzen Schritt gehalten, aber die Auflagen des Umstrukturierungsprogramms konnten nicht gänzlich eingehalten werden. Im Rahmen der Umstrukturierung hat Reuters im vergangenen Jahr 1.000 Angestellte entlassen.


 

Presseportal.de jetzt auch mobil erreichbar

Journalisten können ab jetzt in Deutschlands größter Internetplattform für Presseinformationen mobil recherchieren. Die dpa-Tochter news aktuell bietet eine neue Version des Presseportals an, um Redakteure auch unterwegs mit aktuellen Informationen zu versorgen. Das neue Angebot heißt mobil.presseportal.de und kann unter gleichnamiger Web-Adresse jederzeit mit einem Blackberry oder einem browserfähigen Mobiltelefon genutzt werden.

   Für Informationspuristen stellt news aktuell noch eine weitere Variante des Presseportals bereit. Unter der Adresse text.presseportal.de sind die Presseinformationen ohne Bilder und Animationen abrufbar und stehen jetzt noch schneller bereit.

   "Mit unserer mobilen Version und dem reinen Textangebot runden wir unsere Angebote für Journalisten ab. Unser Ziel ist es, Serviceangebote und technische Entwicklungen für die Pressearbeit maßgeblich voran zu bringen. Das ist uns erneut gelungen", sagte Carl-Eduard Meyer, CEO von news aktuell. Analog zu den neuen Funktionen im Presseportal stellt news aktuell die beiden Neuerungen auch für das Portal Polizeipresse.de bereit. Im Januar 2005 wurden von unabhängiger Seite 2,1 Millionen Page Impressions für das Presseportal gezählt (Quelle: INFOnline).

Mobile Version des Presseportals: mobil.presseportal.de Textangebot mit schnelleren Ladezeiten: text.presseportal.de Mobile Anwendung für Polizeiberichte: mobil.polizeipresse.de Textversion nur mit Polizeiberichten: text.polizeipresse.de
 


 

Nachrichtenagentur ddp offenbar vor Rettung
Geschäftsführer und Masseverwalter optimistisch

Lutz Schumacher, Geschäftsführer der insolventen ddp Nachrichtenagentur GmbH, zeigte sich am Freitag optimistisch, dass die Nachrichtenagentur ddp fortgeführt werden kann. "Es gibt interessierte Investoren und Pläne", sagte Schumacher im Gespräch mit pressetext.deutschland. Seiner Einschätzung nach könnte die Rettung der Berliner Nachrichtenagentur bereits in zwei Wochen unter Dach und Fach sein. Nähere Angaben dazu wollte Schumacher aber nicht machen. Obwohl durch das laufende Insolvenzverfahren die laufenden Probleme durch finanzielle Altlasten beseitigt werden können, wird ein Rationalisierungsprogramm vonnöten sein. Der Geschäftsbetrieb wurde durch die Insolvenz bislang nicht beeinträchtigt.

Auch der Masseverwalter Christian Köhler-Ma von Leonhardt & Partner in Berlin bestätigte diese Woche gegenüber pressetext, dass es ernsthafte Interessenten gebe, die den Betrieb fortführen wollten. Köhler-Ma sprach konkret von drei Angeboten, die auf dem Tisch lägen. Man hoffe auf einen Abschluss bis Anfang nächster Woche. Zu Beginn des Monats hatte Köhler-Ma erklärt, dass die Lichter bei ddp ausgingen, wenn bis Ende Oktober kein Käufer unterschreibt.

ddp hatte am 7. September dieses Jahres Insolvenz anmelden müssen. Nach Unternehmensangaben waren zwei zugesicherte, aber nicht eingebrachte Gesellschafterdarlehen Ausschlag gebend. Trotz notarieller Vereinbarungen kamen Peter Kölbel und Franz Thiel ihren Verpflichtungen nicht nach. Durch den Ausfall von insgesamt 5,5 Mio. Euro sah sich die ddp-Geschäftsführung zum Insolvenzantrag gezwungen. Die Nachrichtenagentur beschäftigt derzeit rund 110 angestellte Redakteur und etwa 150 fixe freie Journalisten. http://www.ddp.de


 

APA und pte: Content-Streit beigelegt

Utl.: Betroffene Parteien einigen sich auf Vergleich =

Der "Content-Streit" zwischen der APA - Austria Presse Agentur und der pressetext.austria Nachrichtenagentur AG (pte) wurde am 21. November 2002 mit einem gerichtlichen Vergleich beendet. Die APA hat im September 2000 pte wegen der Praxis, Meldungen oder Fotos, für die pte keine Nutzungsrechte erworben hat, zu verbreiten oder für das pte-Archiv zu verwenden, geklagt.

Im Rahmen des Vergleiches verpflichtet sich pte gegenüber der APA, "es ab sofort und in Zukunft im geschäftlichen Verkehr zu Wettbewerbszwecken zu unterlassen, Agenturmeldungen und/oder Lichtbilder, an denen der beklagten Partei Nutzungsrechte und/oder Nutzungsbewilligungen nicht zustehen, ohne Genehmigung der Rechteinhaber zu veröffentlichen, zu verbreiten oder zum Abruf in einer Datenbank öffentlich bereitzuhalten."

Gleichzeitig erklärt die APA, dass pte "jene Praxis, die im Herbst 2000 zur Klagsführung" durch die APA geführt hat, "nach der Beobachtung der klagenden Partei nicht mehr pflegt, daher der anhängige Content-Streit durch Vergleich beendet werden konnte und aus Sicht der klagenden Partei kein Anlass für weitere wettbewerbsrechtliche Auseinandersetzungen besteht."

APA-Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil betonte, dass durch dieses Verfahren und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit das Bewusstsein verstärkt wurde, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und grundlegende Normen selbstverständlich auch für das Web gelten. "Wir sind für eine Aufrechterhaltung fairer Bedingungen auf dem Content-Markt eingetreten und haben aufgezeigt, dass die Verletzung von Wettbewerbs- und Urheberrechten im Internet nicht ohne Konsequenzen bleibt", erklärt Vyslozil.
 


 

Nachrichten-Dienste waren auf Militärschlag vorbereitet
Nutzeransturm auf Webseiten nicht so groß wie vor vier Wochen
 

Deutsche Nachrichtenangebote im Internet sind auf den amerikanisch-britischen Militärschlag gegen Afghanistan gut vorbereitet gewesen. Rufbereitschaften, um die Redaktionen schnell verstärken zu können, und vorbereitete Seiten ermöglichten eine schnelle Berichterstattung. "Wir haben innerhalb von 20 Minuten vier Kollegen zusätzlich hereingerufen", sagte N24-Redaktionsleiter Ulrich Schaal http://www.n24.de am Montag. Zudem sei eine statische Seite mit weniger Bildern und Navigation vorbereitet gewesen, die bei einem großen Ansturm auf die Webseite sicherstellen sollte, dass das Angebot weiter über das Internet zu erreichen ist.
 

Auch bei dem Berliner Nachrichtensender N-TV http://www.n-tv.de , der zusammen mit dem US-amerikanischen News-TV CNN http://www.cnn.com ein gemeinsames Online-Angebot in Deutschland betreibt, gab es eine Rufbereitschaft. "Wir haben die Meldung von den Angriffen der Amerikaner zeitgleich mit dem Fernsehen um 18.38 Uhr online gestellt", sagte ein N-TV-Sprecher.
 

Am Sonntagabend hatte es einen großen Nutzeransturm auf die Nachrichtenangebote im Internet gegeben. Dabei klickten jedoch ersten Auswertungen zufolge weniger Nutzer auf die Webseiten als vor vier Wochen nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon (Siehe auch: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=010911071). Das lag unter anderem daran, dass die Militäraktion an einem Sonntag begann. Am Wochenende seien generell weniger Menschen online als an Werktagen, weil die Menschen zu Hause und nicht im Büro sind, sagte Spiegel-Online-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron. Darüber hinaus sei die "Schockwirkung" der Militäraktion nicht mit der der Terrorakte zu vergleichen. Dennoch verzeichnete das Online-Angebot des Nachrichtenmagazins http://www.spiegel.de am Sonntagabend und Montagmorgen etwa 50 Prozent mehr Nutzer als an den Tagen der Vorwoche.
 

Insgesamt hat sich die Arbeit in den Online-Redaktionen weitgehend normalisiert. "In den Tagen nach den Anschlägen in den USA haben wir rund um die Uhr gearbeitet, da hat sich auch die ganze Redaktion nur mit diesem einen Thema beschäftigt", sagte Birgit Lutz, Auslandsredakteurin beim Online-Angebot der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de . Inzwischen beschäftige sich jeder wieder mit seinem eigenen Ressort. Auch Probleme mit der Erreichbarkeit der Nachrichten-Seiten hat es am Sonntag und Montagmorgen offenbar bei keinem der Internet-Medien gegeben. In den Stunden nach den Anschlägen in den USA waren viele Angebote nicht oder nur schwer über das Internet zu erreichen gewesen


 

Überlebensfrage: Medien müssen Inhalte künftig verkaufen
Studie zu Content-Syndication im Internet vorgestellt
 

 Inhalte werden im Internet zunehmend als gewinnbringende Ware gehandelt. Doch bis auf wenige Ausnahmen ist es Medienunternehmen sechs Jahre nach dem Start der ersten Websites bislang nicht gelungen, ihre Internet-Aktivitäten auf eine tragfähige Erlösbasis zu stellen. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung "Content Syndication – wie das Internet die Wertschöpfung der Medien verändert" von PricewaterhouseCoopers http://www.pwcglobal.com .
 

Abnehmer von mit hohen Kosten erstellten Inhalten sind in zunehmendem Maße Unternehmen, die ihre Internetseiten mit attraktiven Inhalten verbessern wollen. Bei Content Syndication geht es um Handel zwischen Unternehmen (B2B). Medienunternehmen, die sich an diesem Geschäftsmodell nicht
beteiligen, werden in Zukunft empfindliche Umsatzerlöse verzeichnen.
 

"Maximale Erlöse lassen sich durch individuell auf die Kunden angepasste Lösungen erzielen. Solche Angebote erfordern allerdings einen enormen Beratungsaufwand", erläuterte Bertold Heil, Medienexperte bei PricewaterhouseCoopers.

Große Verlage, Hörfunk- und Fernsehunternehmen nutzen das Internet als Vertriebskanal für den exklusiven Verkauf ihrer Inhalte. Die Abnehmer der Inhalte sind vor allem Internetportale und Online-Dienste sowie traditionelle Großunternehmen. Content Broker übernehmen das Massengeschäft mit mittel- und geringwertigen Inhalten. Sie erwerben Inhalte von Produzenten, standardisieren die Informationsformate und vermitteln diese gegen Provision an Abnehmer. Multimedia-Agenturen verändern die Inhalte entsprechend der Wünsche ihrer Kunden und stellen maßgeschneiderte Lösungen her.
 

Nach Meinung der Experten werden bis 2003 fast alle großen Medienunternehmen im Bereich Content Syndication aktiv sein. Bisher haben laut Studie die deutschen Nachrichtenagenturen dpa, ddp und Reuters sowie die Verlage Tomorrow Internet AG und die Financial Times Deutschland das neue Geschäftsfeld erschlossen. Noch in der Aufbauphase befinden sich die Verlage Burda und Springer. Kirch New Media wird voraussichtlich im kommenden Jahr mit digitalisierten Audio- und Video-Inhalten an den Markt gehen.

Journalisten und Redaktionen müssten sich künftig viel stärker an den Interessen der Endkunden orientieren. "Der Konflikt zwischen kommerziellen Interessen und der gesellschaftlichen Funktion des Journalismus wird sich verschärfen", bemerkte Heil.

Klassische Medienunternehmen, die sich im Bereich Content Syndication etablieren möchten, müssen ihre Produktionsabläufe von Grund auf umstellen. Erfolgreich werden laut Studie diejenigen sein, denen es gelingt, auch Formate wie Bild, Audio und Video in ihrem Angebot zu berücksichtigen und miteinander zu verknüpfen.
 



 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:39
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