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Afrikanischer
Mobilfunker Celtel im Aufwind
Gewinne und Userzahlen verdoppelt - Umsatz
klettert um 62 Prozent
Der drittgrößte afrikanische Mobilfunkprovider
Celtel
http://www.celtel.com hat im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftig
zugelegt und Gewinn sowie Userzahlen verdoppelt. Der Umsatz des vor
allem in der Region südlich der Sahara agierenden Providers stieg
gegenüber dem Vorjahr um 62 Prozent auf 614 Mio. Dollar. Der
Nettogewinn legte von 73 auf 147 Mio. Dollar. Die Zahl der User ist
von 2,5 auf 5,2 Millionen geklettert, teilte das Unternehmen heute,
Freitag, mit.
Allein die Übernahme von 60 Prozent der Anteile am einzigen
kenianischen Provider KenCell im Mai 2004 brachte 1,2 Millionen neue
Kunden. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde schrumpfte allerdings
um 16 Prozent auf 21 Dollar. Der Rückgang reflektiere die
Aufwendungen zur Steigerung der Penetrationsrate und sei ein
Resultat der Übernahme, hieß es in einer entsprechenden Aussendung.
Der Mobilfunker hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben mehr
als 250 Mio. Dollar in die Infrastruktur seiner afrikanischen
Aktivitäten investiert.
"Wir sind Marktführer in zehn von 13 Ländern, in denen wir operieren
und sehen nun die Erträge unserer erheblichen Investitionen in der
Region südlich der Sahara", sagte Celtel-Chef Marten Pieters. Die
bitterarme Region ist nach Ansicht von Celtel der weltweit am
schnellsten wachsende Mobilfunkmarkt. So beläuft sich die
Mobilfunkpenetration in zehn der 13 Länder auf unter fünf Prozent.
Darum, hieß es bei Celtel, gebe es enorme Möglichkeiten in punkto
Kunden- und Umsatzwachstum. Celtel will das Investitionsprogramm für
Lizenzen und Netzwerke in Afrika fortsetzen.
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Afrikanische-Heuschrecken Horrorvision für 2005
Experten warnen vor noch schlimmerer Invasion
Experten warnen davor, dass im kommenden Jahr die
Heuschreckenplage noch massiver ausfallen wird als in diesem Jahr,
berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature
http://www.nature.com . Die neue Brutsaison für die
afrikanischen Heuschrecken, die in ungewöhnlich großer Zahl weite
Teile Nord- und Westafrikas eroberten, hat bereits angefangen.
Zuletzt waren die Insekten sogar auf den Inseln Kreta und Zypern
aufgetaucht.
Seit Jahren waren solche Heuschreckenplagen der Spezies Schistocerca
gregaria nicht mehr in diesem Maße aufgetreten. Die ersten Warnungen
gab es zu Jahresende 2003: Damals hatten Forscher gemeint, dass es
in der folgenden Saison zu einer massiven Plage kommen werde.
Unüblich war aber der gesamte Verlauf der Insekteninvasion, die von
Mali, Niger, Senegal, Mauretanien bis zur Mittelmeerküste von Libyen
und Ägypten reichte. Heuschrecken haben sich seit den späten 50-er
Jahren nicht mehr so weit vom Nordwesten bis zum Südosten hin
bewegt. In den vergangenen Tagen erreichte ein riesiger Schwarm
schließlich die israelische Stadt Eilat am Roten Meer.
"Trotz immenser Anstrengungen hat sich die Zahl der Insekten nicht
verringert, sondern noch weiter vergrößert", berichtet Keith
Cressman, Entomologe im Heuschreckenvorsorgeprogramm der
UN-Ernährungsorganisation FAO in Rom. Die Angst, dass die
Heuschrecken sämtliche Felder kahl fressen und in den ohnehin armen
Ländern zu einer Ernährungskatastrophe führen, ist die größte Sorge
für die Ernährungsexperten. Nun fürchten die Entomologen, dass die
Insekten Richtung Norden nach Marokko und Algerien weiterziehen
könnten. Wahrscheinlich werden sie dort aber aufgrund des kälteren
Winterwetters sterben. Dann gibt es immer noch zwei Szenarien: Wenn
die Frühlingsregen ausbleiben, hat die Brut wenig Chancen. Dann kann
mithilfe von Pestiziden die Situation unter Kontrolle gebracht
werden. Das Worst-Case-Szenario sind aber reichliche Regenfälle, die
die Vermehrungsrate sogar noch weiter in die Höhe schnellen lassen.
"Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die Realität irgendwo
dazwischen liegt", meint Cressman.
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Afrika bekommt eigenes
MTV
Lokale und internationale Künstler nebeneinander
Der Musiksender MTV
http://www.mtv.com
startet seinen ersten lokal produzierten Kanal in Afrika, wie
der Media Guardian berichtet. Damit setzt der Sender seine dominante
Stellung in der Musikszene weiter durch. Der neue Sender, der MTV
Base in Africa heißen wird, ist der 100. Kanal der, weltweit auf
Sendung geht, seitdem der erste internationale Kanal, MTV Europe,
1987 das erste Mal ausgestrahlt wurde.
Schon seit 1995 gibt es zwei europäische Kanäle in Afrika, die von
MTV Networks, dem internationalen Arm des US-amerikanischen Senders,
ausgestrahlt wurden. Doch der neue Kanal soll das erste Mal speziell
auf das afrikanische Publikum abgestimmt sein. Ausgestrahlt werden
soll er ab Februar nächsten Jahres. Er wird der alt bekannten Formel
von MTV folgen, die sich bereits weltweit bewährt hat, nämlich einem
Mix von lokal produzierten Inhalten, internationalen Musik-Videos
und in den USA produzierten Programmen wie Cribs und Making the
Video. Einige afrikanische Musik-Genres wie Kwaito, Mbalax und Zouk
werden neben internationalen Künstlern wie Soul-Dive Alicia Keys,
Rapper Jay-Z, Dancehall-Musiker Sean Paul und den französischen
Rappern Saian Super Crew gezeigt.
"Seit wir MTV das erste Mal ausgestrahlt haben, haben wir das große
Potenzial des Senders für ein weltweites Publikum gesehen. Heute,
mit einem Kanal in jeder Region der Erde, haben wir genau das
verwirklicht", sagte Tom Freston, Vize-Präsident der
Muttergesellschaft von MTV, Viacom. MTV erreicht heute über eine
Mrd. Menschen in 164 Ländern. "Ein Kanal in Afrika war seit langem
unser Ziel und reflektiert unsere Mission, die Vielfalt der
Jugendkultur auf der ganzen Welt zu zelebrieren", sagte Bill Roedy,
Präsident von MTV Networks International.
Er möchte sich gegen eventuelle Vorwürfe wegen Kultur-Imperialismus
wehren. MTV sei offen für lokale Musik und würde helfen, sie
weltweit bekannt zu machen. Außerdem könne der Sender für die seit
langem laufende Aids-Kampagne von MTV genutzt werden. "Dadurch, dass
wir in die reiche lokale Musikszene Afrikas eintauchen, wollen wir
eine zentrale Rolle in der Förderung und dem Export afrikanischer
Künstler und dem kulturellen Erbe spielen", so Roedy weiter. "Diese
Plattform soll außerdem helfen, unsere Bemühungen, Aids/HIV zu
bekämpfen, zu stärken." |

Ganz Afrika freut sich über
österreichischen Ehren-Umweltpreis für Gadhafi
Sichtlich gerührt und erfreut war der Libysche Revolutionsführer
Muammar Gadhafi als ihm der Oberösterreicher Ing. Wolfgang Neumann
vergangenen Freitag als Höhepunkt der Eröffnungskonferenz des
Sonderkongresses der Afrikanischen Union im libyschen Syrte einen
Umwelt-Ehrenpreis im Rahmen des Energy Globe Awards überreichte. Die 52
afrikanischen Staatschefs und EU-Kommissionspräsident Romano Prodi
applaudierten als Hunderte Journalisten aus aller Welt diesen historischen
Moment im Blitzlichtgewitter festhielten: denn erstmals wurde mit diesem
Ehrenpreis eine Initiative Gadhafis gewürdigt, die heute allen Libyern einen
gesicherten Zugang zu Wasser ermöglicht und Vorbildfunktion für ganz Afrika
hat: das "Great Man-Made River Projekt", in den 80er Jahren gestartet,
fördert täglich 5 Mio m3 Wasser. Jeder libysche Bauer erhält 2,5 ha land zur
Bewirtschaftung und hat nun ausreichend Wasser zur Verfügung. Wo früher
karger Sandboden war, stehen saftig grüne Getreideflächen, Baumplantagen und
Gemüsegärten. Auch großflächige Anlagen mit automatischen
Bewässerungsanlagen lassen die Wüste ergrünen.
"Dieses Projekt ist ein Jahrtausendprojekt, das es nirgendwo auf der Welt
gibt", begründete Neumann u.a. in einem Interview mit dem TV-Sender "African
Voice" die Auszeichnung an Gadhafi. Vor 5 Jahren hat er den heute weltweit
bedeutendsten Umweltpreis, den Energy Globe Award, ins Leben gerufen und war
nun auf Einladung Libyens nach Syrte gereist, um diesen "Weltpreis für
Nachhaltigkeit" im Rahmen des afrikanischen Sonderkongresses vorzustellen.
Libyen hat sich mit dem "Great Man-Made River Project" im Vorjahr um den
Energy Globe beworben. Die Jury bewertete die Gadhafi-Initiative als "world-beating".
Gleichzeitig wurde die Empfehlung ausgesprochen, dem Revolutionsführer dafür
einen Ehrenpreis zu verleihen. Der Energy Globe wird auch heuer wieder im
Rahmen einer Fernseh-Gala am 19. Oktober 2004 an die weltbesten Projekte zum
sinnvollen und sparsamen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen Erde, Feuer
(Energie), Wasser und Luft vergeben. Die Gala wird weltweit ausgestrahlt.
Projekte können bis 30. Juni 2004 eingereicht werden. Mehr dazu unter
www.energyglobe.info.

Größter Naturpark Afrikas wird Realität
35.000 Quadratkilometer großes Game-Reserve in Südafrika,
Mosambik und Zimbabwe
Der größte Nationalpark Afrikas mit einer Fläche von 35.000
Quadratkilometern hat heute, Montag, offiziell seine Tore geöffnet. Der Great
Limpopo Transfrontier Park
http://www.gkgpark.com , der sich über Teile Südafrikas, Mosambiks und
Zimbabwes erstreckt, soll internationalen Touristen mit nur einem Visum den
Zutritt erlauben, berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk heute,
Montag. Die Präsidenten der drei Staaten sind heute in Xai Xai, Mosambik zur
Eröffnung zusammen getroffen.
Mit einer Fläche, die fast die ganze Niederlande umfasst, verbindet der
neue Park den südafrikanischen Kruger National-Park mit dem Gonarezhou Park in
Zimbabwe und dem Limpopo Park in Mosambik. Nach Angaben von BBC finden sich in
dem riesigen Naturreservat mehr als 300 verschiedene Baumarten und eine
Vielzahl von Elefanten, Nashörnern, Löwen, Giraffen und Antilopen. Den
Grundstein für den riesigen Park legte Präsident Nelson Mandela. Die
Organisatoren hoffen, dass der neugeschaffene Park viele Touristen aus aller
Welt anziehen wird. Die Gründungsväter sprechen vom wichtigsten
Eco-Tourismus-Ziel der Welt.
Mit der Eröffnung des Parks gab es nach Angaben von BBC immer wieder
Schwierigkeiten. Der geplante Eröffnungszeitpunkt hätte bereits vor über einem
Jahr sein sollen. Die politisch instabile Lage in Zimbabwe hatte das Projekt
zuletzt auf Dezember verschoben. Die Schaffung der nötigen Infrastruktur
insbesondere im krisengeschüttelten Mosambik, das nach 16-jährigem blutigen
Bürgerkrieg erst seit 1992 wieder aufgebaut wird, erschwerte die Durchsetzung
des grenzüberschreitenden Parks. Beim Bürgerkrieg wurden auch große Teile des
Wildbestandes Mosambiks schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Noch immer fehlen dem Park Investitionsmittel. So fehlt etwa eine Brücke,
um den Transport über den Limpopo Fluss nach Mosambik zu gewährleisten, ohne
den Park zu verlassen. Neu errichtet werden soll auch ein internationaler
Flughafen, der Touristen dann direkt in den Park bringt. Der Great Limpopo
Transfrontier Park soll anders als bisherige Wildparks zu keinen Umsiedlungen
bereits bestehender Dörfer führen.

Ausrangierte Computer nach Südafrika
Globale
Kampagne soll Schüler in ärmeren Ländern "internetreif" machen
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Mehr als 600
Mio. gebrauchte aber immer noch funktionierende Computer werden von
internationalen Großunternehmen in den kommenden Jahren aus dem Verkehr
genommen. Ein ambitioniertes Projekt namens Digital Partnership
http://www.digitalpartnership.org will genau diese Geräte an Kinder in der
Dritten Welt liefern, um auch sie am Computer zu schulen und sie
"internetreif" zu machen, berichtet BBC-Online
http://news.bbc.co.uk
heute, Montag.
Digital Partnership hat international agierende Unternehmen wie ABB, Cadbury
Schweppes, Cisco, Eli Lilly, Nestle, Shell, Turner Broadcasting und die Royal
Bank of Scotland dazu aufgefordert, Geräte, die zwar noch funktionieren, aber
ausgetauscht werden, Schulen, Telecommunities und Gefängnissen zur Verfügung
zu stellen. Die ersten 4.000 Geräte sind bereits im Sommer in Südafrika
angekommen.
Die meisten der gebrauchten Rechner sind immer noch in Ordnung. Eine
Hilfsorganisation in Südafrika bringt die alten Computer wieder auf Vordermann
(Bild). Von dort wandern die Geräte dann weiter an Schulen, in Telecenters, in
denen auch Lehrer den Umgang mit den Geräten lernen. Im kommenden Jahr sollen
170.000 Geräte an die über 4.000 öffentlichen Schulen in Südafrika geliefert
werden. Microsoft hat angekündigt, dass es auf die Lizenzen für die Windows XP
und Office XP Programme verzichten will. So können die Rechner mit den
üblichen Software-Paketen ausgestattet werden.
Um für die Wartung das Geld zu bekommen, sollen die Schulen ihre Geräte auch
nach den Schulstunden zu Lehrzwecken, zum Ausdrucken von Dokumenten oder zum
Versenden von E-Mails bereitstellen. Webbasierte Portale zum Lernen am
Computer sollen auch zur Verfügung gestellt werden. Finanziell wird das
ehrgeizige Programm auch von der südafrikanischen Regierung unterstützt. Die
Regierung will mit Gesetzen die Netzgebühren für Schulen senken.

Johannesburg: Minenschächte als Ersatz-Friedhöfe
Steigende Aids-Opferzahl löst Bestattungs-Problem aus
In der größten südafrikanischen Stadt Johannesburg sind derzeit 750.000 der
drei Mio. Einwohner HIV-infiziert. In den vergangen fünf Jahren ist die
offizielle Todesrate um 35 Prozent gestiegen. Der Anstieg stellt die Stadt vor
ein großes Problem: Friedhöfe sind überfüllt. Die Initiative "Johannesburg
City Parks"
http://www.johannesburg.gov.za/services/parks.stm bemüht sich nach
Alternativen: Vorgeschlagen werden stillgelegte Minenschächte als
Ersatz-Friedhöfe.
"In diesem Jahr werden rund 20.000 Aids-Opfer zu begraben sein", erklärte
Alan Buff, Friedhofs-Verantwortlicher von City Parks. Gesetzt den Fall, es
gibt bis 2010 keine Heilung für die Immunschwächekrankheit, wird von Buff eine
Zahl von rund 70.000 Opfern erwartet. Ein Vorschlag Buffs ist die Umwandlung
alter Goldminen in unterirdische Straßen, gesäumt mit Gräbern.
Der Anstieg der Aids-Todesopfer hat bereits dazu geführt, dass Leichname in
der Hälfte der in der Stadt vorhandenen Friedhöfen bereits übereinander in "Familien"-Gräbern
bestattet werden. City Parks will jetzt zusätzlich 1.500 Hektar Land für neue
Friedhöfe erwerben. In der Zwischenzeit entstehen am Stadtrand illegale
Friedhöfe, berichtet das Fachblatt New Scientist
http://www.newscientist.com
. Die seichten Gräber stellen nicht nur für Anrainer ein Problem dar. Sie
werden auch geschändet, indem Körperteile entwendet werden.
Der Verbrennung der Opfer könnte das Problem der überlasteten Friedhöfe
lösen. Allerdings entscheiden sich nur sechs Prozent der Bevölkerung für eine
Einäscherung. Buff hofft, dass die "Gefriertrocknung" bei der Bevölkerung mehr
Anklang findet. "Dabei wird der Körper in einem Tunnel flüssigem Stickstoff
ausgesetzt und mit Ultraschall in Asche verwandelt", erklärte Buff.

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