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Der Tagesspiegel: Deutscher Staatsbürger von Amerikanern nach Afghanistan entführt? Staatsanwaltschaft ermittelt


   Berlin (ots) - Ein deutscher Staatsbürger libanesischer
Herkunft, der Ende 2003 von Bayern nach Mazedonien reiste, soll dort
festgenommen und drei Wochen später nach Afghanistan in ein geheimes
US-Gefängnis gebracht und dort misshandelt worden sein. Dies
berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). Die
Staatsanwaltschaft München ermittelt nun gegen Unbekannt wegen des
Verdachts auf Verschleppung. Auch die "New York Times" berichtete
über den Fall. Nach eigenen Angaben wurde der Mann namens Khaled
El-Masri fünf Monate ohne Verfahren und Kontakt zur Außenwelt
inhaftiert und in dieser Zeit misshandelt. Danach sei er nach
Albanien transportiert und in Tirana in eine Maschine nach Frankfurt
am Main gesetzt worden, jetzt wieder als freier Mann. In
Sicherheitskreisen heißt es, was El-Masri berichte, "sei nicht
unwahrscheinlich".

   Der 41-Jährige berichtete dem Tagesspiegel, dass er am 31.
Dezember 2003 mit dem Bus nach Skopje gereist sei, um dort eine Woche
Urlaub zu verbringen. An der serbisch-mazedonischen Grenze hätten ihn
Grenzbeamte gezwungen, den Bus zu verlassen. Nach El-Masris Angaben
verhörten ihn zivil gekleidete, bewaffnete Personen und beschuldigten
ihn, ein Terrorist zu sein. Sie brachten ihn in ein Hotel in Skopje
und hielten ihn dort 23 Tage fest.

   Wie El-Masri berichtet, wurde er anschließend zu einem Flughafen
gebracht. Schwarz gekleidete, maskierte Männer hätten ihn geschlagen,
ihm mit Messern die Kleidung vom Körper geschnitten und ihn nackt
fotografiert. Gefesselt, mit einem Sack über dem Kopf und unter
Drogen gesetzt habe man ihn in ein Flugzeug gebracht. Sein nächster
Aufenthaltsort war seinem Anwalt zufolge "ein Dreckskellerloch" mit
schlechter Nahrung und schmutzigem Wasser. Mitgefangene und Wärter
sagten El-Masri, er sei in der afghanischen Hauptstadt Kabul. Auch
hier habe es Verhöre und Schläge gegeben.

   Es seien Amerikaner gewesen, die ihn verhörten, sagt El-Masri. Ihm
seien Verbindungen zu Al Qaida vorgeworfen worden. Weder Botschaft
noch Anwalt oder Familie habe er kontaktieren dürfen. Erst Ende Mai
wurde El-Masri nach seinen Angaben per Flugzeug nach Albanien
gebracht. Gleich nach seiner Rückkehr verständigte er seinen Anwalt
Manfred Gnjidic, der Auswärtiges Amt und Bundeskanzleramt von dem
Bericht seines Mandanten in Kenntnis setzte.

   Der Münchner Staatsanwalt Martin Hofmann sagte dem Tagesspiegel,
El- Masris Schilderungen konnten bis zum erzwungenen Verlassen des
Busses an der serbisch-mazedonischen Grenze bestätigt werden. Für
weitere Ermittlungen in Mazedonien habe das Bundeskriminalamt die
dortigen Behörden kontaktiert. Es gebe, so Hofmann, derzeit "keinen
Anhaltspunkt, dass Herr El-Masri eine Lügengeschichte erzählt".
 


 

Reality-TV-Serie über US-Truppen in Afghanistan geplant
13 Folgen sollen Stimmung für USA machen
 

Das Pentagon gewährt zwei Hollywood-Produzenten Zugang zu den US-Truppen in Afghanistan, damit diese eine Reality-TV-Serie drehen können, die Stimmung für die Kriegsanstrengungen der USA macht. Dies berichtet heute, Donnerstag, die "New York Times" (NYT) http://www.nytimes.com/ . Das Ergebnis – geplant sind 13 Folgen – werde voraussichtlich noch in diesem Jahr im Hauptabendprogramm der Disney-Tochter ABC http://www.abc.com ausgestrahlt. Nachrichtenteams, darunter auch CNN, hatten zuletzt immer wieder von Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit durch die US-Militärs in Afghanistan berichtet.
 

Die geplante Serie würde die "zwingenden persönlichen Geschichten" von Männern und Frauen des US-Militärs erzählen, die die "Last dieses Kampfes ertragen", heißt es in einer ABC-Aussendung. Bei den Produzenten handelt es sich um Jerry Bruckheimer, verantwortlich für Kinofilme wie "Pearl Harbor" und "Black Hawk Down", sowie Bertram van Munster, der sich im Reality-TV-Genre bereits mit Serien wie "The Amazing Race" oder "Cops" betätigte. ABC wird die Serie von Bruckheimers Produktionsfirma lizensieren. Laut NYT außerdem an dem Projekt maßgeblich beteiligt ist David Hume Kennerly, ein persönlicher Freund des US-Verteidigungsministers Donald H. Rumsfeld, der für seine Vietnam-Krieg-Fotografien mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.
 

Das grundlegende Serien-Konzept sei bereits unter anderem von Admiral Craig R. Quigley, dem Sprecher der zentralen Kommandoeinheit der Militärmission in Afghanistan, abgesegnet worden. Es sei klar, dass man die amerikanische Öffentlichkeit auf viele andere Wege informieren könne als mit Nachrichtenmedien, wird Quigley zu dem Serien-Projekt zitiert: "Aber wenn es eine Möglichkeit gibt, über den Mut und den Professionalismus unserer Männer und Frauen in Uniform in 13 aufeinanderfolgenden Wochen zur besten Sendezeit im Fernsehen zu erzählen, dann machen wir das. Das ist eine Gelegenheit, die man nicht versäumen darf."
 

Sowohl von der Produzenten- als auch der Militärseite wurde laut NYT bestätigt, dass das Pentagon das ganze aufgenommene Filmmaterial überprüfen wird, damit die Sicherheit der Truppen bzw. der gesamten militärischen Aktion nicht gefährdet werde. Das Pentagon habe keine redaktionelle Kontrolle über die Serie, obschon man Änderungswünschen, die die militärische Sicherheit betreffen, Folge leisten werde, erklärte dazu auch Andrea Wong, Senior Vice President bei ABC Entertainment.
 


 

Filmproduktion in Afghanistan läuft wieder an
Erster Spielfilm seit zehn Jahren wird fürs Fernsehen produziert
 

Erstmals seit zehn Jahren wird derzeit in Afghanistan wieder ein Spielfilm gedreht. Der Film wird speziell für eine Ausstrahlung im afghanischen Fernsehen, dem es an Sendematerial mangelt, produziert. Laut einem Bericht der BBC http://news.bbc.co.uk/ soll der Film "Der Spekulant" heißen und noch im Januar fertig gestellt werden.
 

Die Dreharbeiten bringen zahlreiche Veteranen des afghanischen Kinos wieder zusammen. Der Regisseur Sayed Faruk Haybat hatte im Zeitraum zwischen 1984 und 1995 acht Anti-Drogenfilme gedreht. Die Taliban hatten Filmvorführungen vor fünf Jahren ein Ende gesetzt, der letzte afghanische Film war 1992 entstanden. Erst nach dem Fall des Taliban-Regimes im November öffneten Kinos – allerdings nur für Männer – wieder ihre Türen.
 

Vor kurzem haben auch indische Produzenten um Dreherlaubnis in Afghanistan angesucht. Produktionen aus "Bollywood", wie die indische Filmindustrie genannt wird, gehörten schon vor dem Kinoverbot durch die Taliban zur bevorzugten Filmkost der afghanischen Bevölkerung. Nach dem Ende des Taliban-Regimes fand sich unter anderem der indische Action-Film "Elaan" von 1994 als einer der ersten Filme auf dem Spielplan der wiederöffneten Kinos.
 


 

Luftbrücke für Afghanistan / Rupert Neudeck in der ZEIT

Der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur, Rupert Neudeck, fordert in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT eine Luftbrücke für Afghanistan. Tausende würden sonst an Hunger sterben, schreibt Neudeck. Die Bundesregierung solle vier bis fünf Iljuschin 76-Maschinen chartern und zusätzliche Nahrungsmittel, warme Sachen und Baumaterialien nach Nordafghanistan fliegen.

"Afghanistan ist ein Land", schreibt Neudeck, "in dem die Deutschen traditionell willkommen sind und das jetzt verzweifelt auf unsere Hilfe hofft." Drei bis vier Millionen Menschen in der Region Kundusch könnten bislang nur mit einer brüchigen Fähre versorgt werden. "So werden wir sie nicht über den Winter bringen können." Während der vergangenen Tage sollen in Kundusch bereits etwa 100 Menschen verhungert sein.
 


 

Aufruf: 100.000 Kinder in Afghanistan können den Winter nicht überleben!

Der Vorsitzende der Bundessektion Landesanstalten und Betriebe in der GÖD Johann Hable ruft österreichweit die Gesundheits- u. Sozialeinrichtungen auf, die Aktion "Decken für die Kinder von Afghanistan" zu unterstützen.

Demnächst sind Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius zu erwarten. 100.000 Kinder können laut Aussage der UNICEF ohne Decken den heurigen Winter nicht überleben.

Der Bundessektionsvorsitzende Johann Hable ersucht alle Betriebsräte, Zentralbetriebsräte u. Gewerkschaftsfunktionäre der Gesundheits- u. Sozialeinrichtungen Österreichs, sich an dieser Aktion zu beteiligen und Deckenspenden entgegenzunehmen und sie an die Adressen der Exekutive bzw. des Bundesheers weiterzugeben.

Hable bedankt sich bei der Gattin des Bundeskanzlers a. D. Christine Vranitzky für die "gute Idee", bei der Fluglinie AUA u. Lauda Air für den kostenlosen Transport, sowie bei den öffentlich Bediensteten, die sich ganz und gar in den Dienst dieser guten Sache stellen.



"Stars helfen Afghanistan": Die große Caritas-Wohltätigkeitsaktion startet bei eBay Österreich in die zweite Woche


* Ein Märchenautomat von Ferry Ebert und ein Bild des Malers
Christian Hofmann werden ab heute auf der Österreich-Site des
weltweiten Online-Marktplatzes eBay (www.eBay.at) meistbietend
verkauft

* In dieser Woche außerdem dabei: "Skisprung-Legende" Toni
Innauer, Schriftsteller Josef Haslinger, Tänzerin Eva Petters,
Autorin Lene Mayer-Skumanz und Schauspielerin Monique Schwitter

Die am vergangenen Donnerstag von der Caritas Österreich unter dem Motto "Stars helfen Afghanistan" gestartete Wohltätigkeitsaktion, bei der drei Wochen lang besondere Events mit zahlreichen Stars der österreichischen Künstlerszene im Internet versteigert werden, geht in ihre zweite Woche. Ort der virtuellen Charity-Auktionen ist wiederum die österreichische Länderseite des weltweiten Online-Marktplatzes eBay (www.eBay.at). Aufgrund des großen Erfolgs, der sich schon in der ersten Woche eingestellt hat, sind zu den ursprünglich insgesamt 13 spektakulären Aktionen - die ersten fünf gingen am 6. Dezember online - zwei weitere attraktive Events hinzugekommen: "Automatenpionier" Ferry Ebert und der Maler Christian Hofmann stehen dabei im Mittelpunkt. Auch diese Online-Versteigerungen beginnen - wie alle Star-Angebote der Caritas bei eBay.at - bei einem Startpreis von jeweils nur einem Euro!

Österreichs "Automatenkönig" Ferry Ebert hat für die am heutigen Donnerstag beginnende zweite Runde von "Stars helfen Afghanistan" einen ganz besonderen Automaten zur Verfügung gestellt: Unter der Internetadresse www.eBay.at/caritas bietet die Caritas ein Exemplar des von Ferry Ebert entwickelten ersten Märchenautomaten der Welt an! "Radomir Runzelschuh" nennt sich der erfolgreiche Automaten-Unternehmer in seiner Rolle als Märchenerzähler - und mit dem bei eBay.at erhältlichen Exemplar des fantastischen Geräts kommt die besinnliche Vorlese-Stimmung direkt nach Hause: Wer seinen Lieben den Märchenautomaten zu Weihnachten schenkt, kann sich künftig jeden Tag an einer neuen Geschichte erfreuen.

Wer sich lieber der "großen" Kunst widmet, wird sicherlich an dem Bild "Wassermusik" von Christian Hofmann Gefallen finden, das der Maler für "Stars helfen Afghanistan" gespendet hat und das ebenfalls ab nur einem Euro angeboten wird. Zu den weiteren attraktiven Caritas-Aktionen, die heute bei eBay.at online gehen, zählen auch ein Golfmatch mit dem Cheftrainer der österreichischen Skispringer-Nationalmannschaft, der "Skisprung-Legende" Toni Innauer, sowie eine Lesung des Schriftstellers Josef Haslinger ("Opernball"). Ebenfalls eine Lesung, und zwar aus der "Scheherazade", steuert die Schauspielerin Monique Schwitter zur Caritas-Wohltätigkeitsaktion für Afghanistan bei. Und auch die Kinderbuchautorin Lene Mayer-Skumanz kann man für eine Lesung online ersteigern: Sie wird mit ihren Werken einen Nachmittag in einem Wiener Flüchtlingsheim für Kinder gestalten, und der Meistbietende kann mit einer eigenen Kindergruppe (beispielsweise einer Schulklasse) daran teilnehmen. Ballettfans schließlich haben die Möglichkeit, exklusiv bei einer Probe die ersten Solotänzerin der Wiener Staatsoper, Eva Petters, dabei zu sein.

Der Reinerlös der "Stars helfen Afghanistan"-Aktion kommt der Caritas-Hilfe für unterernährte Flüchtlingskinder in Afghanistan zugute: Mit nur 3,70 Euro kann dort ein Kind einen Monat lang mit Zusatznahrung versorgt und damit vor dem Hungertod gerettet werden! Die Caritas betreut vor Ort zurzeit in verschiedenen Kliniken rund 11.000 unterernährte Kinder sowie etwa 23.000 schwangere und stillende Frauen.

Hinweis an die Redaktionen: Zu einigen der Caritas-Auktionen können druckfähige Bilder per Telefon unter +49(0)611-973150, per Fax unter +49(0)611-719290 oder per E-Mail an ebayteam@dripke.de abgerufen werden.

eBay ist der weltweite Online-Marktplatz. 1995 gegründet, hat sich eBay mit weltweit über 37 Millionen angemeldeten Nutzern zum größten und leistungsstärksten Marktplatz für den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen durch Privatpersonen und Unternehmen entwickelt. Laut "Handelsblatt" vom 29.11.2001 ist eBay "der unerreichte Star des Consumer-Geschäfts im Internet"; die unabhängige Marktforschungsgesellschaft Nielsen//NetRatings erklärte eBay im April 2001 zur "meistbesuchten Einzelhandels-Website der Welt". Jeden Tag werden bei eBay in Tausenden von Kategorien Millionen von Artikeln ver- und gekauft. Gehandelt werden nicht nur unzählige Artikel zu attraktiven Preisen; vielfach finden sich auch Angebote, die im "normalen" Handel nicht oder nicht mehr verfügbar sind. eBay ermöglicht das Kaufen und Verkaufen auf regionaler, nationaler und globaler Ebene in verschiedenen Handelsformaten. Der Online-Marktplatz ist in 18 Ländern auf vier Kontinenten präsent; auch in Deutschland ist eBay Marktführer. Die 1999 gegründete eBay GmbH (www.eBay.de) mit Sitz in Dreilinden bei Berlin betreut unter der Leitung von Philipp Justus, Vorsitzender der Geschäftsführung, und Jörg Rheinboldt den deutschsprachigen Raum inklusive der eBay-Marktplätze Österreichs (www.eBay.at) und der Schweiz (www.eBay.ch).



Afghanistan: Trotz Luftschlägen geht Rotkreuz-Hilfe weiter. "Waterplexx" heute früh eingetroffen

"Trotz der aktuellen Situation laufen die Rotkreuz-Hilfsprojekte in Afghanistan weiter", erklärt Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK). Nachsatz: "Oder gerade wegen der aktuellen Situation."

Möglich ist das dank des Internationalen Rotkreuz-Netzwerks. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) führt schon seit 20 Jahren eine funktionierende Hilfsoperation im Land durch. Jany:
"Unterstützung kommt natürlich auch vom ÖRK."

"Unsere rund 1000 afghanischen Kollegen vor Ort leisten hervorragende Arbeit", erklärt der Rotkreuz-Sprecher. In Masar-e-Scharif hat die Verteilungen von Nahrungsmitteln und Material zur Errichtung behelfsmäßiger Unterkünfte für mehr als 35.000 Vertriebene begonnen. Nahrungsmittel werden auch in der Region Badakschan, in der Nähe von Faisabad, durchgeführt. In Badakschan wird auch das Rotkreuz-Programm "Nahrung für Arbeit", in dessen Rahmen Familien Bewässerungskanäle instand setzen, fortgeführt. 30.000 Personen erhalten ihre Nahrungsmittelrationen wie bisher. Außerdem stellt das Rote Kreuz seine Nahrungsmittelvorräte dem Welternährungsprogramm (WFP) zur Verfügung, damit dieses die Vertriebenen in den Lagern in der Region weiterhin ernähren kann.

Weiters unterstützt das Rote Kreuz Spitäler, Ambulatorien und Erste-Hilfe-Posten im ganzen Land. Die sechs orthopädischen Zentren der Organisation sind weiterhin in Betrieb. "Die Besorgnis wächst, dass die Zahl der Minenunfälle wegen der Bevölkerungsbewegung steigen wird", sagt Bernhard Jany.

Auch außerhalb der Grenzen Afghanistans ist das ÖRK konkret an der Hilfe beteiligt: "Das vom ÖRK gelieferte Waterplexx zur Versorgung von 10.000 Flüchtlingen mit Trinkwasser ist heute früh in Islamabad eingetroffen. Es ist bereits auf dem Weg in die nahegelegenen Flüchtlingslager."

Das ÖRK ersucht weiterhin um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort "Afghanistan".

Ein Waterplexx besteht aus Wasserreinigungstabletten für rund 10.000 Menschen für einen Monat, 4 Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von je 5.000 Litern, 10.200 faltbare Wasserkanister, Konstruktionsmaterial für 500 bis 600 Latrinen und 20.000 Stück Seife. Mit den Materialien des Waterplexx können 10.000 Menschen einen Monat lang mit sauberem Trinkwasser versorgt werden. Ein Waterplexx hat einen Wert von 1,8 Millionen Schilling (ca. 131.000 Euro).
 


 

Afghanistan: Oesterreichisches Rotes Kreuz entsendet Hilfe im Wert von 1,8
Mio. ATS

Das Oesterreichische Rote Kreuz (OeRK) bereitet in diesen
Stunden die Entsendung eines sogenannten "Waterplexx" nach Guetta an der
Nordpakistanischen Grenze zu Afghanistan vor. Mit diesen Materialien koennen
10.000 Menschen einen Monat lang mit sauberem Trinkwasser versorgt werden.
Das OeRK reagiert damit auf ein Ansuchen des Internationalen Roten Kreuzes
und des Pakistanischen Roten Halbmonds.

"Fuer das Rote Kreuz hat die Hilfe vor Ort oberste Prioritaet, ob direkt in
Afghanistan oder in den Nachbarlaendern. Das Internationale Rote Kreuz
bereitet zur Zeit die Betreuung der Fluechtlinge in großem Umfang vor.
Parallel dazu laufen saemtliche Hilfsprojekte des Roten Kreuzes in
Afghanistan ungehindert weiter. Rund 1.000 lokale MitarbeiterInnen des
Internationalen Roten Kreuzes sind weiterhin in Afghanistan taetig", sagt
Bernhard Jany, Sprecher des OeRK. Jany weiter: "Mit unserem flexiblen
"Waterplexx" koennen wir einen Teil der Fluechtlinge mit dem wichtigsten
Notfallmedikament versorgen: mit sauberem Trinkwasser!"

Ein "Waterplexx" besteht aus Wasserreinigungstabletten fuer rund 10.000
Menschen fuer einen Monat, 4 Wassertanks mit einem Fassungsvermoegen von je
5.000 Litern, 10.200 faltbare Wasserkanister, Konstruktionsmaterial fuer 500
bis 600 Latrinen und 20.000 Stueck Seife. Das  "Waterplexx" hat ca. 13
Tonnen Gesamtgewicht, ein Volumen von 100 m3 und wird ueber den Luftweg
verschickt. Es hat einen Wert von rund 1,8 Millionen Schilling (ca. 131.000
Euro).

 


Afghanistan: Deutsche Welthungerhilfe führt Projekte weiter

Die Deutsche Welthungerhilfe führt ihre Projekte in
Afghanistan weiter. Um die Koordinierung und weitere Betreuung der
Projekte im Land sicher zu stellen, wird der bisherige Leiter des
Landesbüros der Organisation in Kabul morgen von Deutschland nach
Peschawar in Pakistan fahren. Die Betreuung der Projekte vor Ort in
Afghanistan wird von den rund 250 einheimischen Mitarbeitern
gewährleistet. Das deutsche Personal hatte das Land in der
vergangenen Woche verlassen müssen.

   Afghanistan, ohnehin eines der ärmsten Länder der Welt, leidet
gegenwärtig unter den Folgen einer seit drei Jahren andauernden
Dürre. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt die Zahl der von
den Folgen der Dürre betroffenen Menschen im ganzen Land auf sechs
Millionen, das ist ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Allein im
Norden und Nordosten haben bereits zwei bis drei Millionen Menschen,
rund 30 - 40% der dortigen Bevölkerung ihre Dörfer verlassen. In
dieser Region sind alle Brunnen versiegt, die Reserven in den
unterirdischen Zisternen aufgebraucht, und es steht kein
Oberflächenwasser mehr aus Seen oder Flüssen zur Verfügung. Die
Vereinten Nationen rechnen mit einem weiteren Anstieg von internen
Flüchtlingen unter dem Eindruck drohender Militärschläge.

   Die Deutsche Welthungerhilfe arbeitet seit 1994 in Afghanistan.
Gegenwärtig unterstützt sie dort sieben Projekte mit einem Volumen
von 9.5 Mio. DM, vor allem im Bereich der Nahrungsmittelhilfe, beim
Bau von Brunnen und Bewässerungssystemen sowie der Verteilung von
Saatgut. Sie unterhält Projektbüros in Kabul, Jallalabad,
Mazar-i-Sharif und Herat.. Die Organisation befürchtet, dass bisher
erreichte Fortschritte bei der Versorgung der Bevölkerung durch die
erwarteten militärischen Auseinandersetzungen zunichte gemacht
werden.

   Um ihre Arbeit in Afghanistan fortzuführen und der unschuldigen
und Not leidenden Zivilbevölkerung weiter helfen zu können, bittet
die Deutsche Welthungerhilfe um Spenden.: Konto Nr. 1115, Sparkasse
Bonn (BLZ 380 500 00), Stichwort: Afghanistan.
 


 

Afghanistan: Caritas fordert "kühlen Kopf und heißes Herz"

"Durch die Situation in Afghanistan droht eine Katastrophe riesigen Ausmaßes", fürchtet Caritas-Präsident Franz Küberl. "Wir brauchen jetzt einen kühlen Kopf und ein heißes Herz, denn wir müssen in den Ländern rund um Afghanistan aber auch hier in Österreich Vorsorge treffen. Ohne Hilfe werden Tausende Flüchtlinge die nächsten Monate nicht überleben." Der Caritas- Präsident bittet die Österreicherinnen und Österreicher um Hilfe, fordert aber auch die Regierung zur Unterstützung auf.

Die Ereignisse in Afghanistan haben unmittelbare Auswirkungen auf Österreich. In den nächsten Wochen und Monaten werden mehr Flüchtlinge aus Afghanistan in Österreich Zuflucht suchen, erwartet die Caritas. "Die Regierung muss entsprechende Vorbereitungen treffen", fordert Franz Küberl. Die Hilfesuchenden brauchen eine sichere Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung. Die Verantwortlichen sollten sich bereits jetzt Lösungen überlegen. Wenn alle Flüchtlingshäuser überfüllt sind, ist es zu spät.

In den Flüchtlingslagern Pakistans werden die Lebensmittel bereits knapp. Die sanitären Bedingungen in den überfüllten Lagern sind schrecklich. Viele Menschen aus Afghanistan sind in den vergangenen Jahren wegen der politischen Situation und der extremen Dürre aus ihrem Land geflohen. Internationale Hilfsorganisationen rechnen aber mit einem weiteren Ansturm an Flüchtlingen. Die Caritas hilft gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen mit Lebensmitteln, sauberem Wasser und Medikamenten. "Die neue Flüchtlingswelle erfordert eine gemeinsame Kraftanstrengung von internationalen Hilfsorganisationen und Regierungen", betont Küberl, der mit einem großen und langwierigen Hilfsbedarf rechnet.

Spenden für die Menschen in den Flüchtlingslagern erbittet die Caritas auf das PSK-Konto 7.700.004. Kennwort "Flüchtlinge Afghanistan".
 


 

Auslandssender erweitern Programm für Afghanistan
Deutsche Welle und BBC senden verstärkt in der Region
 

Die Deutsche Welle (DW) http://www.dwelle.de erweitert ihre Programme für Afghanistan und Pakistan. Aufgrund der zugespitzten Lage in der Region werde der Auslandssender seine Radio-Sendungen verstärken, sagte Reinhard Hartstein, stellvertretender Intendant der Deutschen Welle.
 

Ab Freitag werde das für Afghanistan bestimmte Programm in den Landessprachen Dari und Paschtu um 30 auf täglich 110 Minuten erweitert. Paschtu wird auch in Pakistan, vor allem in den Grenzprovinzen zu Afghanistan, gesprochen. Das Programm für Pakistan in der Nationalsprache Urdu soll um ebenfalls 30 Minuten auf 75 Minuten ausgedehnt werden. In der Berichterstattung würden besonders deutsche und europäische Sichtweisen und Reaktionen zu den Attentaten in den USA wiedergegeben, so die Deutsche Welle.
 

Der BBC World Service http://www.bbc.co.uk/worldservice weitet sein Programm für Afghanistan und die umliegenden Regionen ebenfalls aus. Durch eine weitere Mittelwellen-Frequenz sollen Menschen in Bahrain, Iran, Irak, Kuwait, Oman, Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten erreicht werden. Die Berichterstattung über Kurzwelle werde auch ausgedehnt.
 

Nachrichten und aktuelle Berichte würden rund um die Uhr gesendet, teilte die BBC mit. "Wir haben eine äußerst große Resonanz auf unsere Angebote seit der letzten Woche", sagte World Service-Chef Mark Byford. In Afghanistan seien die Menschen auch medial unterversorgt, es gebe kaum Fernseher und keine nationale Zeitungen.
 

Kurzwellen-Programme sind in dem Gebiet auch aufgrund der Analphabetenquote von rund 90 Prozent eine wichtige Informationsquelle.


 

Letzter West-Journalist verlässt Afghanistan
Taliban verweisen CNN-Korrespondent des Landes
 

CNN-Korrespondent http://www.cnn.com Nic Robertson verlässt als letzter westlicher Journalist Afghanistan. Der Berichterstatter werde am Mittwoch das Land verlassen, sagte eine Sprecherin des Nachrichtensenders gegenüber dem britischen MediaGuardian http://media.guardian.co.uk . Robertson habe mehrere Todesdrohungen erhalten, so CNN-CEO Eason Jordan.
 

Die Taliban hatten klar gemacht, dass sie für seine die Sicherheit nicht mehr garantieren könnten und wiesen die Bitte des Journalisten zurück, weiter aus dem Land berichten zu können.
 

Robertson hatte in der vergangenen Woche die Pressekonferenz der Taliban zu den Anschlägen mit einem Videotelefon übertragen. Für CNN berichten noch weitere acht Journalisten aus der Region, sie halten sich jedoch außerhalb des Taliban-kontrollierten Gebiets auf. (Siehe auch: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=010919028 ).


 

Afghanistan: Alle Rotkreuz-Hilfsprojekte laufen weiter

Das Rote Kreuz hat trotz der angespannten Lage keines seiner Hilfsprojekte in Afghanistan abgebrochen. "Unsere ausländischen Delegierten sind vorläufig in Peshawar im benachbarten Pakistan stationiert, bis die afghanischen Behörden ihre Sicherheit wieder garantieren können", sagt Bernhard Jany, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK). "Aber rund 1000 lokale Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) führen die Hilfsmaßnahmen in Afghanistan weiter." Diese umfassen Großbäckereien zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln, den Betrieb der sechs größten Krankenhäuser sowie die Versorgung von 30 Kliniken und Erste-Hilfe-Stationen im ganzen Land mit medizinischen Hilfsgütern. Auch die sechs Rehabilitationszentren für Minenopfer arbeiten weiter, und die Wasserversorgungs-Projekte in den Städten bleiben aufrecht.

Alle sieben Delegationen des IKRK in den afghanischen Nachbarländern bleiben geöffnet. Von dort aus fahren die ausländischen Rotkreuz-Delegierten nach Afghanistan, sooft es die Sicherheitslage zulässt. "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Not der Menschen in Afghanistan auch vor den aktuellen Ereignissen schon ungeheuer groß war," so Jany weiter. "Wir tun daher alles, damit die Hilfe nicht abreißt."

Das Österreichische Rote Kreuz ersucht um Spenden auf PSK 2.345.000, Kennwort: "Afghanistan".

 


 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:39
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