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Dauerlauf liegt Äthiopiern in den Genen
Forscher entdecken Unterschiede in Y-Chromosomen

Dass Äthiopier und Kenianer 37 der 40 Über-10.000-Meter-Laufrekorde aufgestellt haben, liegt offensichtlich in den Genen. Zu diesem Schluss kommt ein Forscherteam der University of Glasgow http://www.gla.ac.uk . Die genetischen Merkmale sind offensichtlich bestimmte Varianten von vier Y-Chromosom-Genen. Welche Funktion diese haben, ist bisher allerdings unbekannt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com .

Die Forscher um Yannis Pitsiladis vom International Centre For East African Running Science an der schottischen Universität haben die Y-Chromosomen von Elite-Athleten, Stadtbewohnern und anderen Nicht-Athlethen in der äthiopischen Provinz Arsi, aus der zahlreiche berühmte Langstreckenläufer kommen, untersucht.

Vier verschiedene Genvarianten waren wesentlich häufiger bei den Athleten vorgekommen als bei den restlichen Probanden. Eine Mutation konnten die Forscher nicht feststellen. Offensichtlich ist es die Kombination zahlreicher verschiedener Genvarianten, die den Unterschied ausmachen. "Die Athleten zeigen zwar Unterschiede zur restlichen Bevölkerung. Diese sind aber nicht dermaßen überwältigend, dass man einen eindeutigen Erfolg ableiten könnte", meint Pitsiladis. Neben dem Training und dem Angeborensein von Anlagen, spielen soziale und geografische Faktoren auch eine wesentliche Rolle. Ein langer Schulweg in relativ großen Höhen könnte zusätzlich als Erfolgsfaktor hinzukommen.
 

 


 

1 AUGENARZT FÜR 4 MILLIONEN MENSCHEN!

In Äthiopien sind bereits eine Million Menschen erblindet, weil es praktisch keine augenmedizinische Versorgung gibt. Die Christoffel-Blindenmission hilft nun mit einer neuen Augenklinik in Jijiga/Äthiopien.

Gestern, 26. September 2001 wurde die Fotopräsentation "Lichtblick Äthiopien" des Fotografen Martin Jöchl im Museum für Völkerkunde eröffnet. Chris Lohner und Barbara Stöckl überreichten der Christoffel-Blindenmission symbolisch den Grundstein für den Bau einer dringend benötigten Augenklinik in Äthiopien. Durch ihre prominente Unterstützung und die große Resonanz vieler Spenderinnen und Spender kann der lange geplante Bau nun realisiert werden. Baubeginn der Klinik ist Anfang 2002 in Jijiga, der Hauptstadt der größten äthiopischen Region Somali.

Mag. Rupert Roniger, Geschäftsführer der Christoffel-Blindenmission: "Rund eine Million Menschen sind in Äthiopien erblindet, weil die augenmedizinische Versorgung extrem schlecht ist. In der Region Somali gibt es für fast vier Millionen Einwohner nur einen einzigen Augenarzt! Die neue Augenklinik wird die Lage entscheidend verbessern. Bereits nächstes Jahr können die ersten Patienten operiert werden."

Chris Lohner besuchte im Mai dieses Jahres Hilfsprojekte der Christoffel-Blindenmission in Äthiopien: "Das Leid der Menschen hat mich tief betroffen gemacht. Wir fuhren mit Ärzten in ein Dorf, wo praktisch jeder an irgendeiner Augenkrankheit litt. Die Ärzte der Christoffel-Blindenmission leisten bei ihren Einsätzen großartige Hilfe."

Krankheiten wie der Graue Star oder Trachom sind die Hauptursachen für Blindheit. Beim Grauen Star trübt sich die Linse im Auge, was letztlich zur völligen Erblindung führt. Mittels einer Operation, bei der eine künstliche Linse ins Auge eingesetzt wird, kann den Patienten das Augenlicht gerettet werden. Die Kosten einer Operation betragen rund 350,- Schilling. Trachom ist eine Infektionskrankheit, bei der die Wimpern nach innen wachsen und die Hornhaut zerkratzen. Mehr als eine halbe Million Menschen sind in Somali mit Trachom infiziert. Im Frühstadium hilft gegen Trachom eine antibiotische Salbe. Im fortgeschrittenen Stadium muss auch hier operiert werden.

Chris Lohner: "In einem kleinen Dorf traf ich eine Mutter mit ihrer blinden Tochter. Die Kleine verlor ihr Augenlicht, weil es keinen Arzt in erreichbarer Nähe gibt. Wären wir mit den Ärzten ein paar Wochen früher dort gewesen, könnte das Mädchen noch sehen!"

Mag. Rupert Roniger: "Von der Augenklinik in Jijiga ausgehend werden Augenärzte auch in entlegenste Gebiete fahren, um die Bevölkerung ausserhalb der Städte zu erreichen. In den Dörfern werden einfache Behandlungsräume aufgebaut um Menschen zu operieren. Außerdem werden in der Klinik in Jijiga Fachkräfte ausgebildet, damit die medizinische Versorgung langfristig gesichert ist."

Die beeindruckenden und einzigartigen Aufnahmen von Martin A. Jöchl werden von 27. bis 14. Oktober 2001 im Museum für Völkerkunde/Neue Hofburg präsentiert und können gegen eine Spende von 3.500,- Schilling erworben werden. Mit diesem Geldbetrag wird zehn Menschen mit einer Star-Operation ihr Augenlicht gerettet.

Für die Ausstattung der Augenklinik in Jijiga wird noch dringend ein Operationsmikroskop sowie Operationsbesteck im Wert von 170.000,- Schilling benötigt.

Spendenkonto: PSK 92.011.650
 


 
Joerg W. Baur [REGIO-PRESS] 91801237



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Stand der letzten Bearbeitung:
 13.02.2007 03:33:39
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